Freihandel und Protektionismus im Welthandel


Referat (Ausarbeitung), 2001
7 Seiten

Leseprobe

Gliederung:

1. Einleitung

2. Welthandel zwischen Protektionismus und Freihandel
2.1 Freihandel
2.2 Protektionismus

3. Uruguay-Runde des GATT und WTO

4. Auswirkungen der zunehmenden Liberalisierung

5. Fazit

6. Literatur

1. Einleitung

Internationale Wirtschaftbeziehungen sind zu einer Alltäglichkeit geworden. Sie begegnen uns in Form von tropischen Früchten und asiatischen Elektronikartikeln, werden aber auch dann offensichtlich, wenn es zu Fusionen oder Übernahmen von ausländischen und deutschen Unternehmen kommt. Zudem bestehen vielfältige Abhängigkeiten von Rohstoffen, die im Inland nicht vorhanden sind und importiert werden müssen (z.B. Erdöl). Ökonomische Grundlage für die Wirtschaftsbeziehungen auf internationaler Ebene ist die internationale Arbeitsteilung, welche ihrerseits gegenseitige Abstimmung der wirtschaftlichen Aktivitäten unter den Akteuren erfordert. Dabei bezeichnet der Begriff der Weltwirtschaftsordnungdie Gesamtheit aller Abkommen, Vorschriften, Gesetze usw., welche die ökonomischen Vorgänge im internationalen Wirtschaftsverkehr regeln “. [Bundeszentrale für politische Bildung (1991), S. 1]

Dabei waren im Laufe der internationalen Wirtschaftsgeschichte stets zwei gegensätzliche Prinzipien beherrschend: Freihandel und Protektionismus. Weiterhin müssen drei Märkte

unterschieden werden, auf denen die wirtschaftlichen Aktivitäten umgesetzt werden: den

Gütermarkt, den Arbeitsmarkt und den Kapitalmarkt.

2. Welthandel zwischen Freihandel und Protektionismus

2.1 Freihandel

Die Grundlage des Freihandels ist der Wirtschaftsliberalismus. Seine Begründer (u.a. Smith, Ricardo und Mill) stellten die Freiheit und Selbstverantwortung der Menschen in den Vordergrund und befürworteten eine Weltwirtschaft nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen. Demnach setzen sich im Leistungswettstreit die besten Güter und Produktionsmethoden durch und die freie Preisbildung durch Angebot und Nachfrage sorgt für den bestmöglichen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen der Produzenten und Konsumenten. Dieser Ansatz geht also von einer Harmonievorstellung aus, nach der zwar jeder sein Eigeninteresse verfolgt, aber alle gewinnen, wenn bestehende Handels- und Wettbewerbsbeschränkungen abgebaut werden. „ Folglich sind alle außenwirtschaftlichen Beschränkungen möglichst zu beseitigen und der dann entstehende Handels- und Zahlungsverkehr nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu steuern. “ [Bundeszentrale für politische Bildung (1991), S. 2] Gleiches gilt für einen möglichst freien Verkehr von Zahlungsmitteln, Kapital und Arbeitskräften. Dem Staat kommen nur überwachende, schützende Aufgaben zu.

Die Vorteile des Freihandels beruhen auf den Wirkungen der internationalen Arbeitsteilung. Aus ökonomischer Sicht ist es zweckmäßig, die Güter dort zu produzieren, wo die Herstellung die vergleichsweise geringsten Kosten verursacht. Sie ist also vor allem dann vorteilhaft, wenn zwischen den Ländern Kostenunterschiede bezüglich der Produktion bestehen. Die Gründe dafür, dass die meisten Güter von Land zu Land mit unterschiedlichen Kosten hergestellt werden können, liegen zum einen in der unterschiedlichen Menge und Qualität der vorhandenen Produktionsfaktoren (Boden, Kapital, Arbeit) und zum anderen in den unterschiedlichen Preisen für diese Produktionsfaktoren begründet. Somit erscheint es ökonomisch sinnvoll, dass die Länder sich auf die Produktion derjenigen Güter spezialisieren, welche sie im Vergleich zu anderen billiger herstellen können. Wenn die Länder sich auf die Produkte spezialisieren, bei denen sie absolute oder zumindest komparative Kostenvorteile haben, und ihre

jeweilige ‚Überproduktion’ gegeneinander austauschen, können alle Beteiligten ihre Güterversorgung erhöhen.

Aus der Arbeitsteilung entstehen jedoch meist auch Abhängigkeiten. So können z.B. Arbeitsplätze gefährdet sein; zum einen dadurch, dass sich die Produktionsstruktur verschiebt und in den rückläufigen Wirtschaftszweigen Arbeitskräfte freigesetzt werden, die an anderer Stelle nicht schnell genug oder gar nicht wieder eingesetzt werden können. Zudem hängt die Beschäftigungslage in der Exportgüterindustrie direkt von der Auslandsnachfrage ab. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass Länder, deren Ausfuhr sich auf ein Hauptprodukt (z.B. Kaffee, Baumwolle) stützt, in extremen Maße von den Weltmarktpreisen abhängen. Zudem kann die Versorgung mit bestimmten Gütern, die importiert werden müssen gefährdet sein und nimmt die Erpressbarkeit eines Staates mit zunehmender Abhängigkeit von bestimmten Gütern (z.B. Öl) zu. Somit werden die Staaten letztlich immer um ein gewisses Maß an Autarkie bemüht sein. Zudem sind diese Risiken oftmals zur Begründung protektionistischer Maßnahmen herangezogen worden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Freihandel und Protektionismus im Welthandel
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Geographisches Institut, Kiel)
Veranstaltung
Unterseminar Wirtschaftsgeographie
Autor
Jahr
2001
Seiten
7
Katalognummer
V1383
ISBN (eBook)
9783638108591
Dateigröße
368 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freihandel, Protektionismus, Welthandel, Unterseminar, Wirtschaftsgeographie
Arbeit zitieren
Thomas Reith (Autor), 2001, Freihandel und Protektionismus im Welthandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1383

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