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Das Argument der Feinabstimmung. Ein Gottesbeweis auf dem Prüfstand

Titel: Das Argument der Feinabstimmung. Ein Gottesbeweis auf dem Prüfstand

Bachelorarbeit , 2020 , 38 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Hendrik Pempelfort (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, das verhältnismäßig junge Argument der Feinabstimmung der Naturkonstanten und die daraus entwickelte Schöpfungshypothese kritisch zu untersuchen. Sie versucht die Frage nach der Entstehung des Universums teleologisch-theologisch zu beantworten.

Hierfür ist es zunächst notwendig, dass die grundlegenden Begrifflichkeiten geklärt werden. Dies geschieht in Kapitel 2. Das Argument in seiner Gänze wird daraufhin in Kapitel 3 definiert und in seiner logischen Struktur aufgezeigt. Im Anschluss daran werden in Kapitel 4 die Prämissen des Arguments kritisch untersucht und mit kontrastierenden Erklärungshypothesen verglichen. Auch die logische Form des Arguments wird dabei hinterfragt. Schlussendlich wird in Kapitel 5 ein Fazit gezogen und die Frage gestellt, ob das Argument der Feinabstimmung der Naturkonstanten plausibel ist oder nicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Worüber wir reden: Begriffsdefinitionen

2.1 Der Begriff der Religion

2.2 Religionswissenschaft, Theologie und Religionsphilosophie

2.3 Monotheistisches Glaubensverständnis und Gott

2.4 Glaube, Überzeugung und Wissen

2.5 Gottesbeweise in der Philosophie

3 Das Argument der Feinabstimmung

3.1 Einführung in die Argumentation von Matthias Schleiff

3.2 Die logische Form von Schleiffs Feinabstimmungsargument

3.3 Erläuterung der Prämissen von Schleiffs Schöpfungshypothese

3.4 Der physikalische Unterbau der Feinabstimmung

4 Kritische Überprüfung des Feinabstimmungsarguments

4.1 Zufall, Kausalität der Naturgesetze und die theory of everything

4.1.1 Einwände Schleiffs und Erwiderungen

4.2 Das Argument der Wissenslücke

4.3 Die Keine-Welt-Anschauung

5 Fazit: Wie plausibel ist das Feinabstimmungsargument wirklich?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des teleologischen Arguments der Feinabstimmung kosmischer Parameter. Ziel der Arbeit ist es, die Schöpfungshypothese, wie sie insbesondere von dem Theologen Matthias Schleiff vertreten wird, unter Einbeziehung naturwissenschaftlicher und philosophischer Einwände auf ihre Plausibilität und logische Konsistenz zu prüfen.

  • Grundlagen der Begriffsdefinitionen (Religion, Glaube, Gottesbeweise)
  • Struktur und logische Form des Feinabstimmungsarguments
  • Multiversumshypothese als alternative Erklärungstheorie
  • Kritische Analyse durch Naturwissenschaft und den "Neuen Realismus"
  • Diskussion des Arguments der Wissenslücke

Auszug aus dem Buch

Die logische Form von Schleiffs Feinabstimmungsargument

Matthias Schleiff (2019, 100-102) baut sein abschließendes Argument auf dem Schluss auf die beste Erklärung auf. Hierbei bezieht er sich zunächst auf Charles Sanders Peirces (1931-1958, Band V, 189) Formulierung der Abduktion:

The surprising fact, C, is observed; But if A were true, C would be a matter of course, Hence, there is reason to suspect that A is true.

Nun zeigt sich, weshalb die Erklärungsbedürftigkeit des Argumentes einen hohen Stellenwert in der Argumentation Schleiffs hat. Der logische Schluss der Abduktion beruht nämlich auf einem surprising fact, welcher als solcher erklärt werden muss, damit die zu beweisende Hypothese verifiziert werden kann. Eine überraschende Tatsache bietet aber zumeist viel Raum für Spekulation und unterschiedlichste Erklärungshypothesen. Es könnte sich also als recht willkürlich erweisen, eine Erklärung für die überraschende Tatsache zu finden.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet Gilbert H. Harman, welcher die heute gängige Formulierung des Schlusses auf die beste Erklärung geprägt hat. Harman (1965, 89) beschreibt die Problematik der Abduktion und seine Lösung für dieses Schlussverfahren wie folgt:

In making this inference one infers, from the fact that a certain hypothesis would explain the evidence, to the truth of that hypothesis. In general, there will be several hypotheses which might explain the evidence, so one must be able to reject all such alternative hypotheses before one is warranted in making the inference. Thus one infers, from the premise that a given hypothesis would provide a ‘better’ explanation for the evidence than would any other hypothesis, to the conclusion that the given hypothesis is true.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Gottesbeweises anhand der Bedeutung der Feinabstimmung und Darstellung der wissenschaftlichen Ausgangslage.

2 Worüber wir reden: Begriffsdefinitionen: Klärung der notwendigen Fachtermini wie Religion, Gott, Glaube und des philosophischen Verständnisses von Gottesbeweisen.

3 Das Argument der Feinabstimmung: Detaillierte Darstellung des Feinabstimmungsarguments von Matthias Schleiff, seiner Prämissen und des physikalischen Unterbaus.

4 Kritische Überprüfung des Feinabstimmungsarguments: Analyse und Gegenargumentation unter Einbeziehung von Theorien wie der "theory of everything", dem Multiversum und der Sinnfeldontologie.

5 Fazit: Wie plausibel ist das Feinabstimmungsargument wirklich?: Zusammenfassende Bewertung der Plausibilität und logischen Stichhaltigkeit des untersuchten Gottesbeweises.

Schlüsselwörter

Feinabstimmung, Gott, Schöpfungshypothese, Teleologie, Abduktion, Schleiff, Multiversum, Religiöse Philosophie, Naturkonstanten, Wissenslücke, Keine-Welt-Anschauung, Neuer Realismus, Stephen Hawking, Existenz, Gottesbeweis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch das teleologische "Argument der Feinabstimmung", welches versucht, aus den präzisen Werten der physikalischen Naturkonstanten auf die Existenz eines intelligenten Schöpfers zu schließen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft religionsphilosophische Fragestellungen mit modernen physikalischen Theorien, wie dem Multiversum, der Kosmologie und aktuellen wissenschaftstheoretischen Debatten über die Existenz der Welt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Evaluation der Dissertation von Matthias Schleiff, insbesondere der Frage, ob eine "Schöpfungshypothese" rational als "beste Erklärung" für die Feinabstimmung des Universums akzeptiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autor verwendet die Methode der analytischen Philosophie, insbesondere den "Schluss auf die beste Erklärung", sowie die kritische Gegenüberstellung primärliterarischer Positionen aus Kosmologie und Ontologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil definiert zunächst Begriffe wie Religion und Glauben, expliziert Schleiffs logische Argumentationsstruktur und setzt diese in Bezug zu physikalischen Erklärungsmodellen sowie kritischen Positionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Feinabstimmung, Schöpfungshypothese, Teleologie, Multiversum, Wissenschaftstheorie und ontologische Fragen zur Existenz der Welt.

Welche Herausforderungen sieht die Arbeit bei der "Schöpfungshypothese"?

Die Autor arbeitet heraus, dass die Schöpfungshypothese an der "Argumentation der Wissenslücke" leidet und logische Probleme bei der Definition einer "allumfassenden Welt" mit sich bringt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Naturwissenschaften?

Sie betont, dass naturwissenschaftliche Entwicklungen, wie Feynmans Pfadintegrale oder die "Keine-Rand-Bedingung", Erklärungsmodelle bieten, die ohne einen Schöpfer auskommen und damit die teleologische Argumentation untergraben.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Argument der Feinabstimmung. Ein Gottesbeweis auf dem Prüfstand
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Philosophie)
Note
1,5
Autor
Hendrik Pempelfort (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
38
Katalognummer
V1380691
ISBN (eBook)
9783346921802
ISBN (Buch)
9783346921819
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Philosophie Ontologie Metaphysik Religion Religionsphilosophie Gottesbeweis Feinabstimmung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hendrik Pempelfort (Autor:in), 2020, Das Argument der Feinabstimmung. Ein Gottesbeweis auf dem Prüfstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1380691
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Leseprobe aus  38  Seiten
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