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Zur Textgestalt der Erstausgaben der DDR und der BRD und zur Erstrezeption von Maxie Wanders „Guten Morgen, du Schöne“

Title: Zur Textgestalt der Erstausgaben der DDR und der BRD und zur Erstrezeption von  Maxie Wanders  „Guten Morgen, du Schöne“

Seminar Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Genres
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Frauenliteratur ist ein Genre, dass viele Aspekte in sich birgt. Es bedeutet zum Einen Literatur von Frauen und zum Anderen Literatur für Frauen. Doch auch Literatur über Frauen kann als Bestandteil dieses Genres gesehen werden.
Die vorliegende Arbeit zeigt eine Art dieser Frauenliteratur auf, die sich mit den realen Erfahrungen von Frauen beschäftigt, und der die „Problemhaftigkeit weiblicher Existenz in einer noch immer substantiell patriarchalischen Gesellschaft mit vorwiegend autoritären Traditionen nicht entgeht.“ Bei dieser sogenannten Interviewliteratur, werden in den Protokollen die Fragen ausgeblendet, sodass eine Art Monolog des Befragten entsteht.

Frauen reden, reden über sich und über das, was sie angeht, weil es gut für sie ist, aus sich herauszukommen und zu sagen, was sie bewegt. Frauen, wenn sie sich laut Gedanken machen, wollen verändern, wollen bewusst sich und die Männer und das Leben um sich herum verändern, damit sie besser die Möglichkeiten und Chancen nutzen können, die ihnen ihre Gesellschaft bietet.

In ihrem Buch „Guten Morgen, du Schöne. Protokolle nach Tonband“, gab die Autorin Maxie Wander Frauen unterschiedlichen Alters genau diese Möglichkeit, sich laut Gedanken zu machen und über ihre Ziele, ihre Ängste oder ihre Sexualität zu sprechen: „Ich halte jedes Leben für hinreichend interessant, um anderen mitgeteilt zu werden.“
...
Das Buch erschien in der DDR erstmals 1977 und erhielt großen Zuspruch. Ein Jahr später und mit einigen Veränderungen (diese werden in der Arbeit noch näher erläutert), erschien auch in der BRD die Lizenzausgabe unter dem Titel „Guten Morgen, du Schöne. Frauen in der DDR. Protokolle“, und fand ebenfalls starke Resonanz.
Deshalb wird sich die vorliegende Arbeit damit auseinandersetzen, wie Kritiker in der DDR aber auch in der BRD, Wanders Werk aufgenommen haben. Dazu werden einzelne Rezensionen aus der Zeit vorgestellt und in einen Kontext gebracht.
Mit Wanders Protokollen konnte sich auch das Genre der Dokumentarliteratur, deren Bekanntheit auf Sarah Kirschs „Die Pantherfrau“ zurückzuführen, immer mehr in der DDR etablieren. Authentizität und reale Geschichten wurden demnach seit 1975 von der Bevölkerung favorisiert.
Im Folgenden soll ein Eindruck darüber vermittelt werden, welche Bedeutung die Protokolle von Maxie Wander für die damalige DDR-Literatur aber auch für die heutige deutsche Literatur haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die Textgestalt der Erstausgaben in der DDR und BRD

3 Rezensionen zu Maxie Wanders „Guten Morgen, du Schöne“

3.1 Rezensionen aus der DDR

3.2 Rezensionen aus der BRD

3.3 Vergleich der Rezensionen aus beiden Teilen Deutschlands

3.4 Fazit

4 Einflüsse und Bedeutung von „Guten Morgen, du Schöne“

4.1 Einflüsse anderer Interviewliteratur auf Maxie Wanders Werk

4.2 Bedeutung von „Guten Morgen, du Schöne“ für die DDR-Literatur

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die textuellen Unterschiede zwischen der DDR-Erstausgabe und der BRD-Lizenzausgabe von Maxie Wanders Werk „Guten Morgen, du Schöne“ sowie die zeitgenössische literaturkritische Rezeption des Buches in beiden deutschen Staaten.

  • Textgestalt und editionstechnische Veränderungen zwischen den Erstausgaben
  • Analyse der zeitgenössischen Rezensionen in DDR- und BRD-Medien
  • Vergleichende Untersuchung der Schwerpunktsetzung in der Kritik
  • Einflüsse und literarhistorische Bedeutung der Interviewliteratur
  • Rolle von Maxie Wanders Werk für die DDR-Literatur

Auszug aus dem Buch

3.1 Rezensionen aus der DDR

Maxie Wanders Protokolle nach Tonband sind erstmals in der Mitte des Jahres 1977 beim Buchverlag Der Morgen Berlin erschienen. Schon im September konnte man die ersten Kritiken in den Medien wahrnehmen.

Eine erste Rezension erschien im Oktober 1977 in der Zeitschrift Junge Welt und wurde von Monika Melchert verfasst. Melchert studierte zu dieser Zeit „Diplom-Germanistik und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin“ 14, und ist heute eine renommierte Literaturwissenschaftlerin. Sie schrieb über das Buch: „Das Gefühl beim Lesen ist das der authentischen Anwesenheit“.15 Ihres Erachtens nach, ist der Leser in der Lage sich in die interviewten Personen hineinzuversetzen und damit zu verstehen, was diese über die Gesellschaft und ihre Konventionen denken. Sie spricht von den Frauen als mutige und optimistische Wesen, die versuchen die traditionelle Rollenverteilung im Familienleben der DDR zu harmonisieren. Dabei geht Monika Melchert speziell auf eine neue Unabhängigkeit der Frau ein, die ihrer Meinung nach, eine tragende Rolle im Buch spielt. Alles in allem bewundert sie die Ehrlichkeit und Offenheit der Frauen, die es sogar wagen sich auch mit generationsübergreifenden Problemen auseinander zusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung definiert das Genre der Frauenliteratur und stellt Maxie Wanders Werk als bedeutendes Beispiel der Interviewliteratur vor.

2 Die Textgestalt der Erstausgaben in der DDR und BRD: Dieses Kapitel vergleicht die strukturellen und inhaltlichen Unterschiede, insbesondere Kürzungen und Titeländerungen, der ersten Publikationen in Ost und West.

3 Rezensionen zu Maxie Wanders „Guten Morgen, du Schöne“: Eine detaillierte Betrachtung der zeitgenössischen Kritik, unterteilt in die Resonanz in der DDR und der BRD sowie einen direkten Vergleich.

4 Einflüsse und Bedeutung von „Guten Morgen, du Schöne“: Beleuchtung der Vorbilder für das Werk sowie dessen kulturgeschichtliche Relevanz für den literarischen Diskurs in der DDR.

5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Textunterschiede und der unterschiedlichen Wahrnehmung des Werkes durch die zeitgenössische Kritik.

Schlüsselwörter

Maxie Wander, Guten Morgen du Schöne, Frauenliteratur, Interviewliteratur, DDR-Literatur, Textgestaltung, Literaturkritik, Rezension, Emanzipation, Geschlechterrollen, Dokumentarliteratur, Christa Wolf, Selbstverwirklichung, DDR, BRD

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen der DDR-Ausgabe und der BRD-Lizenzausgabe des Protokollbandes „Guten Morgen, du Schöne“ sowie deren Aufnahme in der zeitgenössischen Literaturkritik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Editionspraxis (Textgestalt), die Rolle der Frau in der DDR, gesellschaftliche Konventionen, Partnerschaft, Sexualität und die Entwicklung der DDR-Interviewliteratur.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Aufbau und Inhalt der Ausgaben zu vergleichen und zu untersuchen, wie Kritiker in Ost und West das Werk aufgenommen und interpretiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Literaturwissenschaft durch die Analyse von Primärtexten und zeitgenössischen Rezensionen sowie die Kontextualisierung in der Interviewliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der textuellen Varianten (Kürzungen, Überschriften), eine detaillierte Auswertung von Rezensionen und eine Einordnung des Werkes in den literarischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Maxie Wander, Interviewliteratur, Frauenbilder in der DDR, Textvarianten und Literaturkritik.

Warum unterschied sich die BRD-Ausgabe von der DDR-Erstausgabe?

Die BRD-Ausgabe wies deutliche Kürzungen auf, darunter das Weglassen einzelner Geschichten und Sätze, was vermutlich der Anpassung an ein anderes Lesepublikum diente.

Wie bewerten die Rezensenten das Werk?

Die meisten Kritiker äußerten sich sehr positiv über die Authentizität und Ehrlichkeit der Frauen, wobei in der BRD teilweise neue Perspektiven zur gesellschaftlichen Fremdheit betont wurden.

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Details

Title
Zur Textgestalt der Erstausgaben der DDR und der BRD und zur Erstrezeption von Maxie Wanders „Guten Morgen, du Schöne“
College
University of Rostock
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V138019
ISBN (eBook)
9783640908097
ISBN (Book)
9783640908332
Language
German
Tags
Maxie Wander Guten Morgen du Schöne Rezeption Sarah Kirsch Pantherfrau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2006, Zur Textgestalt der Erstausgaben der DDR und der BRD und zur Erstrezeption von Maxie Wanders „Guten Morgen, du Schöne“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138019
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