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Grenouille, Kunstfigur oder sentimentaler Held

Die Darstellung von Sinneswahrnehmung und Motiven in den Medien Roman und Film anhand Patrick Süskinds "Das Parfum"

Title: Grenouille, Kunstfigur oder sentimentaler Held

Term Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Scholz (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Patrick Süskinds Roman Das Parfum erschien im Jahre 1985 und gilt seitdem als einer der erfolgreichsten Romane in deutscher Sprache. Zwei Jahrzehnte später ist das Werk schließlich verfilmt worden, obwohl ihm lange Zeit nachgesagt wurde, es sei unverfilmbar aufgrund der Schwierigkeit, eine Welt von Düften auf ein Medium zu übertragen, das sich auf optische und akustische Wahrnehmung beschränkt.
Der Roman ist in die Literaturepoche der Postmoderne einzuordnen. Im folgenden Kapitel soll erörtert werden, inwiefern die postmodernen Kriterien, die Süskinds Roman erfüllt, den Erfolg des Parfums ausmachen und weshalb es sich dabei sowohl um einen Künstler- als auch um einen Unterhaltungsroman handelt. Der Fokus soll in den nächsten Kapiteln auf die Hauptfigur Grenouille gesetzt werden. In Kapitel drei wird zunächst Grenouilles zentrales Motiv dargelegt, die Suche nach einer eigenen Identität, welche jedoch zum Scheitern verurteilt ist. Sein Genie beschränkt sich auf die Wahrnehmung von Gerüchen, einem von anderen Menschen unterschätzter Sinn, weshalb im zweiten Teil des Kapitels untersucht werden soll, auf welche Weise die Sprache im Medium des Romans Grenouilles Geruchswelt darstellt. Die Romanverfilmung knüpft weitestgehend an die Handlung der Vorlage an. Kapitel vier gibt eine Einführung des Films und erläutert die Art und Weise, wie hier die verschiedenen Düfte und Grenouilles Wahrnehmung der Gerüche filmisch umgesetzt werden. Entscheidend ist die Darstellung der Hauptfigur im Vergleich zwischen Roman und Film. Im fünften Kapitel werden die Szenen mit dem ersten Mordopfer, dem Mirabellenmädchen, dem letzten Opfer Laure Richis und das Bacchanal, im Roman und Film gegenübergestellt. Im Vergleich der Szenen sollen die verschiedenen Mittel zur Geruchswahrnehmung Grenouilles und insbesondere die unterschiedliche Darstellung seines Charakters herausgearbeitet werden.
Ziel dieser Hausarbeit ist zu zeigen, wie in den Medien Buch und Film die olfaktorische Wahrnehmung durch den Ausdruck anderer Sinne umgesetzt und die Hauptfigur der Verfilmung so dargestellt wird, dass sie im Gegensatz zur Romanfigur teilweise menschliche Züge erhält.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) ZU STRUKTUR UND METHODISCHEM VORGEHEN

2) SÜSKINDS POSTMODERNER KÜNSTLER- UND UNTERHALTUNGSROMAN

3) DIE KUNSTFIGUR GRENOUILLE

3.1) GRENOUILLES VERGEBLICHE SUCHE NACH IDENTITÄT

3.2) DAS OLFAKTORISCHE GENIE

4) DIE ROMANVERFILMUNG

5) VERGLEICH VERSCHIEDENER SZENEN

5.1) DIE SZENE MIT DEM MIRABELLENMÄDCHEN

5.2) DIE SZENEN MIT LAURE BZW. LAURA, DIE HERZNOTE DES PARFUMS

5.3) DAS BACCHANAL

6) SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedliche Darstellung von Sinneswahrnehmungen und der Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille in Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" sowie dessen Verfilmung durch Tom Tykwer, wobei insbesondere die mediale Umsetzung olfaktorischer Eindrücke und die Charakterzeichnung der Protagonisten im Fokus stehen.

  • Analyse des postmodernen Künstler- und Unterhaltungscharakters des Romans.
  • Gegenüberstellung der Darstellung von Geruchswahrnehmung in Literatur und Film.
  • Untersuchung der Identitätssuche und der Charakterentwicklung der Figur Grenouille.
  • Vergleich zentraler Schlüsselszenen (Mirabellenmädchen, Laure/Laura, Bacchanal).
  • Diskussion der unterschiedlichen Identifikationsangebote für Leser bzw. Zuschauer.

Auszug aus dem Buch

5.1) Die Szene mit dem Mirabellenmädchen

Als Grenouille bei seinem nächtlichen Streifzug durch Paris das Mädchen mit den Mirabellen bemerkt, riecht er zum ersten Mal einen so außergewöhnlichen Duft eines Menschen, dass ihn der Wille, diesen Duft zu besitzen, zu seinem ersten Mord führt. Jedoch begeht Grenouille diesen Mord in der einen Version bewusst, in der anderen entspricht er mehr einem Versehen. Zunächst soll die Szene im Roman beschrieben werden. Es ist der Jahrestag der Thronbesteigung des Königs, zu dessen Anlass ein Feuerwerk veranstaltet wird. Grenouille, der keinen Sinn für optische Reize hat, interessiert sich nicht für das Spektakel, wird aber auf einen besonderen Geruch aufmerksam, den „ihm der Wind zu[trägt]“. Der Duft findet seinen Weg zu ihm, dem Grenouille nun nur noch folgen muss, indem er die Augen schließt und tief einatmet.

Zusammenfassung der Kapitel

1) ZU STRUKTUR UND METHODISCHEM VORGEHEN: Einleitung in die Themenstellung, die Einordnung des Romans in die Postmoderne sowie Erläuterung des methodischen Vergleichs zwischen Buch und Film.

2) SÜSKINDS POSTMODERNER KÜNSTLER- UND UNTERHALTUNGSROMAN: Analyse der Erfolgsfaktoren des Romans, der durch die Verbindung von anspruchsvoller Literatur und Trivialelementen sowie einen ironischen Erzählstil charakterisiert ist.

3) DIE KUNSTFIGUR GRENOUILLE: Untersuchung der Hauptfigur, deren Identitätssuche aufgrund ihrer Geruchlosigkeit zum Scheitern verurteilt ist und deren übernatürlicher Geruchssinn ihre einzige, aber unterschätzte Stärke darstellt.

4) DIE ROMANVERFILMUNG: Vorstellung der Adaption durch Tom Tykwer und Erörterung der filmischen Herausforderung, eine Welt von Düften visuell und auditiv umzusetzen.

5) VERGLEICH VERSCHIEDENER SZENEN: Detaillierte Gegenüberstellung der filmischen und literarischen Darstellung prägender Schlüsselmomente unter Berücksichtigung medialer Unterschiede.

6) SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenführende Analyse der Ergebnisse, die hervorhebt, wie der Film durch gezielte Sentimentalität ein anderes Identifikationspotenzial schafft als die distanzierte Romanvorlage.

Schlüsselwörter

Das Parfum, Patrick Süskind, Jean-Baptiste Grenouille, Literaturverfilmung, Tom Tykwer, Postmoderne, Sinneswahrnehmung, Geruchssinn, Identitätssuche, Mirabellenmädchen, Bacchanal, Romananalyse, Medienvergleich, Erzählstil, Identifikationsfigur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Darstellung von Sinneswahrnehmungen und der Charakterisierung der Hauptfigur Grenouille in Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" im Vergleich zur filmischen Umsetzung durch Tom Tykwer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Medialität (Literatur vs. Film), die postmoderne Erzählstruktur, die olfaktorische Wahrnehmung sowie die Identitätsfindung eines Außenseiters.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die Medien Buch und Film unterschiedliche Mittel nutzen, um Gerüche darzustellen und wie der Film die Romanfigur Grenouille durch eine stärkere Sentimentalität menschlicher gestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt einen vergleichenden methodischen Ansatz, um narrative und filmische Strategien sowie die Charakterentwicklung anhand ausgewählter Schlüsselszenen gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Romanvorlage, die Einführung in die filmische Adaption und den direkten Vergleich markanter Szenen wie dem Mord am Mirabellenmädchen oder dem Bacchanal.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Das Parfum", "Grenouille", "Postmoderne", "Medienvergleich" und "Sinneswahrnehmung" definiert.

Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung des Mordes am Mirabellenmädchen in Film und Roman?

Während der Roman den Geruch durch Sprachvergleiche und eine innere Perspektive vermittelt, nutzt der Film visuelle Kontraste, Beleuchtung und Musik, um Grenouilles Begehren und das Sehnsuchtsmotiv zu verdeutlichen.

Warum wird Grenouille im Film als "sentimental" bezeichnet?

Der Film verleiht ihm im Gegensatz zum Roman eine menschlichere Note und ein Sehnsuchtsverlangen nach Liebe, was beim Zuschauer Mitleid erzeugen soll, während der Roman ihn als gefühlskalte Kunstfigur darstellt.

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Details

Title
Grenouille, Kunstfigur oder sentimentaler Held
Subtitle
Die Darstellung von Sinneswahrnehmung und Motiven in den Medien Roman und Film anhand Patrick Süskinds "Das Parfum"
College
University of Cologne  (Philosophisches Institut)
Course
Literatur und Film
Grade
1,3
Author
Franziska Scholz (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V138175
ISBN (eBook)
9783640476404
ISBN (Book)
9783640476299
Language
German
Tags
Grenouille Kunstfigur Held Darstellung Sinneswahrnehmung Motiven Medien Roman Film Patrick Süskinds Parfum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Scholz (Author), 2009, Grenouille, Kunstfigur oder sentimentaler Held, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138175
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