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Sehnsucht nach Heilung - Wunder als Zeichen des Heils

Title: Sehnsucht nach Heilung - Wunder als Zeichen des Heils

Examination Thesis , 2009 , 59 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christiane Hölscher (Author)

Theology - Religion (For Pre-University Students)
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen der UR wird die menschliche Sehnsucht nach Heil thematisiert, der durch die Wundertaten Jesu als Erfahrungen von Heil, resp. Heilung begegnet werden soll.
Die vorliegende UR orientiert sich an den Richtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen für Katholische Religionslehre im Sekundarbereich I an Realschulen.
Das Thema ist als Wahlthema vorgesehen und wird an der XX-Schule in XX üblicherweise in der Jahrgangsstufe 7 unterrichtet und dem Leitmotiv „Aufbrechen und unterwegs sein – sich von Gott ermutigen und begleiten lassen“ zugeordnet. Während das Thema auf den ersten Blick eindeutig dem Leitmotiv „sich von Gott ermutigen und begleiten lassen“ zugeordnet werden kann und eher weniger der Intention des Aufbrechens und Unterwegsseins entspricht, so wird dieser Gedanke spätestens durch die Art und Weise offenbar, wie die SuS den biblischen Texten begegnen: Der Lehrplan betont, dass sich SuS der siebten Klasse innerhalb vieler unterschiedlicher Aufbrüche befinden. Eine Aufbruchsbewegung der SuS wird mir im Unterricht der Klasse xx immer wieder besonders deutlich: der Aufbruch vom so genannten Kinderglauben zu einem reflektierten Erwachsenenglauben. So waren den SuS die Inhalte der zu erarbeitenden Wundergeschichten bereits vor Beginn der UR größtenteils bekannt, wurden aber von vielen SuS als „fromme Märchen“ angesehen. – Mit der Pubertät stellt sich den SuS nun bei der Erarbeitung der biblischen Wundererzählungen vor allem eine Frage: Wenn diese Geschichten nicht in erster Linie Berichte historischer Tatsachen darstellen sollen, warum haben diese Erzählungen dann eine so große Bedeutung für den christlichen Glauben? - Um diesen Aufbruch vom Kinderglauben zu einem reflektierten Erwachsenenglauben zu begleiten, eignen sich die biblischen Wundererzählungen in ausgezeichneter Weise.
Der Lehrplan beschreibt die Intentionen der UR folgendermaßen: Sie SuS sollen „begreifen, dass jeder Mensch eine tiefe Sehnsucht nach Heil in sich trägt“ und in diesem Zusammenhang neutestamentliche Wundergeschichten als Erfahrungen erfüllter Heilssehnsüchte sowie als Teil jesuanischer Verkündigung kennen lernen, mit der die Wirksamkeit des beginnenden Gottesreiches signalisiert wird.
Die Richtlinien sehen bei der Erarbeitung des Themas eine Verknüpfung von Aspekten der Glaubenslehre mit den Fragen der SuS nach Sinn und Individualität vor, um damit die SuS bei der Entwicklung ihres Selbst- und Weltverständnisses zu unterstützen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begründung des Themas durch Bezüge zu den Lehrplanvorgaben

2. Kompetenzen, die im Rahmen der Unterrichtsreihe erworben werden

3. Aufbau der Unterrichtsreihe

4. Beschreibung der Klassensituation und Lernvoraussetzungen

5. Analyse der Sachstruktur

5.1 Anthropologische Aspekte

5.2 Theologische Aspekte

6. Didaktische Analyse

7. Darstellung von vier zusammenhängenden Stunden der Unterrichtsreihe

7.1 Die dritte Stunde der Unterrichtsreihe: Geschehen Wunder einfach so? – Die Heilung des blinden Bartimäus

7.1.1 Theologische Aspekte der Perikope über die Heilung des blinden Bartimäus (Mk 10, 46-52)

7.1.2 Didaktische Entscheidungen

7.1.3 Methodische Entscheidungen

7.1.4 Verlaufsplanung

7.1.5 Reflexion der Stunde

7.2 Die vierte und fünfte Stunde der Unterrichtsreihe: Aufrecht durchs Leben gehen – Die Heilung der gekrümmten Frau

7.2.1 Theologische Aspekte der Perikope von der Heilung der gekrümmten Frau (Lk 13,10-13)

7.2.2 Didaktische Entscheidungen

7.2.3 Methodische Entscheidungen

7.2.4 Verlaufsplanung

7.2.5 Reflexion der Stunden

7.3 Die sechste Stunde der Unterrichtsreihe: Lazarus – Gestorben und doch nicht tot

7.3.1 Theologische Aspekte der Perikope von der Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1-45)

7.3.2 Didaktische Entscheidungen

7.3.3 Methodische Entscheidungen

7.3.4 Verlaufsplanung

7.3.5 Reflexion der Stunde

8. Gesamtreflexion der Unterrichtsreihe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Examensarbeit zielt darauf ab, Schülern der Jahrgangsstufe 7 einen Zugang zu biblischen Wundererzählungen zu eröffnen, der über die bloße Historizität hinausgeht und diese als Zeichen für das Reich Gottes sowie als Impulse für das eigene Selbst- und Weltverständnis begreifbar macht.

  • Wunder als Zeichen der Nähe Gottes und des Heils
  • Transformation des Kinderglaubens zum reflektierten Erwachsenenglauben
  • Bedeutung von Krankheit und sozialem Ausschluss im Kontext Jesu
  • Kreative Auseinandersetzung und Vergegenwärtigung biblischer Texte
  • Verknüpfung von Glaubenslehre mit den existenziellen Fragen der Schüler

Auszug aus dem Buch

5.1 Anthropologische Aspekte

Unter dem Begriff „Wunder“ wird ein positives Ereignis verstanden, das man nicht erklären kann, da sein Inhalt der menschlichen Erfahrung oder den Naturgesetzen widerspricht. Ein Wunder stellt somit eine Überschreitung der anerkannten Naturgesetze dar. Das bedeutet, Wunder können durch (natur-)wissenschaftliche Methoden weder bewiesen, noch widerlegt werden.

Der Begriff „Wunder“ steht ethymologisch dem Begriff „sich wundern“ sehr nahe, welcher allerdings in der Regel die Überraschung über alltägliche Gegebenheiten darstellt und weniger die Wahrnehmung einer Überschreitung anerkannter Naturgesetze. Das althochdeutsche Wort „wuntar“ wird häufig mit einem ursprünglich indogermanischen Wort in Verbindung gebracht, welches heute in der Regel mit „verlangen“ übersetzt wird, und so dem Wunderbegriff eine weitere Verständnisperspektive eröffnet.

Dem Liedtitel von Nena entsprechend, „Wunder gescheh´n“, suggerieren uns Fernsehsendungen wie „The next Uri Geller“, dass wunderbare Phänomene nicht nur gegenwärtig vorkommen, sondern auch durch Menschen verfügbar sind. Dies zeigt zumindest den Zuschauern der genannten Sendungen, dass Wunder entgegen ihrer Definition, etwas schon fast alltägliches sein können.

Diese gegenwärtige Haltung zum Wundergeschehen reiht sich ein in eine jahrhundertealte Tradition von antiken und urvölkischen Geschichten über wundersame Göttertaten. Dem gegenüber steht das aufgeklärt-rationale Denken vieler Menschen, die Überschreitungen der anerkannten Naturgesetze generell ablehnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begründung des Themas durch Bezüge zu den Lehrplanvorgaben: Erläutert die Relevanz der Wunderthematik im Rahmen des Religionsunterrichts der 7. Klasse und deren Einordnung in das schulspezifische Leitmotiv.

2. Kompetenzen, die im Rahmen der Unterrichtsreihe erworben werden: Definiert die angestrebten Lernziele, insbesondere die Entwicklung eines aufgeklärten Textverständnisses und die Ableitung von Impulsen für die eigene Lebensführung.

3. Aufbau der Unterrichtsreihe: Beschreibt die methodische Abfolge der Unterrichtseinheiten von der Begriffsdefinition bis zum Filmprojekt.

4. Beschreibung der Klassensituation und Lernvoraussetzungen: Analysiert den soziologischen Hintergrund und die religiöse Urteilskraft der Lerngruppe.

5. Analyse der Sachstruktur: Thematisiert das Wunderverständnis aus anthropologischer und theologischer Perspektive.

6. Didaktische Analyse: Begründet die Auswahl der biblischen Texte und die methodischen Entscheidungen vor dem Hintergrund der Schülerinteressen.

7. Darstellung von vier zusammenhängenden Stunden der Unterrichtsreihe: Bietet eine detaillierte Ausarbeitung der Unterrichtsentwürfe zu den zentralen Heilungserzählungen (Bartimäus, Gekrümmte Frau, Lazarus).

8. Gesamtreflexion der Unterrichtsreihe: Zieht ein Fazit über den Lernzuwachs, die methodische Umsetzung und die Herausforderungen im Unterrichtsverlauf.

Schlüsselwörter

Wundergeschichten, Reich Gottes, Heilung, Biblische Perikopen, Bartimäus, Gekrümmte Frau, Lazarus, Religionsunterricht, Elementarisierung, Glaubensentwicklung, Erwachsenenglaube, Exegese, Didaktik, Wunderverständnis, Seelsorge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Unterrichtsreihe für die 7. Klasse zum Thema „Wunder als Zeichen des Heils“ unter Verwendung neutestamentlicher Heilungserzählungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klärung des Wunderbegriffs, der Bedeutung von Krankheit und Leid sowie der Übertragung biblischer Botschaften auf die heutige Lebenswelt der Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Schülern zu helfen, Wundererzählungen nicht als historische Tatsachenberichte, sondern als lebensrelevante Zeichen der Zuwendung Gottes zu verstehen und für den eigenen Glauben zu erschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Elementarisierungsmodell angewandt, welches eine Brücke zwischen der Lebenswelt der Schüler und der theologischen Wahrheit der biblischen Texte schlägt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachstrukturanalyse, eine didaktische Einordnung sowie konkrete Verlaufspläne für die behandelten Perikopen zu Bartimäus, der gekrümmten Frau und Lazarus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Wunder, Reich Gottes, Nachfolge Jesu, religiöse Urteilskraft und der Aufbruch vom Kinder- zum Erwachsenenglauben.

Welche besondere Rolle spielt der Bartimäus-Bericht?

Die Geschichte dient als Einstieg, um zu verdeutlichen, dass persönlicher Glaube und aktives Eintreten für das eigene Leben eine notwendige Voraussetzung für die Begegnung mit Jesus darstellen.

Wie wurde das Thema der „gekrümmten Frau“ methodisch umgesetzt?

Durch theaterpädagogische Übungen wurde das Gefühl des „Niedergedrücktseins“ körperlich erfahrbar gemacht, um den Schülern das befreiende Handeln Jesu empathisch nahezubringen.

Warum wurde Lazarus als Abschluss der Sequenz gewählt?

Die Auferweckung des Lazarus bildet den Höhepunkt der Zeichen Jesu und regt aufgrund der erzählerischen Komplexität zur kritischen Auseinandersetzung mit der Macht Gottes über den Tod an.

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Details

Title
Sehnsucht nach Heilung - Wunder als Zeichen des Heils
Grade
1,0
Author
Christiane Hölscher (Author)
Publication Year
2009
Pages
59
Catalog Number
V138049
ISBN (eBook)
9783640464999
ISBN (Book)
9783640462148
Language
German
Tags
Sehnsucht Heilung Wunder Zeichen Heils
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Hölscher (Author), 2009, Sehnsucht nach Heilung - Wunder als Zeichen des Heils, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138049
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