Welchen Einfluss haben soziale Rollen auf die Identitätsfindung in der Adoleszenz? Diese Facharbeit beschäftigt sich mit dem Begriff Identität und wodurch diese beeinflusst wird. Dazu gehören auch die Krisen, welche die Identitätsfindung mit sich bringt. Es soll insbesondere darauf eingegangen werden, wie sich die Anwesenheit von sozialen Rollen auf die Identitätsbildung von jungen Erwachsenen auswirkt, beziehungsweise welche Bedeutung sie für die Identitätsbildung hat.
Zur Veranschaulichung wurde sich an dem Beispiel eines jungen, erwachsenen Mannes orientiert. Aufgebaut ist die vorliegende Facharbeit wie folgt: Zunächst werden zu Beginn die Begriffe Adoleszenz und Identität definiert. Im zweiten Kapitel werden die Phasen der Identitätsfindung nach Erik H. Erikson vorgestellt. Gemacht wird dies zum besseren Verständnis des Einflusses der sozialen Rollen auf die einzelnen Phasen und dessen Auswirkung auf diese. Durch die vorliegende Facharbeit soll geklärt werden, welchen Einfluss die Einnahme sozialer Rollen auf die Identitätsfindung haben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Definition Identität
2.2 Definition Adoleszenz
3 Phasen der Identitätsfindung nach Erikson
4 Soziale Rollen
5 Einfluss sozialer Rollen auf die Identitätsfindung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit hinterfragt den Einfluss, den die Einnahme verschiedener sozialer Rollen auf den Prozess der Identitätsfindung junger Erwachsener in der Adoleszenz ausübt, und untersucht, wie diese Rollen die Identitätsbildung prägen.
- Grundlagen der Identitätsdefinition
- Entwicklungsphasen nach Erik H. Erikson
- Theorie der sozialen Rollen
- Wechselwirkungen zwischen Rollenanforderungen und Identität
- Rollenkonflikte im jungen Erwachsenenalter
Auszug aus dem Buch
Einfluss sozialer Rollen auf die Identitätsfindung
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, nimmt der Mensch im Leben mehrere soziale Rollen ein. In der Einleitung wurde ein Beispiel eines berufstätigen Studenten genannt.
Dieser Student hat in folgender Hinsicht mehrere Rollen:
Im Studium ist er der Student, im Berufsleben der Angestellte bzw. der Arbeitnehmer, im privaten Leben ist dieser berufstätige Student vielleicht in einer Beziehung oder sogar schon verheiratet. Dann ist dieser gleichzeitig ein Ehemann und im Freundeskreis auch gleichzeitig ein Freund. Außerdem spielt die Familie in seinem Leben eine große Rolle. Also hat er dazu noch die Verantwortung als Sohn der Eltern und muss somit verschiedene Erwartungen unterschiedlicher sozialen Gruppen erfüllen.
In jeder Position bestehen somit verschiedene Aufgaben und Funktionen.
Es bestehen also Muss-, Kann-, und Soll-Erwartungen, die unterschieden werden und jeweils mit Sanktionen verbunden sind. Diese variieren in der Stärke der Erwartungen und werden auch Rollenbewertungen genannt. (Schäfer, 2013)
Überschneiden sich nun einige dieser bestehenden Aufgaben oder die Erwartungen der jeweiligen sozialen Gruppen, kommt es zu einem Rollenkonflikt. Dieser Rollenkonflikt muss nun individuell ausgearbeitet werden und mit der eigenen Identität in Einklang gebracht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die sozialpsychologischen Hintergründe menschlicher Interaktion und führt in das zentrale Thema der Identitätsbildung im Kontext sozialer Rollen ein.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konzepte der Identität sowie der Adoleszenz als krisenhaften, aber notwendigen Entwicklungsabschnitt.
3 Phasen der Identitätsfindung nach Erikson: Hier werden die acht Entwicklungsphasen nach Erik H. Erikson erläutert, wobei ein besonderer Fokus auf der fünften Phase, der Identitätsfindung in der Adoleszenz, liegt.
4 Soziale Rollen: Das Kapitel erklärt den soziologischen Begriff der sozialen Rolle als Summe von Erwartungen an das Verhalten und Funktionieren in sozialen Kontexten.
5 Einfluss sozialer Rollen auf die Identitätsfindung: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand des Beispiels eines berufstätigen Studenten die Komplexität multipler Rollenanforderungen und die resultierenden Rollenkonflikte.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bewältigung multipler sozialer Rollen eine wesentliche Herausforderung für die Identitätsausbildung darstellt und diese maßgeblich formt.
Schlüsselwörter
Identität, Adoleszenz, Soziale Rollen, Psychologie, Erik H. Erikson, Entwicklungsphasen, Rollenkonflikt, Identitätsfindung, Identitätsdiffusion, Selbsterkenntnis, Erwartung, Sozialpsychologie, Persönlichkeitsstruktur, Selbstwahrnehmung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der sozialpsychologischen Untersuchung, wie soziale Rollen die Identitätsbildung eines Individuums beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen von Identität und Adoleszenz, das Stufenmodell von Erik H. Erikson sowie die soziologische Theorie der sozialen Rollen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit möchte klären, welchen konkreten Einfluss die Einnahme von verschiedenen sozialen Rollen auf die Identitätsfindung in der Adoleszenz hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und nutzt ein exemplarisches Fallbeispiel (einen berufstätigen Studenten), um die Konzepte zu veranschaulichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Vorstellung der Phasen nach Erikson, eine Erläuterung sozialer Rollen sowie eine direkte Verknüpfung dieser beiden Theorien anhand von Rollenbeispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Identitätsfindung, Adoleszenz, soziale Rollen, Rollenkonflikt und psychosoziale Entwicklung charakterisiert.
Warum spielt die fünfte Phase nach Erikson eine besondere Rolle?
Diese Phase, "Identität gegen Identitätsdiffusion", ist deshalb zentral, weil sie direkt in das Adoleszenzalter fällt und somit für das Thema der Identitätsbildung die größte Relevanz besitzt.
Wie entstehen laut der Arbeit Rollenkonflikte?
Rollenkonflikte entstehen, wenn die Anforderungen verschiedener sozialer Gruppen (wie Arbeitgeber, Familie oder Freunde) an ein Individuum kollidieren und nicht mehr miteinander vereinbar sind.
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- Anonym (Author), 2022, Die Bedeutung sozialer Rollen für die Identitätsfindung in der Adoleszenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1381867