Ziel dieser Hausarbeit ist es Unterschiede, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen, indem eine kontrastive Analyse der Sprachenrichtung Spanisch-Deutsch durchgeführt wird. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern sich das Übersetzungsproblem der Personifizierungen in technischen Texten, von denen in literarischen Texten unterscheidet. Stilistische und konventionelle Probleme haben sich schon immer als ein großes Problem beim Übersetzen herausgestellt. Zu solchen stilistischen und konventionellen Problemen gehören unter anderem auch Personifizierungen, welche das Hauptaugenmerk dieser Hausarbeit bilden.
Dazu soll mithilfe der methodischen Vorgehensweise, welche die Analyse der Personifizierungen beider Textsorten mitsamt einem Vergleich, und die Heranziehung von Fachliteratur inkludiert, einen gründlichen Überblick über die Problematik der Personifizierungen innerhalb von technischen und literarischen Texten mit der Sprachrichtung Spanisch-Deutsch anzufertigen.
Um dies herauszufinden, werden insbesondere wissenschaftliche Publikationen, wie z.B. Monografien, Fachartikel und Aufsätze aus Sammelbänden zur Hilfe gezogen. Um auf textsortenspezifische Beispiele einzugehen, ist hier eine Bedienungsanleitung und eine Gedichtsammlung von großer Bedeutung.
Zu Beginn dieser Arbeit wird zunächst eine Einführung in die Thematik gewährleistet, indem der Begriff "Personifizierung" näher definiert wird. Daraufhin wird der Fokus auf die Personifizierungen in technischen und literarischen Texten gelegt. Dabei werden zunächst einmal Charakteristika jeweils von der technischen und literarischen Textsorte dargelegt und daraufhin die Personifizierungen in den jeweiligen Textsorten genauer analysiert. In der Analyse werden primär die Funktion von Personifizierungen, die verschiedenen Übersetzungstechniken und die Anforderungen an den Übersetzer in Betracht gezogen. Demzufolge, nachdem eine präzise Analyse geliefert wurde, gilt es die herausgearbeiteten Erkenntnisse zu vergleichen. Die Hausarbeit wird letztlich mit einem zusammenfassenden Fazit abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Personifizierungen in technischen und literarischen Texten
2.1 Definition Personifizierung
2.2 Personifizierungen in technischen Texten
2.2.1 Definition technische Texte
2.2.2 Analyse
2.2.2.1 Funktion
2.2.2.2 Übersetzungstechniken
2.2.2.3 Anforderungen an den technischen Übersetzer
2.3 Personifizierungen in literarischen Texten
2.3.1 Definition literarische Texte
2.3.2 Analyse
2.3.2.1 Funktion
2.3.2.2 Übersetzungstechniken
2.3.2.3 Anforderungen an den literarischen Übersetzer
2.4 Vergleich
3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Übersetzungsproblem von Personifizierungen in technischen und literarischen Texten und leistet eine kontrastive Analyse der Sprachrichtung Spanisch-Deutsch, um Unterschiede, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten in der Verwendung und Übertragung dieser stilistischen Mittel aufzuzeigen.
- Kontrastive Analyse der Sprachrichtung Spanisch-Deutsch
- Unterschiedliche Funktionen von Personifizierungen in Fach- und Literatursprachen
- Methoden und Strategien zur Übersetzung konventioneller und stilistischer Personifizierungen
- Anforderungsprofile an technische und literarische Übersetzer
- Rolle von Kontext, Textsortenkonventionen und kulturellen Aspekten beim Übersetzen
Auszug aus dem Buch
2.2.2.2 Übersetzungstechniken
Sekundäre Subjektivierungen in spanischen technischen Texten rufen Schwierigkeiten bei der Übersetzungsarbeit hervor, da es im Deutschen unüblich ist diese zu verwenden (vgl. Göpferich 1996: 92). Um die möglichen Übersetzungsmethoden durchzugehen, bietet sich hierfür ein Beispiel aus einer Bedienungsanleitung vom spanischen Elektrohersteller Corberó zu einer Mikrowelle an.
Beispiel 1) AT: «31. Nunca quite los topes de distancia de la parte posterior o de los lados, ya que garantizan una distancia mínima con la pared para una correcta circulación del aire.» (corbero.es 2003: 24)
In diesem Beispiel erkennt man, dass den ‚Deckeln‘ die menschliche Eigenschaft des ‚Gewährleistens‘ zugeschrieben wird. Nun könnte man diesen Satz wie folgt übersetzen: Beispiel 1) ZT: ,31. Entfernen Sie niemals die Abstandshalter an der Rückseite oder an den Seiten, da sie einen Mindestabstand zur Wand für eine gute Luftzirkulation gewährleisten.‘
In diesem Beispiel wird die sekundäre Subjektivierung in der Übertragung ins Deutsche mitübernommen, was grammatisch zwar möglich ist aber gegen die Konvention der technischen Textsorte verstößt. Somit würde es sich bei dieser Übersetzung, um eine Interferenz handeln, da die sekundäre Subjektivierung aus dem Spanischen sich in der deutschen Übersetzung verwurzelt hat (vgl. Göpferich 2004: 724).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung etabliert die Relevanz von Personifizierungen als Übersetzungsproblem und definiert das Ziel einer kontrastiven Analyse zwischen dem Spanischen und Deutschen.
2 Personifizierungen in technischen und literarischen Texten: Dieses Kapitel erläutert zunächst den Begriff der Personifizierung und analysiert anschließend deren Funktionen, Übersetzungstechniken und Anforderungen an den Übersetzer getrennt für technische sowie literarische Texte, gefolgt von einem direkten Vergleich.
3 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und stellt fest, dass der Hauptunterschied in der Frequenz der Personifizierungstypen liegt, wobei die Wahl der Übersetzungstechnik maßgeblich von der Textsorte und der intendierten Wirkung abhängt.
Schlüsselwörter
Personifizierung, Übersetzung, technischer Text, literarischer Text, Spanisch-Deutsch, kontrastive Analyse, sekundäre Subjektivierung, Metapher, Metonymie, Übersetzungstechnik, Modulation, Amplifikation, Adaptation, Textsortenkonvention, Äquivalenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Personifizierungen, ein sprachliches und konventionelles Stilmittel, zwischen dem Spanischen und dem Deutschen in technischen und literarischen Texten übersetzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Definition von Personifizierungen, ihre spezifische Funktion in unterschiedlichen Textsorten sowie die Methoden zu ihrer adäquaten Übersetzung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Unterschiede, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten im Umgang mit Personifizierungen in technischen und literarischen Texten durch eine kontrastive Analyse der Sprachrichtung Spanisch-Deutsch aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine kontrastive Analyse durchgeführt, die sich auf bestehende wissenschaftliche Publikationen, Fachartikel und Beispiele aus einer Bedienungsanleitung sowie einer Gedichtsammlung stützt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Funktionen, der Übersetzungstechniken und der Anforderungen an Übersetzer, jeweils unterteilt in den technischen und den literarischen Bereich, sowie einen abschließenden Vergleich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Personifizierung, Übersetzungstechniken, technischer sowie literarischer Text, sekundäre Subjektivierung, Metapher, Metonymie und kontrastive Analyse.
Warum ist die sekundäre Subjektivierung im Deutschen problematisch?
Da das Deutsche als Sprache das Subjekt als Agens präferiert, widerspricht die im Spanischen häufige sekundäre Subjektivierung oft den deutschen Textsortenkonventionen, was bei wörtlicher Übersetzung zu Interferenzen führen kann.
Welche Rolle spielt die Kreativität beim literarischen Übersetzer?
Neben linguistischen Kompetenzen benötigt der literarische Übersetzer künstlerische und kreative Schreibfähigkeiten, um der ästhetischen Form des literarischen Werkes gerecht zu werden und die beabsichtigte emotionale Wirkung beim Zielpublikum zu erzielen.
- Arbeit zitieren
- Julia Antunović (Autor:in), 2022, Vergleich der Problematik der Personifizierungen in Bezug auf die technische und literarische Textsorte. Eine kontrastive Analyse der Sprachrichtung Spanisch-Deutsch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1382331