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Freihandel und Protektionismus im Welthandel

Title: Freihandel und Protektionismus im Welthandel

Presentation (Elaboration) , 2001 , 7 Pages

Autor:in: Thomas Reith (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Einleitung

Internationale Wirtschaftbeziehungen sind zu einer Alltäglichkeit geworden. Sie begegnen uns in Form von tropischen Früchten und asiatischen Elektronikartikeln, werden aber auch dann offensichtlich, wenn es zu Fusionen oder Übernahmen von ausländischen und deutschen Unternehmen kommt. Zudem bestehen vielfältige Abhängigkeiten von Rohstoffen, die im Inland nicht vorhanden sind und importiert werden müssen (z.B. Erdöl).
Ökonomische Grundlage für die Wirtschaftsbeziehungen auf internationaler Ebene ist die internationale Arbeitsteilung, welche ihrerseits gegenseitige Abstimmung der wirtschaftlichen Aktivitäten unter den Akteuren erfordert. Dabei bezeichnet der Begriff der Weltwirtschaftsordnung „die Gesamtheit aller Abkommen, Vorschriften, Gesetze usw., welche die ökonomischen Vorgänge im internationalen Wirtschaftsverkehr regeln“. [Bundeszentrale für politische Bildung (1991), S. 1]
Dabei waren im Laufe der internationalen Wirtschaftsgeschichte stets zwei gegensätzliche Prinzipien beherrschend: Freihandel und Protektionismus. Weiterhin müssen drei Märkte unterschieden werden, auf denen die wirtschaftlichen Aktivitäten umgesetzt werden: den Gütermarkt, den Arbeitsmarkt und den Kapitalmarkt.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Welthandel zwischen Protektionismus und Freihandel

2.1 Freihandel

2.2 Protektionismus

3. Uruguay-Runde des GATT und WTO

4. Auswirkungen der zunehmenden Liberalisierung

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen des Welthandels im Spannungsfeld zwischen Freihandel und Protektionismus. Ziel ist es, die ökonomischen Wirkungsweisen internationaler Arbeitsteilung sowie die Herausforderungen durch zunehmende Liberalisierung und protektionistische Gegenbewegungen zu analysieren.

  • Theoretische Grundlagen des Freihandels und Wirtschaftsliberalismus
  • Formen und Wirkmechanismen des Protektionismus
  • Die Rolle des GATT und der WTO im Prozess der Handelsliberalisierung
  • Dynamische Effekte der Marktöffnung auf Arbeits- und Kapitalmärkte
  • Risiken der Handelsabhängigkeit für Entwicklungs- und Schwellenländer

Auszug aus dem Buch

2.1 Freihandel

Die Grundlage des Freihandels ist der Wirtschaftsliberalismus. Seine Begründer (u.a. Smith, Ricardo und Mill) stellten die Freiheit und Selbstverantwortung der Menschen in den Vordergrund und befürworteten eine Weltwirtschaft nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen. Demnach setzen sich im Leistungswettstreit die besten Güter und Produktionsmethoden durch und die freie Preisbildung durch Angebot und Nachfrage sorgt für den bestmöglichen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen der Produzenten und Konsumenten. Dieser Ansatz geht also von einer Harmonievorstellung aus, nach der zwar jeder sein Eigeninteresse verfolgt, aber alle gewinnen, wenn bestehende Handels- und Wettbewerbsbeschränkungen abgebaut werden. „Folglich sind alle außenwirtschaftlichen Beschränkungen möglichst zu beseitigen und der dann entstehende Handels- und Zahlungsverkehr nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu steuern.“ [Bundeszentrale für politische Bildung (1991), S. 2] Gleiches gilt für einen möglichst freien Verkehr von Zahlungsmitteln, Kapital und Arbeitskräften. Dem Staat kommen nur überwachende, schützende Aufgaben zu.

Die Vorteile des Freihandels beruhen auf den Wirkungen der internationalen Arbeitsteilung. Aus ökonomischer Sicht ist es zweckmäßig, die Güter dort zu produzieren, wo die Herstellung die vergleichsweise geringsten Kosten verursacht. Sie ist also vor allem dann vorteilhaft, wenn zwischen den Ländern Kostenunterschiede bezüglich der Produktion bestehen. Die Gründe dafür, dass die meisten Güter von Land zu Land mit unterschiedlichen Kosten hergestellt werden können, liegen zum einen in der unterschiedlichen Menge und Qualität der vorhandenen Produktionsfaktoren (Boden, Kapital, Arbeit) und zum anderen in den unterschiedlichen Preisen für diese Produktionsfaktoren begründet. Somit erscheint es ökonomisch sinnvoll, dass die Länder sich auf die Produktion derjenigen Güter spezialisieren, welche sie im Vergleich zu anderen billiger herstellen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die internationalen Wirtschaftsbeziehungen und Darstellung der zentralen Spannungsfelder zwischen Freihandel und Protektionismus.

2. Welthandel zwischen Protektionismus und Freihandel: Analyse der theoretischen Konzepte des Wirtschaftsliberalismus und der verschiedenen tarifären sowie nicht-tarifären Schutzinstrumente staatlicher Handelspolitik.

3. Uruguay-Runde des GATT und WTO: Erläuterung der Prinzipien des GATT und der Rolle der Welthandelsorganisation bei der globalen Zollsenkung und Streitschlichtung.

4. Auswirkungen der zunehmenden Liberalisierung: Untersuchung der ökonomischen Dynamik auf Arbeits- und Kapitalmärkten sowie der Auswirkungen auf die Terms of Trade.

5. Fazit: Kritische Würdigung der Globalisierungsprozesse unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Welthandel, Freihandel, Protektionismus, GATT, WTO, Liberalisierung, Arbeitsteilung, Produktionsfaktoren, Handelshemmnisse, Kapitalmobilität, Terms of Trade, Globalisierung, Entwicklungsländer, Wirtschaftsliberalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen und Konflikte zwischen freiem Handel und protektionistischen Maßnahmen im globalen Wirtschaftssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die ökonomischen Grundlagen des Freihandels, staatliche Eingriffsmöglichkeiten, die historische Entwicklung der GATT-Runden und die Konsequenzen der globalen Liberalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein besseres Verständnis der Wirkungsmechanismen des Welthandels und der daraus resultierenden Chancen und Risiken für beteiligte Volkswirtschaften.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung wirtschaftsgeographischer Zusammenhänge unter Einbeziehung ökonomischer Theorien und aktueller handelsrechtlicher Organisationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Freihandels, die Analyse protektionistischer Instrumente sowie die Auswirkungen von Handelsabkommen auf nationale Arbeits- und Kapitalmärkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Welthandel, Liberalisierung, Terms of Trade, internationale Arbeitsteilung und WTO bestimmt.

Was bedeutet das im Text erwähnte "Emporklettern" von Ländern?

Dieser Begriff beschreibt den dynamischen Prozess, bei dem Länder durch Investitionen in Humankapital und physisches Kapital die Wertschöpfungskette nach oben steigen und höherwertige Güter exportieren.

Warum sind die "Terms of Trade" für Entwicklungsländer oft problematisch?

Eine Verschlechterung der Terms of Trade führt dazu, dass Entwicklungsländer für ihre Exporte (oft Agrarprodukte/Rohstoffe) immer weniger industrielle Güter im Gegenzug importieren können.

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Details

Title
Freihandel und Protektionismus im Welthandel
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Geographisches Institut, Kiel)
Course
Unterseminar Wirtschaftsgeographie
Author
Thomas Reith (Author)
Publication Year
2001
Pages
7
Catalog Number
V1383
ISBN (eBook)
9783638108591
Language
German
Tags
Freihandel Protektionismus Welthandel Unterseminar Wirtschaftsgeographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Reith (Author), 2001, Freihandel und Protektionismus im Welthandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1383
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