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Phantastische Elemente in "Le Horla" von Guy de Maupassant nach T. Todorovs Theorie der phantastischen Literatur

Title: Phantastische Elemente in "Le Horla" von Guy de Maupassant nach T. Todorovs Theorie der phantastischen Literatur

Essay , 2023 , 7 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Asena Aydin (Author)

German Studies - Comparative Literature
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In dem vorliegenden Essay sollen die phantastischen Elemente, welche in der Erzählung „Le Horla“ von Guy de Maupassant vorkommen, untersucht werden. Maupassant verfasste zwei Fassungen der fantastischen Novelle, in dieser Arbeit wird die endgültige Version, welche im Mai 1887 in den „Annales politiques et littéraires“ abgedruckt wurde, betrachtet. Als Ausgangspunkt der Analyse wird die Theorie der Phantastik von Tzvetan Todorov verwendet, da seine Theorie einen großen Einfluss auf andere Theorien hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Definition des Phantastischen nach Todorov

2.2 Abgrenzung zum Unheimlichen und Wunderbaren

3. Analyse von „Le Horla“

3.1 Erzählstil und Struktur

3.2 Entwicklung der psychischen Krise

3.3 Die Rolle des Unsichtbaren und das Aufkommen des Horla

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die phantastischen Elemente in Guy de Maupassants Novelle „Le Horla“ unter Anwendung der literaturwissenschaftlichen Theorie Tzvetan Todorovs. Ziel ist es, die Ambiguität zwischen einer rational erklärbaren psychischen Erkrankung des Protagonisten und der tatsächlichen Existenz eines übernatürlichen Wesens aufzuzeigen und die Erzählweise der Tagebuchform als verstärkendes Element der Unschlüssigkeit zu analysieren.

  • Anwendung der Todorovschen Phantastik-Theorie auf ein literarisches Werk
  • Analyse des unzuverlässigen Erzählens in der Tagebuchform
  • Untersuchung der psychischen Entwicklung und Paranoia des Protagonisten
  • Interpretation des Horla als Symbol für Evolutionsangst und das Unbegreifliche

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung der Unschlüssigkeit durch den Ich-Erzähler

Zunächst einmal fällt in der Novelle „Le Horla“ der authentifizierende Erzählstil auf. Der Ich- Erzähler berichtet über seine Erlebnisse in einer Tagebuchform und gibt jeweils ein Datum zum Eintrag (8. Mai – 10. September). Dieser Erzählstil führt dazu, dass der Leser die Handlung als realistisch und nahbar empfindet. Gleichzeitig gewährt die Form des Tagebuchs dem Leser einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle des Erzählers.

Durch seine Sichtweise erfährt der Leser, wie sich die Ereignisse entwickeln und wie der Erzähler sich versucht die übernatürlichen Geschehen zu erklären. Die Erzählung ist durchsetzt mit inneren Monologen, die seine Angst, Verwirrung und Verzweiflung zum Ausdruck bringen, während er versucht zu begreifen, was geschieht. Zudem geben seine Gedanken einen Einblick in seinen geistigen Zustand, der seine zuspitzende Paranoia und den stufenweisen Abstieg seines Verstands verdeutlicht. Zum anderen Teil ist dieser Erzählstil sehr unzuverlässig, da es sich um eine subjektive Wahrnehmung handelt und es viele Auslassungen gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Relevanz der Novelle „Le Horla“ vor und führt in die theoretischen Grundlagen der phantastischen Literatur nach Tzvetan Todorov ein.

2. Theoretischer Rahmen: Erläutert die Kriterien des Phantastischen und die notwendige Abgrenzung zu den Nachbargattungen des Unheimlichen und Wunderbaren.

3. Analyse von „Le Horla“: Untersucht anhand der Tagebuchform die psychische Fragmentierung des Protagonisten und die graduelle Manifestation des Horla als übernatürliche Entität.

4. Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt, dass „Le Horla“ die Bedingungen der phantastischen Gattung durch die konsequente Aufrechterhaltung der Ambiguität erfüllt.

Schlüsselwörter

Guy de Maupassant, Le Horla, Phantastik, Tzvetan Todorov, Ambiguität, Unheimliches, Wunderbares, Tagebuchform, Ich-Erzähler, Paranoia, Wahnsinn, Übernatürliches, Literaturwissenschaft, Realität, Wahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Erzählung „Le Horla“ von Guy de Maupassant hinsichtlich ihrer Einordnung in das Genre der phantastischen Literatur.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Struktur des unzuverlässigen Erzählens, die psychologische Zustandsbeschreibung des Protagonisten und die ontologische Ambiguität des Auftretens eines unsichtbaren Wesens.

Welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Die Arbeit exploriert, inwieweit Maupassants Erzählung die Kriterien des Phantastischen nach Tzvetan Todorov erfüllt und wie die Ambiguität zwischen psychischer Störung und metaphysischer Bedrohung erzeugt wird.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Methodisch stützt sich die Untersuchung auf die Literaturtheorie von Tzvetan Todorov, insbesondere auf seine Definition des Phantastischen, die Unschlüssigkeit des Lesers und die Ambiguität als zentrales Gattungsmerkmal.

Welche Inhalte prägen den Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die diskursive Entwicklung des Erzählers vom Realistischen zum Paranoiden, unterstützt durch Zitate aus der Novelle und wissenschaftliche Sekundärliteratur zu Wahrnehmung und Phantastik.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Ambiguität, Unzuverlässigkeit, Phantastik, Paranoia und Wahrnehmung gekennzeichnet.

Inwiefern beeinflusst der Erzählstil die Rezeption der Geschichte?

Durch die Tagebuchform wird eine authentische Nähe zum Erzähler aufgebaut, die den Leser dazu zwingt, dessen subjektive und zusehends verschwimmende Wahrnehmungsrealität unmittelbar mitzuerleben.

Wie deutet die Autorin das Ende der Novelle?

Das Ende wird als Beibehaltung der literarischen Ambiguität gewertet; es bleibt offen, ob der Protagonist tatsächlich wahnsinnig ist oder der Horla eine reale, übernatürliche Erscheinung darstellt.

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Details

Title
Phantastische Elemente in "Le Horla" von Guy de Maupassant nach T. Todorovs Theorie der phantastischen Literatur
College
Ruhr-University of Bochum  (Komparatistik)
Course
Französisch
Grade
1.0
Author
Asena Aydin (Author)
Publication Year
2023
Pages
7
Catalog Number
V1380279
ISBN (PDF)
9783346920737
Language
German
Tags
Todorov, Phantastik, Le Horla, Maupassant
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Asena Aydin (Author), 2023, Phantastische Elemente in "Le Horla" von Guy de Maupassant nach T. Todorovs Theorie der phantastischen Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1380279
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