Bitte beachten, dass es sich bei der Arbeit um ein Konzept für die Anfertigung einer qualitativen Forschung handelt. Die Forschung selbst wurde nicht durchgeführt.
Junge Männer stehen während ihrer Pubertät vor einer großen Hürde. Der Körper verändert sich unkontrollierbar und sie sind heute mehr als zuvor männlichen Schönheitsvorbildern ausgesetzt. Während Essstörungen jahrzehntelang als ein weibliches Phänomen galten, ziehen Männer immer mehr nach. Bereits in der griechischen Mythologie wurden männliche Götter sehr muskulös abgebildet, um ihre Stärke zu präsentieren. Seit dem letzten Jahrhundert traten Muskeln immer weiter in den Fokus der westlichen Gesellschaft. Dies kann in Zusammenhang mit der weiblichen Emanzipation stehen. Allein sich geschlechtlich als Mann zu identifizieren, reicht nicht mehr aus, sondern muss durch enorme Muskulatur bekräftigt werden.
Mittels beruflicher Einblicke in der sekundären Suchtprävention kann das Vorkommen überdurchschnittliche männlicher Schüler durchaus bestätigt werden. Besonders besorgniserregend ist es, dass bei Präventionsveranstaltungen zu Essstörungen, falls diese in den Klassen stattfinden, die männlichen Schüler oft von den weiblichen separiert werden. Seit den 1980er Jahren wird additional durch Werbungen suggeriert, dass muskulöse Männer einen gesunden Lebensstil führen, der sich aus ausgewogene Ernährung und tägliche Sportlektionen zusammensetzt. Jedoch verfallen viele männliche Jugendliche durch derartige Werbemaßnahmen und gesellschaftliche Schönheitskulturen in eine Sucht und verlieren sich in dieser. Dies wirft die Frage auf, ob und wie präventiv aufgeklärt und geschützt werden kann, um derartiges extreme Verhalten vorzubeugen und zu minimieren. Auch wenn die relativ neuen Fachbegriffe der Biggerexie, Muskeldysmorphie oder Adonis-Komplex noch keine offizielle Diagnose nach dem ICD-11 darstellen, sind die wachsenden Zahlen deutlich spürbar.
Inhaltsverzeichnis
1. Forschungshintergrund
2. Forschungsexploration
2.1 Empirische Exploration
2.2 Theoretische Exploration
3. Forschungsproblem
4. Forschungskonzept.
4.1 Schritt 1: Gegenwärtige Ausgangslage
4.2 Schritt 2: Interviews
4.3 Genehmigung und Einwilligung
4.4 Zeitplan
4.5 Ressourcenplan
5. Sample
5.1 Feldzugang
5.2 Stichprobe
6. Datenerhebung
6.1 Ethische Grundlagen der Forschung
6.2 Risikoplan
7. Datenauswertung
7.1 Gültigkeit der Daten
7.2 Publikation
9. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die Forschungsarbeit untersucht das Präventionspotenzial sowie die Verbreitung des sogenannten Adonis-Komplexes bei männlichen Jugendlichen im Kreis Stormarn. Das Ziel ist es, durch eine qualitative Bestandsaufnahme den Ist-Zustand zu erfassen, Ursachen für dieses moderne Schönheitsideal zu identifizieren und die Notwendigkeit sowie Ausgestaltung künftiger schulischer Präventionsangebote zu legitimieren.
- Phänomenologie des Adonis-Komplexes und körperbezogene Identitätsbildung bei Jugendlichen
- Empirische Untersuchung der Verbreitung essgestörter Verhaltensweisen und Muskelsucht
- Rolle von gesellschaftlichen Schönheitsidealen und Medieneinflüssen
- Konzeptionelle Erarbeitung präventiver Ansätze für das schulische Umfeld
Auszug aus dem Buch
1. Forschungshintergrund
Junge Männer stehen während ihrer Pubertät vor einer großen Hürde. Der Körper verändert sich unkontrollierbar und sie sind heute mehr als zuvor männlichen Schönheitsvorbildern ausgesetzt. Während Essstörungen jahrzehntelang als ein weibliches Phänomen galten, ziehen Männer immer mehr nach. Bereits in der griechischen Mythologie wurden männliche Götter sehr muskulös abgebildet, um ihre Stärke zu präsentieren. Seit dem letzten Jahrhundert traten Muskeln immer weiter in den Fokus der westlichen Gesellschaft. Dies kann in Zusammenhang mit der weiblichen Emanzipation stehen. Allein sich geschlechtlich als Mann zu identifizieren, reicht nicht mehr aus, sondern muss durch enorme Muskulatur bekräftigt werden (vgl. Müller, 2022).
Mittels beruflicher Einblicke in der sekundären Suchtprävention kann das Vorkommen überdurchschnittliche männlicher Schüler durchaus bestätigt werden. Besonders besorgniserregend ist es, dass bei Präventionsveranstaltungen zu Essstörungen, falls diese in den Klassen stattfinden, die männlichen Schüler oft von den Weiblichen separiert werden. Seit den 1980er Jahren wird addition durch Werbungen suggeriert, dass muskulöse Männer einen gesunden Lebensstil führen, der sich aus ausgewogene Ernährung und tägliche Sportlektionen zusammensetzt. Jedoch verfallen viele männliche Jugendliche durch derartige Werbemaßnahmen und gesellschaftliche Schönheitskulturen in eine Sucht und verlieren sich in dieser. Dies wirft die Frage auf, ob und wie präventiv aufgeklärt und geschützt werden kann, um derartiges extreme Verhalten vorzubeugen und zu minimieren. Auch wenn die relativ neuen Fachbegriffe der Biggerexie, Muskeldysmorphie oder Adonis-Komplex noch keine offizielle Diagnose nach dem ICD-11 darstellen, sind die wachsenden Zahlen deutlich spürbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Forschungshintergrund: Dieses Kapitel erläutert den gesellschaftlichen Druck auf junge Männer bezüglich ihres Äußeren und die zunehmende Relevanz von Essstörungen und Muskelsucht.
2. Forschungsexploration: Hier erfolgt eine empirische und theoretische Einordnung, die belegt, dass männliche Jugendliche zunehmend von Essstörungen betroffen sind, diese jedoch oft tabuisiert werden.
3. Forschungsproblem: Das Kapitel definiert die Forschungsfrage, welche darauf abzielt, die Verbreitung des Adonis-Komplexes im Kreis Stormarn zu erheben und präventive Schutzmöglichkeiten aufzuzeigen.
4. Forschungskonzept.: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Forschung via Leitfadeninterviews erläutert und der Zeit- sowie Ressourcenplan für die Untersuchung skizziert.
5. Sample: Dieses Kapitel beschreibt den Feldzugang über Schulen sowie die notwendigen Einschluss- und Ausschlusskriterien für die Auswahl der männlichen Probanden.
6. Datenerhebung: Der Fokus liegt auf der ethischen Verantwortung bei der Befragung sensibler Themen und dem Umgang mit potenziellen Risiken für die Teilnehmer.
7. Datenauswertung: Dieses Kapitel legt dar, wie die gesammelten Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse kategorisiert und interpretiert werden.
9. Literatur: Dieser Teil führt sämtliche verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Grundlagen auf, die der Arbeit zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Adonis-Komplex, Biggerexie, Muskeldysmorphie, Essstörungen, männliche Jugendliche, Prävention, Schulsozialarbeit, Körperzufriedenheit, Schönheitsideal, qualitative Sozialforschung, Leitfadeninterview, Muskelsucht, Gesundheitsförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der zunehmenden Problematik des Adonis-Komplexes und damit zusammenhängender Essstörungen bei männlichen Jugendlichen und untersucht deren Prävalenz in Schulen im Kreis Stormarn.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Identitätsbildung junger Männer, den Einfluss gesellschaftlicher Schönheitsideale auf das Körperbild, die Abgrenzung von Biggerexie zu klassischen Essstörungen sowie schulische Präventionsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie viele männliche Schüler sind im Kreis Stormarn von einer Biggerexie betroffen und welche Ursachen sind hierfür ausschlaggebend?
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf halbstrukturierten Leitfadeninterviews mit betroffenen männlichen Jugendlichen basiert, um den Ist-Zustand subjektiv zu erfassen.
Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil behandelt die theoretische fundierte Explorationsphase, die methodische Konzeption (inkl. Zeit- und Ressourcenplan), die Kriterien für das Sample sowie die Auswertungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Adonis-Komplex, Biggerexie, Essstörungen, Prävention, männliche Jugendliche, Körperunzufriedenheit und qualitative Inhaltsanalyse.
Warum ist das Thema gerade für Schulen so relevant?
Schulen sind ein Ort, an dem Jugendliche ihre soziale Identität und ihr Selbstbild entwickeln; Lehrer und Sozialarbeiter spielen daher eine Schlüsselrolle bei der Erkennung und Prävention exzessiven Körperkults.
Welche Herausforderungen sieht die Autorin bei der Datenerhebung?
Die Autorin hebt besonders das Tabu-Thema innerhalb der Gesellschaft hervor und betont die Notwendigkeit von Datenschutz und Schweigepflicht bei der Durchführung der sensiblen Interviews an Schulen.
- Quote paper
- Tansila Raja (Author), 2023, Forschungsbericht zu ,"Nach Anerkennung strebende junge Männer durch Körperdefinierung'", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1381260