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Stigmatisierung und Diskriminierung von trans Personen. Betrachtung der Rolle von Gesellschaft und Medien auf Lebensrealitäten sowie Lebenschancen

Title: Stigmatisierung und Diskriminierung von trans Personen. Betrachtung der Rolle von Gesellschaft und Medien auf Lebensrealitäten sowie Lebenschancen

Term Paper , 2023 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jonte Ropers (Author)

Gender Studies
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Summary Excerpt Details

Welche Sichtbarkeit erfahren trans Personen in Medien und Gesellschaft im globalen Norden? Diese Frage wird im Kontext der Medical Anthropology, welche auch Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem mitdenkt, im Rahmen dieser Arbeit näher betrachtet. Dabei wird aus Perspektive der Sozial- und Kulturanthropologie die sich reproduzierende Struktur betrachtet, welche der fortwährenden Unsichtbarmachung von trans Personen den Weg ebnet. Gründe, Motive und Machtverhältnisse von verschiedenen Akteur:innen werden genau betrachtet, dabei verschiedene Gegebenheiten in Deutschland, Europa und der Wellt miteinbezogen.

Im Zentrum der Arbeit steht dabei die zentrale Forschungsfrage: "Inwiefern kann in Deutschland das universelle Recht zu atmen für trans Personen durch gesellschaftlich und politisch ausgehandelte und reproduzierte Diskriminierungshandlungen als eingeschränkt verstanden werden?". Diese zieht sich als roter Faden und Fixpunkt durch die komplette Arbeit, welche insbesondere auch auf Medienartefakte aus Film und (Streaming-) Fernsehen eingeht und diese als Argumentationsgrundlage für die Forschungsarbeit nutzt. Eng verwoben ist dabei die Betrachtung der Forschungsfrage mit allgemeinen Stigmatisierungs- und Intersektionalitätserfahrungen im globalen Süden, die u.a. in Hinblick auf einem fehlenden Zugang zum Gesundheitssystem und Atemwegsproblemen bestehen, wobei Letztere in vielen Fällen durch wirtschaftliche Tätigkeiten des globalen Nordens begründet sind und somit neokoloniale Netze im globalen Süden spannen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Begriffsbestimmung

Erläuterung der Forschungsfrage

Trans und die (Un-)Möglichkeit zu atmen: Eine Frage von Sichtbarkeit und Sicherheit

The Trouble of Breathing for Transgender

Zur gesundheitlichen Bedeutung von trans Repräsentation in Deutschland

Analyse

Diskussion der Ergebnisse

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern trans Personen in Deutschland durch gesellschaftlich und politisch reproduzierte Diskriminierungshandlungen in ihrem universellen Recht zu atmen – verstanden als Teilhabe und körperliche Unversehrtheit – eingeschränkt werden.

  • Stigmatisierung und strukturelle Benachteiligung im Gesundheitssystem und Alltag.
  • Die Rolle von Sichtbarkeit in Medien und Popkultur als Faktor für Sicherheit.
  • Einfluss von Rechtsprechung und Gesetzgebung auf Transidentitäten.
  • Intersectionale Diskriminierung und deren Auswirkungen auf die Lebensrealität.
  • Die symbolische und physische Bedeutung von „Atemlosigkeit“ durch konstanten gesellschaftlichen Druck.

Auszug aus dem Buch

Trans und die (Un-)Möglichkeit zu atmen: Eine Frage von Sichtbarkeit und Sicherheit

Das Atmen als alltägliche körperliche Praxis ist für trans Menschen eine Erfahrung, welcher durch Stigmatisierung und Diskriminierung im öffentlichen Raum in nicht wenigen Fällen ein unangenehmes Engegefühl im Brustbereich beiwohnt (vgl. Stephens & Sellberg 2019: 112 – 114). Nicht nur im übertragenen Sinne, sondern direkt spürbar und allein durch den Akt des Tragens eindeutig verändernd, schnürt das Tragen eines Binders das Leben von trans Männern einschneidend ein. Als Binder wird ein Kleidungsstück bezeichnet, welches ähnlich zu einem Top getragen wird und den Brustbereich abbindet, sodass die Brust flacher erscheint und trans Männer auch schon vor einer möglichen Mastektomie als männlich in der Öffentlichkeit gelesen werden (vgl. Bell & Telfer 2019: helloclue.com). Da jedoch das Phänomen einer sogenannten Body Dysmorphia bei trans Personen in einem hohen Maße ausgeprägt sein kann und das Unwohlsein im „falschen Körper“ ein sehr hohes Level erreichen kann, tragen trans Männer vor ihrer Transition bisweilen ihren Binder auch in der Nacht, obgleich dies von fachärztlicher Seite aus als gesundheitsschädlich betrachtet wird und zudem Schmerzen beim Atmen verursachen kann (vgl. Stephens & Sellberg 2019: 114-118).

Exemplarisch dient jedoch das Beispiel des mehr als unangenehmen Kleidungsstücks des Binders dafür, den Leidensdruck von trans Personen im falschen Körper und die daraus abzuleitende Maßnahme einer Transition als wichtiger Baustein für das identitätsstiftende Selbsterleben darzustellen. Neben medizinischen Instruktionen greift ein Gros der jüngeren trans Männer auch das World Wide Web (vgl. Bell & Telfer 2019: helloclue.com) zurück, um sich mit dem richtigen Trageverhalten beim Binding zu befassen und keine Gesundheitsschäden beziehungsweise Atemwegsbeschwerden durch ein zu exzessives Tragen des Binders zu riskieren (vgl. Bell et al. 2019 I Clue). In Abbildung 2 ist eine solche Instruktion zu sehen, die trans Männer online finden und sich so über das richtige Tragen des Binders informieren können. Nicht nur der Zugang zu Ärzt:innen ist für trans Personen herausfordernd, auch die Scham und die Sorge davor, von der medizinischen Fachperson nicht respektiert zu werden, schwingt aufgrund von gesellschaftlich tief verankerten Diskriminierungsaktionen gegen trans Menschen subtil mit (vgl. Safer et al. 2016: 168).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umreißt die rechtliche und gesellschaftliche Ausgangslage von trans Personen in Deutschland und führt das Kernkonzept des „Rechts zu atmen“ ein.

Begriffsbestimmung: Definiert den Terminus „trans Personen“ und ordnet ihn politisch und historisch in den deutschen Diskurs ein.

Erläuterung der Forschungsfrage: Analysiert, wie das deutsche Gesundheitssystem und die Gesetzgebung trans Identitäten teilweise ausschließen und stigmatisieren.

Trans und die (Un-)Möglichkeit zu atmen: Eine Frage von Sichtbarkeit und Sicherheit: Diskutiert körperliche Praktiken wie das „Binding“ und die Auswirkungen von Stigmatisierung auf das tägliche Wohlbefinden.

The Trouble of Breathing for Transgender: Beleuchtet intersektionale Hürden und die Bedeutung von Ausweisdokumenten für die körperliche Unversehrtheit.

Zur gesundheitlichen Bedeutung von trans Repräsentation in Deutschland: Untersucht Auswirkungen von Medienbildern und Gegenbewegungen wie der „Super Straight“-Bewegung auf die Gesundheit.

Analyse: Untersucht die Gesamtsituation von Diskriminierung am Arbeitsplatz und in privaten Lebensbereichen und deren Einfluss auf die psychische Gesundheit.

Diskussion der Ergebnisse: Fasst zusammen, wie sozialer Rückhalt und Sichtbarkeit in Medien die Lebensqualität und Teilhabechancen beeinflussen können.

Fazit: Resümiert, dass tiefgreifende gesellschaftliche und rechtliche Fortschritte notwendig sind, um trans Personen ein Leben in Sicherheit und „Atmungsfreiheit“ zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Trans Personen, Deutschland, Diskriminierung, Gesundheitssystem, Sichtbarkeit, Identität, Intersektionalität, Transfeindlichkeit, Recht zu atmen, Transition, Gesellschaft, Medienrepräsentation, Menschenwürde, Stigmatisierung, Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Lebensrealitäten von trans Personen in Deutschland unter dem Aspekt der gesellschaftlichen und strukturellen Diskriminierung, die ihr Recht auf ein selbstbestimmtes und sicheres Leben – metaphorisch als „Recht zu atmen“ bezeichnet – einschränkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen den Zugang zum Gesundheitssystem, die Auswirkungen von transfeindlicher Diskriminierung im Alltag, die Bedeutung medialer Repräsentation sowie rechtliche Hürden bei der Transition.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt danach, inwiefern trans Personen durch gesellschaftlich und politisch reproduzierte Diskriminierungshandlungen in ihrem Recht auf körperliche Unversehrtheit und gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland eingeschränkt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Untersuchung verwendet?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche Analyse, die den Diskurs um Transidentitäten, medizinische Statistiken und die Auswertung gesellschaftlicher Machtstrukturen miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden körperliche Aspekte der Identität (z.B. Binding), intersektionale Diskriminierung, rechtliche Rahmenbedingungen und die Rolle von Medien bei der Normalisierung oder Stigmatisierung von trans Personen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Transidentität, Diskriminierung, Intersektionalität, Gesundheitsversorgung, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe.

Welche Bedeutung hat das „Recht zu atmen“ für trans Personen laut dem Autor?

Das „Recht zu atmen“ fungiert als Metapher für ein Leben in Würde, Sicherheit und ohne den ständigen Zwang zur Anpassung an eine heteronormative Mehrheitsgesellschaft, die trans Personen oft systematisch unsichtbar macht oder stigmatisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Popkultur und Medien für trans Identitäten?

Der Autor sieht in der zunehmenden, respektvollen Repräsentation von trans Personen in Formaten wie „Pose“ oder „Druck“ einen entscheidenden Treiber für die gesellschaftliche Akzeptanz und eine wichtige Voraussetzung für die Verbesserung der Lebensrealitäten.

Welche Rolle spielen Dokumente wie der Geschlechtseintrag laut der Arbeit?

Der Ausweis und der Geschlechtseintrag werden als machtvolle Dokumente identifiziert; ihre fehlende Anpassung an die tatsächliche Identität führt oft zu struktureller Gewalt und institutioneller Diskriminierung, etwa beim Zugang zu medizinischen Hilfen oder im Gefängnissystem.

Was schlägt der Autor als Lösung für die aufgezeigten Missstände vor?

Der Autor fordert eine stärkere Sensibilisierung im Gesundheitswesen, eine inklusive Rechtsprechung ohne diskriminierende Elemente sowie eine breitere, authentische Sichtbarkeit von trans Personen in allen gesellschaftlichen Schlüsselpositionen.

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Details

Title
Stigmatisierung und Diskriminierung von trans Personen. Betrachtung der Rolle von Gesellschaft und Medien auf Lebensrealitäten sowie Lebenschancen
College
University of Bayreuth  (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
Course
Politik des Atmens: Globale und lokale Verflechtungen
Grade
1,3
Author
Jonte Ropers (Author)
Publication Year
2023
Pages
23
Catalog Number
V1383003
ISBN (PDF)
9783346925114
ISBN (Book)
9783346925121
Language
German
Tags
Stigmatisierung Intersektionalität Gesellschaft Macht Bourdieau Medical Anthropology Anthropologie Sozialwissenschaften Transpersonen trans Medien Atmen Sichtbarkeit Erzählform LGBT queer Fernsehen Soziologie Gender Diskurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonte Ropers (Author), 2023, Stigmatisierung und Diskriminierung von trans Personen. Betrachtung der Rolle von Gesellschaft und Medien auf Lebensrealitäten sowie Lebenschancen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1383003
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