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Das Konzept der Totalen Propaganda

Alex S. Edelsteins Analysen zu Mediengesellschaft und Populärkultur

Titel: Das Konzept der Totalen Propaganda

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Malte Gärtner (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mediengesellschaft und Populärkultur - Es bedarf keiner Be- oder Verweise, dass diese beiden Begriffe einen Großteil des heutigen Alltagslebens in der westlichen Welt beschreiben.
Medien, vor allem neue, sind überall präsent und zeigen sich in immer neuer Form.
Das Internet verbreitet sich nach wie vor und schafft es, über immer schnellere Anschlüsse, immer mehr Medien in sich zu vereinen.
Mobiltelefone bieten neben dem Telefonieren und dem Austausch von Kurznachrichten, mit oder ohne Bild, die Möglichkeit Filme zu schauen und zu speichern, selber zu filmen, in einer Qualität die mit mittleren Digitalkameras vergleichbar ist, Fernsehen zu empfangen und als Walkmanersatz
Musik abzuspielen. Die Rechenleistung vieler Handys ist höher, als die von Computer vor nur wenigen Jahren und viele beherrschen deren Programme.
Selbst klassische Medien erweitern ihre Nutzbarkeit. Fernsehen bietet Bild in Bild und Video on demand, Zeitungen bringen Buch- und Musikkollektionen heraus, selbst Plakatwände und Fahrplaninformationen öffentlicher Verkehrsmittel weichen digitalen Äquivalenten. Medien, gerade neue, sind in den heutigen Gesellschaften omnipräsent.
Das ist eine wichtige Vorraussetzung für die kontinuierliche Ausdifferenzierung der Populärkultur, hier mit EDELSTEIN verstanden als Gegensatz zur Massenkultur, in der jeder mit den gleichen, wenig ausdifferenzierten Medien konfrontiert war. Beinahe jeder hat mittlerweile die fast freie Auswahl aus dem überschwellenden Angebot genau das für sich herauszuziehen, was ihn interessiert.
Selbst zu den seltensten Interessenfeldern und obskursten Themengebieten sind Informationen abrufbar und ist der Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten weltweit möglich.
Nun sind solche Sonderinteressen im Einzelfall natürlich alles andere als populär, also eher Individualkultur, diese aber ist populär und macht den eklatanten Unterschied zur Massenkultur aus.
Diese Arbeit gibt zunächst einen kurzen Überblick zum Stand der Forschung zu Propaganda heute und in der jüngeren Vergangenheit, um sich danach mit der radikalen Neubeuteilung des Begriffs und Konzepts der Propaganda des Kommunikationsforschers Alex S. EDELSTEIN zu befassen und um schließlich zu beurteilen, inwieweit eine derartige Neudefinition dem Begriff hilft, Aspekte der
heutigen Mediengesellschaft und Populärkultur neu zu verorten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Propaganda heute – ein Überblick unter besonderer Berücksichtigung von Jacques Ellul

3.0 Alex S. Edelsteins Konzept der Totalen Propaganda

3.1 Totale Propaganda

3.2 Von der Massen- zur Populärkultur

3.3 Alte vs. Neue Propaganda

3.4 Sprachliche Konsequenzen

3.5 Generationen und Klassen

3.6 Cyberpropaganda

4.0 Medien- und Unterhaltungspropaganda

4.1 Werbepropaganda

4.2 Journalismuspropaganda

4.3 Umfragepropaganda

5.0 Zusammenfassende Bewertung

6.0 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Konzept der "Totalen Propaganda" nach Alex S. Edelstein und analysiert, inwieweit dessen radikale Neudefinition dazu beitragen kann, heutige Phänomene der Mediengesellschaft und Populärkultur neu zu verorten und zu verstehen.

  • Überblick zur historischen Propagandaforschung unter besonderer Berücksichtigung von Jacques Ellul.
  • Differenzierung zwischen "Alter" und "Neuer" Propaganda im Kontext des Übergangs von Massen- zu Populärkultur.
  • Untersuchung verschiedener Medienformate wie Werbung, Journalismus und Umfragen hinsichtlich ihrer propagandistischen Struktur.
  • Reflexion über die Rolle der Partizipation und die Omnipräsenz von Kommunikation in modernen Gesellschaften.

Auszug aus dem Buch

3.1 Totale Propaganda

EDELSTEIN stellt Propaganda, abseits von Krieg und Konflikt, in einen kulturellen Rahmen. Ihm zu Folge steht Totale Propaganda für das Zusammenwirken der Propaganda mit den verschiedenen Bereichen des Lebens und die Energien, die diesem Zusammenwirken entspringen.

Der Effekt dieses Zusammenwirkens ist also, dass Totale Propaganda mehr ist als die Summe ihrer Teile und etwas Neues daraus hervorgeht. Aufgrund dessen ist auch das Zusammendenken und –sprechen dieser Bereiche mit Propaganda sinnvoll, was EDELSTEIN zu der Schaffung des »Uninym« (s.u.) führt.

Wenn innerhalb eines dieser Bereiche das Funktionieren der Populärkultur gefördert wird, nennt EDELSTEIN dies Neue Propaganda, wenn es deren Funktionieren stört, Alte. Das meint nach EDELSTEIN, dass verschiedene Gruppen der Gesellschaft, unterschiedliche Generationen und »Klassen« in unterschiedlich starkem Maß und mit unterschiedlichen Mitteln, die jeweils entweder der Alten oder der Neuen Propaganda zuzurechnen sind, auf die Populärkultur einwirken. Die Mittel hierfür sieht er in unterschiedlichen Medien, insbesondere aber den neuen, die eine Beteiligung größerer Anteile der Bevölkerung vereinfachen und fördern.

EDELSTEINS Hauptanliegen zur Unterscheidung von Meinungsbildungsprozessen, ist also die Unterteilung von Propaganda in Alte und Neue Propaganda um damit auf die geänderten Kommunikationsmöglichkeiten, die den Stukturänderungen des Übergangs von der Massen- zur Populärkultur entspringen, Rechnung zu tragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Omnipräsenz neuer Medien in der westlichen Welt und die daraus resultierende Ausdifferenzierung der Populärkultur als notwendige Voraussetzung für die Forschungsarbeit.

2.0 Propaganda heute – ein Überblick unter besonderer Berücksichtigung von Jacques Ellul: Dieses Kapitel gibt einen Abriss der Propagandaforschung seit den späten 1960er Jahren und analysiert insbesondere die Bedeutung von Jacques Ellul für das Verständnis von Propaganda als soziologischem Prozess.

3.0 Alex S. Edelsteins Konzept der Totalen Propaganda: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Propagandabegriffs von Edelstein erarbeitet, wobei insbesondere die Differenzierung in Alte und Neue Propaganda sowie das Konzept des Uninyms erläutert werden.

4.0 Medien- und Unterhaltungspropaganda: Dieses Kapitel prüft anhand von drei Beispielen – Werbung, Journalismus und Umfragen – die Anwendbarkeit der Unterscheidung zwischen Alter und Neuer Propaganda in der Praxis.

5.0 Zusammenfassende Bewertung: Eine kritische Einordnung der Ergebnisse, in der die exemplarische Natur der Edelsteinschen Analyse reflektiert und die Bedeutung der Totalen Propaganda für das Bewusstsein in der Gesellschaft hervorgehoben wird.

6.0 Ausblick: Der Ausblick resümiert den Beitrag von Edelsteins Konzept zur modernen Propagandaforschung und reflektiert über den experimentellen Charakter seiner Theorie.

Schlüsselwörter

Totale Propaganda, Neue Propaganda, Alte Propaganda, Populärkultur, Massengesellschaft, Kommunikationsforschung, Jacques Ellul, Alex S. Edelstein, Werbepropaganda, Journalismuspropaganda, Umfragepropaganda, Partizipation, Uninym, Mediengesellschaft, Persuasion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Propagandakonzept von Alex S. Edelstein und untersucht, wie dieses neue theoretische Modell hilft, die heutigen Medienstrukturen und die populärkulturelle Entwicklung besser zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Wandel von der Massen- zur Populärkultur, die methodische Abgrenzung zwischen "alter" und "neuer" Propaganda sowie deren Auswirkungen auf die öffentliche Meinungsbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, zu beurteilen, inwieweit Edelsteins Neudefinition des Propagandabegriffs dazu beiträgt, Aspekte der heutigen Mediengesellschaft und Populärkultur präziser zu verorten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Analyse der Literatur sowie auf die Auseinandersetzung mit spezifischen Beispielen aus der Medien- und Unterhaltungsindustrie, die durch den Autor Edelstein angeführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konzepte durch Edelstein und deren praktische Anwendung auf die Bereiche Journalismus, Werbung und Umfrageforschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen "Totale Propaganda", "Neue Propaganda", "Populärkultur", "Partizipation" und die von Edelstein geprägten "Uninyme".

Welchen Einfluss hatte Jacques Ellul auf die Theorie von Edelstein?

Ellul lieferte den entscheidenden Vorläufer für die Annahme einer Omnipräsenz von Propaganda in allen Lebensbereichen, von der Edelstein ausgeht, auch wenn er in der moralischen Bewertung des Phänomens andere Wege geht.

Was unterscheidet nach Edelstein die "Alte" von der "Neuen" Propaganda?

Die "Alte Propaganda" zielt auf Manipulation und Kontrolle der Massen ab, während die "Neue Propaganda" durch ihre enge Verbindung zur Populärkultur partizipative Prozesse unterstützt und die Teilhabe der Bevölkerung fördert.

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Details

Titel
Das Konzept der Totalen Propaganda
Untertitel
Alex S. Edelsteins Analysen zu Mediengesellschaft und Populärkultur
Hochschule
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig  (IMF)
Note
2,0
Autor
Malte Gärtner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
28
Katalognummer
V138188
ISBN (eBook)
9783640477517
ISBN (Buch)
9783640477746
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konzept Totalen Propaganda Alex Edelsteins Analysen Mediengesellschaft Populärkultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Malte Gärtner (Autor:in), 2006, Das Konzept der Totalen Propaganda, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138188
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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