Die vorliegende Bachelorarbeit widmet sich der Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen von bedeutenden Sportereignissen. Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Sportgroßveranstaltungen und legt dabei die Grundlagen für das Verständnis der folgenden Analysen. Die theoretische Herangehensweise umfasst einerseits den Sport-Event-Tourismus und andererseits die Methodik empirischer Untersuchungen, die in Kosten-Nutzen-Analysen eingesetzt werden.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Olympischen Sommerspiele 2012 und die FIFA WM 2006. Primär- und Sekundäreffekte dieser Veranstaltungen werden analysiert, um ihre wirtschaftlichen Einflüsse aufzuzeigen. Dabei werden die wirtschaftlichen Implikationen hinsichtlich Wachstum, Beschäftigung und Tourismus beleuchtet. Ein Vergleich der Effekte beider Ereignisse mündet in einer Diskussion über ihre gesamtwirtschaftliche Bedeutung sowie ihre langfristigen Auswirkungen im Kontext der Nachhaltigkeit.
Die Arbeit zielt darauf ab, die gesammelten Forschungsergebnisse und Argumente zusammenzuführen, um ein umfassendes Verständnis der wirtschaftlichen Effekte von Sportgroßveranstaltungen zu vermitteln. Das Fazit stellt die erarbeiteten Erkenntnisse dar und schafft eine Verbindung zu aktuellen Sportereignissen, insbesondere am Beispiel Hamburgs. Insgesamt beleuchtet die Bachelor-Abschlussarbeit die komplexe Beziehung zwischen Sportgroßveranstaltungen und deren ökonomischen Folgen. Durch den strukturierten Aufbau werden theoretische Grundlagen, empirische Analysen und praxisnahe Bezüge miteinander verknüpft, um ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Dynamik solcher Ereignisse zu zeichnen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bedeutung von Sportgroßveranstaltungen
3. Theorie Einführung
3.1 Sport-Event-Tourismus
3.2 Methodik der Untersuchungen
3.3 Kosten-Nutzen-Analysen im Sport
4. Ökonomische Primär- und Sekundäreffekte von Sportgroßveranstaltungen
4.1 Fußball Weltmeisterschaft 2006
4.1.1 Investitionen
4.1.1.1 Bau von Sportstätten
4.1.1.2 Ausbau der Infrastruktur
4.1.2 Tourismus und Exporte
4.1.2.1 Ticketverkauf
4.1.2.2 Effekte auf die Gastronomie und andere Branchen
4.1.3 Gesamtwirtschaftliche Bedeutung
4.2 Die Olympischen Sommerspiele 2012
4.2.1 Investitionen
4.2.1.1 Bau von Sportstätten
4.2.1.2 Ausbau der Infrastruktur
4.2.2 Tourismus und Exporte
4.2.2.1 Ticketverkauf
4.2.2.2 Effekte auf die Gastronomie und andere Branchen
4.2.3 Gesamtwirtschaftliche Bedeutung
5. Diskussion und Vergleich von Olympia 2012 und der FIFA-WM 2006
5.1 Gesamtwirtschaftliche Relevanz
5.2 Nachhaltigkeitsperspektive
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Abschlussarbeit zielt darauf ab, die ökonomischen Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen kritisch zu hinterfragen und mittels einer Kosten-Nutzen-Analyse zu bewerten. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit Großevents wie die Olympischen Sommerspiele 2012 und die Fußball-WM 2006 tatsächlich zu den erhofften volkswirtschaftlichen und regionalen Entwicklungsimpulsen führen.
- Theoretische Grundlagen des Sport-Event-Tourismus und Kosten-Nutzen-Analysen
- Analyse der Investitionskosten und Infrastrukturmaßnahmen bei Sportgroßevents
- Untersuchung monetärer Effekte durch Tourismus, Exporte und Ticketverkäufe
- Betrachtung von "intangiblen" Effekten (Imagezuwachs, psychologischer Nutzen)
- Vergleichende Diskussion der ökonomischen Nachhaltigkeit der beiden untersuchten Veranstaltungen
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Investitionen
Aus volkswirtschaftlicher Sicht stellen Investitionen eine Erhöhung des Kapitalstocks dar. In Kosten-Nutzen-Analysen werden sie zunächst als Kosten eingestuft. Diese können aber über Multiplikatoreffekte Einkommen und Nutzen stiften (vgl. Heyne, 2006, S.87). Darüber hinaus ist eine positive Korrelation zwischen Tourismusausgaben in der Präsenzphase und der getätigten Investitionen in die Stadien in der Pre-Event-Phase erkennbar, die als Resultat der erhöhten Stadionkapazität und der damit verbundenen Attraktivität der Spielorte hervorgehen (vgl. Kurscheidt, 2004, S.11). Die Investitionen in den Umbau der Stadien beliefen sich für die Weltmeisterschaft 2006 von 126 bis zu 340 Millionen Euro pro Stadion (vgl. Preuß & Kurscheidt & Schütte, 2009, S.39). Nähere Daten werden im folgenden Kapitel erläutert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Sports als Wirtschaftsfaktor ein und legt die Forschungsfrage zur ökonomischen Bewertung von Sportgroßereignissen dar.
2. Bedeutung von Sportgroßveranstaltungen: Das Kapitel beleuchtet das wachsende Interesse von Städten und Nationen an Sportevents und diskutiert die Herausforderung, "intangible" und monetäre Effekte in Kosten-Nutzen-Analysen zu erfassen.
3. Theorie Einführung: Hier werden die theoretischen Ansätze zum Sport-Event-Tourismus sowie die Methoden empirischer Kosten-Nutzen-Analysen, wie die Input-Output-Analyse, detailliert erläutert.
4. Ökonomische Primär- und Sekundäreffekte von Sportgroßveranstaltungen: Dieses zentrale Kapitel analysiert systematisch die Investitionen, Effekte auf den Tourismus und gesamtwirtschaftliche Auswirkungen am Beispiel der FIFA WM 2006 und der Olympischen Sommerspiele 2012.
5. Diskussion und Vergleich von Olympia 2012 und der FIFA-WM 2006: Die beiden Veranstaltungen werden hier vergleichend gegenübergestellt, wobei insbesondere Aspekte der gesamtwirtschaftlichen Relevanz und der langfristigen Nachhaltigkeit kritisch diskutiert werden.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen und bewertet kritisch, ob die antizipierten wirtschaftlichen Erwartungen an Sportgroßveranstaltungen in der Realität erfüllt werden können.
Schlüsselwörter
Sportgroßveranstaltungen, Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Olympische Sommerspiele 2012, Kosten-Nutzen-Analyse, Sportökonomie, Infrastrukturinvestitionen, Tourismus, Bruttoinlandsprodukt, Intangible Effekte, Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum, Beschäftigungseffekte, Destinationsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Wirkungen von Sportgroßveranstaltungen unter Anwendung von Kosten-Nutzen-Analysen am konkreten Beispiel der FIFA WM 2006 und Olympia 2012.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Die Untersuchung deckt die Bereiche Infrastrukturinvestitionen, Tourismusströme, gesamtwirtschaftliche Beiträge zum BIP sowie die schwierige Messbarkeit von sogenannten "intangiblen" Effekten ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu überprüfen, ob die weitgehend positiven Erwartungen an die wirtschaftliche Rentabilität dieser Großevents in der Praxis tatsächlich haltbar sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, den Vergleich makroökonomischer Daten sowie Ansätze der Input-Output-Analyse zur Quantifizierung von Infrastruktur- und Tourismuseffekten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der unmittelbaren Investitionskosten für Stadien und Infrastruktur, gefolgt von der Wirkung auf Tourismus, Gastronomie und Arbeitsmarkt für beide Events.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Sportgroßveranstaltungen, Kosten-Nutzen-Analyse, Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Effekte und Imagegewinne aus.
Welche Rolle spielen "intangible" Effekte bei der Bewertung der Kosten?
Sie sind schwer quantifizierbar, spielen jedoch eine dominante Rolle für politische Entscheidungsträger, da sie zur Rechtfertigung der öffentlichen Ausgaben und zur Stärkung des nationalen Images herangezogen werden.
Wie schneidet die FIFA WM 2006 im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2012 ab?
Die Arbeit zeigt, dass beide Veranstaltungen hohe öffentliche Investitionen erforderten, wobei die Olympischen Spiele 2012 eine stärkere Auslegung auf langfristige städtebauliche "Legacy"-Projekte (East-London) aufweisen.
- Arbeit zitieren
- Joel Nicolaus (Autor:in), 2016, Ökonomische Effekte von Sportgroßveranstaltungen am Beispiel der Olympischen Sommerspiele 2012 und der FIFA WM 2006, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1383507