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Chinesisch-deutsche Joint Ventures

Title: Chinesisch-deutsche Joint Ventures

Term Paper , 2006 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadine Wiese (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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China - ein gigantischer Markt, der viele Chancen aber auch Risiken bietet. Immermehr Unternehmen wagen den Einstig in den chinesischen Markt. Sowohl große Konzerne als auch kleine und mittelständische deutsche Unternehmen ergreifen diese Möglichkeit.
Doch wie kam es eigentlich zu diesem riesigen, wirtschaftlich erfolgreichen Land? Im Wesentlichen waren es die Umstrukturierungen des Landes zur sozialen Marktwirtschaft und schließlich der kürzliche Beitritt Chinas in die WTO. Diese Maßnahmen eröffneten ausländischen Unternehmen den wirtschaftlichen Zutritt und der Volksrepublik selbst eine rasante, sowie starke wirtschaftliche Entwicklung. Insbesondere die zahlreichen Fremddirektinvestitionen verhalfen China zu mehr Kapital, das zur Ausschöpfung aller Ressourcen führte und ökonomischen Erfolg brachte.
Eine Methode, sich dem chinesischen Erfolg anzuschließen, stellt das Joint Venture dar. Auf Grund einer solchen Kooperation mit einem ausländischen Partner, hier mit einem chinesischen, erfolgt der Unternehmenseinstieg in einem fremden Land wesentlich leichter. In dieser Form lassen sich zum Beispiel Probleme in der Kommunikation und der Kontaktaufnahme kompensieren, da auf Erfahrungen und Kenntnisse der chinesischen Seite zurückgegriffen werden kann. Jedoch muss man auch eventuelle Schwierigkeiten bei der Einigung über den Geschäftsaufbau und der späteren Geschäftsführung aufmerksam machen. Daraus folgt, dass man die Erfolgschancen nicht überschätzen sollte, sondern versuchen sollte den Markt realistisch einzuschätzen. Daher ist eine sorgfältige Vorbereitung zu empfehlen und sollte keinesfalls außer Acht gelassen werden. Sie bildet die Basis Kontakte zuknüpfen und später ein Geschäft zu eröffnen.
Allgemein scheint die „andere“ Kultur ein Hauptgrund für unerwartete Komplikationen zu sein. Sie ist der deutschen nahezu entgegengesetzt und verlangt daher viel Respekt auf beiden Seiten des Joint Ventures.
Nachdem auf den chinesischen wie deutschen Wirtschaftsraum eingegangen wird, soll der Begriff "Joint Venture" definiert werden. Weitere bedeutende Schwerpunkte bilden die Motive, Vorbereitung, Aufbau-, Betriebsphase sowie Beendigung eines chinesisch-deutschen Joint Ventures. Abschließend werden einige Praxisbeispiele genannt und mit einem Fazit die wesentlichsten Erkenntnisse dieser wissenschaftlichen Arbeit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 China im Überblick

2.1 Staat

2.2 Wirtschaft

2.3 Rechtsgrundlagen (Reformen)

2.4 Kultur (Verhalten)

3 Deutschland im Überblick

4 Joint Venture

4.1 Definition

4.2 Formen

5 Chinesisch-deutsche Joint Ventures (rechtliche Rahmenbedingungen)

6 Motive aus Sicht des deutschen Partners

7 Vorbereitung

7.1 Kontaktaufnahme

7.2 Wahl des Geschäftspartners

7.3 General Manager

7.4 Standortwahl

7.5 Genehmigungsprozess

8 Aufbauphase

8.1 Personalauswahl

8.2 Know-how- und Technologie-Transfer

8.3 Marketing

9 Betriebsphase

9.1 Beschaffung von Ressourcen

9.2 Personal (Mitarbeiterführung und Motivation)

9.3 Lokaler Vertrieb

10 Beendigung

11 Praxis - Beispiele

12 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die strategischen und operativen Herausforderungen bei der Gründung und Führung von chinesisch-deutschen Joint Ventures, um deutschen Unternehmen den Markteinstieg in China unter Berücksichtigung kultureller und rechtlicher Besonderheiten zu erleichtern.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen in China
  • Kulturelle Unterschiede und deren Einfluss auf die Unternehmenskultur
  • Strategische Vorbereitung: Partnerwahl, Standortanalyse und Genehmigungsprozesse
  • Operative Phasen: Aufbau, Personalführung, Technologie-Transfer und lokaler Vertrieb

Auszug aus dem Buch

2.4 Kultur (Verhalten)

Die sozio-kulturellen Rahmenbedingungen in China weichen enorm von denen der Deutschen ab. Daher sind eine intensive Aneignung der vorherrschenden Normen und die spätere Anpassung sehr von Nöten.

Zu allererst steht der chinesische Personenfokus dem deutschen Sachfokus gegenüber. D.h., dass in der VR China bei der Arbeit der menschliche Aspekt zum Tragen kommt. Es werden gute Beziehungen (guanxi) gepflegt, man interessiert sich für Familie und Freizeit des anderen. Kollegen sind gleichzeitig auch Freunde. Besonders wird auf Prestige und Harmonie am Arbeitsplatz geachtet. Die Hierarchie muss beachtet werden und Kritik wird gemieden. Zur Arbeit an sich: es wird nur ein Grundplan erstellt, Flexibilität, Improvisation und Abstimmung gehören zum Alltag. Bei den Deutschen zählt der sachliche, logische und technische Aspekt der Arbeit. Das Privatleben wird zumeist vom Berufsleben getrennt. Kollegen sind nicht gleich Freunde. Es werden detaillierte Pläne angefertigt, wobei die Reihenfolge eingehalten wird, Unterbrechungen vermieden werden und auf Pünktlichkeit besonders Wert gelegt wird.

Auf jeden Fall muss man wissen, dass Verhaltensregeln, Höflichkeit und Moral ausschließlich innerhalb der Großfamilie und der Menschen, mit denen man täglich zu tun hat, gelten. Dies setzt wiederholt persönliche Beziehungen voraus, um überhaupt Geschäfte machen zu können. Es gilt: Je mehr Verbindungen zu sozialen Netzwerken, desto mehr soziales Kapital und somit Einflussmöglichkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den chinesischen Markt als chancenreich, aber risikobehaftet, und stellt das Joint Venture als Methode für einen erleichterten Markteinstieg vor.

2 China im Überblick: Beleuchtet die historische Entwicklung, das politische System und die wirtschaftlichen Reformen seit 1978.

3 Deutschland im Überblick: Skizziert die durch mittelständische Unternehmen geprägte Wirtschaftsstruktur Deutschlands im historischen Kontext.

4 Joint Venture: Definiert Joint Ventures als spezielle Form der internationalen Kooperation und stellt gängige Investitionsformen vor.

5 Chinesisch-deutsche Joint Ventures (rechtliche Rahmenbedingungen): Analysiert die rechtlichen Herausforderungen, Kapitalanforderungen und Probleme wie Markenpiraterie oder Korruption.

6 Motive aus Sicht des deutschen Partners: Nennt Gründe für die Internationalisierung, wie Absatzmarkterweiterung, Kostenvorteile und den Zugang zu Know-how.

7 Vorbereitung: Behandelt die notwendigen Schritte zur Marktanalyse, Partnerwahl, Standortwahl und den Genehmigungsprozess.

8 Aufbauphase: Erläutert die Rekrutierung von Personal sowie Strategien für den Know-how-Transfer und erste Marketingmaßnahmen.

9 Betriebsphase: Konzentriert sich auf Ressourcenbeschaffung, Mitarbeiterführung und den Aufbau lokaler Vertriebswege.

10 Beendigung: Diskutiert die vertraglichen Regelungen bei Beendigung eines Joint Ventures oder dessen Umwandlung in ein WFOE.

11 Praxis - Beispiele: Zeigt anhand von Volkswagen und Bayer Chancen und Risiken in der praktischen Umsetzung auf.

12 Fazit: Fasst zusammen, dass ein Markteintritt in China trotz WTO-Erleichterungen einer sorgfältigen Vorbereitung und Abwägung bedarf.

Schlüsselwörter

Joint Venture, Markteintritt, China, Deutschland, Wirtschaftsreformen, Kooperation, interkulturelles Management, Rechtssicherheit, Personalführung, Technologie-Transfer, Standortwahl, Marketing, Vertrieb, Investitionen, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedingungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für deutsche Unternehmen, die ein Joint Venture auf dem chinesischen Markt gründen möchten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen, den kulturellen Unterschieden, der strategischen Planung des Markteintritts sowie operativen Aspekten wie Personal und Marketing.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, deutschen Unternehmen eine Orientierungshilfe zu bieten, um den komplexen Markteintritt in China realistisch einzuschätzen und erfolgreich zu gestalten.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse von Rahmenbedingungen, Best-Practice-Beispielen und Prozessbeschreibungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch: Von der theoretischen Einordnung, über die gründliche Vorbereitung und Aufbauphase, bis hin zur Betriebsphase und möglichen Beendigung der Kooperation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Joint Venture, Markteintritt, China, interkulturelles Management, Wirtschaftsreformen und Strategie.

Warum ist das Konzept des "Gesichts" in China so wichtig?

Die "Wahrung des Gesichts" steht im Mittelpunkt chinesischer Verhaltensweisen; Kritik oder Zorn führen zum Gesichtsverlust, was Geschäftspartnerschaften ernsthaft gefährden kann.

Welche Rolle spielt der General Manager bei einem Joint Venture?

Aufgrund der komplexen Verwaltungsarbeit und notwendiger lokaler Sprach- und Kulturkenntnisse wird häufig ein chinesischer Manager empfohlen, idealerweise mit einem befristeten Gründungsmanagementvertrag.

Wie unterscheidet sich die Vorbereitung in China von deutschen Gepflogenheiten?

Während deutsche Unternehmen oft auf Sachfokus und detaillierte Planung setzen, ist in China der Aufbau von persönlichem Vertrauen (Guanxi) und eine hohe Flexibilität essenziell.

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Details

Title
Chinesisch-deutsche Joint Ventures
College
Berlin School of Economics and Law  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Organisation und Personal
Grade
2,0
Author
Nadine Wiese (Author)
Publication Year
2006
Pages
29
Catalog Number
V138192
ISBN (eBook)
9783640465927
ISBN (Book)
9783640465798
Language
German
Tags
China
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Wiese (Author), 2006, Chinesisch-deutsche Joint Ventures, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138192
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