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Sportjournalismus für Jugendliche

Was Zeitungen tun, um junge Leser zu binden

Title: Sportjournalismus für Jugendliche

Bachelor Thesis , 2009 , 41 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sandra Peter (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Es ist nicht erst seit dem Aufschwung des Internets ein Problem: Die Zeitungen fürchten um ihren Lesernachwuchs. Und warum sollte der auch in die Tageszeitung schauen, wo doch zugegeben das Internet dem Papiermedium gegenüber viele Vorteile bietet – in Aktualität, Crossmedialität, Breite und Tiefe des Angebots, bis hin zum Imagevorsprung, der für Jugendliche auch Relevanz hat. Die Zeitung muss ihnen also Gründe geben, um nicht endgültig als Auslaufmodell zu enden. Denn wenn die jungen Leser nicht früh lernen, zur Zeitung zu greifen, tun sie es in späteren Jahren meist auch nicht mehr. Das Thema dieser Arbeit ist demnach relevant in Hinblick auf die seit Jahren aktuelle Diskussion um die „Zukunft der Zeitung“ – hängt diese doch ganz entscheidend davon ab, ob es dem Papiermedium gelingt, Jugendliche als Leser und spätere Abonnenten zu gewinnen.
Jugendseiten können ein guter Anfang sein, begeistern die jugendlichen Rezipienten allerdings nicht zwangsläufig auch für die anderen Ressorts und den Rest der Zeitung. Eine Jugendsportseite könnte Jugendliche zumindest an die Lektüre des von vielen Lesern verschmähten Lokalsports heranführen – vorausgesetzt, sie ist gut gemacht. Denn dies kann nur gelingen, wenn sie sowohl die Wünsche der jungen Leser als auch die Anforderungen an einen modernen Lokalsport erfüllt. 1:0-Berichte reichen nicht aus, um vor allem auch Mädchen oder jugendliche Freizeitsportler an das Ressort heranzuführen.
Vorher werfe ich einen Blick auf das große Ganze: Zu Beginn wird betrachtet, wie viele Jugendliche von der Tageszeitung überhaupt noch erreicht werden, warum dies so häufig nicht der Fall ist, und welche Maßnahmen die Medien heute schon ergreifen, um gegen den Trend anzugehen.
Anschließend betrachte ich den Ist-Zustand des Lokalsports, denn ohne guten Lokalsport im Allgemeinen kann es keinen guten Lokalsport für die jugendliche Zielgruppe geben. Darauf folgend wird dargestellt, was Jugendliche sich von „ihrer“ Zeitung wünschen, sei es in Hinblick auf Layout, Themenwahl oder Sprachstil, und wie eine Tageszeitung optimalerweise aussehen muss, um für junge Leser ansprechend zu sein. Auch die Wünsche Jugendlicher an einen Lokalsport, der auf ihre Zielgruppe zugeschnitten ist, werden ausgewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Jugend und Zeitung

1.1 Auslaufmodell Tageszeitung? – Der Medienkonsum Jugendlicher

1.2 Warum Jugendliche zu Lesern oder Nichtleser werden

1.2.1 Alles eine Sache des Charakters? – Die Personenseite

1.2.2 Grau in grau? – Die Produktseite und das Image der Tageszeitung

1.3 ZiSch & Co. – Was tun die Zeitungen?

2 Lokalsport

2.1 Von Männern für Männer? – Bestandsaufnahme des Lokalsports

2.2 Woran liegt’s? – Widrigkeiten im Alltag eines Lokalsportjournalisten

2.3 „Mutig und innovativ“ – Forderungen an den Lokalsport

2.4 Lange Jahre überschätzt? – Wer den Lokalsport liest – oder eben nicht

3 Eine Zeitung für Jugendliche

3.1 Struktur schlägt Inhalt – Wie Zeitung für Jugendliche aussehen muss

3.2 „Ghettoseiten“ nicht erwünscht – Was erfolgreiche Jugendseiten ausmacht

3.3 Mehr Tipps, mehr Action – Was sich Jugendliche im Lokalsport wünschen

4 Die Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung

4.1 Konzept und Rahmenbedingungen – Vorstellung der Jugendsportseite

4.2 Qualitätscheck – Bewertung von Platzierung, Layout, Stil und Inhalten

4.3 Und der Rest? – Was die Allgäuer Zeitung noch für Jugendliche bietet

Zielsetzung & thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert, wie Tageszeitungen durch jugendgerechte Angebote, insbesondere im Bereich des Lokalsports, dem Leserschwund entgegenwirken können. Dabei steht die Untersuchung der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung im Zentrum, um zu evaluieren, ob ein solches redaktionelles Konzept die junge Zielgruppe effektiv binden kann.

  • Analyse des Mediennutzungsverhaltens Jugendlicher und deren Einstellung zur Tageszeitung
  • Kritische Bestandsaufnahme der aktuellen Lokalsportberichterstattung in Deutschland
  • Erarbeitung von Kriterien für eine jugendgerechte Zeitungsgestaltung (Layout, Sprache, Themenwahl)
  • Empirische Bewertung der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung auf Basis aktueller Qualitätsstandards

Auszug aus dem Buch

1.1 Auslaufmodell Tageszeitung? – Der Medienkonsum Jugendlicher

Legt man allein die Zahlen zugrunde, dann ist es um die Zukunft der Tageszeitung wahrlich nicht gut bestellt: Umfragen haben übereinstimmend ergeben, dass die Zahl der Jugendlichen – hier als 14- bis 19-Jährige definiert –, die täglich zur Zeitung greifen, von 1994 bis 2004 um die Hälfte geschrumpft ist. Mitte der 90er-Jahre war es noch jeder zweite Jugendliche, zehn Jahre später lediglich noch jeder vierte, schildert Rager (Roether, 2004).

Zu ähnlichen Zahlen kommt die ARD/ZDF-Langzeitstudie „Massenkommunikation“: Im Jahr 2005 lasen nur noch 27 Prozent der Jugendlichen täglich Zeitung, im Jahr 1990 waren es noch 49 Prozent (Ridder/van Eimeren, 2005, S. 495). Immerhin sei gegenüber 2000 (25 Prozent) der „Aderlass an jungen Lesern“ vorübergehend gestoppt worden (ebd.).

Im Laufe der letzten zehn Jahre beobachtete aber auch die JIM-Studie (Jugend, Information und (Multi-)Media) eine abnehmende Printnutzung. 1998 lag der Anteil der Jugendlichen, die zumindest mehrmals in der Woche zur Zeitung greifen, noch bei 59 Prozent, im Jahr 2008 war er auf 43 Prozent geschrumpft (Klingler, 2008, S. 627). Täglich lesen 29 Prozent eine Tageszeitung, zwölf Prozent besuchen mindestens mehrmals in der Woche die Internetpräsenz einer solchen (Feierabend/Kutteroff, 2008, S. 613).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Jugend und Zeitung: Dieses Kapitel beleuchtet den massiven Rückgang der Zeitungsnutzung bei Jugendlichen und analysiert die Ursachen, wie Sozialisation, das Image der Tageszeitung und die Konkurrenz durch das Internet.

2 Lokalsport: Der Abschnitt kritisiert die fußball- und ergebnisorientierte Ausrichtung des aktuellen Lokalsports und zeigt auf, warum dieser bei Jugendlichen oft an Bedeutung verliert.

3 Eine Zeitung für Jugendliche: Hier werden Anforderungen an eine jugendgerechte Zeitung formuliert, wobei Struktur und Optik vor der Sprache als wichtigste Faktoren für die Leserbindung identifiziert werden.

4 Die Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung: Dieses Kapitel stellt das Konzept der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung vor und bewertet dessen Qualität sowie die Erfolgschancen im Hinblick auf die untersuchten Kriterien.

Schlüsselwörter

Sportjournalismus, Tageszeitung, Jugendseite, Leserschwund, Lokalsport, Mediennutzung, Zielgruppenansprache, Printmedien, Jugendbindung, Medienkompetenz, Layout, Redaktionelle Strategie, Sportberichterstattung, Allgäuer Zeitung, Leserbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die BA-Thesis untersucht die Herausforderungen von Tageszeitungen bei der Gewinnung jugendlicher Leser und analysiert, inwieweit spezielle Angebote wie Jugendsportseiten als erfolgreiches Instrument zur Bindung dieser Zielgruppe dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher, der Zustand des modernen Lokalsportjournalismus, die Anforderungen an eine jugendgerechte Zeitungsgestaltung sowie die konkrete Evaluation eines Praxisbeispiels.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Aufarbeitung und einer Analyse der Praxis, Empfehlungen und eine Einschätzung darüber zu geben, ob und wie eine Zeitung Jugendliche erfolgreich an das Produkt binden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert die Auswertung bestehender medienwissenschaftlicher Studien und Literatur mit einer qualitativen Analyse der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung im Zeitraum von Juli 2007 bis September 2008.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der allgemeinen Mediensituation Jugendlicher, eine Kritik am Zustand des Lokalsports, eine Herleitung von Qualitätskriterien für jugendgerechten Journalismus und die detaillierte Bewertung der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Sportjournalismus, Jugendbindung, Lokalsport, Mediennutzung, Leserschwund und Jugendsportseite.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lokalsports?

Sie sieht im Lokalsport ein polarisierendes Ressort mit großem Potenzial, das jedoch aktuell oft zu einseitig auf Fußball und Ergebnisberichte fokussiert ist und somit die vielfältigen Lebenswelten junger Menschen nicht ausreichend widerspiegelt.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der Optik bei?

Die Autorin stellt fest, dass für Jugendliche eine jugendgerechte Optik (Layout, Fotos, Farbe) sogar wichtiger ist als eine spezifisch „jugendliche“ Sprache, da diese oft als anbiedernd empfunden wird.

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Details

Title
Sportjournalismus für Jugendliche
Subtitle
Was Zeitungen tun, um junge Leser zu binden
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,3
Author
Sandra Peter (Author)
Publication Year
2009
Pages
41
Catalog Number
V138282
ISBN (eBook)
9783640468980
ISBN (Book)
9783640469086
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Peter (Author), 2009, Sportjournalismus für Jugendliche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138282
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