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Die Führungskräfte Alexanders des Großen

Title: Die Führungskräfte Alexanders des Großen

Term Paper , 2004 , 10 Pages , Grade: 1

Autor:in: Lars Rothenpieler (Author)

World History - Early and Ancient History
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Führungskräften von Alexander dem Großen. Dabei werden in prosopographischer Form die wichtigsten Generäle Alexanders anhand ihres Lebensweges im Persienfeldzug vorgestellt. Hierbei kann eine Einteilung in zwei Gruppen vorgenommen werden. Einmal die 'Old Guard', bestehend aus Vertretern der altmakedonischen Aristokratie, die bereits unter Philipp dienten und dessen Staat befürworteten. Mit ihnen musste sich Alexander zu Beginn des Persienfeldzuges arrangieren. Zum anderen die 'New Men', Kriegsteilnehmer in Alexanders Alter, sie waren ehrgeizig und wollten aufsteigen und befürworteten die Asienpolitik ihres Königs.
Doch wer gehörte nun zu den Führungskräften? Wie war das Verhältnis zwischen 'Old Guard' und 'New Men' und welche Veränderungen gab es innerhalb der Führungsschicht? Welche Folgen hatten diese Veränderungen? Im Laufe dieser Arbeit wird nun versucht, diese Fragen zu beantworten. Bei der Bearbeitung dieses Themas wurde auf antike Quellen zurückgegriffen. Von Alexander berichten uns Arrian, Curtius, Diodor, Justin und Plutarch, welche selbst auf noch ältere Quellen zugegriffen haben. Hierbei ist zu beachten, dass die Quellen unvollständig oder durch politische Propaganda oder erfundene Geschichten verfälscht sein können. In der Sekundärliteratur gibt es bisher wenige Prosopographien zu diesem Thema, hier gilt Waldemar Heckels Werk The Marshals of Alexander's Empire als das aktuellste und vollständigste. Jedoch gibt es eine größere Anzahl von Aufsätzen zu den einzelnen Charakteren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die 'Old Guard'

2.1 Parmenion

2.2 Philotas

2.3 Kleitos

3. Die 'New Men'

3.1 Koinos

3.2 Hephaistion

3.3 Krateros

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Machtstrukturen und Führungskräfte im Umfeld Alexanders des Großen während des Persienfeldzuges. Ziel ist es, durch eine prosopographische Analyse die Dynamik zwischen der traditionellen makedonischen Aristokratie und den aufstrebenden neuen Eliten zu beleuchten sowie die politischen Folgen dieses Wandels innerhalb der Führungsschicht aufzuzeigen.

  • Proposographische Untersuchung der Generäle Alexanders
  • Differenzierung zwischen 'Old Guard' und 'New Men'
  • Analyse politischer Verschwörungen und Intrigen
  • Wandel der militärischen und administrativen Führung
  • Bedeutung von Loyalität und persönlicher Nähe zum König

Auszug aus dem Buch

2.1 Parmenion

Parmenion wurde 400 v. Chr. geboren und war bereits unter Alexanders Vater Philipp ein wichtiger General. Während dessen Ermordung befand sich Parmenion mit einer Expeditionstruppe in Klein-Asien. Als Alexander seinen Feldzug gegen die Perser begann, bekleideten Parmenion und seine Söhne wichtige Ämter in der Armee, besonders sein Sohn Philotas, der die Getreuenreiterei kommandierte. Parmenion war damit der einflußreichste Vertreter der altmakedonischen Aristokratie im Heer, die sich eher einen schwachen König wünschte. Seine militärische Erfahrung war für den jungen Alexander jedoch unverzichtbar, mußte er doch Erfolge aufweisen, um sich zu legitimieren. Und in der Tat sprachen die militärischen Erfolge bis Gaugamela für sich. Doch allzu häufig lehnte Alexander die Ratschläge seines alten Generals ab. Im Verlauf des Persienfeldzuges wurde Parmenion mit immer unwichtigeren Aufgaben betraut, bis er schließlich einen "Schreibtischjob" in Ekbatana erhielt, wo er über einen Großteil der Kriegskasse wachen sollte. In Wirklichkeit wollte ihn Alexander nur vom Hauptteil des Heeres fernhalten und isolieren, um einer möglichen adeligen Opposition vorzubeugen. Nach der Verurteilung seines Sohnes Philotas wurde Parmenion schließlich 330 auf Alexanders Befehl in Ekbatana ermordet, entweder weil Alexander ihn als Mitverschwörer betrachtete, oder weil Parmenion seinen Sohn hätte rächen wollen. Um vor der Nachricht von Philotas Exekution Ekbatana zu erreichen ließ Alexander extra Rennkamele einsetzen. Die dortigen Soldaten waren nach der Ermordung ihres Generals sehr aufgebracht und konnten nur durch die Verlesung eines königlichen Briefes beruhigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die prosopographische Untersuchung der Generäle Alexanders ein und definiert die Kategorisierung in 'Old Guard' und 'New Men'.

2. Die 'Old Guard': Dieses Kapitel analysiert die Vertreter der altmakedonischen Aristokratie, deren Einfluss durch die Ausschaltung von Parmenion, Philotas und Kleitos systematisch gebrochen wurde.

3. Die 'New Men': Hier werden die Aufsteiger untersucht, die durch persönlichen Einfluss auf Alexander Macht gewannen, sich jedoch in der Folgezeit zunehmend als Rivalen gegenüberstanden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Machtverschiebung während des Persienfeldzuges zusammen und beleuchtet die langfristigen Folgen für die Stabilität des Reiches.

Schlüsselwörter

Alexander der Große, Persienfeldzug, Führungskräfte, Old Guard, New Men, Prosopographie, Makedonische Aristokratie, Parmenion, Philotas, Hephaistion, Krateros, Kleitos, Koinos, Verschwörung, Machtverschiebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Führungskräften Alexanders des Großen und der Veränderung der Machtstruktur innerhalb der Führungsschicht während des Persienfeldzuges.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der altmakedonischen Aristokratie (Old Guard) im Gegensatz zu den aufstrebenden neuen Männern (New Men) sowie die politischen Spannungen und Intrigen im königlichen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Führungsschicht durch eine prosopographische Analyse der wichtigsten Generäle anhand ihrer Lebenswege darzustellen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine prosopographische Form der Untersuchung gewählt, die auf antiken Quellen (u.a. Arrian, Curtius, Diodor) und moderner Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung einzelner Charaktere der 'Old Guard' sowie der 'New Men' und analysiert deren Verhältnis zum König und ihre Rolle bei politischen Ereignissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Alexander der Große, Persienfeldzug, Machtverschiebung, prosopographische Analyse und das Spannungsfeld zwischen traditionellen und neuen Eliten.

Welche Rolle spielte die 'Dimnos-Verschwörung' für den Wandel der Führungsschicht?

Die Verschwörung diente als politisches Instrument, um Philotas der Mittäterschaft zu bezichtigen und damit einflussreiche Vertreter der alten Aristokratie auszuschalten.

Wie erklärt der Autor die Rivalität zwischen Hephaistion und Krateros?

Die Rivalität wird aus dem Streben nach politischem Einfluss und der Gunst des Königs abgeleitet, wobei beide unterschiedliche Ansätze zur Karrieregestaltung verfolgten.

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Details

Title
Die Führungskräfte Alexanders des Großen
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Alte Geschichte)
Grade
1
Author
Lars Rothenpieler (Author)
Publication Year
2004
Pages
10
Catalog Number
V138203
ISBN (eBook)
9783640467099
ISBN (Book)
9783640467402
Language
German
Tags
Alexander Old Guard New Men Alexander's Generals Hephaistion Parmenion Philotas Herrschaftssicherung makedonischer Adel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Rothenpieler (Author), 2004, Die Führungskräfte Alexanders des Großen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138203
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