Wie kann gelingende Kommunikation im Klassenzimmer aussehen und wie kann man die Ursache/n bestehender Kommunikationsstörungen analysieren, um diese beheben zu können? Diesen Fragen soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden. Daher beschäftigt sich die Arbeit mit der Analyse und Behebung von (Kommunikations-) Störungen in der Schule. Dafür soll zum einen die Kommunikationstheorie nach Paul Watzlawick, Janet Beavin und Don D. Jackson herbeigezogen werden. Zum andern sollen in einem Theorieteil der allgemeine Umgang mit Störungen und Interventionsmöglichkeiten in der Schule zusammentragen werden. Die Forschungsfrage, die der Arbeit zu Grunde liegt ist, inwieweit sich die fünf Axiome als hilfreiches Werkzeug für die Analyse und Behebung von Kommunikationsstörungen im Unterricht in der Schule einsetzten lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kommunikationstheorie nach Paul Watzlawick und Kolleg*innen
2.1 theoretischer Hintergrund
2.2 Die fünf Axiome
3. Umgang mit Störungen- Interventionsmöglichkeiten
3.1. Theoretische Grundlage
3.2 Unterschiedliche Wahrnehmungen von Störungen
3.3 Folge von Störungen für die Lehrenden und Lernenden
3.4 Umgang mit akuten Konflikten
3.5 Wiederkehrende Konflikte
3.6 Maßnahmen gegenüber der Klasse
3.7 Maßnahmen gegenüber Einzelnen
3.8 Konsequenzen/ Strafen
3.9. Verbale Interventionen
3.10. Negative Emotionen vermeiden
4. Analyse
5. Schlussbetrachtung - Anwendbarkeit im Unterricht
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich die fünf Axiome der Kommunikation nach Paul Watzlawick, Janet Beavin und Don D. Jackson als hilfreiches Werkzeug zur Analyse und Bewältigung von Kommunikationsstörungen im schulischen Unterrichtskontext einsetzen lassen.
- Grundlagen der modernen Kommunikationstheorie nach Watzlawick
- Klassifizierung und Ursachen von Unterrichtsstörungen
- Interventionsmöglichkeiten und Umgangsweisen für Lehrkräfte
- Praktische Analyse von Unterrichtssequenzen anhand der Axiome
- Reflexion der Anwendbarkeit kommunikationstheoretischer Modelle auf den Schulalltag
Auszug aus dem Buch
2.2 Die fünf Axiome
Die soeben genannten fünf Axiome setzen den Rahmen für weitere Forschungen und Überlegungen von Watzlawick et al. und werden im Folgenden kurz genannt und erläutert (vgl. Plate 2015). Die Axiome sind wie bereits in der Einleitung erwähnt als basale Kommunikationsprinzipien zu verstehen. Ferner sollen sie der Gestaltung von gelingender Kommunikation beitragen (vgl. Rosner/Winheller 2019). Dadurch gelten die fünf Axiome auch als hilfreich in der Analyse und Behebung von Kommunikationsstörungen (vgl. ebd.). Somit bilden sie an dieser Stelle die Grundlage für die vorliegende Arbeit, insbesondere für die Analyse der Unterrichtssequenzen (siehe Kapitel 4.).
Das erste Axiom besagt, dass man „nicht nicht kommunizieren“ kann (Ant et al 2014: 70). Das bedeutet, „dass in der Gegenwart eines Zweiten alles Verhalten kommunikativ ist (Rosner/Winheller 2019: 26)“. So wird hierbei davon ausgegangen, dass jedes menschliche Verhalten Informationen vermittelt und dadurch beispielsweise auch eine wortlose Verständigung ein großes Kommunikationspotenzial zu bieten hat (vgl. ant et al. 2014). Ferner ist man während einer Kommunikation eben nicht nur für das verantwortlich was man tut, sondern auch für das was man nicht macht oder bewusst vermeidet (vgl. Rosner/ Winheller 2019).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderung von Kommunikationsstörungen im Schulalltag und stellt die Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit der fünf Axiome zu deren Analyse vor.
2. Kommunikationstheorie nach Paul Watzlawick und Kolleg*innen: In diesem Kapitel werden der theoretische Hintergrund und die fünf Axiome als basale Kommunikationsprinzipien zur Systematisierung zwischenmenschlicher Interaktionen erläutert.
3. Umgang mit Störungen- Interventionsmöglichkeiten: Dieser Teil betrachtet die theoretischen Grundlagen von Unterrichtsstörungen sowie konkrete Maßnahmen und Interventionsstrategien für Lehrkräfte bei Konflikten.
4. Analyse: Hierbei werden die im Anhang dokumentierten Unterrichtssequenzen auf Basis der Kommunikationstheorie reflektiert und auf ihre praxisbezogene Gültigkeit untersucht.
5. Schlussbetrachtung - Anwendbarkeit im Unterricht: Das letzte Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Stärken sowie Grenzen der Anwendung von Watzlawicks Axiomen im Schulalltag.
Schlüsselwörter
Kommunikationstheorie, Paul Watzlawick, fünf Axiome, Unterrichtsstörungen, Schulentwicklung, Interventionsmöglichkeiten, praktische Analyse, Lehrkraft, Schülerinteraktion, Schulpraktikum, metasprachliche Kommunikation, pädagogisches Handeln, Konfliktprävention, Kommunikationsstörungen, Unterrichtsqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick auf den Schulunterricht, um Kommunikationsstörungen besser zu verstehen und zu beheben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit behandelt die fünf Axiome der Kommunikation, verschiedene Typen von Unterrichtsstörungen (aktiv/passiv) und Interventionsmöglichkeiten im pädagogischen Setting.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, inwieweit sich die fünf Axiome als hilfreiches Werkzeug für die Analyse und Behebung von Kommunikationsstörungen im Unterricht einsetzen lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur und verknüpft diese mit der praktischen Analyse von drei eigenen Beobachtungsprotokollen aus einem Schulpraktikum.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die fünf Axiome theoretisch definiert, anschließend werden Handlungsstrategien für den Umgang mit Störungen dargelegt und schließlich die Unterrichtssequenzen an diesen Modellen gespiegelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit konzentriert sich auf Begriffe wie Kommunikationsstörungen, fünf Axiome, Unterrichtskommunikation, Interventionsstrategien und Reflektion pädagogischen Handelns.
Wie beeinflusst das erste Axiom (Man kann nicht nicht kommunizieren) das Lehrerhandeln?
Das Axiom verdeutlicht, dass auch nonverbales Verhalten, wie Ignoranz oder Schweigen, als Kommunikation wahrgenommen wird, wofür die Lehrkraft ebenfalls Verantwortung trägt.
Welche Rolle spielt die Metakommunikation in der Arbeit?
Sie wird als Möglichkeit hervorgehoben, aus destruktiven Interaktionskreisläufen zwischen Lehrkräften und Schülern auszubrechen, indem man das eigene Verhalten reflektiert und explizit thematisiert.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2022, Die 5 Axiome als hilfreiches Werkzeug für die Analyse und Behebung von Kommunikationsstörungen im Unterricht. Nach Paul Watzlawick, Janet Beavin und Don D. Jackson, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1381353