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Zu Harun Farockis 'Arbeiter verlassen die Fabrik'

Title: Zu Harun Farockis 'Arbeiter verlassen die Fabrik'

Term Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Raliza Petrova (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

Harun Farocki gehört zu den produktiven Regisseuren und Filmemacher des Neuen Deutschen Films. Er war einer der ersten Studenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) und aktiver Teilnehmer an der 1968er Bewegung. Außerdem war er Redakteur der „Filmkritik“, hat als Schauspieler und Produzent gearbeitet und für verschiedene Zeitschriften und Bücher geschrieben, sowie für den Hörfunk.

30 Jahren seines schöpferischen Lebens hat Farocki aktiv der Kunst gewidmet. Dabei war das Filmemachen eines seiner Lieblingsmedien. Seine Karriere als Autorenfilmer entwickelte sich von den politischen Agitationsfilmen während seiner Studienzeit (Ende der 60er Jahre) bis hin zu komplexen Essayfilmen und Dokumentationen in den 80er und 90er Jahren des 20 Jahrhunderts. Dazu kommen zahlreiche Experimental- und Kurzfilme, sowie einige Found Footage Filme – eine Technik des Filmeproduzierens, die damals noch neu war.

In dieser Hausarbeit werde ich Harun Farockis Found Footage Film Arbeiter verlassen die Fabrik (1995) vorstellen und ihn mit einem weiteren Found Footage Film aus dem Seminarangebot kurz vergleichen. Dabei geht es um die Phoenix Tapes von Matthias Müller und Christoph Girardet (1999), die ungefähr zur gleichen Zeit wie Arbeiter verlassen die Fabrik entstanden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Technik der Found Footage Filme

3. Zur Entstehung vom Arbeiter verlassen die Fabrik

3.1. La sortie des unsines

3.2. Arbeiter verlassen die Fabrik

4. Arbeiter verlassen die Fabrik – Motivkomplexe

4.1. Das Werktor

4.2. Politische Auseinandersetzungen, Arbeitskämpfe und Blockaden

4.3. Überwachen und Strafen

4.4. Das Leben des Einzelnen

4.5. Dokumentierte Bewegung

5. Exkurs: Farockis Arbeiter verlassen die Fabrik vs. Matthias Müllers Phoenix Tapes

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Harun Farockis Essayfilm "Arbeiter verlassen die Fabrik" (1995) als eine filmische Auseinandersetzung mit der Geschichte und Darstellung von Arbeit. Ziel ist es, die spezifische Montage-Technik Farockis zu analysieren und den Film durch einen Vergleich mit dem Werk "Phoenix Tapes" von Matthias Müller und Christoph Girardet in seiner künstlerischen und gesellschaftskritischen Dimension zu verorten.

  • Die ästhetische und theoretische Bedeutung des "Found Footage"-Verfahrens.
  • Die historische Entwicklung des Motivs "Arbeiter verlassen die Fabrik" in der Filmgeschichte.
  • Thematische Untersuchung von Machtverhältnissen, Überwachung und Arbeitskämpfen im Film.
  • Vergleichende Analyse zwischen Farockis essayistischem Ansatz und der collageartigen Struktur von "Phoenix Tapes".

Auszug aus dem Buch

4.1. Das Werktor

Schon in der ersten Filmsequenz, in der Arbeiter massenhaft die Fabrik verlassen, spielt das Fabriktor als „Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Raum und dem kapitalistischem Privatbesitz“ eine wichtige Rolle. Das Werktor ist der Platz, „an dem sich Klassengegensätze manifestieren“ 14. Das Werktor ist der Platz, an dem verschiedene Gesellschaftsschichten aufeinander treffen. Das ist der Platz, an dem Macht und Geltung der Industrie mit der Macht der Arbeiter konfrontiert wird. Aber auch der Kampf unter den Arbeitern selbst wird hier thematisiert – nämlich der harte Kampf um Arbeit, vor allem in Zeiten von Depression.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des Filmemachers Harun Farocki und seiner filmischen Praxis sowie Einordnung der Forschungsarbeit.

2. Die Technik der Found Footage Filme: Erläuterung der theoretischen und praktischen Grundlagen des Found-Footage-Kinos als künstlerisches Verfahren.

3. Zur Entstehung vom Arbeiter verlassen die Fabrik: Hintergrundinformationen zur Produktion des Films im Kontext des hundertjährigen Kino-Jubiläums.

3.1. La sortie des unsines: Historischer Rückblick auf die erste Filmvorführung der Gebrüder Lumière.

3.2. Arbeiter verlassen die Fabrik: Einordnung der Lumière-Sequenz als Ausgangspunkt von Farockis Reflexion.

4. Arbeiter verlassen die Fabrik – Motivkomplexe: Analyse der narrativen Struktur und der thematischen Gruppierungen innerhalb des Filmes.

4.1. Das Werktor: Untersuchung der symbolischen Bedeutung des Fabriktors als Ort gesellschaftlicher Spannungen.

4.2. Politische Auseinandersetzungen, Arbeitskämpfe und Blockaden: Analyse filmischer Darstellungen von Arbeitskämpfen und deren sozio-politische Konnotation.

4.3. Überwachen und Strafen: Reflexion über die Rolle von Überwachungskameras und die Veränderung der visuellen Kontrolle.

4.4. Das Leben des Einzelnen: Fokus auf die filmische Darstellung individueller Schicksale innerhalb der Arbeitswelt.

4.5. Dokumentierte Bewegung: Betrachtung der filmischen Rahmung und der Komposition von Farockis Werk.

5. Exkurs: Farockis Arbeiter verlassen die Fabrik vs. Matthias Müllers Phoenix Tapes: Kontrastierende Gegenüberstellung der Arbeitsweisen von Farocki und dem Duo Müller/Girardet.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Farockis Arbeit als essayistischer Film über das Thema Arbeit.

Schlüsselwörter

Harun Farocki, Arbeiter verlassen die Fabrik, Found Footage, Filmgeschichte, Montage, Essayfilm, Industrielle Epoche, Arbeitskampf, Überwachung, Werktor, Gesellschaftsanalyse, Matthias Müller, Phoenix Tapes, Dokumentarfilm, Kinogeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Essayfilm "Arbeiter verlassen die Fabrik" von Harun Farocki und untersucht, wie Farocki durch die Montage von gefundenem Filmmaterial gesellschaftliche Veränderungen in der Darstellung von Arbeit reflektiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Kinos, die Technik des Found-Footage-Films, die politische Bedeutung von Arbeit und deren visuelle Repräsentation sowie die künstlerische Auseinandersetzung mit der industriellen Epoche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu zeigen, wie Farocki durch die Verwendung von Archivmaterial einen neuen narrativen Kontext schafft, um die sozio-ökonomische Realität und die filmische Historie von Arbeit zu dekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine filmwissenschaftliche Analyse, die Theorie-Recherche (unter anderem durch die Auswertung der Werkmonografie von Farocki) mit einer detaillierten motivischen und strukturellen Filmanalyse verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Found-Footage-Verfahren, eine detaillierte Analyse der Motivkomplexe des Films (wie Werktor, Arbeitskampf und Überwachung) sowie einen Exkurs, der den Film mit den "Phoenix Tapes" vergleicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Harun Farocki, Found Footage, Essayfilm, Arbeitsdarstellung, Montage-Technik, Filmgeschichte und Sozio-ökonomische Analyse.

Wie unterscheidet sich Farockis Ansatz von dem in den "Phoenix Tapes"?

Während Farocki einen eher gesellschaftsanalytischen und intellektuellen Ansatz verfolgt, zeichnen sich die "Phoenix Tapes" von Müller und Girardet durch eine stärker collageartige, sinnlich-ästhetische Struktur aus.

Warum spielt das Motiv des "Werktors" eine so zentrale Rolle im Film?

Das Werktor fungiert laut der Arbeit als Schnittstelle zwischen privatem Industriebesitz und öffentlichem Raum, an der sich Machtverhältnisse und Klassengegensätze historisch ablesen lassen.

Was bedeutet die "Dokumentierte Bewegung" im Kontext von Farockis Film?

Dieser Begriff bezieht sich auf Farockis bewusste Komposition, bei der der Film mit dem historischen Ausgangspunkt der Gebrüder Lumière beginnt und endet, um den Bogen über das Ende der industriellen Fabrikepoche zu spannen.

Welche Rolle spielt die Überwachungstechnik in der Argumentation des Autors?

Farocki nutzt Aufnahmen von Überwachungskameras, um zu demonstrieren, wie sich die Rolle des Werktors und der Blick auf den Arbeiter durch technologische Fortschritte und veränderte Machtstrukturen gewandelt hat.

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Details

Title
Zu Harun Farockis 'Arbeiter verlassen die Fabrik'
College
University of the Arts Berlin  (Gestaltung: Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation)
Course
Filmvermittelnde Filme
Grade
1,7
Author
Raliza Petrova (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V138288
ISBN (eBook)
9783640469178
ISBN (Book)
9783640469352
Language
German
Tags
Harun Farocki Arbeiter verlassen die Fabrik Dokumentarfilm Found-Footage-Film Arbeiter Fabrik Werktor Motivkomplexe Matthias Müller Christoph Girardet Phoenix Tapes DFFB Essayfilm Experimentalfilm Kurzfilm
Product Safety
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Quote paper
Raliza Petrova (Author), 2008, Zu Harun Farockis 'Arbeiter verlassen die Fabrik', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138288
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