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Forschungsdiskursanalyse. Das Wahlsystem in Deutschland

Titel: Forschungsdiskursanalyse. Das Wahlsystem in Deutschland

Hausarbeit , 2021 , 10 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Niklas Backhaus (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird die Einbindung und der Willen der BürgerInnen, mit Bezug zur Änderung des deutschen Wahlsystems, anhand eines aktuell bestehenden Forschungsdiskurses in der politikwissenschaftlichen Fachliteratur thematisiert. Auf der Suche nach einem Diskurs habe ich einen Hinweis auf ein interessantes Thema durch
meine Tutorin erhalten. Bei meiner Recherche nach den Begriffen „Wahlsystem“ und „Reform“ im OPAC, sowie der E-Zeitschriften Suche der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek habe ich einen Artikel von Evelyn Bytzek gefunden. Dieser ist publiziert in der politischen Vierteljahresschrift, in Ausgabe 61, aus dem Jahr 2020.

Bytzek bezieht sich im Verlauf des Artikels mehrfach auf weitere, dem Diskurs inhaltlich zuarbeitende Texte, von Joachim Behnke, Pappi et al. und Dieter Nohlen. Die Autorin selbst gibt an, ihr Text sei verfasst als Ergänzung des bisherigen Diskurses. Anhand der vielseitigen Beiträge, auf die sich Bytzek bezieht, kann man hier von einem Forschungsdiskurs sprechen, welcher linear aufgebaut ist.

Die nachfolgende Arbeit thematisiert zu Beginn die Definition von Zielfunktionen nach Nohlen (2014) als theoretisches Grundlagenverständnis der Debatte der AutorInnen Behnke, Pappi und Bräuninger sowie Bräuninger et al. Behnke entgegnet kritisch in einem Artikel der politischen Vierteljahresschrift (Behnke 2019), auf welchen sich Pappi et al. (2020) erneut beziehen. Diese Argumentation wiederum bildet die theoretische Basis der empirischen Arbeit Bytzeks, sowie Janowskis et al., welche im Anschluss erklärt wird. Dazu dient die Darlegung des Conjoint Experiments Jankowskis sowie die entsprechenden Erweiterungen durch Bytzek.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund der Forschungsdiskussion

3. Forschungsdiskussion

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einbindung und den Willen der Bürgerinnen und Bürger im Kontext möglicher Änderungen des deutschen Wahlsystems. Ziel ist es, anhand eines aktuellen politikwissenschaftlichen Forschungsdiskurses nachzuvollziehen, ob und inwieweit die Bevölkerung präferierte Vorstellungen von Wahlsystemen besitzt und welche Rolle der sogenannte Wählerwille in der Debatte um Reformoptionen spielt.

  • Theoretische Grundlagen von Wahlsystemen und deren Zielfunktionen nach Dieter Nohlen
  • Analyse und kritische Betrachtung des Conjoint-Experiments von Jankowski et al. (2019)
  • Ergänzende Untersuchung von Evelyn Bytzek (2020) zu Bürgerpräferenzen bei Wahlrechtsreformen
  • Diskussion von Zielkonflikten in Wahlsystemen (z.B. Konzentration vs. Repräsentation)
  • Bewertung des Einflusses des Wählerwillens auf die politische Praxis

Auszug aus dem Buch

3. Forschungsdiskussion

Im Folgenden wird der Artikel Jankowskis et al. (2019) näher betrachtet und durch die Ausführungen Evelyn Bytzeks (2020) ergänzt. Der Artikel Jankowskis et al. befasst sich, wie der Name bereits vorausdeuten lässt, mit der Frage, welche Eigenschaften, hinsichtlich der fünf Kernfunktionen von Wahlsystemen, von der Bevölkerung bevorzugt oder benachteiligt werden. Die Autoren kritisieren, wie das eingangs gebrachte Zitat von Jörg Sommer ebenfalls beschreibt, dass in der bisherigen Debatte der Wille des Volkes nahezu vollständig ignoriert wird, und wollen dies mittels eines Conjoint-Experiments ändern, umso den Diskurs durch gezielte Empirie zu erweitern (Jankowski et al. 2019: 223).

Zu Beginn ihres Artikels erklären Jankowski et al. erst theoretisch den Hintergrund ihrer Betrachtungen. Sie klassifizieren, frei nach Nohlen (2014), die Zielfunktionen von Wahlsystemen, zu welchen die Repräsentation, Konzentration, Partizipation, Einfachheit und die Legitimität zählen. Die Nichterfüllung dieser sehen Jankowski et al. kritisch, weil sie zu Legitimationsproblemen führen (Jankowski et al. 2019: 226). Wobei Legitimation hier, nach dem Verständnis der Autoren, mehr als nur ein Konglomerat der anderen Funktionen darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Mitgestaltung des Wahlsystems ein und begründet das öffentliche Interesse anhand aktueller politischer Ereignisse sowie des Forschungsbedarfs hinsichtlich des Wählerwillens.

2. Hintergrund der Forschungsdiskussion: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen nach Dieter Nohlen, insbesondere die Funktionen von Wahlen und die Einteilung in verschiedene Wahlsystemtypen.

3. Forschungsdiskussion: Hier werden die empirischen Studien von Jankowski et al. sowie Bytzek analysiert, die mittels Conjoint-Experimenten die Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger zu verschiedenen Wahlsystemen beleuchten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der vorgestellten Studien zusammen und diskutiert kritisch, ob und warum die Bevölkerung klare Präferenzen bei Reformoptionen zeigt oder eben nicht.

Schlüsselwörter

Wahlsystem, Wahlrechtsreform, Bürgerbeteiligung, Wählerwille, Conjoint-Experiment, Zielfunktionen, Repräsentation, Konzentration, Parteiensystem, Politische Partizipation, Demokratie, Wahlforschung, Zielkonflikte, Politische Vierteljahresschrift, Wahlforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Bürgerinnen und Bürger zu möglichen Reformen des deutschen Wahlsystems stehen und welche Rolle ihre Präferenzen in der politikwissenschaftlichen Forschung spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Theorie von Wahlsystemen, die Definition von Zielfunktionen wie Repräsentation und Konzentration sowie die empirische Messung von Wählerpräferenzen durch Conjoint-Experimente.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Forschungsdiskurs zur Frage des Willens des Volkes bei der Mitgestaltung des Wahlsystems nachzuzeichnen und zu prüfen, ob die Bevölkerung tatsächlich klare Wünsche an das Wahlsystem adressiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in den diskutierten Studien verwendet?

Die diskutierten Studien nutzen vorrangig das sogenannte "Conjoint-Experiment", um Wählerpräferenzen abzufragen, indem Teilnehmer zwischen verschiedenen Wahlsystem-Szenarien wählen müssen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen nach Nohlen dargelegt, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der Studien von Jankowski et al. (2019) und Bytzek (2020).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wahlsystem, Wahlrechtsreform, Wählerwille, Conjoint-Experiment, Repräsentation, Konzentration und Politische Partizipation.

Warum betrachten die Autoren die Funktion der „Einfachheit“ als so kontrovers?

Obwohl das Wahlsystem für viele Wähler komplex erscheint, zeigte das Experiment von Jankowski et al., dass die Teilnehmer diesem Aspekt eine untergeordnete Priorität beimaßen, was die Autoren als verwunderlich einstuften.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor bezüglich des „Spielballs“ der Politik?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass man die Annahme, die Bürger seien lediglich „Spielbälle“ politischer Prozesse, aufgrund der nur schwach ausgebildeten, aber dennoch vorhandenen Präferenzen, nur teilweise verneinen kann.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Forschungsdiskursanalyse. Das Wahlsystem in Deutschland
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Pol100: ASQ-Techniken wissenschaftlichen Arbeitens
Note
1,7
Autor
Niklas Backhaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
10
Katalognummer
V1381986
ISBN (PDF)
9783346922762
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diskursbeschreibung Forschungsdiskurs Techniken wissenschaftlichen Arbeitens ASQ
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Backhaus (Autor:in), 2021, Forschungsdiskursanalyse. Das Wahlsystem in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1381986
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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