Immer häufiger trifft man auf Begriffe wie Corporate Volunteering, Corporate Giving, Corporate Foundations etc. Doch was hat es damit auf sich? Warum erlangt Corporate Citizenship (kurz: CC) fortwährend mehr Bedeutung?
Zur Herkunft dieser Begriffe lässt sich sagen, dass sie in angloamerikanischen Wirtschaftsgebieten schon längst professionalisierte und weit verbreitete Konzepte darstellen. Nach Deutschland gelang diese Idee durch deutsche Niederlassungen angloamerikanischer Firmen (Handelsblatt Nr.218, 2005). Seitdem entwickelt sich die CC-Bewegung, mitunter auf Grund einer nicht allgemein gültig fixierten Definition eher schleppend. Denn CC ist bisher vor allem nur praktisch erprobt. Hauptsächlich mangelt es an einer festgelegten strategischen Handhabung. Die meisten Unternehmen nutzen das „Gießkannenprinzip“ (Gazdar, 2003, S. 18). Es wird also viel unterstützt, das Wesentliche dabei aber außer Acht gelassen.
Im Besonderen soll hier McDonald’s ein Beispiel darstellen. Wie betreibt McDonald’s Corporate Citizenship? Gelingt es McDonald's dabei erfolgreich zu sein? Und stellt McDonald's insgesamt als internationaler Konzern gesehen, wirklich einen "good Corporate Citizen" dar?
Diese und weitere Fragen sollen im Laufe dieser Arbeit beantwortet werden. Grundlage dieses Textes bilden dabei Bücher und Websites, von denen stets neue zum CC-Thema erfasst und veröffentlicht werden. UPJ (Unternehmen: Partner der Jugend), z.B., gibt Studien über die geschichtliche Entwicklung von CC heraus. Insbesondere werden mittelständische Unternehmen in Deutschland betrachtet.
Der Einstieg erfolgt durch den Versuch, den Begriff CC zu definieren. Um sich die praktische Umsetzung besser vor Augen führen zu können, werden dann Motive und Möglichkeiten aufgeführt. Anschließend wird McDonald's als Corporate Citizen vorgestellt. Eine Pro-Contra-Diskussion soll dann klären, ob McDonald's als Vorbild gesehen werden kann, oder nicht. Am Ende werden die erworbenen Ergebnisse zusammenfassend im Fazit dargelegt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriff: Corporate Citizenship
2.1 Definition
2.2 Motive und Möglichkeiten
3 McDonalds
3.1 McDonalds als Unternehmen
3.2 Corporate Citizenship von McDonald’s
3.2.1 Umsetzung
3.2.2 Pro
3.2.3 Contra
4 Fazit
5 Anhang
6 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Corporate Citizenship (CC) am praktischen Beispiel des international agierenden Unternehmens McDonald’s, mit dem Ziel zu bewerten, ob das Unternehmen trotz kontroverser öffentlicher Kritik im Sinne einer gesellschaftlichen Verantwortung als "good Corporate Citizen" bezeichnet werden kann.
- Grundlagen und Definition des Begriffs Corporate Citizenship
- Motive und strategische Möglichkeiten unternehmerischen Engagements
- Analyse der sozialen Aktivitäten von McDonald’s (McDonald’s Kinderhilfe)
- Pro- und Contra-Diskussion zur Glaubwürdigkeit des unternehmerischen Handelns
- Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen ökonomischem Eigeninteresse und sozialem Engagement
Auszug aus dem Buch
3.2 Corporate Citizenship von McDonald’s
Wie schon aufgeführt, ist CC die soziale Verantwortung von Unternehmen. Wie wird McD in Deutschland nun eigentlich wohltätig aktiv? Oder: Was macht McD zu einem good Corporate Citizen?
Schon der Unternehmensvater, Ray Kroc (1902-1984), war der Ansicht der Gesellschaft etwas Gutes zu tun: „We have the obligation to give something back to the community that gives so much to us.“
Folge dessen wurde 1974 das amerikanische Programm „Ronald McDonald House Charities“ (RMHC) ins Leben gerufen. Weltweit existieren 285 dieser Häuser.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Corporate Citizenship ein, beleuchtet dessen Bedeutung und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Vorbildfunktion von McDonald’s.
2 Begriff: Corporate Citizenship: Dieses Kapitel definiert Corporate Citizenship, grenzt es von Corporate Social Responsibility ab und diskutiert verschiedene Motive sowie Aufgabenfelder für Unternehmen.
3 McDonalds: Hier wird das Unternehmen McDonald’s vorgestellt und detailliert analysiert, wie es durch die Kinderhilfe und Sponsoring gesellschaftliche Verantwortung übernimmt, wobei auch kritische Gegenpositionen beleuchtet werden.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Bewertung von McDonald’s als "good Corporate Citizen" maßgeblich von der zugrunde liegenden Definition und der Gewichtung ökologischer sowie sozialer Aspekte abhängt.
5 Anhang: Der Anhang enthält grafische Darstellungen, wie das Modell von CC nach Mutz, sowie visuelle Belege zur öffentlichen Kritik am Unternehmen.
6 Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendeten Quellen, Fachbücher und Internetressourcen auf, die für die Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.
Schlüsselwörter
Corporate Citizenship, Soziale Verantwortung, McDonald’s, Ronald McDonald House Charities, Unternehmensethik, Gemeinwesen, Sponsoring, Unternehmensführung, Nachhaltigkeit, Stakeholder, Philanthropie, Unternehmensimage, Interessenkonflikte, Wirtschaft, Gesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition und praktischen Umsetzung von Corporate Citizenship (CC) und untersucht, wie ein globaler Konzern wie McDonald’s dieses Konzept in Deutschland anwendet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von CC, die Abgrenzung zu CSR, die Darstellung der McDonald’s Kinderhilfe sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Unternehmenspraktiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu analysieren, ob McDonald’s aufgrund seines sozialen Engagements als vorbildlicher "good Corporate Citizen" gelten kann, trotz bestehender öffentlicher Kritik.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literatur- und Internetanalyse, bei der Expertenmeinungen und Unternehmensdaten auf ein konkretes Fallbeispiel angewandt und diskutiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Begriffs, die Vorstellung der Unternehmensaktivitäten von McDonald’s und eine detaillierte Pro-Contra-Diskussion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Corporate Citizenship, Soziale Verantwortung, Unternehmensethik, McDonald’s, Philanthropie und der Interessenkonflikt zwischen ökonomischem Nutzen und Gemeinwohl.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen CC und CSR?
Die Arbeit betont, dass beim CC das lokale Engagement im Vordergrund steht und Umweltaspekte oft ausgeklammert werden, während CSR eine stärkere ökonomische Gesamtausrichtung verfolgt.
Welche Rolle spielt die McDonald’s Kinderhilfe im Kontext des CC?
Die Kinderhilfe dient als zentrales Instrument für McDonald’s, um durch den Bau von Häusern nahe Kinderkliniken soziale Verantwortung zu übernehmen und Familien zu unterstützen.
Welche Kritikpunkte werden in der Arbeit angeführt?
Es werden kritische Aspekte wie Regenwaldzerstörung, Tierhaltung, Arbeitsbedingungen, der Nährwert der Produkte und die Marketingmethoden gegenüber Kindern thematisiert.
Zu welchem Ergebnis kommt der Autor bezüglich McDonald’s?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass McDonald’s im rein lokalen Kontext als vorbildlich gelten kann, ökologische und globale Kritikpunkte das Bild jedoch stark trüben.
- Arbeit zitieren
- Nadine Wiese (Autor:in), 2006, Corporate Citizenship am Beispiel von McDonald's, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138194