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Nonverbale Kommunikation

Title: Nonverbale Kommunikation

Term Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Student Nubar Karimova-Lange (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Paul Watzlawick vertritt die These, dass man nicht kommunizieren kann. Das bedeutet, dass selbst wenn Menschen sich begegnen und verbal nicht miteinander sprechen trotzdem durch ihre Körpersprache nonverbal miteinander kommunizieren. Wenn beispielsweise jemand von seinem Freund gefragt wird, wo sie sich gestern Abend noch so spät aufgehalten hat und keine Antwort gibt, findet dennoch eine Kommunikation statt. Die gefragte Person könnte rot werden, die Arme vor dem Oberkörper verschränken und dem Blick des Partners ausweichen. In diesem Fall
signalisiert sie ihm durch ihre Körpersprache, dass sie nicht darüber sprechen möchte, da ihr etwas unangenehm ist.
In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, was Körpersprache und nonverbale Kommunikation eigentlich ist und welche Funktionen sie besitzt. Daran anlehnend sollen als nächstes die Elemente der nonverbalen Kommunikation- nämlich der Mimik, Gestik, Blickkontakt, Körperhaltung und die Proxemik- erläutert werden. Des Weiteren wird auf die nonverbale Kommunikation in interkulturellen Kontakten eingegangen werden, wobei den Missverständnissen in diesen Situationen und den konventionalisierten Ensemble besondere Aufmerksamkeit zukommen wird. Zum Schluss soll kurz untersucht werden, welche Ansätze gefunden werden können, um interkulturelle Missverständnisse weitestgehend zu vermeiden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Nonverbale Kommunikation

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Funktionen der nonverbalen Kommunikation

2.3 Elemente der nonverbalen Kommunikation

3 Nonverbale Kommunikation in interkulturellen Kontakten

3.1 Missverständnisse in interkulturellen Kontakten

3.1.1 Konventionalisierte Formen

4 Ansätze zur Lösung interkultureller Missverständnisse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen und die Funktionen nonverbaler Kommunikation sowie deren zentrale Rolle in interkulturellen Interaktionen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie körpersprachliche Signale in verschiedenen Kulturen interpretiert werden und welche Ansätze existieren, um daraus resultierende interkulturelle Missverständnisse zu minimieren.

  • Definition und Grundlagen nonverbaler Kommunikation
  • Funktionen nonverbaler Verhaltensweisen im Dialog
  • Wichtige Elemente wie Mimik, Gestik und Proxemik
  • Herausforderungen und Missverständnisse bei interkulturellen Begegnungen
  • Strategien zur Vermeidung kultureller Kommunikationskonflikte

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Konventionalisierte Formen

Nach Apeltauer gibt es in jeder Kultur Gesten, die von jedem Mitglied der Kultur problemlos identifiziert werden können (vgl. Apeltauer 1997, 24). Lüsebrink hebt besonders die konventionalisierten Begrüßungs-, Kontaktanknüpfungen-, Anrede-, Frage- und Abschiedsformen hervor, da sie zu den Stellen gehören, bei denen in der interkulturellen Kommunikation häufiger Probleme auftreten (vgl. Lüsebrink 2005, 55). So dominiert in zahlreichen Kulturen bei der Begrüßung der Händedruck. Dieser wird jedoch sehr kulturspezifisch angewandt: Zum Beispiel schütteln im Iran Männer Frauen generell nicht die Hände, um den physischen Kontakt zu vermeiden. In Deutschland begrüßen sich Deutsche meist mit einem kurzen Händedruck, während es in Süditalien oder in der Türkei üblich ist, sich lange die Hände zu schütteln, ohne zu drücken und lange dabei zu reden.

Zu den konventionalisierten Formen zählen auch die bereits aufgeführten Elemente der nonverbalen Kommunikation: Mimik, Distanz, Gestik und der Blickkontakt. Beim Umgang mit konventionalen Gesten kann es passieren, dass diese nicht erkannt oder als merkwürdig eingestuft werden, was dann wiederum zu Missverständnissen führt.

Es stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten gefunden werden können, um kulturelle Missverständnisse zu vermeiden. Dieser Frage soll im nächsten Abschnitt nachgegangen werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die These ein, dass Kommunikation immer stattfindet, selbst wenn keine verbalen Signale ausgetauscht werden, und definiert den Rahmen der Untersuchung.

2 Nonverbale Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der nonverbalen Kommunikation, ihre Funktionen im Dialog und stellt die zentralen Elemente vor.

2.1 Begriffsdefinition: Es wird definiert, wie verbale und nonverbale Kanäle zur Informationsübermittlung beitragen und wie sie sich gegenseitig ergänzen oder ersetzen können.

2.2 Funktionen der nonverbalen Kommunikation: Hier werden die vier Funktionen nach Scherer – parasemantisch, parasyntaktisch, parapragmatisch und dialogisch – detailliert analysiert.

2.3 Elemente der nonverbalen Kommunikation: Dieses Kapitel beschreibt die wichtigsten körperlichen Aspekte der Kommunikation, wie Gestik, Mimik, Körperhaltung, Blickkontakt und Proxemik.

3 Nonverbale Kommunikation in interkulturellen Kontakten: Es wird untersucht, wie unterschiedliche kulturelle Hintergründe die Nutzung und Interpretation nonverbaler Zeichen beeinflussen.

3.1 Missverständnisse in interkulturellen Kontakten: Das Kapitel analysiert Ursachen für Fehlinterpretationen und Konflikte, die entstehen, wenn kulturelle Codes falsch übertragen werden.

3.1.1 Konventionalisierte Formen: Es wird beleuchtet, wie kulturell festgelegte Verhaltensweisen wie Begrüßungsrituale die interkulturelle Interaktion prägen und zu Missverständnissen führen können.

4 Ansätze zur Lösung interkultureller Missverständnisse: Hier werden Strategien vorgestellt, wie man durch Reflektion und interkulturelles Wissen Kommunikationskonflikte vermeiden kann.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, sich der eigenen körpersprachlichen Prägung bewusst zu werden.

Schlüsselwörter

Nonverbale Kommunikation, Körpersprache, Interkulturelle Kommunikation, Missverständnisse, Mimik, Gestik, Proxemik, Blickkontakt, Kulturraum, Interaktion, Verhalten, Kommunikationstheorie, Semiotik, Kulturspezifik, Konfliktprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung und Funktion nonverbaler Kommunikation und analysiert, wie diese in interkulturellen Begegnungen als Informationsquelle dient, aber auch zu Missverständnissen führen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition nonverbaler Kommunikation, die Analyse ihrer Funktionen sowie die Erläuterung spezifischer Elemente wie Gestik, Mimik und Distanzverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie Körpersprache kulturell geprägt ist und welche Ansätze helfen können, interkulturelle Missverständnisse zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur (z. B. Argyle, Scherer, Apeltauer), um Funktionen und Auswirkungen nonverbalen Verhaltens wissenschaftlich herzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Kommunikation insbesondere interkulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung und Anwendung von Körpersprache diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Schlüsselwörter sind Nonverbale Kommunikation, Körpersprache, interkulturelle Kommunikation, Missverständnisse und kulturelle Prägung.

Wie unterscheidet sich die "Intime Zone" von der "Öffentlichen Zone"?

Die Zonen unterscheiden sich durch den physischen Abstand: Die Intime Zone liegt unter 0,35 Metern und ist engsten Bezugspersonen vorbehalten, während die Öffentliche Zone ab vier Metern beginnt.

Warum kann "Schweigen" interkulturell missverständlich sein?

Schweigen wird in manchen Kulturen als Teil der Kommunikation (z. B. im Zen-Buddhismus) gesehen, kann jedoch von Personen aus anderen Kulturkreisen fälschlicherweise als fehlende Reaktion oder Desinteresse interpretiert werden.

Welche Rolle spielen "konventionalisierte Formen"?

Sie dienen als kulturell gelernte Verhaltensnormen, wie etwa das Händeschütteln. Da diese Normen kulturspezifisch sind, führen Abweichungen in der Ausführung oft zu interkulturellen Konflikten.

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Details

Title
Nonverbale Kommunikation
College
University of Potsdam  (Germanistik)
Course
Nonverbale Kommunikation
Grade
1
Author
Student Nubar Karimova-Lange (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V138454
ISBN (eBook)
9783640465361
ISBN (Book)
9783640462445
Language
German
Tags
Nonverbale Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Student Nubar Karimova-Lange (Author), 2009, Nonverbale Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138454
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