Das sokratische Gespräch - Mäeutik erklärt anhand des Menon-Dialogs


Referat (Ausarbeitung), 2009

13 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Überblick: Lebenslauf des Sokrates

3 Methode des „sokratischen Gesprächs“ am Beispiel des Menon-Dialogs
3.1 Menon-Dialog
3.2 Erläuterung
3.2.1 Mäeutik
3.2.2 Tabellarische Übersicht Lehren und Lernen nach Sokrates

4 Die „sokratische Methode“ nach Nelson – fragend-entwickelnder Unterricht
4.1 Charakterisierung der sokratischen Methode nach Nelson
4.2 Die sokratische Methode im Mathematikunterricht

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Diese Ausarbeitung wird im Rahmen des Seminars „Einführung in die Geschichte von Bildung und Erziehung“ im SS09 geschrieben und baut auf dem dort gehaltenen Referat zum Themenbereich der Mäeutik Sokrates und dem Menon-Dialog auf.

Zu Beginn wird erst einmal der bekannte und einflussreiche Philosoph Sokrates vorgestellt. Dadurch soll ein guter Einstieg in das Thema dieser Arbeit gegeben werden und zusätzlich deutlich werden, in welcher Zeit Sokrates seine Dialogstechnik entwickelte. So zeigt sich dann, dass die Lehren Sokrates bereits seit ca.1560 Jahren um die Welt gehen und seitdem Einfluss auf die Denkweisen der Menschen nehmen bzw. die Wissenschaft der Philosophie im großen Maße prägen.

Eine seiner in der Philosophie bekanntesten Lehren ist die „sokratische Gesprächsführung“, deren Gesprächstechnik die Mäeutik ist. Diese wird in Kapitel 3 anhand des von Platon überlieferten Menon-Dialogs erläutert. Im Vordergrund steht dabei, wie der Lehrer dem Lernenden Inhalte vermittelt und wie der Lernende zu neuem Wissen gelangt. Die Kernaspekte dieser Betrachtung werden dann noch einmal in einer Tabelle übersichtlich zusammengefasst.

Diese Tabelle dient als Orientierung und zum Vergleich zu der „sokratischen Methode“ von Leonard Nelson. Nelson hat die Methode Sokrates soweit entwickelt, dass sie didaktisch begründbar in der Schule (hier für das Fach Mathematik) einsetzbar ist. Der wichtigste Aspekt der die ursprüngliche Version dafür eher ungeeignet macht, ist, dass diese für ein Zweiergespräch im Sinne dessen, dass der „mächtige“ Lehrer dem „unwissenden“ Schüler den Weg zu „Erkenntnis“ zeigt, gedacht ist und in einer Klasse, sind heute bekanntlich meist über 24 Schüler.

Nachdem in Kapitel 4 die Grundgedanken Nelsons zu seiner sogenannten „neosokratischen Methode“ aufgezeigt wurden, folgt das abschließende Fazit.

2 Überblick: Lebenslauf des Sokrates

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sokrates wurde um das Jahr 469 v. Chr. im Demos Alopeke geboren. Sein Vater war ein angesehener Bildhauer. Seine Mutter führte den Beruf einer Hebamme aus. Besonders die Fähigkeit, des Hervorholens bzw. Gebären, seiner Mutter hatte es ihm angetan. Was sich vor allem in seiner Entwicklung der philosophischen Methode der Mäeutik („Hebammenkunst“)[1], dem strukturierten Dialog, widererkennen lässt.

Abb. 1 Sokrates[2]

Diese sokratische Kunst der Gesprächsführung (vgl. Abschnitt 2.2) und ihre philosophischen Inhalte sind nur indirekt überliefert worden, da Sokrates selbst nichts Schriftliches hinterlassen hat. Mehrere seiner Schüler, der berühmteste unter ihnen war Platon, haben sokratische Dialoge verfasst und unterschiedliche Züge seiner Lehren betont.

Ca 449 v. Chr. in seinem 50. Lebensjahr heiratete er Xanthippe. Aus dieser Ehe kam ein Kind hervor. Es wird auch überliefert, dass Sokrates eine Beziehung zu einem Mädchen namens Myrtha gehabt habe, die von ihm noch zwei Jungen bekam.

Die unbeugsame Haltung des Sokrates in dem gegen ihn wegen angeblich schändlichen Einflusses auf die Jugend und wegen Missachtung der griechischen Götter geführten Prozess, hat zu seinem Nachruhm wesentlich beigetragen. Um 399 v. Chr. wurde Sokrates angeklagt und starb noch im selben Jahr. Das Todesurteil nahm er als gültiges Fehlurteil gelassen hin.

Sokrates war ein für das abendländische Denken grundlegender griechischer Philosoph, der in Athen lebte und wirkte.

3 Methode des „sokratischen Gesprächs“ am Beispiel des Menon-Dialogs

Wie in der Einleitung erwähnt, hat Sokrates selbst keine Verschriftlichungen seiner Lehren hinterlassen, so dass alles was man heute über eben diese weiß, Überlieferungen seiner Anhänger und Schüler sind. Ein gutes Beispiel zur Darstellung der sokratischen Methode wurde von Platon verfasst. Es handelt sich dabei um den „Menon-Dialog“. Sokrates will seinem Freund Menon durch ein Gespräch mit einem Sklaven zeigen, dass jeder Mensch lernen kann, wenn man die richtigen Fragen stellt. Man könnte sagen Sokrates will mit seiner Methode die Erkenntnis aus dem Schüler ohne Belehrung des Lehrers hervorholen. Den Sokrates ist der Meinung, dass es in dem Lernenden ein Wissen gibt, das verborgen ist und „erinnert“ werden muss. Die Methode Sokrates ist die „Mäeutik“ oder auch „Maieutik“.

3.1 Menon-Dialog

Ein weiterer für diese Arbeit wichtiger Aspekt des Menon-Dialogs, ist die didaktische Vermittlung von mathematischem Inhalt[3]. Es geht um die Vermittlung der Berechnung von Flächen und am Rande um die Enddeckung des „Satz des Pythagoras“. Dies kommt dieser Ausarbeitung insofern zu Gute, da sich im nächsten Kapitel damit befasst wird, ob und in welcher Form das „sokratische Gespräch“ im Matheunterricht didaktisch einsetzbar wäre.

Der folgende Dialog beginnt an der Stelle, an der Menon einen seiner Sklaven, denen er keinerlei Fähigkeit zur Bildung zutraut, ruft und Sokrates mit diesem ins Gespräch einsteigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Die Eckdaten sind der Internetseite von Eßer, M./Hippert, F.: http://www.hildegardis.bobi.net/Sokrates/seite/leben.htm (Zugriff: 15.08.09), entnommen.

[2] Wellmann, G.: http://www.wellermanns.de/Gerhard/Gesellschaftslehre/griechen_roemer/material_griechen.htm (Zugriff: 16.08.09)

[3] Der Dialog ist mit einzelnen Änderungen, in Form Weglassungen der Interseite: Adam, B.: http://www.informationstechnikadam.de/inft/themen/05sokrates.htm (Zugriff: 18.04.09), Karlsruhe, entnommen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Das sokratische Gespräch - Mäeutik erklärt anhand des Menon-Dialogs
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Autor
Jahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V138036
ISBN (eBook)
9783640477470
ISBN (Buch)
9783640477692
Dateigröße
571 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gespräch, Mäeutik, Menon-Dialogs
Arbeit zitieren
Sophie Peper (Autor), 2009, Das sokratische Gespräch - Mäeutik erklärt anhand des Menon-Dialogs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138036

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