Die Frage nach Gott

Der Mensch zwischen Glaube, Hoffnung und Verzweiflung


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009
134 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort – einführende Worte

Kapitel 1
Das Leben heute
Die Frage dem „Warum lebe ich eigentlich?“
Welche Aufgaben habe ich in diesem Leben?
- Diakonie
- Mission
- Verkündigung
- Nächstenliebe
- Versöhnung
Das Bekenntnis als hermeneutische Leitlinie im Gesamtgefüge
Warum ist das Leben so schwer?
Gibt es einen Gott?
Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er das alles zu?
- Gott der Urknaller
- Gott der Gesetzgeber der Natur
- Gott ein Mathematiker
Fragen über Fragen!

Kapitel 2
Begriffsabgrenzung Gott – Gottheit
Der Gottesbegriff und die damit unterschiedlichen Gottesvorstellung
Der polytheistische Gottesbegriff
Der monotheistische Gottesbegriff
Unterschiedliche, monotheistische Gottesvorstellungen:
- Theismus
- Deismus
- Pantheismus
- Theokratismus
Im Judentum und im Christentum
Im Buddhismus
Im Hinduismus
Im Islam
Im Jainismus
Die nicht religiösen Sichtweisen
Der atheistische Blickwinkel
Der agnostische Blickwinkel
Kritik an den Gottesvorstellungen

Kapitel 3
Zweifel – Verzweiflung
Herkunft und Bedeutung
Begriffsbestimmung über unterschiedliche Definitionen
Philosophen und ihre Sicht des Zweifels
Beschreibung von Zweifel
Augustinus und seine Frage nach dem Zweifel
Der/die Zweifel als Hilfe um sich selbst zu finden
Der Zweifel grundsätzlich, Sichtweisen von Herrn Peter Müller
aus Berlin
Die Überwindung von Zweifel
Große Denker und Dichter und ihre Sicht zur Problematik „Zweifel“

Kapitel 4
Trost in der Verzweiflung
Trost
Sorgen dürfen wir beim lebendigen Gott abladen
Die Telefonnummer Gottes
Verzweiflung in ihren unterschiedlichen Schweregraden dargestellt,
bis hin zur Depression
Hartz IV am Beispiel eines Menschen veranschaulicht

Kapitel 5
Glaube/n
Gott kennen lernen
An wen soll ich glauben? Wo finde ich etwas über ihn, das mir hilft?
Ein Blick in die Bibel!
Was sagt der Katechismus dazu?
Die drei Glaubensartikel
Hoffnung
Hoffnung im christlichen Kontext gesehen
Ist Glauben mit Hoffnung gleichzusetzen?
Leben mit christlicher Hoffnung
Menschen und ihr Glaube an Gott
Christen und ihr Leben in Hoffnung
Gott ist lebendige Hoffnung
Glauben ist Hoffnung
Was sagt die Bibel zum Reich Gottes?
Christliche Hoffnung ist Bekenntnis
Ich glaube, bekenne, also bin ich in der Hoffnung!
Bekenntnis ist ewiges Leben
Das Bekenntnis junger Menschen, am Psalm 23 angelehnt
„Spuren im Sand“
Begegnung mit Gott
Was ist Glauben?
Jesus, der Weg aus der Verzweiflung!
Lebenskreis des Menschen ohne Gott
Lebenskreis des Menschen mit Gott
Grundlegende Glaubensinhalte
Glaube im Neuen Testament
Glauben im Alten Testament
Ein modernes Glaubenbekenntnis
Ein Glaubensbekenntnis nicht nur für Kinder
Ein modernes Glaubensbekenntnis
Das Nicaeum
Das ökumenische Glaubensbekenntnis

Kapitel 6
Persönliches Fazit
Den Glauben bekennen
Das persönliche Bekenntnis
Im Glauben handeln
Angriffe, auch des „Bösen“! Dranbleiben
Ausbleibende Resultate
Das „Ich“ als Lebensmittelpunkt
Jesus als Lebensmittelpunkt
Segensworte von Franz von Assisi

Glossar

Anhang
Bibelstellen nach biblischen Büchern geordnet

Anhang zur Literatur
Literaturnachweis

Anhang Bild/er
Bildnachweis für das Bild auf der Titelseite

Anhang zum Leben des Autors
Biographie

Vorwort – einführende Worte

Wie tief kann ich fallen, wenn alles zerfällt, wenn Brücken und Stützen verschwinden? Wie lang muss ich laufen auf dieser Welt, um sicheren Boden zu finden? Nie tiefer als in Gottes Hand, nie länger als in seine Nähe. Nie bau ich mein Leben auf Sand, wenn ich jeden Schritt mit IHM gehe.

Manfred Siebald

Wohin ich auch immer schaue, überall lese, höre ich und sehe ich die Hilflosigkeit, Ratlosigkeit und Verzweiflung der Menschen. Als ich mich für diese Arbeit entschieden habe, einer lieben Freundin den möglichen Titel nannte und das entsprechende Titelblatt zeigte, sagte sie spontan, dass dieses Buch wohl etwas mit dem Tod und dem darüber hinaus gehenden Ewigen Leben zu haben wird. Sie hat sicher Recht, zumindest in der Konsequenz, die sich aus diesen Überlegungen ergibt, denn ich habe hierbei nicht nur „alte“ und kranke Menschen im Blickfeld meiner Überlegungen, sondern es geht mir ebenso um die Jungen, die um ihren Arbeitsplatz, um ihre Zukunft fürchten; ich habe aber auch die Kinder in meinem Focus, die Schülerinnen und Schüler, die verzweifelt in die Zukunft schauen, fast keine Perspektiven mehr sehen und daran zu zerbrechen drohen.

Es wäre geradezu dumm, wenn ich sagen würde, dass der Glaube an Gott alle Verzweiflung nimmt, alle Probleme beseitigt, beziehungsweise löst und sich dadurch/damit alles Schwierige in Wohlgefallen auflöst; das ist ganz sicher nicht so! Ich habe aber ich in meinem Buch versucht, Ihnen, liebe/r Leser/in Mut zu einem Leben mit Gott zu machen, denn mit dem lebendigen Gott eröffnen sich für das, also auch für Ihr ganz persönliches Leben neue, Ihnen bisher vielleicht unbekannt gebliebene Perspektiven, zeigen sich völlig neue Aspekte im Blick auf die eigenen Lebensinhalte und Aufgaben. Menschen, die diese Erfahrung gemacht haben, sich dem lebendigen Gott anvertraut haben, drücken ihr Erleben so aus: „Wer ja sagt zu Jesus, der sagt ja zu einer Revolution, den Aufstand der Herzen…. Ich habe mich auf diese Revolution eingelassen; ich habe gemerkt, dass ich durch meine Veränderung, bedingt durch unseren Herrn, ganz anders auf Menschen zugehen kann. Göttliche Liebe hat mich ergriffen und bestimmt nun im Wesentlichen mein Leben. Heute weiß ich, dass meine Tränen, mein Gejammer und alles was dazu gehört, meine Gebete zum Herrn waren, der mich gehört hat; das weiß und spüre ich heute; das tut mir einfach gut“.

Um diese ganz persönliche Erfahrung geht es mir in diesem Buch: Gott zu spüren, ganz nah im eigenen Leben zu spüren, SEIN Eingreifen, SEIN bei uns sein, SEINE Nähe! Es ist mir ein Herzensanliegen, Ihnen zu vermitteln, für Sie nachvollziehbar darzustellen, dass es keine leeres Gerede ist, sondern Wissen das auf Erfahrung beruht, dass kein Mensch, der sich Jesus Christus und somit dem lebendigen Gott anvertraut hat, jemals tiefer fallen kann, als letztlich eben in SEINE Hände, in die liebenden Hände Gottes!

Ich möchte Sie nun gerne auf den folgenden Buchseiten begleiten, ein Stück Ihres Lebensweges mit Ihnen gehen; ich möchte Ihnen aber intensiv Mut machen, es mit diesem Gott zu versuchen, sich auf IHN einzulassen, dieses „Wagnis“ einzugehen und so Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit IHM, Ihrem Heiland, Schöpfer und Gott zu machen; ich greife nicht nach den Sterne, mache keine unhaltbaren Zusagen, wenn ich Ihnen verspreche: Sie werden diesen Schritt nicht bereuen, denn Gott ist treu!

In meinem ganzen Leben hat ER mich noch nie enttäuscht, wenn ich auch oft harte „Schläge“ hinnehmen musste; ich stand oft vor so großen Problemen, dass sie mir unlösbar erschienen, bei denen ich in keiner Richtung mehr einen Lösungsweg mehr sah; die Probleme und Sorgen schienen in meinem Leben besonders häufig so über mir zusammenzuschlagen, dass eigentlich menschlich gesehen alles „untergehen“ musste; mein Leben erschien vordergründig wirklich sinnlos, aussichtslos und unnötig zu sein; ich selbst kam mir an mancher Stelle meines Lebens überfüßig vor. Ich hatte aus meiner Sicht buchstäblich das Ende der „Fahnenstange meines Lebens“ erreicht, Ende, aus.

Da hat ER mir aber ganz neue Wege gezeigt, Wege, die mein Leben lebenswert machten, mich unendlich bereicherten, mir und meinem Tun Sinn und Wert gegeben, und mich somit vor einer absoluten Perspektivlosigkeit, der scheinbaren Ausweglosigkeit und den damit verbundenen Depressionen bewahrt haben. Ich möchte auf keinen Tag aus meinem Leben mit allen seinen Problemen verzichten, auch nicht auf meine Krankheit und die damit häufig verbundnen, sehr schweren Sorgen verzichten, denn ER hat mich damit und dadurch zu dem geformt, was ich heute bin, ein Mensch, der nach bestem Wissen und Gewissen versucht SEINE Vorgaben im täglichen Leben umzusetzen und SEINE Liebe an andere Menschen weiterzugeben, so gut ich es eben vermag, denn ich bin und bleibe dabei ein fehlerhafter Mensch.

Lassen Sie sich auf diesen Weg mit IHM ein; vielleicht sehen Sie sogar in Ihrem Leben im Augenblick nur schwarz in schwarz; es wäre unehrlich von mir, wenn ich an dieser Stelle nicht bekennen und verschweigen würde, dass auch dieser Weg durch einen „dunklen Tunnel“, über eine holperige Straße, über Hürden und Hindernisse in unterschiedlichsten Weisen, über mögliche Tiefschläge und Rückschläge, in letzter Konsequenz jedoch in eine neue Welt hineinführt, in eine Welt, die Ihnen dann in einem völlig neuen und anderen, bisher unbekannten Licht erscheint, die strahlt und Ihnen den möglicherweise verloren gegangenen, neuen Lebensmut und Lebensinhalte vermittelt.

Begleiten Sie mich auf diesem, auch meinem Weg, wenn Sie die folgenden Seiten lesen, denn der lebendige Gott hält SEINE Hand schon nach Ihnen ausgestreckt; schlagen Sie ein, ohne wenn und aber, denn ER ist ein starker, der stärkste Partner, den man sich wünschen kann.

Hanau, im Oktober 2009

1. Kapitel

Das Leben heute

Für den Philosophen Kierkegaard ist die Verzweiflung eine Sünde, weil der Verzweifelte die Hoffnung auf das Selbst, auf Gott und die eigene Erlösung aufgibt („Die Krankheit führt zum Tode“).

Verzweiflung ist in unserer Zeit ein allgemein sehr verbreiteter seelischer Zustand. Eigentlich alle Menschen verzweifeln zu einem Zeitpunkt. Ohne den Durchgang durch die Verzweiflung kann kein Mensch selbst sein. Erst über ein Missverhältnis im Verhältnis kann ein Mensch sich zu sich selbst und zur setzenden Macht verhalten. Da kein Mensch vollkommen sein kann, ist jeder Mensch zumindest ein bisschen über sich verzweifelt.

Die Palette von Vorstellungen darüber, was denn Gott eigentlich sei, wie er fassbar gemacht werden kann, ist fast nicht darstellbar, so umfangreich, so anschaulich aber auch so abstrakt ist sie. „Kein menschliches Forschen kann das Wesen Gottes in seiner ganzen Fülle enthüllen“.[1] So umfassen die Vorstellung die Idee von

- einem Naturgott, wie einem Gott in einem Berg oder Fluss,
- über die menschenähnlichen Götter Griechenlands,
- weiter über die persönlichen Götter Jahwe, Jesus und Allah der Buchreligionen
- zu einer abstrakten Gottesvorstellung als
- göttliche Ordnung der Welt oder
- als allumfassendes Prinzip der Liebe.

Ist das Staunen der ursprünglichste Akt, der den Menschen in das Ganze seines Wesens bringt und ihm zugleich anfänglich sein letztes Ziel eröffnet, so erhellt hieraus das hinnehmende Schauen des unverfügbar sich Zeigenden und das diesem - es gewähren lassende - Raumgeben als die dem Menschen ursprünglich und letztlich gemäße Gestimmtheit und Bestimmung. So verstanden, ist hiermit der bleibende Vorrang der „vita contemplativa“ vor allem verfügenden Tun behauptet: Der Mensch fällt aus seinem Wesen, wenn er nicht „in seiner Wurzel“ kontemplativ ist.

Aber: „Die geschaffene Welt ist dem Menschen nicht nur als Ort des Staunens, sondern seiner Gestaltung zugewiesen“[2], was letztendlich im Schöpfungsbericht mit den Worten „Und Gott segnete sie und sprach: ‚Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan, und herrschet über die Fische im Meer und die Vögel des Himmels, über das Vieh und alle Tiere, die sich auf Erden regen!’… und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“.[3] Mit dem Hervortreten der Differenz von Seiendem und Sein, ist zugleich auch der Vorrang der menschlichen Vernunft und Freiheit vor den endlichen Dingen, der unendlichen Apriorität des Geistes vor der je begrenzt sich zeigenden Aposteriorität ans Licht gekommen. Die ursprüngliche Zusammengehörigkeit des Seienden mit seinem absoluten Grund ist ungebrochen allein im Geiste bewahrt, in der begegnenden Realität nur noch gebrochen offenbar: Sie ist zur Idee von Realität geworden. Das dem Ich begegnende andere – „die Welt“, die über „den Leib“ des Menschen bis in sein tiefstes Selbst hineinreicht - ist ihm damit aus demselben Raum der Freiheit Gottes, die es ihm zuvor in „exemplarischer Identität“ mit dem Absoluten gewährte, unterstellt. Der Mensch hat den zurückgetretenen Grund der Dinge zu suchen , er hat die Welt mit ihrem absoluten Grund zusammenzuschließen. Das heißt aber, da nicht nur der erste Augenblick das Staunen -, sondern auch die Differenz aus dem Freiheitsraum Gottes hervorgeht, dass die „Suche nach dem Grund“ nicht ein Zurückgehen in die Vergangenheit des Staunens sein darf - so als ob der „zweite Akt Gottes“, die offenbar gewordene Kluft zwischen Seiendem und Sein, ungeschehen gemacht werden könnte -, sondern ein Schritt in die Zukunft zu sein hat. „Zusammenschließen mit dem absoluten Grund“ bedeutet dann aber: „Fügen auf ein absolutes Ziel“.

Dies ist dabei nicht einseitig von der bislang nur theoretischen Betrachtung der menschlichen Vollzüge her zu sehen oder zu verstehen, sondern aus dem Ganzen menschlichen Freiheit heraus. Da die Differenz zwischen „Sein und Seiend“ über den Leib als Zwist in das Selbst des Menschen greift, ergibt sich die praktische Bedeutung des Gesagten aus dem Wesen der Freiheit. Ist nämlich die menschliche Freiheit unendlich bestimmt, dann ist die endliche Bestimmtheit des Selbst immer schon negiert, wo sie nur dem Geiste bewusst wird, das heißt, praktisch gewendet, die vor sich selbst gekommene Freiheit weist die sie affizierende Begrenzung entschlossen ab und geht gegen sie vor. Mit dem Bewusst werden der Differenz zwischen Sein und Seiend entfaltet die Freiheit also eine Aktivität, die in dem Maße eine Entschlossenheit zur Fügung der ganzen Welt auf ein absolutes Ende hin bedeutet, als der unlösbare Zusammenhang zwischen der Welt und dem Selbst des Menschen erkannt ist.

Der Wille zu dieser endgültigen absoluten Fügung der Welt ist aber notwendig zugleich Verfügen wollen. Die Freiheit kann nicht anders die Begrenzung negieren, als indem sie die Grenzen als solche in den Blick und darum die Dinge als „clare et distincte“ (klar und deutlich) umgrenzte ins Verfügen nimmt.

Insofern dieses Verfügen wollen aber auf das absolute Ende und Ziel der Dinge (als Selbstvollendung des Menschen in seiner Welt) hinrückt, tritt der tiefste Widerspruch menschlicher Freiheit an den Tag: Das absolute Ziel des Ganzen ist dem Menschen nur aus seiner ursprünglichen Eröffnung im Staunen bewusst. Ihm gegenüber ist aber jedes Verfügen und Wollen die denkbar ungemäßeste Haltung.

Die Freiheit kann sich nicht selbst verfügend erfüllen, ohne ihr Verfügen wollen von ihrem Grunde her aufheben zu lassen. Kraft desselben Ursprungs, aus dem heraus sie die verfügende Bemächtigung alles endlich Begegnenden bejaht - und bejahen muss, will sie nicht ihre unendliche Bestimmung vergessen -, muss sie bejahen, dass ein absolutes Ende, auf das sie notwendig verfügend zugeht, ihr nur unverfügbar aus dem begegnenden anderen entgegenkommen kann.

Das in Freiheit angenommene Leben selbst ist also - ohne dass der Mensch schon je etwas von einem Tode gehört haben müsste und dadurch erst vom Tode wüsste - ein „Sein zum Tode“: Von seinem Ursprung her ist dem Menschen ein Ziel entgegengehalten, auf das er nur im Widerspruch zu dessen Weise des Kommens zugehen kann. Je konsequenter er sein Ziel verfolgt, ohne den ermöglichenden Ursprung dieses Zieles zu vergessen, desto größer klafft der Widerspruch.

Das letzte Wort, das die Philosophie über den Menschen sagen kann, ist, dass er zur Verzweiflung bestimmt ist, wenn man unter Verzweiflung die Konsequenz einer Freiheit versteht, die nur so gerecht handeln kann, indem sie der Weise ihres Handelns notwendig widerspricht.

Bevor wir versuchen, das Wesen der Verzweiflung als den Entwurf einer möglichen Offenbarung positiv zu umreißen, soll durch den Hinweis auf einige mögliche Ausflüchte aus dieser dem Menschen notwendigen Verzweiflung gleichsam ein negativer Hintergrund hierfür skizziert werden.

Die Frage nach dem „Warum lebe ich eigentlich?“

Ich möchte an dieser Stelle auf eine Fragestellung zu sprechen kommen, der sich ganz ehrlich betrachtet und eingestanden, eigentlich jeder Mensch in irgendeiner Form schon mindestens ein Mal in seinem Leben ganz bewusst gestellt hat: Wieso und warum lebe ich eigentlich? Was soll ich auf dieser Welt. Ich bin doch bedeutungslos, ohne Aufgabe und schon allein schon aus diesem Grund überflüssig!

Bei diesem Denkansatz, diesen Empfindungen bleibt dann allerdings leider immer außen vor, dass menschliches Leben ein von Gott gewolltes und geschenktes, ein bejahtes Leben ist; noch ist kein Mensch in der Lage, auch bei Einsatz modernster und neuester wissenschaftlicher Erkenntnis und Forschungsergebnisse, aus eigener Kraft Leben zu schaffen, besser gesagt zu schenken; alle diese Bemühungen haben nur unter dem Aspekt der „göttlichen Bejahung“ Erfolg, denn wie wäre es sonst erklärbar, dass die Wissenschaft auch im Bereich der künstlichen Befruchtung, in welcher Form auch immer, Rückschläge und Misserfolge hinnehmen muss, die wissenschaftlich so nicht nachvollziehbar und somit erklärbar sind? Jedes Leben, wie immer es auch verläuft und sich in letzter Konsequenz gestaltet, ist ein absolut von Gott gewolltes und geschenktes Leben und findet in SEINER Liebe eben genau die Inhalte, die es wirklich lebenswert machen, und wenn die Probleme und Sorgen wie Wellen über uns zusammenschlagen, wir aber versuchen diese Fragestellung nach dem Sinn des Lebens aus dem Focus unser Überlegungen ausblenden, sie in gewisser Weise sogar völlig ausschalten.

Gott gibt uns in der Heiligen Schrift Richtlinien, Leitplanken für unseren täglichen Lebensweg vor, an denen wir uns ausrichten können, die aber zugleich auch das Tun in unserem Leben lenken wollen, und uns somit den Sinn des Lebens erkennen lassen, und so auf „rechter“ Straße halten. „Die Bibel ist eine Gebrauchsanleitung für das Leben. Wer die Bibel liest, steht auf gutem Grund. Auf dem Boden der Tatsachen und einer Basis, die gerade in Krisen trägt. Die Bibel ist wie ein dicker Brief des Schöpfers an seine Geschöpfe, ein Liebesbrief Gottes an seine Menschen. Hier sagt er uns, was er für uns getan hat und noch tun will“.[4] Damit wird nun, wenn wir diesem Gedankengang folgen deutlich, dass die gestellte Eingangsfrage deshalb deutlich umgestaltet werden muss, und zwar in der Form, dass sie nun lautet:

Welche Aufgaben habe ich in meinem Leben ?

Wofür und wozu hat mich mein Gott in diese nicht unproblematische Welt gestellt? Stellen wir uns dieser Frage ganz ehrlich und offen, dann hat die Bibel eine Vielzahl von Antworten bereit:

- Diakonie in den unterschiedlichsten Formen „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele“.[5]

Der Begriff „Diakonie“ (griechisch: diakoneo) stammt aus der Sprache des häuslichen Lebens und bedeutet ursprünglich „bei Tisch dienen/aufwarten“ (Grundbedeutung), im weiteren Sinne: „fürsorgend jemandem helfen, dienen“.

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Schon im Neuen Testament wird diakoneo zum zentralen Ausdruck für die christliche Grundhaltung, die sich an Jesu Wort und Verhalten orientiert. Jesu gesamtes Wirken und sein Tod werden als ein Dienen (im Gegensatz zu Herrschen). bezeichnet (vergleichen Sie dazu im Lukasevangelium, Kapitel 22, Vers 26f.). Deshalb kann sich unter den Jüngern Jesu wahre Größe nur im Dienen erweisen (Markusevangelium, Kapitel 10, Vers 42-45).

Das Matthäusevangelium breitet im 25. Kapitel ein Panorama des Weltgerichts aus, in dem die Taten der Nächstenliebe (Hungrige speisen, Durstigen zu trinken geben, Nackte kleiden, Fremde aufnehmen, Kranke und Gefangene besuchen, Tote begraben) zum Kriterium dafür werden, wer sich zur Gemeinde Christi rechnen darf. Christus, der Weltenrichter identifiziert sich nicht mit den Helfern, sondern mit den Hilfsbedürftigen. Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan! (Matthäusevangelium, Kapitel 25, Vers 40) Im Helfen geschieht also etwas zentral Religiöses. Helfen ist ein Handeln wie an Christus, wie für Christus. Neben dieses Handeln wie an Christus tritt schon früh die Vorstellung: Helfen als ein Handeln wie Christus (dem anderen zum Christus werden).

Diakoneo umfasst Verkündigungsdienst wie den karitativen Dienst in der Gemeinde und darüber hinaus. In der noch kaum organisierten (Ur)Gemeinde werden sehr bald verantwortliche Diakone eingesetzt, die sich um die Unterstützung der Bedürftigen kümmern (Apostelgeschichte, Kapitel 6, Vers 1-6). Die Gemeinde versorgt Witwen und Waisen (Brief des Jakobus, Kapitel 1, Vers 27). Von Paulus werden mehrfach Christen wegen ihres praktischen Dienstes hervorgehoben (Brief an die Römer, Kapitel 16, Vers1f; im 1. Brief an die Korinther, Kapitel 16, Vers 15). Manche Christen scheinen auch eine besondere Gabe der Hilfeleistungen durch den Heiligen Geist erhalten zu haben (Brief an die Römer, Kapitel 12, Vers 8; 1. Brief an die Korinther, Kapitel 12, Vers 28).

- Mission im Inland und Ausland Missionsbefehl, Mission in der Bibel

Als biblische Grundlage dienen vor allem zwei Stellen:

„Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“.[6]

„Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“.[7]

- Verkündigung der frohen Botschaft

Die Kirche ist kein Selbstzweck. Sie ist Mission, und alles andere, was sonst noch über die Kirche zu sagen ist, ergibt sich daraus. In der EKD-Schrift „Kirche mit Hoffnung – Leitlinien künftiger kirchlicher Arbeit in Ostdeutschland“ heißt es völlig zu Recht: „Kirche ist Mission … Sie ist ohne Mission nicht zu denken. Sie würde sonst ihren Auftrag verfehlen, der ihren Dienst begründet“ Die Synode der EKD von 1999 hat ausdrücklich festgestellt: „Mission geschieht nicht um der Kirche willen. Die Kirche ist hinein genommen in die Mission Gottes. Wir haben den Auftrag, Menschen die Augen zu öffnen für die Wahrheit und Schönheit der christlichen Botschaft“

Eine der vielen biblischen Begründungen dafür ist: Gott „will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“.[8] Mission und Evangelisation gehen also von Gott aus, der das Heil der Menschen und der Welt in einem umfassenden Sinne will. In Entsprechung dazu wird die missionarische Arbeit der Kirche heute sehr weit gefasst. Sowohl der Gottesdienst der Kirche als auch die Diakonie, die Verkündigung wie die Öffentlichkeitsarbeit, die Einladung zum Glauben wie das soziale Engagement in der Gesellschaft im Einsatz für Recht und Gerechtigkeit spiegeln je in ihrer Weise die gnädige Zuwendung Gottes zu seiner Welt wieder.

- Gebot der Nächstenliebe „Der barmherzige Samariter“, Lukasevangelium, Kapitel 10, Vers 25-37.[9] Hierbei geht es nicht um die tägliche, „gute Tat“ aus dem Codex der Pfadfinder, denn das wäre schlicht zu einfach, zu „billig“. Nächstenliebe ist in sich sehr viel umfassender, kann manchmal sogar zu einem „echten“ Problem dessen werden, der in diese „Verpflichtung“ kommt.

Nächstenliebe wird allgemein als Bereitschaft einer Person, ihren Mitmenschen zu helfen und Opfer für sie zu bringen, verstanden.[10] Selbstlose Hilfs- und Versöhnungsbereitschaft ist als menschliches Verhalten weltweit anzutreffen und in den meisten Religionen als ethisches Grundmotiv verankert. Der Begriff „Nächstenliebe“ entstammt einem Gebot der Tora im 3. Buch Mose, Kapitel 19, Vers 18.[11]

Das wichtigste Gebot (Schema) der Bibel ist das Gebot der Gottes - und Nächstenliebe:

„Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft“.[12]

„Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden“.

Im Matthäusevangelium heißt es: „Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.[13]

Auch Jesus von Nazaret hat das Gebot der Nächstenliebe mit dem ersten der Zehn Gebote gleichgestellt (siehe dazu Zitat 12, Markusevangelium, Kapitel 12, Vers 31), diesem Gebot damit eine ganz besondere Gewichtung gegeben.

Was bedeutet das aber nun für unsere Lebensaufgabe? Das Liebesgebot stellt bisher praktizierte Verhaltensmaßregeln auf den Kopf und spricht sich ganz unmissverständlich gegen Hass, Rache und Nachtragen in einem Streit unter Brüdern aus und schließt darum auch die noch weitergehende Versöhnung mit Feinden ein.

Eine moderne Auslegung ist die „Enzyklika Deus Caritas est“ des heutigen Papstes Benedikt XVI. Darin führt er aus: „(Nächstenliebe) besteht ja darin, dass ich auch den Mitmenschen, den ich zunächst gar nicht mag oder nicht einmal kenne, von Gott her liebe. Das ist nur möglich aus der inneren Begegnung mit Gott heraus, die Willensgemeinschaft geworden ist und bis ins Gefühl hineinreicht. Dann lerne ich, diesen anderen nicht mehr bloß mit meinen Augen und Gefühlen anzusehen, sondern aus der Perspektive Jesu Christi heraus. Sein Freund ist mein Freund. Ich sehe durch das Äußere hindurch sein inneres Warten auf einen Gestus der Liebe — auf Zuwendung, die ich nicht nur über die dafür zuständigen Organisationen umleite und vielleicht als politische Notwendigkeit bejahe. Ich sehe mit Christus und kann dem anderen mehr geben als die äußerlich notwendigen Dinge: den Blick der Liebe, den er braucht“.

Nächstenliebe ist also ein „über den eigenen Schatten springen“, wenn Glaube wahrhaftig und ehrlich sein soll. Wie schwer das im Einzelnen ist, brauch ich sicher nicht zu beschreiben, denn wem fällt es schon leicht, wenn er beleidigt, hintergangen, beschimpft und verunglimpflicht wird, liebevoll und freundlich diesen Menschen anzusprechen, zu verzeihen.

Nächstenliebe ist also die Hinwendung zu Armen, Kranken und Ausgegrenzten. Nur auf Grund von Christi Selbsthingabe als Verwirklichung und Ermöglichung der Nächstenliebe. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, das uns Jesus im Matthäusevangelium, Kapitel 25, Vers 40.

Die gleiche Liebe gilt Gott und dem Nächsten. Zur Gottesliebe erklärte Franz von Sales (1567–1622): „So gilt die gleiche Liebe Gott und unserem Nächsten. Durch sie werden wir zur Vereinigung mit Gott empor gehoben und steigen zum Menschen herab, um mit ihm in Gemeinschaft zu leben. Wir lieben den Nächsten als Bild und Gleichnis Gottes… Den Nächsten lieben bedeutet, Gott im Menschen zu lieben und den Menschen in Gott. Es heißt Gott um seiner selbst willen zu lieben und das Geschöpf um der Liebe Gottes willen“.[14]

Zusammengefasst sagt das Paulus im Römerbrief so: Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.[15]

- Versöhnung: Mit den Worten des Apostels Paulus: „Obwohl die Menschen von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken und ihr unverständiges Herz ist verfinstert“.[16] Evangelisation darf dieses nicht verschweigen. Sie verschweigt auch nicht, dass Gott nach der Botschaft der Bibel Sünde nicht übersieht. Paulus beschreibt Gottes Reaktion auf menschliche Schuld als dreifache Preisgabe der Menschen:

1. An ihre Selbstsucht,
2. an die Zerrüttung der menschlichen Gemeinschaft und
3. an die Zerstörung des eigenen Lebens (Römerbrief, Kapitel 1, Vers 24,26,28)[17]. Konsequenz der Sünde ist die Not der Schuld.

- Taufen Missionsbefehl
- Betreuungsaufgaben bei Schülern
- Beratungsstellen, Drogen, Erziehung, Ehe Seligpreisungen[18]
- Kinderbetreuung
- Betreuung alter und kranker Menschen
- Jugendarbeit Darum nehmet einander an…[19] Seelsorgearbeit altersübergreifend
- Gott und sein Tun und Wirken bezeugen „Wer mich vor den Menschen bekennt….[20] Im Neuen Testament fokussiert das Bekenntnis auf Jesus als Messias (Christus), Sohn Gottes, Herr und Erlöser. „Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel“, sagte Jesus seinen Freunden (Matthäusevangelium, Kapitel 10, Vers 32 ). Laut Buchegger ist „das ‚Urbekenntnis’ auch für Christen das jüdisch-alttestamentliche Schema Jisrael. Der einzig eine Gott Jahwe offenbart sich und handelt jetzt rettend in seinem Sohn und Messias Jesus“ (1. Brief an die Korinther, Kapitel 15, Vers1-5[21] und Philipperbrief, Kapitel 2, Vers 6-11).[22]

Frühe christliche Bekenntnisformulierungen - wenn auch nicht fixe Bekenntnisse - finden sich in 1. Brief an die Korinther, Kapitel 15,Vers 1-5 und Philipperbrief, Kapitel 2, Vers 6-11. Auch die Mahnungen des Paulus in 1. Brief des Timotheus, Kapitel 6, Vers 20 und 2. Brief des Timotheus, Kapitel 1, Vers 12,14, „das anvertraute Gut“ zu bewahren, lassen an bestimmte, autoritative Zusammenfassungen des Glaubens (womit er steht und fällt) denken.

- Bekenntnis soll der Unkunde der Lehre in der Kirche entgegenwirken
- Bekenntnis soll Verpflichtung der Prediger auf die reine Lehre bleiben
- Bekenntnis dient der Einheit der Christen und der Kirche

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1. Bekenntnis im biblischen Sinne meint also nicht hermeneutisch-normative Glaubenslehre für Kirche oder kirchliche Institutionen. Alt- und Neutestamentliches Bekennen ist vielmehr glaubende (Herz) Antwort (Mund) des begnadeten Sünders.
2. Das „Urbekenntnis“ ist auch für Christen das jüdisch - alttestamentliche Schema Jisrael. Der einzig-eine Gott Jahwe offenbart sich und handelt jetzt rettend in seinem Sohn und Messias Jesus.
3. Bekenntnis entsteht, wo durch das Wort und die Tat Gottes Glauben im Herzen der Menschen gewirkt wird. Dieser Glaube drängt nach aussen und wird zum Bekenntnis des Mundes.
4. Bekenntnis kleidet sich in erster Linie in die Form des Gebets. Ob als Sündenbekenntnis, Dank und Lob oder zur Verherrlichung Gottes, ist Bekenntnis letztlich Doxologie.
5. Das biblische Bekenntnis beschränkt sich inhaltlich schlicht auf das Jesusbekenntnis und seinen rettenden Sühnetod.

- Freizeitangebote für alle Altersgruppen
- Verbreitung der Bibel, Gideon
- Einsatz in und für die 3. Welt
- Einsatz für den Frieden, Zivildienst „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“.[23]

Hebräisch םולש (šálôm)

ist sehr viel mehr als nur das Gegenteil von „Krieg“. Das Wort bedeutet eigentlich ‚Ganzheit, Unversehrtheit’ und schließt auch allgemeines ‚Wohlergehen, Gesundheit, Wohlstand’, also ‚Heil’ ein.

Das zu Grunde liegende Verbum םלש entfaltet verschiedene Bedeutungsnuancen:

- šálam ‚unversehrt, wohlbehalten, vollendet sein, Frieden halten’
- šillém ‚wiederherstellen, vollenden, erstatten, vergelten - rächen’
- šullam ‚bezahlt werden, vergolten werden’
- hišlîm ‚vollenden, in Frieden leben’
- hošlam ‚mit jemand in Frieden leben’

םולש (šálôm) ist also ein Heilszustand, der durch Gewalttaten verletzt werden kann und durch „Vergeltung“ wieder hergestellt werden muss. Der Friedensaspekt entspricht dabei eher dem germanischen („innerer Friede“) als dem lateinischen Verständnis (Vertrag mit dem Feind).

Arab. سلم (silm, salm) und صلح (ṣulḥ)

- سلم (silm, salm) entspricht dem hebräischen םולש (šálôm). Das Verbum سلم (salam usw.) bedeutet ähnlich wie im Hebräischen ‚wohlbehalten sein, sich versöhnen’ dazu als Sonderbedeutungen, ‚übergeben’ = 1. verraten, 2. ‚sich Allah übergeben’ (daher Muslim, Islam) und ‚den Friedensgruß sprechen, grüßen’.
- صلح (ṣulḥ)

Das Verbum صلح (ṣalaḥ und so weiter) bedeutet ‚in Ordnung sein / bringen, sich versöhnen, Frieden schließen’; daraus türkisch sulh, persisch صلح (solh). Diese beiden Wörter haben also eine ähnliche Bedeutung ‚Wohlergehen ≈ Ordnung’.

Weitere Hinweise zu unseren Lebensausrichtungen finden sich in der Bergpredigt und im 5. Gebot;

1. Werkkurse zur Herstellung biblischer Figuren.
2. Erfahrungsaustausch von Kursleiter/innen.
3. Entwicklung und Verbreitung von Kurskonzeptionen, Publikationen und Arbeitshilfen zur Herstellung von biblischen Figuren und zur Arbeit mit ihnen.
4. Förderung der handwerklichen Qualität und des künstlerischen Niveaus der Arbeit mit biblischen Figuren.
5. Prüfung des Materials zu Biblischen Figuren und Qualitätskontrollen dazu.
6. Aus- und Fortbildung in Leiterkursen, Seminaren und Tagungen zu biblischen Figuren.
7. Erschließen von Materialquellen und Koordination der Materialstellen, die Arbeitsmaterial zu biblischen Figuren vertreiben.
8. Dokumentation der Arbeit mit biblischen Figuren.
9. Kooperation mit anderen Anbietern biblischer Figuren und insbesondere kirchlichen Dienststellen.
10. Öffentlichkeitsarbeit und Kontakte zu den Medien

Aufgaben sind:

- Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu eröffnen, die christliche Wahrnehmung des Menschen zu entdecken, zu entfalten und zu gestalten;
- elementar in die biblische Tradition des Alten und des Neuen Testaments einzuführen;
- die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler und die biblisch-christliche Tradition in Beziehung zu bringen sowie wechselseitig zu erschließen und zu vernetzen:
- den Schülerinnen und Schülern Orientierung auf der Suche nach einer eigenen Lebensausrichtung zu geben:
- Perspektiven für Verständigungsbereitschaft, Offenheit, Toleranz und Respekt zwischen Menschen verschiedener Konfessionen und Religionen zu eröffnen;
- auf der Grundlage evangelisch-christlicher Wertmaßstäbe Impulse für verantwortungsbewusstes ethisches Handeln zu geben
- evangelische Tradition in Beispielen und Ausdrucksformen gelebten christlichen Glaubens zu vermitteln.
- Leben ohne Gott, ohne Glauben an Jesus Christus, ist Leben in der Verlorenheit. Der Begriff „soteria“, der oft mit „Heil“ übersetzt wird, meint vom griechischen Wortsinn her dieses Rettungsgeschehen (Brief an die Römer, Kapitel 1, Vers 16)[24].

Warum ist das, mein Leben so schwer?

In den vergangen Tagen hatte ich mehrer Gespräche, die alle die gleiche inhaltliche Fragestellung hatten: Warum ist nur mein Leben so schwer? Warum muss immer nur ich so leiden, sowohl körperlich wie auch seelisch? Was habe ich nur falsch gemacht, dass ich immer alles abbekomme, und die anderen ungeschoren davon kommen? Langt es denn immer noch nicht? Ich bin doch auch nicht schlechter als die anderen Menschen, und doch komme ich mit dem Leben nicht mehr klar, in keiner Form!

Ich bin doch schon krank, warum muss da immer noch mehr kommen, wo ich doch so schon nicht mehr weiter weiß, das Leben fast nicht mehr, eigentlich nur noch unter größten Mühen und Hilfen anderer Menschen bewältigen kann? Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er das alles nur zu? Was habe ich nur verbrochen, dass ich in meinem Leben so vieles hinnehmen muss? Es muss einfach schrecklich und grausam gewesen sein, sagte unlängst ein junger Mann zu mir, und erklärte mir damit seinen Gemütszustand. Muss ich das wirklich alles hinnehmen, die Beleidigungen, die Kränkungen, das Mobbing, das belogen und betrogen und bestohlen werden, „ausgenommen“ werden wie die buchstäbliche „Weihnachtsgans“?

Immer und immer wieder die gleichen Gedanken und Erkenntnisse als Antwort:

- Kein Mensch leidet doch alleine, denn jedes D ach hat ein ACH !
- „Gott ist Quatsch, Leben ist die Hauptsache“, so sagt und denkt A. Zweig.[25]
- Die Probleme sind bei den Menschen nur in sehr unterschiedlicher Form wahrzunehmen, mehr oder weniger gut sichtbar; eine körperliche Behinderung ist mit dem ersten Blick zu erkennen, eine seelische Behinderung dagegen keineswegs. Menschen völlig ohne Probleme und Sorgen, die gibt in keinem Land dieser Erde, die gibt es schlichtweg überhaupt nicht!
- Jeder Mensch ist ein von Gott gewolltes und bejahtes Lebewesen. Probleme sind also keine Strafe oder Demütigung, sondern wollen uns auf dem rechten Weg halten.
- Gott „zeichnet“ uns auf die unterschiedlichsten Formen; ich sage für mich, mein Gott hat mich über die „runden Füße“, also meinen Rollstuhl gezeichnet, er hat mich ungeformt; ich habe verstanden, dass er andere Aufgaben für mich hatte, und um diese erfüllen zu können, war diese Veränderung notwendig. Er hat mich also nicht gestraft, in irgendeiner Form diszipliniert oder stigmatisiert, sondern er hat mich für die neue Aufgabe umgeformt.
- Gottes Eingreifen in unser Leben hat also genau betrachtet immer einen erkennbaren Sinn; natürlich, und das möchte ich nicht herunterspielen oder verharmlosen, ist es nicht immer einfach, diesen Sinn zu erkennen und Gottes Handeln in der Folge auch anzunehmen. Der zweite, viel schwerere Gedanke ist der, dass wir häufig den Sinn in Gottes Tun nicht erkennen, aus welchen Grund auch immer, und deshalb aufbegehren, ihn nicht annehmen wollen, den lebendigen Gott als Phantasiegebilde wegschieben! „Aber so ein Gott Jehova, der zum Vergnügen und mutwillig diese Welt der Not und Jammers hervorbringt und dann sich selber gar noch Beifall klatscht ‚Alles war sehr gut (1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 31)’: Das ist nicht zu Ertragen“[26]
- Probleme und ungewöhnliche Belastungen und Fragestellung im Alltagsleben wollen uns stärken, denn aus gelösten Problemen gehen wir gestärkt hervor.
- Probleme sind die Leitplanken in unserem Leben, denn sie halten uns auf dem richtigen Lebensweg, lassen uns aufmerksam und wachsam bleiben.
- Gott lässt uns spüren, dass wir nicht alleine sind; er schickt uns keine Probleme, die sind im Regelfall hausgemacht, von uns oder unserer Umwelt verursacht.
- Gott prüft unseren Glauben, ich denke dabei an die biblische Person Hiob und seine Prüfungen; er blieb Gott treu, auch in schwersten Prüfungen und empfing den Segen des lebendigen Gottes; das sollte unser Ziel sein!

Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er dann dieses Elend, die Kriege und den Hunger weltweit zu?

„Wenn es einen Schöpfer gibt, wer ist er dann? Und wenn es keinen Schöpfer gibt, was ist dann diese Welt?“[27]

Bei einer solchen Fragestellung schreit die Verzweiflung des suchenden Menschen gegenüber Gott buchstäblich aus jedem „Knopfloch“, aus jeder seiner Poren. „Oh, wir haben dich gesucht, Gott, in jeder Ruine, in jedem Granatrichter, in jeder Nacht. Wir haben dich gerufen. Gott! Wir haben nach dir gebrüllt, geweint, geflucht! Wo warst du da, lieber Gott?“[28]

Die große Frage nach dem „Warum“, auf die es meiner Meinung nach keine wirkliche Antwort gibt, ist deshalb auch zum Einen keine gute oder gewinnbringende Fragestellung, da sie in letzter Konsequenz nicht die Gesamtheit der Probleme und Fragen des Menschen aufnimmt, der sich in einer solchen, verzweifelten Lage befindet, und sich damit dieser bohrenden Fragestellung aussetzt. Zum Anderen ist sie sehr einseitig gestellt, denn einige ergänzende Fragestellungen würden und müssten lauten: Mensch, wo warst du, als es dir gut ging, diese Probleme noch nicht dein Leben beherrschten? Hast du in dieser Zeit auch nach Gott und seiner Gegenwart gesucht? War Gott dir Gott bis kurz vor dem Ertrinken eigentlich nicht ziemlich gleichgültig?

Im Religionsunterricht stellte sich sehr häufig und mit großen Nachdruck auch diese Frage nach dem „ Warum ?“; meine Antwort hatte in der Grundtendenz immer dieselbe Richtung:

- Sind wir Marionetten die an „Schnüren“, als nach dem Willen des Anderen geführt werden, oder sind wir doch Menschen die einen freien Willen haben und ihn in einer eigenen Willensentscheidung umsetzen können und es auch tun?
- Wollen wir frei entscheiden, jeder so, wie er es für sich richtig hält oder uns doch lieber alles vorschreiben lassen, andere die Entscheidungen für unser Leben treffen lassen?
- Eine junge Frau, Anfang dreißig sagte einmal zu mir: „Ich lasse mir von niemanden etwas vorschreiben oder befehlen!“
- Wollen wir lieber ein autonomes Leben führen und leben oder doch lieber gelebt werden, weil das manchmal vielleicht der bequemere Weg ist, weil er Verantwortung abschiebt?
- Ergänzen sich Autonomie und das Eingreifen Gottes denn im menschlichen Leben?

- Gespräch Schüler-Lehrer:

Ihr habt doch sicher alle einen Fernseher zuhause. „Ja“. Meine Frage an euch: Wenn ihr doch einen Fernseher habt, die Sendeanstalten senden, die Antenne oder das Kabel keinen Defekt aufweisen, kein Stromausfall vorliegt, warum habt ihr dann kein Bild auf dem Bildschirm? „Gelächter – na der Fernseher muss eingeschaltet werden“. Welche Konsequenz ergibt sich daraus für den Menschen im Bezug auf Gott? „Wenn der Mensch sich nicht für Gott ‚einschaltet’, ihn also aus seinem Leben ausschließt, dann kann er ihn auch nicht empfangen!“

„Aber ich bin doch ein Christ! Ich gehe doch zur Kirche“. Antwort: Nur weil ich Gast einer Fast-Food-Kette bin, bin ich lange kein Hamburger; nur weil ich in eine Werkstatt gehe, bin noch lange kein Mechaniker. Nur weil ich in die Kirche und zum Gottesdienst gehe, bin ich noch lange kein Christ!

Ein Christ ist nur der Mensch, der auch eine lebendige und persönliche Beziehung zu Gott hat, sein Leben nach dem göttlichem Willen richtet, beziehungsweise ausrichtet!“ Christliches Leben und die Bibel werden nicht verwaltet, sondern sie werden von dem Menschen aktiv gestaltet, denn ein praktizierender Christ redet nicht über sondern, sondern er redet mit Gott.

Da stellt sich nun unweigerlich die Frage danach, wie denn gelebtes Christentum aussieht, wie ich meine ganz persönliche „Ausrichtung“ für mein Leben finde, finden kann. Ein Beispiel dazu:

Wie ist das eigentlich mit dem „BITTEN“ und „GEBEN“ in der Bibel? Predigttext:

Lukasevangelium 11, Vers 9 und 10;[29] Dialogpredigt Aufzeichnung in der Eugen-Kaiser-Berufsschule (evangelische Morgenfeier, HR 1) Hanau, 15.02.1987.[30] In der Formulierung der Schülerinnen und Schüler kamen die großen Zweifel in einem Gebet so zum Ausdruck:

„Lieber Gott !

Wenn es dich gibt.

Rette meine Seele.

Wenn ich denn eine habe“.

Die Frage nach Gott ist eng verknüpft mit der Frage nach den Gottesvorstellungen, an „Interpretationen“ von Gott, an die man auch als rational denkender Menschen noch glauben kann.

So ist der Versuch darüber nachzudenken, ob es neben der herkömmlichen Gottesvorstellung auch andere Ansichten von Gott gibt, die einigermaßen verträglich mit einer kritisch rationalen Weltanschauung sind?

Ein Hauptproblem ist dabei allerdings die Ansicht der meisten Religionen, dass Gott eine Person sei. Diese „persönliche“ Vorstellung von Gott ist aus diesem Grund mit dem naturwissenschaftlichen Denken kaum zu vereinen. So habe ich einen Satz/Gedanken von einem unbekannten Sprayer gelesen, den ich an dieser Stelle einfügen möchte: „Gott schreit ‚ich liebe euch’, aber ihr haltet euch die Ohren zu!“ Noch eine andere Gottesvorstellung möchte ich einfügen: „Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor“.[31] Im Folgenden sind deshalb Gottesvorstellungen aufgeführt und beschrieben, die mit einem kritisch-naturwissenschaftlichen Denken vereinbar er scheinen:

Gott, der Urknaller

Wenn man schon an Gott glauben will, dann könnte Gott vielleicht der Urknaller sein. Das könnte auch von rational denkenden Menschen durchaus akzeptieren, denn am Anfang wird es immer eine Grenze unseres Wissens geben. Dabei sollte man sich aber darüber im Klaren sein, dass so ein Gott damit nur ein anderes Wort für das eigene Nichtwissen ist. Dieser Gott wäre nie und würde auch nie auf unserer Erde aktiv werden. Dieser Gott würde auch nie zu einem Richter über Menschen und es gäbe in dieser Vorstellung in der Fortführung auch kein Leben nach dem Tode, außer in der Erinnerung anderer Menschen. Auch die Menschwerdung Gottes ist bei so einer Gottesvorstellung völlig undenkbar.

Gott , der Gesetzgeber der Natur

Eines der stärksten Argumente für eine tiefere (göttliche?) Ordnung in der Welt ist die Existenz der Naturgesetze. Immer fester und besser wird unser Verständnis dieser Gesetze, und immer erstaunlicher wird ihre universelle Gültigkeit, auch dann, wenn noch lange nicht alle Widersprüchlichkeiten erforscht und oder beseitigt sind.

Die physikalische Theorie von der großen Vereinheitlichung hat sich allerdings als sehr widerspenstig und zäh erwiesen. Im riesigen Meer unseres Unwissens gibt es zwar mittlerweile einige recht stabile Inseln, doch es herrscht ebenso viel Nebel; viele tiefe Gräben liegen immer noch zwischen diesen Inseln, und das sollte man keinesfalls unterschätzen.

Gott ein Mathematiker

Die Mathematik ist die Königsdisziplin der Geisteswissenschaften und schlägt gleichzeitig die Brücke zu den Naturwissenschaften. Sie ist nach unseren Einschätzungen sehr exakt (E = M*c*c – Einstein; E = h*ny – Planck). Sie kann in ihren geometrischen Anwendungen durchaus sehr schön sein. Sie kann aber auch völlig nutzlos interessant sein. Wahrscheinlich ist sie universell und damit umfassend verständlich, also auch für die Lebewesen anderer Kulturen. Zusammenfassend kann man also festhalten, wenn es Gott gibt, muss er eine „mathematische Ader“ gehabt haben.

Die Verzweiflung des Menschen schlechthin impliziert durchaus das Bewusstsein, dass sie vor Gott geschieht. „Denn eine bekümmerte Seele ist Gott nahe, und führt zu dem, der geben und helfen kann, der aber wohl verachtet würde, wenn er immer uneingeschränkt hülfe“.[32] Der Mensch weiß also um seine Bestimmung, wie er sich aus dieser Erkenntnis heraus, und dem Wissen daraus, Gott gegenüber zu verhalten hat, der diese Möglichkeit zum Selbst erst gesetzt hat. Auf der letzten Stufe will der Mensch sich aber bewusst gerade nicht zu Gott hin „verhalten“; er will sich bewusst und gezielt von Gott abwenden und sich gegen ihn auflehnen, wohl wissend, dass sein Selbst von Gott gesetzt ist, denn letztlich gründet alle unsere Verzweiflung darin, dass sie eine klare und massive Ablehnung Gottes bedeutet, der das Selbst des Menschen setzt, das Verhältnis des Menschen zu sich selbst und zu ihm als dem setzendem Grund. Weiß der Mensch um diesen letzten Grund aller Verzweiflung und bleibt dann trotzdem in dieser Grundhaltung der Ablehnung Gottes, so ist er in der potenziertesten Form verzweifelt. Das Wissen darum, dass die Verzweiflung eine Ablehnung Gottes im Angesicht Gottes ist, macht sie zur Sünde. Die Verzweiflung bekommt somit nun auch christlich-theologische Dimensionen.

Formen der Verzweiflung im Bewusstsein des Selbst lassen sich in christlichen Perspektiven deuten:

- In der Verzweiflung nicht man selbst sein zu wollen, will der Mensch nicht selbst sein vor Gott; er will sich selbst in seiner Schwachheit, mit seinem Stachel im Fleisch nicht annehmen, und sei es auch nur in einem Punkt bei sich selbst, den er vor Gott nicht annehmen will. Er will also sein Selbst, so wie es von Gott gesetzt ist, nicht annehmen und lehnt damit Gott ab.
- In der Verzweiflung als Verzweifelter man selbst sein zu wollen, will der Mensch sich selbst sein, jedoch ohne Gott, in bewusster Ablehnung Gottes; er will nicht einsehen (und tut es doch), dass sein Selbst von Gott gesetzt ist. Er will selbst so sein wie Gott, über die ihm zugehörende Macht, die ein Selbst erst ermöglicht, in sich selbst verfügen. Dies ist also die Ursünde des Menschen, die erschaffende Macht Gottes sich zu eigen zu machen, sein eigener Schöpfer sein zu wollen ohne Gott und dafür selbst so sein zu wollen wie Gott.

Auch in der Verzweiflung vor Gott, der zur Sünde gewordenen Verzweiflung, gibt es noch eine Steigerung, nämlich die, dass der Mensch bewusst in der Sünde, in der Verzweiflung vor Gott, und damit in seiner in seiner Ablehnung verhaftet bleibt. Jedes bewusste Verharren im Zustand der Sünde potenziert die Sünde. Der Mensch kann über seine Sünde und Abkehr von Gott verzweifeln. Damit potenziert er aber nur seine Sünde, beziehungsweise er setzt seiner anfänglichen Sünde eine neue, schlimmere Sünde hinzu. Warum? Gott bietet dem Menschen in Sünde und Verzweiflung immer wieder die Vergebung an, die Befreiung aus der Verzweiflung und eine neue Möglichkeit, sich zu sich selbst vor ihm, dem Setzenden, zu verhalten. Gott geht immer wieder als der Vergebende und der von neuem Ermöglichende auf den Menschen zu. Der Mensch kann dann jeweils von seiner Verzweiflung und Sünde befreit werden, er kann aber auch in einem neuen Akt sich gegen Gott wenden, seine Vergebung ablehnen und so seine Verzweiflung vor Gott potenzieren, indem er über seine Sünde verzweifelt und die von Gott gewährte Vergebung ausschlägt.

Kapitel 2

Begriffsabgrenzung Gott – Gottheit

Als Gott beziehungsweise Gottheit wird eine im religiösen Glauben erfahrene überwiegend transzendente und personifizierte Macht bezeichnet.

In der Sprache des Alten Testamentes, im Hebräischen, wird am häufigsten das Wort „elohim“ verwendet. Damit verwandt ist das arabische Wort „Allah“, die Bezeichnung Gottes im Islam. Aber schon wie in der Antike und im Götterglauben, hat der christliche Gott, im Gegensatz zum Islam einen Namen. Da die hebräische Schrift nur die Konsonanten schreibt, ergibt sich daraus folgende Schriftweise: JHWH. Auf Grund der Heiligkeit des Namens Gottes, legte man fest, statt des Namens der Bergriff „Adonaj“ (der Herr) verwendet wurde.

Bei der Vokalisierung des alten Testamentes, bei der nun die Vokalzeichen unter die Konsonanten geschrieben wurden, erhielt JHWH die Vokalzeichen von adonaj; das führte nun bei der Anwendung der entsprechenden Lautgesetze zu der Fehllesung „Jehova“. Die richtige Lesung, die sich aber an keiner Stelle der Bibel erschließen lässt, lautet wahrscheinlich „Jahwe“. In unseren Bibelübersetzungen finden wir an diesen Stellen in der Regel den Ausdruck „der Herr“ (Herr), wie er in der alten Kirche verwendet wurde.

Aus religionsgeschichtlicher Sicht hat der Begriff Gott heute in seinem Verständnis gewandelt, ist nicht mehr einheitlich, sondern hat sich zu einer Uneinheitlichkeit entwickelt, in dem sich die Tendenzen zur Entpersönlichung sich allgemein ausgewirkt haben. Parallel dazu führte eine religionsgeschichtliche Aufdeckung von verschiedenen Bestandteilen und Aspekten der Gottes-Ideen, in Form des Heiligen vor sich.

Der persönliche Gott, das heißt die gestalthafte Gottesvorstellung, also dem Theismus, wurde geschichtlich recht spät erkannt. Im Gegensatz dazu gibt auch andere Theorien, da die Spätentwicklung die Entpersonalisierung Gottes (Entmythologisierung) nicht unumstritten geblieben ist.

Bei der Frage nach Gott verfügt die biblische Botschaft über eine ganz besonders große Besonderheit, und unterscheidet sich dadurch von jeglichem, menschlichen Denken: Bei der Frage nach eben diesem Gott sagt sie nicht nur wie Gott ist, sondern betont auch, was ER getan hat und was er noch tun wird. „Gott ist Licht“; „Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm keine Finsternis“.[33] Im gleichen biblischen Brief lesen wir auch: „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und der Wahrheit anbeten“.[34] „“Gott ist Liebe“; „Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“.[35]

Je nach Blickwinkel und Denk – und Frageansatz erscheint Gott als

1. Gott, der schaffende Herrscher

Gott hat „Himmel und Erde geschaffen“– 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 1.[36]

Er hat „alles geschaffen, was darinnen ist“ – Offenbarung, Kapitel 10, Vers 6.[37]

Den Menschen in zweierlei Geschlecht geschaffen – 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 27.[38]

Weitere Texte finden sich dazu beispielsweise in folgenden Bibelabschnitten:

Apostelgeschichte, Kapitel 17, Vers 24[39] ; Jeremie, Kapitel 27, Vers 5[40] ; Brief an die Hebräer, Kapitel 3, Vers 4[41] ; Psalm 89, Vers 38[42] ;

ER kann nicht nur „alles was er will, er tut es auch“, heißt es im Buch Jesaja, Kapitel 22, Vers 11[43] oder Kapitel 44, Vers 24[44] ; im Buch Hiob, Kapitel 37, Vers 5[45] ;

2. Gott als Gott des Himmels und der Erde

Der „Allmächtige“, so das 1. Buch Mose, Kapitel 28, Vers 3[46] ; ebenso im 1. Buch Mose, Kapitel 48, Vers 3[47] oder auch im Buch Hiob, Kapitel 33, Vers 4.[48]

„ER kann schaffen was er will“, so Psalm 115, Vers 3[49], denn „bei ihm ist kein Ding unmöglich“, lesen wir im Buch Jeremia, Kapitel 32, Vers 17.[50] ;

„Er ist mächtig und schrecklich“, „ein Gott aller Götter, ein Herr aller Herren“; 5. Buch Mose, Kapitel 5, Vers 23[51] ; 2.Buch Könige, Kapitel 19, Vers 4[52] ; Apostelgeschichte, Kapitel 7, Vers 48[53] ;

ER „allein ist wahrer Gott“, lesen wir im Johannesevangelium, Kapitel 17, Vers 3[54] ; im 1. Thessalonicherbrief, Kapitel 1, Vers 9[55] oder auch im 1. Johannesbrief, Kapitel 5, Vers 20[56] ;

Gott ist der „Herrscher über alle Welt“, so sagt es das Buch Josua im Kapitel 3, Vers 11.[57] ;

Er kann aber nicht nur „alles war er will, er tut es auch“, so sagt es der Prophet Jesaja.[58] Bei Paulus steht im 2. Brief an die Gemeinde in Korinth: „Es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt in allem“.[59]

Daraus ergibt sich für jeden Menschen, wie stark und gut, wie mächtig oder begabt er auch immer ist oder sich fühlt, eine von großer und hoher Tragweite Erkenntnis: „denn ohne mich könnt ihr nichts tun“![60]

3. Gott als der zerstörende, rächende und strafende Gott

Die Heimsuchung Jerusalems

Im historischen Israel keimte der erste zarte Spross eines heute wichtigen gesellschaftlichen Wertes - die Religionsfreiheit. Dieser Trend erboste jedoch das Ego eines selbstsüchtigen Gottes, welcher prompt reagierte und ein himmlisches Rollkommando zur Zerstörung Israels entsandte. Jerusalem bildete den Anfang.

„Und sprach zu ihm: Geh durch die Stadt Jerusalem und zeichne mit einem Zeichen an der Stirn die Leute, die da seufzen und jammern über alle Greuel, die darin geschehen. Zu den anderen Männern aber sprach er, so dass ich es hörte: Geht ihm nach durch die Stadt und schlagt drein; eure Augen sollen ohne Mitleid blicken und keinen verschonen. Erschlagt Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Frauen, schlagt alle tot; aber die das Zeichen an sich haben, von denen sollt ihr keinen anrühren. Fangt aber an bei meinem Heiligtum! Und sie fingen an bei den Ältesten, die vor dem Tempel waren. Und er sprach zu ihnen: Macht den Tempel unrein, füllt die Vorhöfe mit Erschlagenen; dann geht hinaus! Und sie gingen hinaus und erschlugen die Leute in der Stadt“.[61]

Die Sintflut - ein Beispiel der Bestrafung -

Gott bestraft seine gesamte Schöpfung für das Vergehen der Menschen, darunter auch das Tierreich, unschuldige Kinder und ungeborene Babys, die noch keine Schuld auf sich laden konnten.

„Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen“.[62]

„Denn von heute an in sieben Tagen will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen von dem Erdboden alles Lebendige, das ich gemacht habe“.[63]

„Da ging alles Fleisch unter, das sich auf Erden regte, an Vögeln, an Vieh, an wildem Getier und an allem, was da wimmelte auf Erden und alle Menschen. Alles, was Odem des Lebens hatte auf dem Trockenen, das starb. So wurde vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis hin zum Vieh und zum Gewürm und zu den Vögeln unter dem Himmel; das wurde alles von der Erde vertilgt“.[64]

Der HERR gebietet Mose, Rache an den Midianitern zu üben. Diese besaßen die Frechheit, Israel zu zeigen, was Religionsfreiheit bedeutet. Die Rache an ihnen soll die letzte Tat Moses in Gottes Vernichtungsfeldzug sein, nachdem Israel schon gestraft und gedemütigt wurde. Mose übte sklavischen Gehorsam und stellte ein Heer von 12.000 Mann Stärke auf.

„Und sie führten das Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und erwürgten alles, was männlich war“.[65]

Gott war die Sünde Sodoms zuwider und schickte zwei Engel, um einen Moralapostel namens Lot zu warnen.

„Und die Männer sprachen zu Lot: Hast du hier noch einen Schwiegersohn und Söhne und Töchter und wer dir sonst angehört in der Stadt, den führe weg von dieser Stätte. Denn wir werden diese Stätte verderben, weil das Geschrei über sie groß ist vor dem HERRN; der hat uns gesandt, sie zu verderben“.[66]

Da Mose als verschollen galt, ließ sich das Volk durch Aaron ein Götzenbild in Form eines goldenen Kalbes anfertigen. Dieses erzürnte den HERRN, der seine Monopolstellung gefährdet sah, so sehr, das er sofort mit der Vernichtung Israels beginnen wollte. Erst als Mose ihm Vertragsbruch vorwarf, erklärte er sich bereit, seine Rache auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Aber etwas Strafe musste schon sein. Deshalb sollte das Volk beweisen, dass es Gott mehr liebt als die eigenen Angehörigen, die deshalb zu töten waren.

„Als nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos geworden war - denn Aaron hatte sie zuchtlos werden lassen zum Gespött ihrer Widersacher-, trat er in das Tor des Lagers und rief: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levi.
Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum anderen und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten. Die Söhne Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk dreitausend Mann. Da sprach Mose: Füllet heute eure Hände zum Dienst für den HERRN - denn ein jeder ist wider seinen Sohn und Bruder gewesen -, damit euch heute Segen gegeben werde“.[67]

Auch König Og von Baschan findet keine Gnade...

„Da nahmen wir zu der Zeit alle seine Städte ein, und es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Städte, die ganze Gegend von Argob, das Königreich Ogs von Baschan, lauter Städte, die befestigt waren mit hohen Mauern, Toren und Riegeln, außerdem sehr viele offene Städte: Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, gleichwie wir an Sihon, dem König von Heschbon, taten. An allen Städten vollstreckten wir den Bann, an Männern, Frauen und Kindern. Aber alles Vieh und die Beute aus den Städten raubten wir für uns“.[68]

4. Gott als der rufende Gebieter und Gott

Wenn von „gebieten“ die Rede ist, dann meint die Bibel in der Regel die Willensäußerung Gottes dem Menschen gegenüber. So findet sich ein Beispiel dazu im 1. Buch Mose: „und Gott der Herr gebot dem Menschen“.[69] Hier „gebot“ Gott dem Menschen erstmalig etwas.

Die später, im 2. Buch Mose folgende Ankündigung der 10 Gebote hört sich so an. „Worte, die der Herr geboten hatte“.[70] Auch Jeremia hat die Termini „geboten und befohlen“ in seinem Buch. So heißt es bei ihm: „die ich dir befohlen habe“.[71]

Im 2. Buch Chronik findet sich folgende Formulierung: „dass du tust alles, was ich dich heiße“.[72] Sehr ähnlich drückt es das 2. Buch Samuel aus, wenn ich lese: „Der Herr hat’s ihm geheißen“.[73]

Diese Formulierung und Willensbekundungen wie „geheißen“, „geboten“ führen dann in der Folge zu einer ganz besonderen Situation, zu ganz neuem Denken, denn diese Bekundungen implizieren die Tatsache, dass damit aus Gottes Sichtweise ein göttlich-menschlicher Bund liegt. So heißt es dann auch im 1. Buch Mose: „Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf“.[74] Ein anderes Beispiel ist der Bund am Sinai, wie es im 2. Buch Mose geschrieben steht: „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein“.[75]

Im gleichen biblischen Buch liest man einige Kapitel später. „Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir“.[76]

5. Gott, der liebende Gott

Gott sagt uns klar, wie wir mit ihm Gemeinschaft haben können, und doch wird jeder Mensch auf diesem Weg unterschiedlich geführt. Dabei haben sich die vier Schritte, die im Folgenden beschrieben werden, als hilfreicher Leitfaden erwiesen.

Der Mensch muss sich also bewusst machen, dass Gott ihn liebt und einen wunderbaren Plan für sein Leben hat. Gott liebt uns Menschen. „Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben“.[77]

Gott hat den sehnlichen Wunsch, dass wir, jeder einzelne von uns ein erfülltes Leben hat. Jesus sagt: „Ich bringe Leben - und das im Überfluss“.[78]

Aber warum erfahren viele Menschen so eine persönliche Beziehung zu Gott nicht? Das ist eine Frage, die immer wieder auftaucht, aber in den kommenden Kapiteln in unterschiedlichster Weise angesprochen und aufgenommen wird.

6. als der leidende Erlöser

Bei Adam und Kain wird es noch nicht so richtig deutlich, wie sehr Gott unter dem Ungehorsam der Menschen/des Menschen leidet. Das bringt dann erst die Sintflutgeschichte sehr deutlich zum Ausdruck. So lesen wir im 1. Buch Mose. „es bekümmerte ihn in seinem Herzen“.[79] Im Buch Jesaja wird das Leid Gottes so beschrieben: „Du hast mich belästigt mit deinen Sünden, mir Mühe gemacht mit all deinen Verschuldungen“.[80]

Nachdem das Wort „Fleisch“ geworden war, lesen wir im Lukasevangelium: „Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen“.[81] Im Matthäusevangelium findet sich unter anderem diese Beschreibung: „Meine Seele ist betrübt bis an den Tod“.[82]

Gott leidet unter der Sünde der Menschen und lässt sie deshalb auch nicht ungestraft. Die Strafe erreicht jeden „ lässt niemand ungestraft, sondern sucht heim der Väter Missetat“.[83]

Aber es wird in der Bibel auch die Umkehrung beschrieben; ich denke dabei an Hiob, dem in seinem Leben unbegreifliches geschieht; so lese4 ich da: „Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat“.[84] Siehe dazu auch Psalm 103, Vers 9-10.

So empfangen wir in letzter Konsequenz Kindschaft von Gott, die ich an keiner anderen Stelle schöner gefunden habe, als im 1. Johannesbrief: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder sollen heißen“.[85] Eine andere Stelle im 1. Johannesbrief sagt: „Und das ist das Zeugnis, dass Gott uns das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist ihn seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes“.[86]

7. Gottes Dreieinigkeit

Der Gottesglaube unserer christlichen Kirche fußt auf dem Bekenntnis zu dem einen Gott, der sich in der Dreieinigkeit offenbart: Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist (ich erwähne hier nur das ökumenische Glaubensbekenntnis, das Apostolische Glaubens-bekenntnis und das Nicänische Glaubensbekenntnis). Es ist schon sehr erstaunlich, dass, obwohl im alten Testament[87] ebenso wie auch im neuen Testament[88] ganz fest und streng an der Aussage: es ist nur ein Gott, und nur ein Gott wird angebetet, festgehalten wird. Das hindert die Heilige Schrift und ihre Verfasser aber offensichtlich nicht daran, von diesem Gott in einer trinitaren Form zu sprechen.

Ein ganz prägnantes und vielleicht sogar das wichtigste Beispiel in der Heiligen Schrift ist der Taufbefehl Jesu aus dem Matthäusevangelium.[89]

Dieser Dreiklang des Tuns und Wesens Gottes wird aber auch an vielen anderen Bibelstellen ebenso deutlich;

Einige Bibeltexte möchte ich nur als Hinweis, und als Anregung, selbst in der Heiligen Schrift nachzuschlagen und zu lesen, Gottes Wort selbst zu entdecken, anführen:

Römerbrief, Kapitel 14, Vers 17; 1. Brief an die Korinther, Kapitel 12, Vers 4-6; Brief an die Epheser, Kapitel 1, Vers 17; Titusbrief, Kapitel 3, Vers 4-6; 1. Petrusbrief, Kapitel 1, Vers 2; Hebräerbrief, Kapitel 9, Vers 14;

Der Gottesglaube unserer christlichen Kirchen begründet sich in einem Bekenntnis zu diesem einen Gott, der sich dem Menschen gegenüber in der Dreieinigkeit offenbart. Gott der Schöpfer; dazu habe ich eine nette Geschichte gefunden: „Hör zu, Maler, mal mir eine Frau//ohne Hemd, wie Gott sie schuf,// blonde Haare, der Zopf gelöst,//mit einem frechen Blümchen auf dem Kopf“.[90]

Diese Selbstoffenbarung Gottes bezeugt die Heilige Schrift zum einen in der Offenbarung am Sinai (2. Buch Mose, Kapitel 19), als Gott-Vater sich unter seinem Namen Jahwe vor Mose und dem ganzen Volk Israel offenbart.

Die Offenbarung als Gott der Sohn vollzog sich in Jesus Christus und seinem irdischen Leben, denn er wurde selbst Fleisch („Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen)[91] und brachte durch seine Verkündigung seinen Heilsplan am und durch das Kreuz und seiner Auferstehung zum Ziel („Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen).[92]

Die Selbstoffenbarung als Gott - Heiliger - Geist geschah an Pfingsten in Jerusalem, als das Feuer des Heiligen Geistes sie erfasste (Apostelgeschichte, Kapitel 2) und in aller Öffentlichkeit zur Gründung einer Kirche führte.

Es geht aber nicht darum, ob es sich um drei Götter handelt, denn das wird kategorisch abgelehnt, und es geht ebenso wenig um die Fragestellung, ob hinter dem trinitarischen Gottesverständnis vielleicht doch noch ein vierter Gott steht. Ganz im Gegenteil, denn es geht schlicht um die Aussage, dass, wie auch immer uns Gott erscheint, es der Gott ist, eben dieser eine, in seiner trinitaren Gesamtheit.

Meinen Schülern habe ich im Unterricht die Frage nach der Trinität immer an einem Beispiel aus der Physik zu verdeutlichen versucht:

- Wir haben den Ausgangstoff Wasser, so wie wir es jeden Tag verwenden. Was geschieht, wenn Mutter einen Topf mit Wasser auf der Herdplatte erhitzt? Das Wasser dampft!

1. Wasserdampf
- Nun setzen wir das Wasser großer Kälte aus; was geschieht nun? Es gefriert zu Eis.

2. Eis, Kinder mögen Wassereis mit Geschmack
- Die Temperaturen über uns, „am Himmel“ ändern sich, es hagelt; hier haben wie Eiskörner in unterschiedlicher Größe.

3. es „regnet“Eiskugeln

[...]


[1] Johann Michael Sailer, Grundlehren der Religion

[2] J. Ratzinger, Der Christ und die Welt von heute, in: Weltverständnis im Glauben , Seite 146

[3] Die Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 28-31a

[4] Hahne Peter, Interview in der Bild, veröffentlicht auf www.peter-hahne.de

[5] Die Bibel, Markusevangelium, Kapitel 10, Vers 45

[6] Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 28, Vers 18-20

[7] Die Bibel, Markusevangelium, Kapitel 16, Vers 15f

[8] Die Bibel, 1. Brief des Timotheus, Kapitel 2, Vers 4

[9] Die Bibel: „Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst«. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halbtot liegen. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinab zog; und als er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit: als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!“

[10] Duden – Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage Mannheim 2001, Stichwort Nächstenliebe

[11] Die Bibel, „Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR“.

[12] Die Bibel, Markusevangelium, Kapitel 12, Vers 29ff

[13] Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 22, Vers 36-40

[14] Franz von Sales, Traktat über die Gottesliebe, zitiert nach: Brantl, Der Katholizismus, Seite 275

[15] Die Bibel, Brief an die Römer, Kapitel 13, Vers 10

[16] Die Bibel, Römerbrief, Kapitel 1, Vers 21

[17] Die Bibel: „Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, so dass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden; Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, so dass sie tun, was nicht recht ist,

[18] Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 5, Vers 3-12: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

[19] Die Bibel, Brief an die Römer, Kapitel 15, Vers 7: „Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“.

[20] Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 10, Vers 32: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater“.

[21] Die Bibel: „Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr's festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt. Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.

[22] Die Bibel: „Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

[23] Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 5, Vers 44-45

[24] Die Bibel: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen“.

[25] Zweig, Arnold, in der Westlandsaga

[26] Arthur Schopenhauer, die Welt als Wille und Vorstellung

[27] Joostein Garder, Maja“

[28] Wolfgang Borchert, Draußen vor der Tür, Seite 42, 1956

[29] Die Bibel, „und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 10 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“.

[30] Günter-Manfred Pracher, Die Bedeutung von Gott in meinem Leben, Gott spricht durch Predigt zu mir, Predigt 12, GRIN Verlag 2008

[31] Uta Ranke-Heinemann, in: Bild vom 07.02.1993

[32] Gregor von Nazianz, Reden

[33] Die Bibel, 1. Johannesbrief, Kapitel 1, Vers 5

[34] Die Bibel, 1. Johannesbrief, Kapitel 4, Vers 24

[35] Die Bibel, 1. Johannesbrief, Kapitel 4, Vers 16

[36] Die Bibel, „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“.

[37] Die Bibel, „und schwor bei dem, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darin ist, und das Meer und was darin ist: Es soll hinfort keine Zeit mehr sein,…“

[38] Die Bibel, „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib“.

[39] Die Bibel, „Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind“.

[40] Die Bibel, „Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Tiere, die auf Erden sind, durch meine große Kraft und meinen ausgereckten Arm und gebe sie, wem ich will“.

[41] Die Bibel, „Denn jedes Haus wird von jemandem erbaut; der aber alles erbaut hat, das ist Gott“.

[42] Die Bibel, „wie der Mond, der ewiglich bleibt, und wie der treue Zeuge in den Wolken“.

[43] Die Bibel, „und machtet ein Becken zwischen beiden Mauern für das Wasser des alten Teiches. Doch ihr saht nicht auf den, der solches tut, und schautet nicht auf den, der solches schafft von ferne her“.

[44] Die Bibel, „so spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe bereitet hat: Ich bin der HERR, der alles schafft, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde festmacht ohne Gehilfen“;

[45] Die Bibel, „Gott donnert mit seinem Donner wunderbar und tut große Dinge, die wir nicht begreifen“.

[46] Die Bibel, „Und der allmächtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, dass du werdest ein Haufe von Völkern“,

[47] Die Bibel, „und sprach zu Josef: Der allmächtige Gott erschien mir zu Lus im Lande Kanaan und segnete mich“

[48] Die Bibel, „Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen hat mir das Leben gegeben“.

[49] Die Bibel, „Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will“.

[50] Die Bibel, „Denn so spricht der HERR: Es soll David niemals fehlen an einem, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt“.

[51] Die Bibel, „Als ihr aber die Stimme aus der Finsternis hörtet und den Berg im Feuer brennen saht, tratet ihr zu mir, alle eure Stammeshäupter und eure Ältesten“,

[52] Die Bibel, „vielleicht hört der HERR, dein Gott, alle Worte des Rabschake, den sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um hohnzusprechen dem lebendigen Gott, und straft die Worte, die der HERR, dein Gott, gehört hat. So erhebe dein Gebet für die Übriggebliebenen, die noch vorhanden sind“.

[53] Die Bibel, „Aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht :“

[54] Die Bibel, „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen“.

[55] Die Bibel, „Denn sie selbst berichten von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch bekehrt habt zu Gott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott“

[56] Die Bibel, „Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“.

[57] Die Bibel, „Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers über alle Welt wird vor euch hergehen in den Jordan“.

[58] Die Bibel, Jesaja, Kapitel 44, Vers 24

[59] Die Bibel, 2. Brief an die Korinther, Kapitel 5, Vers 17

[60] Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 5

[61] Die Bibel, Hesekiel, Kapitel 9, Vers 4 -11

[62] Die Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 6, Vers 17

[63] Die Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 7, Vers 4

[64] Die Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 7, Vers 21-23

[65] Die Bibel, 4. Buch Mose, Kapitel 31, Vers 7

[66] Die Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 19, Vers 12-13

[67] Die Bibel, 2. Buch Mose, Kapitel 32, Vers 25-29

[68] Die Bibel. 5. Buch Mose, Kapitel 3, Vers 4-7

[69] Die Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 2, Vers 16

[70] Die Bibel, 2. Buch Mose, Kapitel 19, Vers 7

[71] Die Bibel, Jeremia, Kapitel 26, Vers 2

[72] Die Bibel, 2. Buch Chronik, Kapitel 7, Vers 17

[73] Die Bibel, 2. Buch Samuel, Kapitel 16, Vers 11

[74] Die Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 9, Vers 9

[75] Die Bibel, 2. Buch Mose, Kapitel 19, Vers 5

[76] Die Bibel, 2. Buch Mose, Kapitel 20, Vers2ff

[77] Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 3, Vers 16

[78] Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 19, Vers 10b

[79] Die Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 6, Vers 6

[80] Die Bibel, Jesaja, Kapitel 43, Vers 24

[81] Die Bibel, Lukasevangelium, Kapitel 22, Vers 44

[82] Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 26, Vers 38

[83] Die Bibel, 4. Buch Mose, Kapitel 14, Vers 18

[84] Die Bibel, Hiob, Kapitel 9, Vers 13

[85] Die Bibel, 1. Johannesbrief, Kapitel 3, Vers 1

[86] Die Bibel, 1. Johannesbrief, Kapitel 5, Vers 11-13

[87] Die Bibel, 5. Buch Mose, Kapitel 6, Vers 4

[88] Die Bibel, 1. Brief an die Gemeinde in Korinth, Kapitel 8, Vers 4ff.

[89] Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 28, Vers 19

[90] Baffo, Giorgio, aus Poesie, Seite 123

[91] Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 1, Vers 1-4

[92] Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 20, Vers 31

Ende der Leseprobe aus 134 Seiten

Details

Titel
Die Frage nach Gott
Untertitel
Der Mensch zwischen Glaube, Hoffnung und Verzweiflung
Autor
Jahr
2009
Seiten
134
Katalognummer
V138276
ISBN (eBook)
9783640451043
ISBN (Buch)
9783640451166
Dateigröße
1221 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Was ist Glaube?, warum an Gott glauben?, Gottesverständnis im Christentum und anderen Religionen, neue Zugänge zu Gott, das Leben Gott anzuvertrauen, Gott bekennen, Gibt es wirklich einen Gott?, hat Gott auf mein Leben Einfluss?, Warum lässt Gott das Elend und die Not zu?, Lieber Gott - wenn es dich wirklich gibt..., Mein Gott - mein Leben, unterschiedliche Glaubensbekenntnisse, mein persönliches Bekenntnis zu Gott, Gott - mein Lebensmittelpunkt
Arbeit zitieren
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor), 2009, Die Frage nach Gott , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138276

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