Im vorliegenden Praktikumsbericht wird beschrieben, wie das Softwareverteilungsystem "ActiveEntry" im Krankenhaus angewendet wird. Damit dem medizinischen Personal immer ein Zugriff auf die elektronische Krankenakte des Patienten ermöglicht wird, existieren auf jeder Station mehrere Rechner. Die derzeitige Anzahl liegt bei ca. 500 Stück. Um solch eine große Menge von Hardware schnell und effektiv zu administrieren, soll ein Softwareverteilungssystem eingeführt werden.
Auf dem Weg zum papierlosen Krankenhaus müssen immer mehr Rechner in medizinischen Bereichen eingesetzt werden. Die Hauptanwendung ist eine medizinische Krankenhaussoftware, welche eine große Vielfalt von Einsatzgebieten abdeckt. Aber es werden auch andere medizinische Anwendungen im Krankenhaus eingesetzt, teils aus historischen, teils aus finanziellen Gründen.
Inhaltsverzeichnis des Handbuchs
1. Einleitung
2. Softwareverteilung allgemein
2.1. Definition Softwareverteilung
2.2. Vorteile und Nachteile einer Softwareverteilung
2.3. Zuweisungsarten einer Software
2.4. Windows Installationsverfahren
3. Terminalserver- das gegensätzliche Konzept
3.1. Prinzip Terminalserver
3.2. Vorteile und Nachteile des Terminalservers
3.3. Mögliche Anwendungsfälle für XY-Krankenhaus
4. Entscheidung zwischen Softwareverteilung und Terminalserver
5. Softwareverteilung mit ActiveEntry
5.1. Komponenten des ActiveEntry
5.2. Konzept der Zuweisung von Applikationen an die Hardware
5.3. Installationsverfahren
5.4. Dynamische Rollen
5.5. Jobketten
5.6. Unattended Setup
5.7. PXE- Menü
Zielsetzung & Themen der Praxisarbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht Strategien zur effizienten Verwaltung von IT-Infrastrukturen in medizinischen Einrichtungen, konkret am Beispiel des Krankenhauses „XY“, mit dem Ziel, die Softwarebereitstellung für ca. 500 Workstations durch Automatisierung zu optimieren.
- Einsatz und Automatisierung von Softwareverteilungssystemen
- Vergleichende Analyse zwischen lokaler Softwareverteilung und Terminalserver-Konzepten
- Implementierung der Lösung „ActiveEntry“ zur Hardware- und Applikationsverwaltung
- Sicherheitsrelevante Aspekte bei der Administration von Client-Workstations
Auszug aus dem Buch
5.2. Konzept der Zuweisung von Applikationen an die Hardware
Im ActiveEntry kann nicht nur Hardware und Software verwaltet werden, sondern auch virtuelle Arbeitsplätze. Dem Arbeitsplatz kann beliebige Hardware, Software und Strukturen zugeordnet werden. Um die Vorteile und Absichten hinter diesem Konzept näher zu erklären, wird es anhand eines Beispieles erläutert:
Die Sekretärin Frau M. besitzt an ihrem Schreibtisch einen PC und einen Drucker und für ihre tägliche Arbeit benötigt sie ein Office- Programm. Nach diesen Daten wird ein Arbeitsplatz mit dem Namen "Frau M." angelegt und diesem ein Rechner ("Musterrechner") und ein Drucker ("Musterdrucker") zugewiesen. Da Frau M. ein Office- Programm verwendet, muss diese Applikation dem Rechner zugewiesen werden, damit die Softwareverteilung das Office- Progamm installiert.
Die denkbar schlechteste Methode wäre es die Applikation direkt dem Musterrechner zuzuweisen. Die Begründung dafür ist, wenn der Rechner ausfallen würde und dieser ersetzt werden müsste, so ist dies mit einem großen Aufwand verbunden. Der Administrator müsste den "Musterrechner" beim Arbeitsplatz austragen und "Musterrechner 2" zuweisen. Danach werden alle Applikationen, welche der "Musterrechner" bekommen hat, auch dem "Musterrechner 2" zugewiesen. Um diesen Aufwand zu verhindern, gibt es im ActiveEntry die Möglichkeit Applikationen einem Arbeitsplatz zuzuweisen. Sie werden dann automatisch auf den zugewiesenen "Musterrechner" vererbt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die IT-Ausgangslage im Krankenhaus „XY“ und die Notwendigkeit zur Einführung eines automatisierten Systems zur Verwaltung der Hardware.
2. Softwareverteilung allgemein: Definiert die Grundlagen der automatischen Softwareverteilung sowie deren Vor- und Nachteile nebst gängiger Installationsverfahren unter Windows.
3. Terminalserver- das gegensätzliche Konzept: Erläutert das Prinzip und die spezifischen Anwendungsfälle von zentralisierten Terminalserver-Lösungen in einer Klinik-Umgebung.
4. Entscheidung zwischen Softwareverteilung und Terminalserver: Diskutiert Kriterien für die Auswahl des optimalen Bereitstellungskonzepts in Abhängigkeit vom konkreten Verwendungszweck.
5. Softwareverteilung mit ActiveEntry: Detailliert die technische Implementierung der Lösung ActiveEntry, inklusive Komponenten, Zuweisungskonzepte, Rollenmodelle und PXE-Management.
Schlüsselwörter
Softwareverteilung, Krankenhaus-IT, ActiveEntry, Terminalserver, Workstations, Automatisierung, Systemadministration, Windows, Netzwerk, PXE-Menu, Applikationsverwaltung, Datenbank, IT-Sicherheit, Hardwareverwaltung, Jobketten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung und Automatisierung der Softwareverteilung in der IT-Infrastruktur des Krankenhauses „XY“.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Softwareverteilung, der Nutzung von Terminalservern und dem Einsatz der Administrationslösung „ActiveEntry“.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die effektive Verwaltung einer hohen Anzahl an Rechnern (ca. 500) bei gleichzeitiger Zeitersparnis und Erhöhung der Administrationsqualität.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine praxisorientierte Analyse, die auf einem Vergleich technischer Konzepte sowie der Beschreibung einer spezifischen Software-Implementierung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in allgemeine Hardware-Verwaltungsmethoden, den Vergleich zwischen Softwareverteilung und Terminalservern sowie die Konfiguration des Tools ActiveEntry.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Softwareverteilung, ActiveEntry, Terminalserver und Systemadministration.
Warum ist das „ActiveEntry“-System für die Klinik relevant?
Es bietet eine Komplettlösung, um neben Software auch Hardware, Arbeitsplätze, Benutzer und Sicherheitsrichtlinien zentral zu verwalten, was manuellen Aufwand drastisch reduziert.
Wie werden kritische Daten in der Klinik geschützt?
Durch den Einsatz von Diskless-Clients, bei denen keine lokalen Festplatten vorhanden sind, wird das unbefugte Speichern von Patientendaten auf den Endgeräten verhindert.
Welche Rolle spielen „Jobketten“ bei der Administration?
Jobketten dienen dazu, Aufgabenfolgen automatisch in der Datenbank auszulösen, um beispielsweise Rechnerbeschreibungen direkt bei der Zuweisung eines Arbeitsplatzes zu aktualisieren.
Wie wird das PXE-Menü für unterschiedliche Hardware genutzt?
Durch ActiveEntry können spezifische PXE-Bootmenüs direkt an Maschinentypen oder Arbeitsplätze zugewiesen werden, was eine flexible Konfiguration und Installation ohne physischen Gerätezugriff erlaubt.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2023, Verbesserung der Softwareverteilung im Netz. Anwendung des Softwareverteilungsystems "ActiveEntry" im Krankenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1381031