Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Individual, Groups, Society

Gender Mainstreaming und der Aufbruch der Geschlechterbinarität

Ziele, Inhalte, Praxisbeispiele

Title: Gender Mainstreaming und der Aufbruch der Geschlechterbinarität

Seminar Paper , 2009 , 31 Pages

Autor:in: Birgit Langer (Author), Philipp Jahoda (Author), Carina Sprinzl (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit der Thematik des Gender Mainstreaming und
dessen Vermögen, die binären Geschlechterverhältnisse zwischen Frau und Mann
aufzubrechen. Nach der geschichtlichen und rechtlichen Entwicklung von Gender
Mainstreaming wird das Konzept näher beschrieben und eine kurze Einführung in die
Materie der Binarität gegeben. Diesem Abschnitt folgen Praxisbeispiele aus dem
öffentlichen und privaten Sektor, die einen kurzen Einblick in die Umsetzung von
Gender Mainstreaming geben sollen. Das letzte Kapitel zieht Schlussfolgerungen aus
dem Vorhergegangenen und widmet sich der Frage nach dem Aufbruch der
Geschlechterbinarität durch Gender Mainstreaming.
Gender Mainstreaming bzw. Gleichstellungspolitik versucht die Gleichstellung der
Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen. Gender ist das soziale
Geschlecht bzw. die soziale und gesellschaftliche Rolle von Frauen und Männern. Sex
umschreibt das biologische Geschlecht. Der Begriff Mainstreaming verweist auf die
Aufnahme von zentralen Elementen bei allen Entscheidungen und Prozessen und den
durchgängigen „roten Faden“. Dieser Begriff wird oft kritisiert und als unverständlich
angesehen. Dem muss man allerdings entgegenhalten, dass die Benutzung von
englischen Begriffen heutzutage in vielen Bereichen eine Selbstverständlichkeit ist und
dass ihre Verwendung eine bessere Verständigung und Bekanntheit auf internationalen
Ebenen möglich macht (vgl. Schacherl, 2003, 59).

Excerpt


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2. Rechtliche Grundlagen und Entwicklung

2.1. Internationale Entwicklung

2.2. Entwicklung des Gender Mainstreaming in der EU

2.3. Rechtliche Umsetzung in Österreich

2.3.1. Umsetzung auf der Regierungsebene

3. Inhalte und Ziele von Gender Mainstreaming

3.1. Voraussetzungen für die Umsetzung von Gender Mainstreaming

4. Der duale Ansatz

5. Geschlechterbinarität

5.1. Binarität – Bedeutung des Begriffes

5.2. Entstehung und Entwicklung der binären Geschlechterverhältnisse

5.3. Auswirkungen der Binarität der Geschlechter

6. Praxisbeispiele zu Gender Mainstreaming

6.1. Wien ist Gender Mainstreaming

6.1.1. Ziele und Umsetzung

6.1.2. Praxisbeispiele der Umsetzung von Gender Mainstreaming

6.2. Gender und Schule

6.3. Gender Mainstreaming bei der Deutschen Bank

7. Gender Mainstreaming und der Aufbruch der Geschlechterbinarität

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Gender Mainstreaming, die traditionellen binären Geschlechterverhältnisse aufzubrechen. Dabei werden die historische und rechtliche Entwicklung des Konzepts beleuchtet, Praxisbeispiele aus dem öffentlichen und privaten Sektor analysiert und kritisch hinterfragt, inwieweit das Instrumentarium tatsächlich zu einem grundlegenden Wandel gesellschaftlicher Strukturen beitragen kann.

  • Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für Gender Mainstreaming auf nationaler und europäischer Ebene.
  • Untersuchung der theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen des Konzepts der Geschlechterbinarität.
  • Evaluation von konkreten Umsetzungsstrategien in der Stadtverwaltung (Wien) und in der Privatwirtschaft (Deutsche Bank).
  • Kritische Reflexion der Wirksamkeit von Gender Mainstreaming zur tatsächlichen Dekonstruktion von Geschlechterhierarchien.

Auszug aus dem Buch

5. Geschlechterbinarität

Der nachfolgende Abschnitt soll den Begriff der Geschlechterbinarität näher beleuchten. Genauer werden Fragen nach der Bedeutung des Begriffes, der Entstehung bzw. Entwicklung der binären Geschlechterverhältnisse und den Auswirkungen für die beiden Geschlechter Mann und Frau gestellt. Diese Definition, welche dem besseren Verständnis dient, wird in weiterer Folge benötigt, um die Frage zu klären, ob Gender Mainstreaming Projekte eben diese Binarität der Geschlechter aufbrechen können.

5.1. Binarität – Bedeutung des Begriffes

Im Fremdwörterbuch der Duden-Reihe wird das Wort binär als „aus zwei Einheiten oder Teilen bestehend“ beschrieben. Weitere Synonyme sind Zweiteiligkeit oder Zweigliedrigkeit, was aus dem lateinischen Ursprung binarius für zweiteilig, abgeleitet wird.

Ausgehend von der Linguistik, der sogenannten Sprachwissenschaft zeigt der Begriff Binarität die Möglichkeit, auf eine größere, komplexe sprachliche Einheit in eine begrenzte Anzahl von gegensätzlichen Paaren zu teilen. Dieses Prinzip der oppositionalen Teilung wird im Weiteren auch auf andere soziale Phänomene und Felder, wie z.B. die Anthropologie, die Literatur oder die Psychoanalyse übertragen (vgl. Babka 2003).

So findet das Prinzip der Binarität auch Anwendung auf den Menschen und teilt diesen nach dem biologischen Geschlecht in Frau und Mann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des Gender Mainstreamings ein und formuliert das Ziel, dessen Fähigkeit zum Aufbrechen binärer Geschlechterverhältnisse zu prüfen.

2. Rechtliche Grundlagen und Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Genese von Gender Mainstreaming von internationalen Frauenrechtsbewegungen bis hin zur rechtlichen Verankerung in der EU und Österreich.

3. Inhalte und Ziele von Gender Mainstreaming: Es werden die zentralen Begriffe, die theoretische Abgrenzung von Sex und Gender sowie die notwendigen Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts dargelegt.

4. Der duale Ansatz: Das Kapitel ordnet Gender Mainstreaming als ergänzende Strategie zur bestehenden Gleichstellungspolitik ein und diskutiert das Verhältnis zwischen Gleichheits- und Differenzparadigma.

5. Geschlechterbinarität: Hier wird der theoretische Hintergrund der binären Geschlechterkonstruktion analysiert, um die Auswirkungen auf die soziale Rollenverteilung und Geschlechterhierarchien zu verstehen.

6. Praxisbeispiele zu Gender Mainstreaming: Anhand der Stadt Wien, dem Bereich Schule und der Deutschen Bank wird illustriert, wie das Konzept in der Praxis angewendet wird und welche Potenziale sowie Grenzen dabei deutlich werden.

7. Gender Mainstreaming und der Aufbruch der Geschlechterbinarität: Das abschließende Kapitel reflektiert das Dilemma zwischen Homogenisierung und Differenzierung und zieht Bilanz über das tatsächliche Veränderungspotenzial der Strategie.

Schlüsselwörter

Gender Mainstreaming, Geschlechterbinarität, Gleichstellungspolitik, Diversity Management, Geschlechterrollen, Frauengleichstellung, Antidiskriminierung, soziale Konstruktion, Geschlechterhierarchie, Arbeitswelt, Chancengleichheit, Reformpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des Gender Mainstreamings und dessen Wirksamkeit als Instrument, um die traditionell binäre Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen aufzubrechen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen, der Theorie der Geschlechterbinarität sowie der praktischen Anwendung des Konzepts in Organisationen und im Bildungswesen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob Gender Mainstreaming-Projekte tatsächlich in der Lage sind, die als starr wahrgenommene Geschlechterbinarität grundlegend zu verändern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die mit einer Untersuchung von Praxisbeispielen (Fallstudien) verknüpft ist, um die Wirksamkeit des Konzepts zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Konzepts, rechtliche Rahmenbedingungen in Österreich und der EU, die theoretische Herleitung der Geschlechterbinarität sowie konkrete Umsetzungsbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gender Mainstreaming, Geschlechterbinarität, Gleichstellungspolitik, Diversity Management und Geschlechterhierarchie.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Stadt Wien bei der Umsetzung?

Die Autoren betrachten die Stadt Wien als ein Beispiel für eine strukturierte und weitreichende Implementierung, heben jedoch hervor, dass punktuelle Projekte die tieferliegende Geschlechterbinarität kaum verändern können.

Warum wird die Deutsche Bank als Fallbeispiel gewählt?

Die Deutsche Bank dient als Beispiel aus der Privatwirtschaft, an dem gezeigt werden kann, dass moderne Instrumente wie Work-Life-Balance zwar die Chancengleichheit fördern, jedoch die binären Strukturen in sogenannten "Frauenarbeitsplätzen" weiterhin bestehen bleiben können.

Was besagt das "Umverteilungs-Anerkennungsdilemma"?

Es beschreibt die Herausforderung, einerseits die soziale Gleichheit durch Entdifferenzierung anzustreben, andererseits aber die wertvolle kulturelle Vielfalt und Gruppendifferenzen anzuerkennen, ohne diese zu stark zu zementieren.

Excerpt out of 31 pages  - scroll top

Details

Title
Gender Mainstreaming und der Aufbruch der Geschlechterbinarität
Subtitle
Ziele, Inhalte, Praxisbeispiele
Course
Instrumente des Gender- und Diversitätsmanagements
Authors
Birgit Langer (Author), Philipp Jahoda (Author), Carina Sprinzl (Author)
Publication Year
2009
Pages
31
Catalog Number
V138157
ISBN (eBook)
9783640476848
ISBN (Book)
9783640476718
Language
German
Tags
Gender; Mainstreaming Diversity
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birgit Langer (Author), Philipp Jahoda (Author), Carina Sprinzl (Author), 2009, Gender Mainstreaming und der Aufbruch der Geschlechterbinarität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138157
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  31  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint