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Entwicklung der Filmwirtschaft und Filmproduktion in Deutschland während der NS-Zeit

Title: Entwicklung der Filmwirtschaft und Filmproduktion in Deutschland während der NS-Zeit

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B.Eng. Stefan Behles (Author)

Communications - Movies and Television
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Im Zuge der Vorlesung Filmgeschichte wird in dieser Arbeit dargestellt, wie sich die Filmwirtschaft und die Filmproduktion nach 1933 verändert haben. Betrachtet wird dabei ausschließlich die Zeit der Nazi-Diktatur in Deutschland. Nur zu Vergleichen oder
Folgeentwicklungen wird stellenweise auf die Nachkriegszeit eingegangen, um Sachverhalte noch klarer herauszustellen. Fragen, die dabei beantwortet werden sollen sind: Wie hat sich der Film während des Dritten Reiches verändert und welche Auswirkungen hatte das Führerprinzip auf die Filmproduktion in Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Arbeit

2. Filmkreditbank

3. Reichsfilmkammer

4. Der Reichsfilmdramaturg

5. Das Lichtspielgesetz

6. Nachfolgende Entwicklung des Filmsektors

7. Genrebetrachtung

8. Filmpolitik im besetzen Ausland

9. Joseph Goebbels

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Veränderungen der deutschen Filmwirtschaft und Filmproduktion im Zeitraum von 1933 bis 1945, wobei der Fokus auf der staatlichen Lenkung durch nationalsozialistische Institutionen und Gesetze liegt. Ziel ist es, die Auswirkungen der ideologischen Einflussnahme, der Zensur und der Verstaatlichungsprozesse auf die Filmbranche sowie die Rolle zentraler Akteure wie Joseph Goebbels zu analysieren.

  • Staatliche Institutionalisierung und Gleichschaltung der Filmindustrie.
  • Einfluss der Filmkreditbank und der Reichsfilmkammer auf die Produktionsbedingungen.
  • Zensurmechanismen durch das Lichtspielgesetz und den Reichsfilmdramaturgen.
  • Wirtschaftliche Konzentration und Nationalisierung der großen Filmkonzerne.
  • Die Rolle der Filmpolitik als Propagandainstrument im Inland und im besetzten Ausland.

Auszug aus dem Buch

4. Der Reichsfilmdramaturg

Im Zuge des Reichslichtspielgesetzes vom 16. Februar 1934 wurde die Vorzensur im deutschen Film zu einem nahezu lückenlosen System ausgebaut. Der sogenannte Reichsfilmdramaturg hatte nach dem Erlass des Gesetzes die Aufgabe, alle Exposés, Manuskripte und Drehbücher auf ihre Inhalte hin zu überprüfen. Zum ersten Reichsfilmdramaturgen avancierte der Schriftsteller Willi Krause, ehemals Redakteur der Goebbels-Zeitung „Der Angriff“ und in Sachen Film eigentlich unerfahren.

Außerdem wurde die Erfassung und Begutachtung aller Filmprojekte durch den Dramaturgen von großen Teilen der Filmindustrie abgelehnt. Seine Zensur ging dem eigentlichen Zensurverfahren der Filmprüfstelle voraus. Allerdings hatte er nur kurze Zeit die Arbeiten zu überprüfen. Nach Verfügung von Minister Goebbels musste er Exposés innerhalb von 48 Stunden und Drehbücher binnen einer Woche begutachten (Kreimeier 1992, 268). Man muss davon ausgeht, dass dem Dramaturgen nicht nur immer ein Drehbuch zur Begutachtung vorlag, sondern meist mehrere gleichzeitig. Das die Bearbeitung dabei meistens länger und meist ungenügend gut ausfiel ist klar.

Interne Berichte und Rechnungen weißen laut Kreimeier daraufhin, dass für Filmproduktionen große Verluste durch Drehbücher und spätere Zensurprobleme anfielen. So ergaben interne Rechnungen der Ufa unproduktive Mehrkosten von 520.000 Mark – alleine für ein Produktionshalbjahr 1934. Die daraus resultierenden Folgen werden in den folgenden Kapiteln ausführlicher dargestellt(Kreimeier 1992, 269).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Arbeit: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit sowie der Rahmenbedingungen für die Analyse der deutschen Filmwirtschaft unter der NS-Diktatur.

2. Filmkreditbank: Untersuchung der Gründung der Filmkreditbank als Instrument zur staatlichen Kontrolle und finanziellen Lenkung der Filmproduktion.

3. Reichsfilmkammer: Analyse der zwangsweisen Organisierung aller Filmschaffenden durch die Reichsfilmkammer zur Durchsetzung staatlicher Weisungen.

4. Der Reichsfilmdramaturg: Beschreibung des neuen Vorzensur-Systems und der Aufgaben des Reichsfilmdramaturgen bei der Überprüfung von Filmstoffen.

5. Das Lichtspielgesetz: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen der Filmzensur und der Einführung staatlicher Prädikate für Filme.

6. Nachfolgende Entwicklung des Filmsektors: Analyse der Konzentrationsprozesse und der schrittweisen Verstaatlichung der großen Produktionsfirmen bis 1942.

7. Genrebetrachtung: Statistische Betrachtung der verschiedenen Filmgenres und der Rolle der Propaganda innerhalb des Gesamtangebots.

8. Filmpolitik im besetzen Ausland: Untersuchung der Instrumentalisierung des Films zur NS-Propaganda in den besetzten europäischen Gebieten.

9. Joseph Goebbels: Portrait von Joseph Goebbels als zentrale Figur der NS-Filmpolitik und Analyse seines Einflusses als Schirmherr des deutschen Films.

Schlüsselwörter

NS-Zeit, Filmwirtschaft, Reichsfilmkammer, Filmkreditbank, Lichtspielgesetz, Reichsfilmdramaturg, Joseph Goebbels, Gleichschaltung, Filmzensur, Propaganda, Ufa, Verstaatlichung, Filmproduktion, Filmpolitik, Prädikate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der strukturellen und inhaltlichen Entwicklung der deutschen Filmwirtschaft und Filmproduktion zwischen 1933 und 1945 unter der nationalsozialistischen Herrschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der staatlichen Institutionalisierung (wie der Reichsfilmkammer), der rechtlichen Kontrolle durch das Lichtspielgesetz, der wirtschaftlichen Konzentration in der Filmbranche sowie der Instrumentalisierung des Films für Propagandazwecke.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich der deutsche Film während der Zeit des Dritten Reiches verändert hat und welche Auswirkungen das Führerprinzip sowie staatliche Eingriffe auf die Filmproduktion hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die durch historische Daten, Statistiken zur Filmproduktion und interne Berichte der damaligen Zeit untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die zentralen staatlichen Kontrollorgane, der Prozess der Verstaatlichung der Filmkonzerne, die Zensurverfahren, die statistische Verteilung der Filmgenres und die Filmpolitik in besetzten Gebieten detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem NS-Filmpolitik, Gleichschaltung, Reichsfilmkammer, Filmzensur und Propaganda.

Welche Rolle spielte die Filmkreditbank bei der Gleichschaltung?

Die Filmkreditbank fungierte als zentrales Steuerungsinstrument, das durch die Vergabe von Krediten an die Abhängigkeit der Filmproduzenten vom Staat band und gleichzeitig eine frühe Form der Vorzensur ausübte.

Wie veränderte sich die Filmpolitik in besetzten Gebieten?

Die Filmpolitik in besetzten Gebieten zielte darauf ab, den deutschen Film als ideologisches Führungsinstrument zu installieren, wobei die lokale Infrastruktur zur Amortisation der eigenen Produktionskosten ausgebeutet wurde.

Welchen Einfluss hatte der Wechsel der Filmgenres im Kriegsverlauf?

Der Genre-Wechsel, etwa das Ansteigen von Komödien oder Melodramen, spiegelte laut der Arbeit die wechselnde Gemütslage der Bevölkerung und die ideologischen Anforderungen der Kriegsführung wider.

Wie wird Joseph Goebbels im Kontext des Films eingeordnet?

Joseph Goebbels wird als Schirmherr des deutschen Films und zentrale Instanz identifiziert, die durch das Führerprinzip alle entscheidenden Fäden in der Filmproduktion, Zensur und Personalplanung in der Hand hielt.

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Details

Title
Entwicklung der Filmwirtschaft und Filmproduktion in Deutschland während der NS-Zeit
College
Stuttgart Media University
Grade
2,0
Author
B.Eng. Stefan Behles (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V138416
ISBN (eBook)
9783640476428
ISBN (Book)
9783640612604
Language
German
Tags
Filmgeschichte NS-Zeit Filmproduktion Filmwirtschaft Deutschland Filmentwicklung Deutschland Nationalsozialismus Film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Eng. Stefan Behles (Author), 2008, Entwicklung der Filmwirtschaft und Filmproduktion in Deutschland während der NS-Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138416
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