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Störungen und Interventionen im Kindes- und Jugendalter. Tic-Störungen als Fallstudie

Title: Störungen und Interventionen im Kindes- und Jugendalter. Tic-Störungen als Fallstudie

Term Paper , 2023 , 12 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Katja Bartels (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Tic-Störungen gehören zu den Entwicklungsstörungen. Typischerweise beginnen sie bei Kindern in der ersten Lebensdekade und haben ihren Höhepunkt in der Pubertät. Die Betroffenen selbst, aber auch die Familie sind häufig mit Ängsten konfrontiert, spätestens, wenn die mit der Tic-Störung verbundenen Beeinträchtigungen den Alltag dominieren und das Leben der Familie negativ beeinflussen. Vor allem in der Pubertät kann dieses Anders-Sein einen Einfluss auf die Entwicklung des betroffenen Kindes haben und dessen stabiles Selbstbild und gutes Selbstwertgefühl gefährden.

Die dargestellte Fallstudie zeigt beispielhaft, wie die Tic-Symptomatik der 15-jährigen Ina mit einem Unterstützungsprogramm behandelt werden könnte. Zu Beginn steht die Exploration der Tic-Symptomatik, in deren Rahmen die einzelnen Tics von Ina näher beschrieben werden. Es wird der Verlauf der Störung geschildert und das Ausmaß der Belastungen, die aufgrund der Tics entstanden sind. Anschließend kommt es zur Problemdefinition. Bevor eine verhaltenstherapeutische Intervention beginnt, werden Ina und ihre Eltern durch eine Psychoedukation umfassend über die Störung, ihren Verlauf und die Therapieplanung informiert. Außerdem werden die Familienmitglieder in Einzelsettings zu ihrem subjektiven Erleben mit der Störung befragt und persönliche Einstellungen, Erwartungen und Vorbehalte hinsichtlich der Tic-Störung geklärt. Inas Behandlungsplan sieht eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Intervention durch das Behandlungskonzept THICS nach Woitecki und Döpfner vor. Der Kern dieser patientenzentrierten Intervention bildet das Training der Reaktionsumkehr, das aus Selbstwahrnehmungstraining, Entspannungstraining und dem Training der Gegenbewegung besteht. Am Ende der Therapie stehen Gespräche mit Ina und ihrer Familie, um zu thematisieren, wie mit eventuellen residualen Tic-Symptomen zu verfahren ist und wie ein Leben mit Tics positiv gestaltet werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fallstudie Ina

2.1 Exploration der Tic-Symptomatik und Problemdefinition

2.2 Unterstützung für Ina durch das Therapieprogramm THICS

2.2.1 Psychoedukation

2.2.2 Verhaltenstherapeutische Interventionen durch Techniken der Reaktionsumkehr

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht anhand einer exemplarischen Fallstudie die Symptomatik sowie die therapeutischen Interventionsmöglichkeiten bei einer Tic-Störung im Jugendalter.

  • Exploration und Symptombeschreibung von Tic-Störungen
  • Psychoedukative Ansätze für Betroffene und Angehörige
  • Verhaltenstherapeutische Ansätze (THICS-Konzept)
  • Techniken der Reaktionsumkehr und Gegenbewegungen
  • Bedeutung der Angehörigenberatung für den Therapieerfolg

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Verhaltenstherapeutische Interventionen durch Techniken der Reaktionsumkehr

Inas Therapieplan sieht ein Training der Reaktionsumkehr vor. Durch diesen gut erforschten verhaltenstherapeutischen Behandlungsansatz lernt Ina ihre eigenen Tics zu beobachten und das Gefühl kennenzulernen, das sich einstellt, bevor ein Tic kommt (Döpfner et al., 2009, S. 34). Entspannungsübungen, die mit Ina trainiert werden, helfen bei der Einübung von Gegenbewegungen und Stress abzubauen. Sie können zu einer Unterdrückung der Tic-Symptomatik führen, aber nicht gewährleisten, dass es zu einer völligen Tic-Freiheit kommt.

Dieses Training von Gegenbewegungen, das auch „Habit Reversal-Training“ genannt wird, ist der Kern von Inas Therapieprogramm und dient der symptomzentrierten verhaltenstherapeutischen Behandlung von Tic-Störungen (Woitecki & Döpfner, 2015, S. 36-41). Bei Ina wird das Behandlungskonzept THICS nach Woitecki und Döpfner (2015, S. 40-149) angewendet, deren Wirksamkeit in zahlreichen Studien belegt ist und den Schwerpunkt auf patientenzentrierten Interventionen hat. Der Therapieplan sieht vor, dass Ina einmal wöchentlich an einer Therapiesitzung teilnimmt.

Die Trainingseinheiten mit Ina sollen im Einzelsetting stattfinden und lediglich bei der Durchführung der Therapieaufgaben zu Hause durch die Eltern unterstützt werden. Deshalb werden die Eltern am Ende der jeweiligen Sitzungen über die Fortschritte von Ina informiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Tic-Störungen im Kindes- und Jugendalter ein und skizziert den Aufbau der Fallstudie zur Behandlung der 15-jährigen Ina.

2 Fallstudie Ina: Hier wird der Leidensdruck von Ina beschrieben, deren psychosoziale Belastung durch motorische und vokale Tics eine therapeutische Intervention notwendig macht.

2.1 Exploration der Tic-Symptomatik und Problemdefinition: Dieses Kapitel erläutert die klinische Einordnung der Symptome nach ICD-11 sowie die individuelle Beeinträchtigung durch das Unvermögen, Tics kontrolliert zu unterdrücken.

2.2 Unterstützung für Ina durch das Therapieprogramm THICS: Dieser Abschnitt begründet die Wahl der verhaltenstherapeutischen Intervention und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Aufklärung.

2.2.1 Psychoedukation: Hier werden die Inhalte der für das Therapieprogramm zentralen Informationsgespräche dargelegt, die neben dem Patienten auch die Eltern aktiv einbeziehen.

2.2.2 Verhaltenstherapeutische Interventionen durch Techniken der Reaktionsumkehr: Dieser Teil beschreibt das „Habit Reversal-Training“ als Kernkomponente zur Bewältigung der Tics durch spezifische Gegenbewegungen.

4 Fazit: Das Fazit resümiert die Wirksamkeit des THICS-Programms und unterstreicht die Bedeutung von Therapiemotivation und familiärer Unterstützung.

Schlüsselwörter

Tic-Störungen, Fallstudie, Kindes- und Jugendalter, Verhaltenstherapie, THICS, Reaktionsumkehr, Psychoedukation, Gegenbewegungen, Habit Reversal-Training, Psychosoziale Beeinträchtigung, Selbstwahrnehmungstraining, Entspannungstraining.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den klinischen Auswirkungen von Tic-Störungen im Kindes- und Jugendalter und stellt ein konkretes verhaltenstherapeutisches Behandlungskonzept vor.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Symptombeschreibung, der theoretischen fundierten Psychoedukation und der praktischen Anwendung von Techniken zur Reaktionsumkehr.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, beispielhaft anhand der Patientin Ina darzustellen, wie eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Intervention erfolgreich in den Alltag integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine Fallstudie, die evidenzbasierte Ansätze, insbesondere das THICS-Programm nach Woitecki und Döpfner, auf einen spezifischen Einzelfall anwendet.

Was wird im theoretischen und praktischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Exploration der Symptome, die Vermittlung von Störungswissen durch Psychoedukation sowie das praktische Training von Gegenbewegungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Tic-Störungen, Verhaltenstherapie, Reaktionsumkehr und Habit Reversal-Training beschreiben.

Welche Rolle spielen die Eltern im Behandlungsprozess von Ina?

Die Eltern sind essenzielle Akteure; sie werden durch Psychoedukation geschult, um Ina bei der Durchführung von Hausaufgaben zu unterstützen und ein stabiles Umfeld zu bieten.

Was unterscheidet das THICS-Konzept von einer rein edukativen Aufklärung?

THICS ist als aktives Therapieprogramm konzipiert, das über reine Information hinausgeht und durch interaktive, verhaltenstherapeutische Übungen zu einer aktiven Symptomkontrolle führt.

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Details

Title
Störungen und Interventionen im Kindes- und Jugendalter. Tic-Störungen als Fallstudie
College
(International University of Applied Sciences)
Grade
2,7
Author
Katja Bartels (Author)
Publication Year
2023
Pages
12
Catalog Number
V1382175
ISBN (PDF)
9783346930347
ISBN (Book)
9783346930354
Language
German
Tags
störungen interventionen kindes- jugendalter tic-störungen fallstudie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Bartels (Author), 2023, Störungen und Interventionen im Kindes- und Jugendalter. Tic-Störungen als Fallstudie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1382175
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