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Vom italienischen Faschismus zum deutschen Nationalsozialismus. Transfer und Vergleich

Titel: Vom italienischen Faschismus zum deutschen Nationalsozialismus. Transfer und Vergleich

Hausarbeit , 2020 , 26 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ziyao Zhu (Autor:in)

Romanistik - Italianistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Fragestellung dieser Hausarbeit ist, inwiefern und warum Mussolini als Hitlers Vorbild gesehen wird. Das Ziel liegt darin, durch die Analyse der faschistischen Bewegung in beiden Ländern vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, zu verstehen,
auf welche Weise der Faschismus als eine Sonderform der Kultur von vielen Menschen aufgenommen und in vielen Ländern verbreitet wurde.

Der italienische Faschismus bestand nach Schieder aus fünf Phasen: die Phase vor 1919 wird als Vorgeschichte bezeichnet, zwischen 1919 und 1922 war die Phase der Bewegung, darauf folgte die entscheidende Übergangsphase von 1922 bis 1929 sowie die Diktaturphase des Faschismus von 1929 bis 1943 und schließlich der faschistische Epilog von 1943 bis 1945. Dieser Beitrag beschäftigt sich chronologisch mit den ersten drei Phasen in beiden Ländern.

Im zweiten Kapitel geht es um die geschichtlichen Hintergründe, um den Aufstieg des Faschismus besser zu verstehen. Das dritte Kapitel handelt jeweils von den Putschversuchen Mussolinis und Hitlers, wobei Mussolinis Marsch auf Rom erfolgreich und der Hitlerputsch mit dem Marsch auf Berlin, bei dem Ersterer als Vorbild genommen wurde, allerdings gescheitert war.
Dazu wird auch betrachtet, inwiefern die Stadt München als Hitlers Machtbasis des Nationalsozialismus betrachtet wurde. Im vierten Kapitel geht es hauptsächlich um die faschistische Ideologie in der Bewegungs- sowie Übergangsphase vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Hier werden die faschistischen Maßnahmen in beiden Ländern veranschaulicht und verglichen.

Alle faschistischen Bewegungen in Europa einschließlich des Nationalsozialismus des Dritten Reiches orientierten sich bei ihrer Entstehung am italienischen Faschismus, der kein Vorbild hatte, sondern ein historisches Novum war. Das Wort Faschismus stammt aus dem Lateinischen "fasces" und bedeutet Rutenbündel mit Beil, das als Liktorenbündel angesehen wurde und ein Symbol der politischen Exekutivgewalt in der römischen Antike war. Der Begriff wurde zuerst vom Duce Benito Mussolini dem Kampfbund Fasci di Combatimento entnommen. In Europa existierten viele Varianten der faschistischen Bewegung, darunter der NS-Staat, die Falange in Spanien, die Pfeilkreuzler in Ungarn und die Eiserne Garde in Rumänien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marsch auf Rom als Vorbild

2.1 Historische Hintergründe

2.2 Der erfolgreiche Marsch auf Rom

2.3 Der gescheiterte Hitlerputsch

2.4 Hitlers Machtbasis: München in Bayern

3. Die charismatische Herrschaft – Italien und NS-Staat im Vergleich

3.1 Die fünf Phasen der faschistischen Bewegung

3.2 Personenkult

3.3 Gewaltausübung

3.4 Die Miliz

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Transfer und Vergleich zwischen dem italienischen Faschismus und dem deutschen Nationalsozialismus vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, um zu verstehen, warum Mussolini als Vorbild für Hitler fungierte und wie sich der Faschismus als kulturelle Sonderform verbreiten konnte.

  • Analyse der historischen Entstehungsbedingungen des Faschismus in Italien und Deutschland.
  • Untersuchung der Putschversuche (Marsch auf Rom vs. Hitlerputsch) als politische Instrumente.
  • Bewertung von München als Hitlers Machtbasis und deren Bedeutung für den Aufstieg der NSDAP.
  • Vergleichende Analyse der charismatischen Herrschaft, des Personenkults und der Gewaltpraxis in beiden Systemen.
  • Betrachtung der Rolle der faschistischen Milizen und der propagandistischen Inszenierung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Der gescheiterte Hitlerputsch

Die gewaltsamen Maßnahmen konnten allerdings nicht den Erfolg des Faschismus und des Nationalsozialismus garantieren. Ein bedeutendes Beispiel ist der Hitlerputsch im Jahr 1923, bei dem die Machtergreifung Hitlers scheiterte.

In ähnliche soziale und politische Schwierigkeiten geriet auch Deutschland wegen des unstabilen Lebens der Bevölkerung. Die politische Krise und die Inflation gaben Hitler eine günstige Gelegenheit, wobei er unter militärischer Unterstützung von NSDAP und SA sein politisches Ziel erreichen konnte: den Umsturz der Reichsregierung in Berlin und die Errichtung der Diktatur. Gleichzeitig diente ihm Mussolinis Marsch auf Rom als Vorbild für seine Aktion. Dieser machte ihm Hoffnung und er entschied sich für einen Marsch auf Berlin. Der erste Schritt dafür war ein Putsch in München, wo er sich damals befand.

Hitler sah die beste Zeit für einen Putsch. Zum einen erregte die NSDAP unter zahlreichen nationalistischen Parteien in München Aufmerksamkeit und „wurde zu einer nicht zu vernachlässigenden“ rechten Gruppe. Die Anzahl der Anhänger betrug vor dem Putsch am 08. November schon 55 000. Im Februar wurde die paramilitärische Truppe der NSDAP, die Sturmabteilung (SA), unter Ernst Rohm errichtet. Ihr Charakter wandelte sich von einer rechten Parteigruppe zu einem Wehrverband, der Hitler eine starke militärische Unterstützung gab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die faschistischen Bewegungen in Europa ein, benennt die fünf Phasen nach Schieder und definiert die Fragestellung bezüglich der Vorbildfunktion Mussolinis für Hitler.

2. Marsch auf Rom als Vorbild: Das Kapitel befasst sich mit den historischen Hintergründen nach dem Ersten Weltkrieg, dem erfolgreichen Marsch auf Rom, dem gescheiterten Hitlerputsch sowie der Bedeutung Münchens als Hitlers Machtbasis.

3. Die charismatische Herrschaft – Italien und NS-Staat im Vergleich: Dieser Abschnitt analysiert vergleichend die fünf Phasen der Bewegung, den Personenkult, die Ausübung von Gewalt als politisches Mittel sowie die Rolle der jeweiligen Milizen.

4. Fazit: Die Zusammenfassung rekapituliert die Ergebnisse zur Entstehung der Radikalisierung, die Rolle Münchens und die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede in der Durchführung der faschistischen Regime.

5. Literatur: Dieses Kapitel listet die für die Untersuchung herangezogene primäre und sekundäre Literatur sowie Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Faschismus, Nationalsozialismus, Italien, Deutschland, Marsch auf Rom, Hitlerputsch, München, Personenkult, Gewalt, NS-Staat, Benito Mussolini, Adolf Hitler, Politische Radikalisierung, Ideologie, Propaganda.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Transfer politischer Ideologien und Methoden zwischen dem italienischen Faschismus und dem deutschen Nationalsozialismus in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Entstehung faschistischer Bewegungen, der Vergleich von Umsturzversuchen, die Bedeutung lokaler Machtbasen wie München und die Ausübung charismatischer Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Mussolini als Hitlers Vorbild diente und wie es dem Faschismus gelang, sich als kulturelle Sonderform in der Bevölkerung zu verankern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des historischen Vergleichs und der Analyse von Primär- und Sekundärquellen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Systemen aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse historischer Krisen, vergleicht Putschversuche, beleuchtet München als "Ordnungszelle" und untersucht Strukturen der charismatischen Herrschaft sowie die Rolle von Milizen und Gewalt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Faschismus, Nationalsozialismus, Personenkult, Gewaltpraxis, München als Machtbasis und historische Transformation gekennzeichnet.

Welche Rolle spielte der Marsch auf Rom für Hitler?

Der Marsch auf Rom fungierte als direktes Vorbild. Hitler betrachtete den Erfolg Mussolinis als Inspiration für seinen eigenen Umsturzversuch in Deutschland, den sogenannten Hitlerputsch.

Warum war München für Hitlers Aufstieg entscheidend?

München bot ein spezielles politisches Klima, in dem radikale nationalistische Gruppen durch die lokale bayerische Regierung, die sich gegen die Reichsregierung stellte, gefördert oder geduldet wurden.

Wie unterscheidet sich die Diktaturphase in Deutschland von der in Italien?

Die Konsolidierung zur Diktatur vollzog sich im Nationalsozialismus deutlich rascher (innerhalb von zwei Jahren) als im italienischen Faschismus, wo dieser Prozess sieben Jahre in Anspruch nahm.

Welche Funktion hatte die Gewalt im faschistischen Alltag?

Gewalt diente nicht nur als Mittel zur Destabilisierung und Eliminierung politischer Gegner, sondern wurde als Lebensstil ästhetisiert, um die Solidarität innerhalb der Bewegung zu festigen.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom italienischen Faschismus zum deutschen Nationalsozialismus. Transfer und Vergleich
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Romanische / Italienische Philologie)
Veranstaltung
Italien / Bayern: Kunst- und Kulturtransfer
Note
2,3
Autor
Ziyao Zhu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V1383738
ISBN (PDF)
9783346931788
ISBN (Buch)
9783346931795
Sprache
Deutsch
Schlagworte
faschismus nationalsozialismus transfer vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ziyao Zhu (Autor:in), 2020, Vom italienischen Faschismus zum deutschen Nationalsozialismus. Transfer und Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1383738
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Leseprobe aus  26  Seiten
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