Grundlagen, Geschichte, und Probleme des Auto- und Motorjournalismus in Print, TV und Internet. „Mobilität gehört zum Menschen. Deshalb kann man sie nicht bekämpfen.“Dieses Zitat von Samuel Schmid, einem ehemaligen Schweizer Bundesrat, bringt auf den Punkt, worum es beim Motorjournalismus eigentlich geht (oder gehen soll): nicht nur um einen Haufen Blech auf vier Rädern, sondern um ein viel größeres Thema – Mobilität.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Auto
2.1 Ein kurzer Abriss zur Geschichte des Automobils
2.2 Die Bedeutung des Automobils
3 Motorjournalismus
3.1 Die Anfänge des Motorjournalismus
3.2 Der Motorjournalist Fritz B. Busch
3.3 Motorjournalismus, wie er sein sollte
3.4 Der Ist-Zustand am Beispiel der Umweltthematik
3.5 Die Darstellung des Autos in der Tagespresse
4 Probleme und Herausforderungen
4.1 Beeinflussung und Bestechlichkeit
4.2 Das journalistische Selbstverständnis der Motorjournalisten
5 Medienlandschaft
5.1 Print
5.2 TV
5.3 Online
6 Ist Motorjournalismus Fachjournalismus?
7 Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Status Quo des Motorjournalismus in Deutschland, beleuchtet dessen historische Entwicklung sowie die Rolle des Automobils in der Gesellschaft. Ein zentraler Fokus liegt auf der kritischen Analyse journalistischer Standards, der Unabhängigkeit gegenüber der Automobilindustrie sowie der Frage, ob Motorjournalisten als Fachjournalisten einzustufen sind.
- Historische Entwicklung und Bedeutung des Automobils
- Einflussnahme und Bestechlichkeit in der Motorberichterstattung
- Strukturen und Defizite in der aktuellen Medienlandschaft (Print, TV, Online)
- Journalistisches Selbstverständnis und Objektivität
- Einordnung des Motorjournalismus als Fachjournalismus
Auszug aus dem Buch
3.2 Der Motor-Journalist Fritz B. Busch (geboren 1922)
Einer dieser frühen Motorjournalisten an war Fritz B. Busch, der als legendärster deutscher Motorjournalist gilt. Bekannt wurde Busch in den 50ern und 60er Jahren, als er für „auto motor und sport“ eine Kolumne schrieb, die da hieß „Autos für Männer, die Pfeife rauchen“. Der Titel deutet es bereits an: Die Kolumne war witzig aufgemacht und handelte oft mehr von den Menschen hinter dem Lenkrad und ihren Stärken und Schwächen, und nicht nur von den Autos an sich und von ihren technischen Details. Im Jahr 1973 gründete Busch sein eigenes Automobilmuseum, das er heute zwar nicht mehr leitet, aber das ihm immer noch am Herzen zu liegen scheint. Mittlerweile ist Busch ein Kritiker des heutigen Motorjournalismus geworden, der sich seit seiner Zeit sehr gewandelt zu haben scheint. Es werde heute so schwach kritisiert, findet Busch, und meint, er habe früher noch draufhauen können, wenn ein Auto erschien, „das 1 000 Fehler hatte“. Heute aber werde mit Rücksicht auf den Anzeigenleiter geschrieben. Außerdem sei der heutige Automobiljournalismus zu oberflächlich: „Die Kollegen jubeln und jubeln, wenn ein Auto 400 PS hat oder 450 oder noch mehr. Das ist doch alles Quatsch. Das sind Autos für einen Straßenverkehr, den es gar nicht mehr gibt.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen der emotionalen Bedeutung des Autos als Statussymbol und den damit verbundenen gesellschaftlichen sowie ökologischen Problemen ein.
2 Das Auto: Dieses Kapitel behandelt die geschichtliche Entwicklung des Automobils sowie dessen wirtschaftliche und emotionale Bedeutung für die deutsche Gesellschaft.
3 Motorjournalismus: Hier werden die Anfänge der Sparte, prägende Persönlichkeiten wie Fritz B. Busch sowie die Diskrepanz zwischen idealer und realer Berichterstattung thematisiert.
4 Probleme und Herausforderungen: Dieses Kapitel analysiert kritisch die Vorwürfe der Bestechlichkeit, die Verflechtungen mit der PR-Industrie und das Selbstverständnis der Journalisten.
5 Medienlandschaft: Eine Untersuchung der verschiedenen Mediengattungen Print, TV und Online, wobei insbesondere auf Auflagenentwicklungen und die Unabhängigkeit eingegangen wird.
6 Ist Motorjournalismus Fachjournalismus?: Das Fazit stellt die Frage, ob der Motorjournalismus aufgrund seiner Arbeitsweise und Zielgruppen den Anforderungen an einen professionellen Fachjournalismus gerecht wird.
7 Quellen: Listet sämtliche genutzten Internetressourcen, Fachpublikationen und Studien zur Erarbeitung der Thematik auf.
Schlüsselwörter
Motorjournalismus, Automobilindustrie, Mobilität, Fachjournalismus, Pressefreiheit, Korruption, PR, Medienlandschaft, Printmedien, Automobilgeschichte, Fahrbericht, Unabhängigkeit, Autokritik, Zielgruppenanalyse, Wirtschaftsberichterstattung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Ausarbeitung untersucht die journalistische Qualität und Unabhängigkeit des Motorjournalismus in Deutschland im Kontext einer starken Automobilindustrie.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben der Historie des Automobils stehen insbesondere die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung, der Einfluss von PR und die Abgrenzung zum klassischen Fachjournalismus im Fokus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob Motorjournalisten den Standards eines professionellen Fachjournalismus entsprechen oder ob sie zu stark von den Interessen der Automobilhersteller beeinflusst sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, der Auswertung bestehender Studien (z.B. der Uni Hamburg und Uni Bern) sowie der Untersuchung redaktioneller Kooperationen.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Sparte, die ethischen Probleme (Bestechlichkeit), den Zustand der Medienlandschaft und vergleicht idealisierte Ansätze mit der medialen Realität.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Motorjournalismus, Unabhängigkeit, Medienkritik, PR-Einfluss und der Rolle des Automobils in der modernen Gesellschaft.
Welche Rolle spielt die Automobilindustrie für die Journalisten?
Die Industrie agiert sowohl als Informationsquelle als auch als potenzieller „Verführer“, da sie Journalisten zu luxuriösen Veranstaltungen einlädt, was das Risiko der Befangenheit birgt.
Wie unterscheidet sich die Online-Berichterstattung von traditionellen Medien?
Die Arbeit stellt fest, dass sich Online-Auftritte oft in der Qualität nicht wesentlich von Printmedien unterscheiden, jedoch durch neue Formate wie Blogs den Zugang für Laien und somit den Wettbewerb durch Bürgerjournalismus erhöhen.
- Citation du texte
- Sandra Peter (Auteur), 2009, Auto- und Motorjournalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138286