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Josephine Baker als "Le Tumulte Noir"? Die Verzerrung ihrer Persönlichkeit durch das Image der ungehemmten Frau im Bananenrock

Titel: Josephine Baker als "Le Tumulte Noir"? Die Verzerrung ihrer Persönlichkeit durch das Image der ungehemmten Frau im Bananenrock

Essay , 2023 , 5 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marco Fiedler (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Name Josephine Baker (1906-1975) wird oft mit der stereotypen Vorstellung einer schönen, jungen Frau verknüpft, die im Paris der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts - nackt oder nur mit einem knappen Bananenrock bekleidet - in den Revuetheatern der Stadt auftritt und mit teilweise clownesker Mimik freizügig und ausgelassen tanzt. Rasch erlangt sie durch ihre Darbietungen Berühmtheit, Einfluss und Reichtum und wird so auch zum "Sehnsuchtsobjekt" verschiedener Fantasien.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob dieses beständig zirkulierende Bild der ungezügelten Nackten der Vorstellung von Josephine Baker in ihren frühen Pariser Jahren tatsächlich gerecht wird, oder ob das Image der ungehemmten Frau im Bananenrock nicht eher auch große Teile ihrer Person und Persönlichkeit überlagern und einseitig verzerren?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der öffentlichen Wahrnehmung

3. Identität, Couture und Nacktheit

4. Rezeption und kunsthistorische Einordnung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern das auf Josephine Baker reduzierte Image der nackten Tänzerin im Bananenrock ihre tatsächliche Persönlichkeit sowie ihr politisches und soziales Engagement einseitig verzerrt und überlagert.

  • Stereotype Wahrnehmung von Josephine Baker
  • Einfluss künstlerischer Darstellungen
  • Kontrast zwischen öffentlicher Inszenierung und privater Identität
  • Bedeutung von Mode und Couture als Schutzmechanismus
  • Vergleich mit zeitgenössischen Künstlerinnen

Auszug aus dem Buch

Josephine Baker - Le Tumulte Noir?

Der Name Josephine Baker (1906-1975) wird oft mit der stereotypen Vorstellung einer schönen, jungen (farbigen) Frau verknüpft, die im Paris der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts - nackt oder nur mit einem knappen Bananenrock bekleidet - in den Revuetheatern der Stadt auftritt und mit teilweise clownesker Gesichtsmimik (1) freizügig und ausgelassen tanzt.

Illustriert und gefördert wird diese Vorstellung unter anderem sicherlich auch durch die Entwürfe und Plakate des französischen Grafikers Paul Colin (1892-1985), der auf der Internetseite des Londoner Auktionhauses Christies als „ …THE CELEBRATED DESIGNER OF THE JAZZ AGE“ (2) bezeichnet wird. Ein von Christies 2018 angebotenes Portfolio von Colin mit dem Titel Le Tumulte Noir umfasst mehrere handkolorierte Lithografien und stammt aus dem Jahr 1927. Eine Zeichnung des Portfolios zeigt eine Rückenansicht Josephine Bakers in schwungvoll tänzerischer Pose. Bekleidet ist sie hier lediglich mit dem bereits erwähnten Bananenrock (3). Wie bezeichnend diese Darstellung und Vorstellung (von Josephine Baker) ist, zeigt sich erneut 1994, als die Illustration für den Plakatentwurf der Ausstellung Paul Colin et les spectacles im Musée des Beaux-Arts de Nancy verwendet wird (4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der einseitigen medialen Wahrnehmung von Josephine Baker.

2. Analyse der öffentlichen Wahrnehmung: Untersuchung der historischen Bildsprache, geprägt durch Künstler wie Paul Colin.

3. Identität, Couture und Nacktheit: Analyse von Bakers Nutzung von Mode als Instrument zur Abgrenzung vom sexualisierten Bühnenimage.

4. Rezeption und kunsthistorische Einordnung: Vergleich mit zeitgenössischen Ikonen und die Einbettung in den Kontext des Art déco.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einordnung des künstlerischen Vermächtnisses unter Berücksichtigung des politischen Engagements.

Schlüsselwörter

Josephine Baker, Le Tumulte Noir, Jazz Age, Nacktheit, Bananenrock, Paul Colin, Couture, Gabrielle Chanel, Art déco, Tamara de Lempicka, Identität, Geschlechterrollen, Paris, Revue, Pantheon

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Diskrepanz zwischen dem populären Bild der Künstlerin Josephine Baker als „nackte Tänzerin“ und ihrem tatsächlichen Wirken sowie ihrer komplexen Persönlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die visuelle Konstruktion von Identität, die Rolle von Mode (Couture) als Schutzraum und die Einordnung Bakers in eine breitere kulturelle Geschichte des Paris der 1920er Jahre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das einseitige Stigma der „wild tanzenden Barbusigen“ zu revidieren und Bakers soziales und politisches Engagement stärker in den Fokus zu rücken.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Essay stützt sich auf eine kulturanthropologische und kunsthistorische Analyse von Quellen, Bildmaterialien und biographischen Kontexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie zeitgenössische Kunstwerke Baker porträtierten und wie sie selbst durch Selbstinszenierung versuchte, den verletzenden Fremdbildern zu entkommen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Josephine Baker, Art déco, Couture, kulturelle Identität und mediale Verzerrung charakterisiert.

Inwiefern spielt der Vergleich mit Gabrielle Chanel eine Rolle?

Gabrielle Chanel dient als Kontrastfolie, um die unterschiedlichen Formen der weiblichen Selbstbehauptung im Paris der Zwischenkriegszeit aufzuzeigen.

Welche Bedeutung hat das Panthéon im Kontext der Arbeit?

Die Aufnahme ins Panthéon dient als Argument dafür, dass Bakers Leistungen weit über das rein Tänzerische hinausgehen und ein späteres, notwendiges Anerkennen ihrer Gesamtwirkung darstellen.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Josephine Baker als "Le Tumulte Noir"? Die Verzerrung ihrer Persönlichkeit durch das Image der ungehemmten Frau im Bananenrock
Hochschule
Universität Kassel  (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar: Das Jazz Age: ein globales Phänomen?
Note
1,0
Autor
Marco Fiedler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
5
Katalognummer
V1382657
ISBN (PDF)
9783346927743
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jazz Age Art déco Tamara de Lempicka Josephine Baker Haute Couture Paris
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Fiedler (Autor:in), 2023, Josephine Baker als "Le Tumulte Noir"? Die Verzerrung ihrer Persönlichkeit durch das Image der ungehemmten Frau im Bananenrock, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1382657
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Leseprobe aus  5  Seiten
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