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Die Tugend als Erneuerin der Republik. Ciceros pädagogische Mission in "De officiis"

Titel: Die Tugend als Erneuerin der Republik. Ciceros pädagogische Mission in "De officiis"

Seminararbeit , 2023 , 23 Seiten , Note: 5,0

Autor:in: Fisnik Zuberi (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese historische Seminararbeit behandelt die philosophische Schrift "De officiis" von Cicero sowie die erste "Philippica", seine im Senat gehaltene Rede nach seiner abgebrochenen Griechenlandreise. Beide Werke entstanden im Herbst 44 v. Chr. zur Zeit des Machtausbaus von Marcus Antonius. Es wird untersucht, wie Cicero in "De officiis" für seine republikanischen Prinzipien eintritt und was die beiden Schriftstücke miteinander verbindet.

Die Forschung hat sich bisher nur wenig mit solchen Fragen beschäftigt, obschon sie wesenhaft sind, um Ciceros Rolle in der späten Republik besser verstehen zu können. Durch die Primär- und Sekundärliteraturanalyse konnte herausgefiltert werden, dass durch ein tugendhaftes Tätigsein mit Lebensregeln aus dem Stoizismus und durch die Subordination des Einzelnen mit der Erfüllung von Pflichten unter dem Staat die Republik stärken können. Die weitere Forschung könnte sich indes mehr mit dem polithistorischen Entstehungsprozess von "De officiis" befassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Überlegungen und Forschungsinteresse

2. Der Stand der Forschung

3. Cicero und De officiis

4. Die Moralphilosophie: Flucht und Offensive zugleich

4.1. Die Tugend als Erneuerin der Republik in De officiis

4.2. Antonius und Dolabella in der ersten Philippica

5. Schlussfolgerungen

6. Bibliographie

6.1. Quellenverzeichnis

6.2. Literaturverzeichnis

6.3. Abbildungsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Ciceros philosophischem Spätwerk *De officiis* zu seiner *ersten Philippica* vor dem Hintergrund der instabilen politischen Lage im Herbst 44 v. Chr. Das primäre Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Cicero durch die Vermittlung stoischer Pflichtenethik und tugendhaften politischen Handelns eine moralische Erneuerung der römischen Republik anzustreben versucht und inwiefern diese pädagogische Mission Brücken zwischen seiner politischen Rhetorik und seinem philosophischen Denken schlägt.

  • Analyse der moralphilosophischen Konzepte in *De officiis*
  • Untersuchung der politischen Rhetorik in der *ersten Philippica*
  • Vergleich der Zielsetzungen beider Werke im Kontext der späten Römischen Republik
  • Pädagogische Funktion der Philosophie als Widerstand gegen den politischen Verfall

Auszug aus dem Buch

Die Tugend als Erneuerin der Republik in De officiis

Bei Cicero beruht die Moral auf der Pflichterfüllung: Kein Lebensbereich komme ohne Pflicht aus, auch nicht der politische und öffentliche. Vor allem in der Politik müsse man sich moralisch verhalten. Diese ersten Zeilen bestätigen Fedelis (1973) Auffassung, dass Cicero mit De officiis zur politischen Bildung in einer für den römischen Staat entscheidenden Zeit beitragen will.

Cicero orientiere sich an Panaitios, wie er selbst sagt, und ergänzt zu dessen drei Fragen vor jeder beabsichtigten Handlung – um festzustellen, ob sie moralisch sei oder nicht – noch zwei weitere: 1. Ist sie ehrenhaft oder nicht? 2. Ist sie nützlich oder nicht? 3. Gibt es einen Konflikt zwischen Ehrenhaftigkeit und Nützlichkeit? 4. In welchem Grad ist die Handlung ehrenhaft? 5. In welchem Grad ist sie nützlich? Die Forschung ist sich darin einig, dass sich Cicero systematisch an Panaitios’ Werk anlehnt, doch jenes stellenweise stark verändert.

Dann unterscheidet Cicero den Menschen von den Tieren und meint, die Vernunft verbinde die Menschen zu einer «ad orationis et ad vitae societatem». Der Mensch habe auch den Wunsch, dass es Versammlungen gebe und er daran teilnehmen könne. Auch die freie Meinungsäusserung sei – wie schon erwähnt – eine tugendhafte Eigenschaft des Menschen. Die Vernunft bewirke auch den Drang zur Forschung sowie das Streben nach Unabhängigkeit und Überlegenheit; Letzteres könne dazu führen, dass man niemandem gehorchen wolle. Der Mensch habe zudem ein Harmonie-, Ordnungs- und Schönheitsbedürfnis, sowohl in Gedanken als auch in Taten. Aus all dem setze sich das Ehrenhafte zusammen und dieses habe immer bei den vier Tugenden ihren Ursprung: 1. Weisheit, 2. Gerechtigkeit, 3. Tapferkeit und Seelengrösse sowie 4. Mässigung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Überlegungen und Forschungsinteresse: Das Kapitel führt in den historischen Kontext der Ermordung Caesars ein und stellt die Fragestellung nach der Verbindung zwischen *De officiis* und der *ersten Philippica* vor.

2. Der Stand der Forschung: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die bisherige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Ciceros Werk und weist auf Forschungslücken hinsichtlich der realpolitischen Entstehungsumstände hin.

3. Cicero und De officiis: Es werden die biografischen Hintergründe Ciceros sowie die Entstehungsgeschichte, der Aufbau und die philosophischen Grundmotive des Werks *De officiis* beleuchtet.

4. Die Moralphilosophie: Flucht und Offensive zugleich: Das Kapitel vergleicht die philosophische Intention von *De officiis* mit der rhetorischen Praxis der *ersten Philippica*.

4.1. Die Tugend als Erneuerin der Republik in De officiis: Eine detaillierte Untersuchung der stoischen Tugenden und Pflichtenethik im Kontext der politischen Bildung innerhalb der römischen Republik.

4.2. Antonius und Dolabella in der ersten Philippica: Die Analyse der direkten Senatsrede Ciceros als Appell an die politischen Akteure und als Versuch der politischen Einflussnahme gegenüber Marcus Antonius.

5. Schlussfolgerungen: Eine Synthese der Ergebnisse, die darlegt, wie Ciceros "Lebensregeln" als pädagogischer Widerstand gegen den Verfall der Republik fungierten.

6. Bibliographie: Das Verzeichnis aller verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Cicero, De officiis, erste Philippica, römische Republik, Moralphilosophie, Stoa, Tugendethik, Pflichtenlehre, Marcus Antonius, Panaitios, politische Rhetorik, Tyrannenmord, Machtausbau, römische Geschichte, Staatswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Ciceros philosophischem Werk "De officiis" und seiner "ersten Philippica" in der politisch brisanten Zeit nach der Ermordung Caesars im Herbst 44 v. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der stoischen Pflichtenethik, den moralischen Anforderungen an politische Akteure in der römischen Republik sowie dem Zusammenhang zwischen Philosophie und politischer Rhetorik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, wie Cicero in "De officiis" für republikanische Prinzipien eintritt und welche Verbindung dieses Werk zu seiner unmittelbaren politischen Senatsrede, der "ersten Philippica", aufweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Primär- und Sekundärliteraturanalyse, um die Texte in ihrem historischen und geistesgeschichtlichen Kontext zu vergleichen und zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die moralphilosophischen Konzepte in "De officiis", wie die vier Tugenden und das Verhältnis von Moral und Nützlichkeit, sowie Ciceros Appell an die Konsuln in der "ersten Philippica".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Cicero, De officiis, Pflichtenethik, römische Republik, Stoa, Moral und politische Rhetorik.

Wie unterscheidet sich laut Autor die Funktion der beiden Quellen?

Während "De officiis" als ein umfassendes moralphilosophisches Traktat zur Bildung der römischen Elite dient, fokussiert die "erste Philippica" auf eine konkrete, tagespolitische Appellrede gegenüber den Konsuln im Senat.

Welche Rolle spielt die stoische Philosophie für Cicero in diesem Kontext?

Cicero nutzt die Lehren der Stoa, insbesondere durch Panaitios, als moralisches Gerüst, um Handlungsanweisungen für ein tugendhaftes und effizientes politisches Wirken in einer krisengeschüttelten Republik zu formulieren.

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Details

Titel
Die Tugend als Erneuerin der Republik. Ciceros pädagogische Mission in "De officiis"
Hochschule
Universität Zürich  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Cicero und das Ende der Republik
Note
5,0
Autor
Fisnik Zuberi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
23
Katalognummer
V1382607
ISBN (PDF)
9783346926180
ISBN (Buch)
9783346926197
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tugend Cicero Römische Republik De officiis Philippica Rom Marcus Antonius Republik Römisches Reich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fisnik Zuberi (Autor:in), 2023, Die Tugend als Erneuerin der Republik. Ciceros pädagogische Mission in "De officiis", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1382607
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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