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Neue Dienstleistungen für kommunale Energieversorgungsunternehmen im liberalisierten Energiemarkt

Title: Neue Dienstleistungen für kommunale Energieversorgungsunternehmen im liberalisierten Energiemarkt

Diploma Thesis , 2005 , 98 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Uwe Nienaber (Author)

Business economics - General
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Summary Excerpt Details

Als im Jahre 1998 das neue Energiewirtschaftsgesetz zur Umsetzung der EU – Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie 96/92/EU in Kraft trat, rechneten viele Menschen mit großen Veränderungen auf dem deutschen Energiemarkt. Die bisher monopolistisch agierenden Stadtwerke und regionalen Energieversorgungsunternehmen fürchteten um ihre Existenz oder um die Übernahme durch private Versorgungsunternehmen. Aus diesen Befürchtungen heraus, ent-wickelten viele Energieversorger neue Dienstleitungen bzw. entschlossen sich dazu erstmals welche anzubieten und damit über ihr bisheriges Geschäftsfeld hinweg aktiv zu werden.

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über einige der angebotenen Dienstleistungen geben und es wird versucht, diese Dienstleistungen zu bewerten und eine Empfehlung für oder gegen die Einführung zu geben. Die Bewertung erfolgt anhand verschiedener Kriterien (s. Kapitel 6.1), die vom Autor festgelegt wurden. Die 20 Beispielunternehmen wurden zufällig ausgewählt und sind nicht repräsentativ für den Energiemarkt in Deutschland.
Zu Beginn der Arbeit wird die Entwicklung der Liberalisierung des europäischen Strom- und Gasmarktes thematisiert.
Im nächsten Abschnitt werden die Veränderungen der Stadtwerke dargestellt, die seit der Liberalisierung geschehen sind. Es wird aber auch auf die große Bedeutung der kommunalen Versorgungsbetriebe hingewiesen und mögliche Szenarien für die Zukunft erläutert.
Im 5. Kapitel erfolgt ein kurzer, theoretischer Überblick über Dienstleistungen im allgemeinen. Es wird eine Definition gegeben und die Bedeutung der Dienstleitung in der Energiebranche erläutert.
Im entscheidenden 6. Kapitel werden nun die Anforderungen an neue Dienstleistungen festgelegt. Weiterhin werden die Dienstleitungen kurz erläutert und anhand des Anforderungskataloges untersucht. Alle Dienstleitungen werden mit Beispielen belegt und deren Erfolg im jeweiligen Unternehmen dokumentiert.
Anhand einer Tabelle werden im 7. Kapitel nochmals alle Dienstleistungen dargestellt und ein einige Erläuterungen dazu gegeben, bevor im 8. Kapitel die wesentlichen Ergebnisse zusam-mengefasst werden.

Zu diesen wesentlichen Ergebnissen zählt einmal, dass weit weniger Dienstleistungen von Energieversorgungsunternehmen angeboten werden, als man vermuten könnte. Der Druck auf die Versorgungsunternehmen ist von Seiten der Kunden noch nicht groß genug, sie mit zusätzlichen Angeboten an das Unternehmen zu binden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Entwicklung der Liberalisierung des europäischen Strom- und Gasmarktes

2.1) Die Geschichte der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie 96/92/EG

2.2) Beabsichtigte Marktöffnung durch die Richtlinie 96/92/EG

2.3) Die Entwicklung der Erdgasbinnenmarktrichtlinie 98/30/EG

2.4) Die Weiterführung der Liberalisierung durch die Richtlinien 2003/54/EG und 2003/55/EG

2.5) Die Umsetzung der Erdgas- und Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie in Deutschland durch das EnWG

3) Die Entwicklung des Energiemarktes in Deutschland

3.1) Die Geschichte der Energieversorgung bis 1998

3.2) Der deutsche Energiemarkt ab 1998

4) Die veränderte Rolle der Stadtwerke

4.1) Die Bedeutung kommunaler Energieversorgungsunternehmen für Städte und Gemeinden

4.2) Vorteile der Stadtwerke bei der Kundenbetreuung im liberalisierten Energiemarkt

4.3) Veränderte Aufgabenfelder

4.4) Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Strom- und Gasmarkt

4.5) Kooperationen als Chance für die Zukunft

4.6) Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen

5) Dienstleistung

5.1) Definition und Einordnung in die Betriebswirtschaft

5.2) Die Bedeutung der Dienstleistung in der Energiebranche

6) Dienstleistungen für kommunale Energieversorgungsunternehmen

6.1) Die Anforderungen an neue Dienstleistungen

6.2) Definition und Unterscheidung von Energiedienstleistungen

6.3) Die neuen Dienstleistungen

6.3.1) Energienahe Dienstleistungen

6.3.1.1) Telekommunikation und Internet

6.3.1.2) Wärmeservice

6.3.1.3) Thermografie

6.3.1.4) Facility Management

6.3.1.5) Vertrieb von SodaClub

6.3.2) Energieferne Dienstleistungen

6.3.2.1) Informationstechnologie

6.3.2.2) Baulanderschließung

6.3.2.3) Projektmanagement

6.3.2.4) Stadt- und Ortssanierung

6.3.2.5) Sonstige Dienstleistungen

7) Überblick über alle angebotenen Dienstleistungen der untersuchten Unternehmen

8) Zusammenfassung und Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung neuer Dienstleistungen durch kommunale Energieversorgungsunternehmen (EVU) infolge der Liberalisierung des Energiemarktes. Das Ziel besteht darin, einen Überblick über das Dienstleistungsangebot zu geben, diese Angebote zu bewerten und Empfehlungen für deren Einführung abzuleiten, um Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden.

  • Analyse der Auswirkungen der EU-Liberalisierungsrichtlinien auf den deutschen Energiemarkt.
  • Untersuchung der veränderten Rolle und Wettbewerbssituation der kommunalen Stadtwerke.
  • Kategorisierung und Bewertung energienaher und energieferner Dienstleistungsangebote.
  • Dokumentation von Best-Practice-Beispielen bei ausgewählten Energieversorgern.
  • Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen für EVU hinsichtlich ihrer Dienstleistungsportfolio-Erweiterung.

Auszug aus dem Buch

6.3.1.3) Thermografie

Bei Thermografie oder Wärmebildtechnik, wird mit Hilfe einer Wärmebild – Kamera eine Infrarotaufnahme von einem Gebäude gemacht. Anhand der unterschiedlichen Farben auf dem Foto kann erkannt werden, an welchen Stellen des Gebäudes die Außenwand erwärmt ist, also Wärme austritt. Je heller die Farbe, desto wärmer ist die Stelle.

Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Messung völlig ohne Berührung stattfindet und das Objekt damit unverändert bleibt.

Dieser Dienst bietet sich besonders für Käufer von Neubauten aber auch von Altbauten an, um die Schwachstellen des Hauses zu lokalisieren und die Instandsetzungskosten genauer abschätzen zu können.

Doch diese Technik ist nicht nur auf Gebäude beschränkt, sondern kann auch bei Schaltschränken, Hochspannungsanlagen, Generatoren, Sicherungen, usw. eingesetzt werden. An diesen Gegenständen sollen damit mögliche Brandherde lokalisiert werden.

Ein weiterer Einsatzpunkt ist die Qualitätsprüfung von Fertigungsteilen, Schweißnähten oder Lebensmitteln. Fertigungsteile und Schweißnähte werden auf Lufteinschlüsse und damit auf die Stabilität kontrolliert. Bei Lebensmitteln wird kontrolliert, ob sich Fremdstoffe im Produkt befinden.

Der Markt für Thermografie befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Erst in den 90er Jahren wurden in Deutschland die ersten Infrarotkameras entwickelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Darstellung der Ausgangssituation für Stadtwerke nach der Marktliberalisierung 1998 und Erläuterung der Zielsetzung dieser Arbeit.

2) Die Entwicklung der Liberalisierung des europäischen Strom- und Gasmarktes: Analyse der EU-Richtlinien zur Marktöffnung und deren spezifische Umsetzung in Deutschland durch das EnWG.

3) Die Entwicklung des Energiemarktes in Deutschland: Historischer Rückblick auf die Versorgungsstrukturen bis 1998 und Beschreibung des Marktes nach Beginn der Liberalisierung.

4) Die veränderte Rolle der Stadtwerke: Untersuchung der neuen Wettbewerbssituation, der Vorteile kommunaler Akteure und der notwendigen Anpassung ihrer Aufgabenfelder.

5) Dienstleistung: Theoretische Grundlegung zum Dienstleistungsbegriff sowie dessen spezifische Einordnung und Bedeutung im Energiesektor.

6) Dienstleistungen für kommunale Energieversorgungsunternehmen: Detaillierte Untersuchung spezifischer energienaher und energieferner Dienstleistungsangebote anhand eines Anforderungskataloges.

7) Überblick über alle angebotenen Dienstleistungen der untersuchten Unternehmen: Empirische Übersicht der tatsächlichen Marktpraxis bei den 20 untersuchten Energieversorgungsunternehmen.

8) Zusammenfassung und Schlussbemerkungen: Fazit zur Dienstleistungsstrategie der EVU mit konkreten Handlungsempfehlungen zur Erweiterung der Wertschöpfungskette.

Schlüsselwörter

Energieversorgungsunternehmen, Liberalisierung, Stadtwerke, Dienstleistungen, Energiedienstleistungen, Contracting, Wärmeservice, Thermografie, Facility Management, Baulanderschließung, Projektmanagement, Kundenbindung, Wettbewerb, Energiemarkt, Effizienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Strategien kommunaler Energieversorgungsunternehmen, sich durch das Angebot neuer Dienstleistungen in einem zunehmend liberalisierten Energiemarkt zu behaupten und Kunden zu binden.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Liberalisierung auf die Branche, die Identifikation neuer Geschäftsfelder und die kritische Bewertung, welche dieser Dienstleistungen für Stadtwerke sinnvoll und rentabel sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, EVU einen fundierten Überblick über verfügbare Dienstleistungsoptionen zu geben, die Erfolgschancen für diese Angebote zu bewerten und eine Empfehlung auszusprechen, ob und wie diese in das Portfolio aufgenommen werden sollten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Marktentwicklung sowie auf eine Untersuchung von 20 Beispielunternehmen, deren Dienstleistungsangebote anhand eines selbst entwickelten Anforderungskataloges analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung von Dienstleistungen und eine praktische Analyse spezifischer Angebote wie Wärmeservice, Thermografie, Facility Management, Baulanderschließung und IT-Dienstleistungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Liberalisierung, kommunale Energieversorger (Stadtwerke), Dienstleistungsportfolio, Kundenbindung und Wettbewerbsfähigkeit geprägt.

Warum spielt die Kundenbindung bei den untersuchten Dienstleistungen eine so große Rolle?

Da die Wechselquoten bei Strom- und Gaskunden in Deutschland lange Zeit niedrig waren, werden zusätzliche Dienstleistungen als Strategie genutzt, um die emotionale Bindung zu stärken und die Abhängigkeit vom reinen Energieverkauf zu verringern.

Welche Rolle spielen die untersuchten Beispielunternehmen wie EWE oder MVV für die Arbeit?

Die Unternehmen dienen als praxisnahe Fallbeispiele, um zu dokumentieren, welche Dienstleistungen bereits erfolgreich am Markt implementiert wurden und welche Herausforderungen dabei auftreten.

Gibt es eine eindeutige Empfehlung für EVU, in neue Dienstleistungsbereiche einzusteigen?

Die Arbeit empfiehlt, sich primär auf Dienstleistungen zu konzentrieren, die auf dem Kerngeschäft aufbauen. Eine Expansion in fachfremde Bereiche wird aufgrund der hohen Konkurrenz und fehlender Kernkompetenzen meist kritisch bewertet.

Warum wird der Ausstieg aus bestimmten Dienstleistungsbereichen in manchen Fällen empfohlen?

Der Ausstieg oder die interne Beschränkung wird empfohlen, wenn die Kostenstrukturen (z.B. Tarifbindung) eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung unmöglich machen oder die notwendigen Investitionen keinen entsprechenden monetären Gewinn oder strategischen Mehrwert versprechen.

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Details

Title
Neue Dienstleistungen für kommunale Energieversorgungsunternehmen im liberalisierten Energiemarkt
College
University of Technology, Business and Design Wismar
Grade
1,8
Author
Uwe Nienaber (Author)
Publication Year
2005
Pages
98
Catalog Number
V138363
ISBN (eBook)
9783640466863
ISBN (Book)
9783640466764
Language
German
Tags
Neue Dienstleistungen Energieversorgungsunternehmen Energiemarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Nienaber (Author), 2005, Neue Dienstleistungen für kommunale Energieversorgungsunternehmen im liberalisierten Energiemarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138363
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