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Eine wirtschaftswissenschaftliche Betrachtung des Verhaltens von Zwangsgemeinschaften, positive und negative Wohlfahrtseffekte für deren Mitglieder

„Yes, we can“ auch! Hinweise für einen konstruktiven Umgang mit persönlichen Einschränkungen

Title: Eine wirtschaftswissenschaftliche Betrachtung des Verhaltens von Zwangsgemeinschaften, positive und negative Wohlfahrtseffekte für deren Mitglieder

Term Paper , 2010 , 27 Pages

Autor:in: Carsten Dethlefs (Author)

Communications - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Dieses Buch beruht auf meinen eigenen Erfahrungen und Empfindungen, den Erfahrungen und Empfindungen eines Menschen, der seit seinem vierten Lebensjahr blind ist. Meine Ausbildung ermöglicht es mir, diese Erlebnisse an wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Denkmodellen festzumachen. Diese Erfahrungen werden im Folgenden anhand von kleinen Texten zu den unterschiedlichsten Lebensbereichen wiedergegeben. Es handelt sich hierbei insbesondere um Erfahrungen und Empfindungen, die im Zusammenhang mit dem eigenen Handicap stehen. Diese Gedanken sollen einen Beitrag dazu leisten, blinden Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Eine physische Blindheit hat nämlich nichts mit einer Blindheit auf anderen Gebieten zu tun. Ein mangelndes Selbstwertgefühl; das Gefühl, außerhalb der Gesellschaft zu stehen, das manch betroffene Gruppe haben mag; das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, hat schon häufig zu kollektiven Verwerfungen geführt, die wir zum Wohle aller vermeiden sollten. Somit richtet sich dieses Buch sowohl an selbst betroffene Menschen, als auch an physisch nicht eingeschränkte Personen. Vor diesem Hintergrund enthält die vorliegende Niederschrift auch Forderungen an betroffene Menschen, genauso wie an nicht selbst betroffene Personen. Die Einseitigkeit, wie über das Thema der physischen Blindheit und anderer Einschränkungen gedacht und geredet wird, ist mir nur allzu gut bekannt. Diese Einseitigkeit betrifft wiederum beide Gruppen, die Betroffenen und diejenigen, die über die Betroffenen denken und reden.
Die Enge im Denken kann jedoch am ehesten von den physisch blinden oder anderweitig eingeschränkten Menschen selbst beseitigt werden. Daher ist es mein Bestreben, hier einige Gedanken, die sich vermutlich jenseits des Mainstreams befinden, zu äußern. Aber - ohne Provokation keine Diskussion - und diese ist notwendig. Es ist ganz sicher nicht mein Anliegen, irgendwelche Personen zu diskriminieren oder sie zu tadeln. Die hier wiedergegebenen Gedanken sollen lediglich als Anregung verstanden werden. Und wer mag, kann sich dieser Gedanken annehmen.
Bei dieser Ausgabe handelt es sich um die erweiterte und überarbeitete Fassung. Diese wurde nötig, nachdem die erste Auflage eine erstaunlich große Resonanz bei ihrer Leserschaft fand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Vorbemerkungen

2. Beiträge, die Mut machen und die Freiheit im Denken erweitern sollen.

2.1 Der Mensch in der Schublade

2.2 Der situative Ansatz der Hilfe

2.3 Die Vielfältigkeit des Menschen

2.4 Dialog der Erhellung

2.5 Das Vorschicken schwacher Mitglieder

2.6 Das „Trittbrettfahrertum“

2.7 Gehört die Zukunft behinderter Menschen auf den Müll?

2.8 Die vermeintliche Schwäche der Einen ist oftmals die vermeintliche Stärke der Anderen

2.9 Mit den Ohren sehen

2.10 Das böse Wort „Barrierefreiheit“

2.11 Spieglein, Spieglein an der Wand

3. Wozu es blinde Menschen bringen können

3.1 Thomas Pryor Gore

3.2 Evgen Bavcar, der blinde Fotograf

3.3 Jacques Lusseyran

3.4 Stevie Wonder

4. Schlussbetrachtung

Über den Autor:

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, die wirtschaftswissenschaftliche Perspektive auf das Verhalten von Zwangsgemeinschaften, insbesondere Blindenverbänden, kritisch zu beleuchten und Wege für ein selbstbestimmtes Leben trotz Handicap aufzuzeigen. Dabei hinterfragt der Autor bestehende kollektive Strukturen und betont die individuelle Eigenverantwortung.

  • Kritische Analyse von Zwangsgemeinschaften und Trittbrettfahrertum
  • Individualismus versus kollektive Schubladendenken
  • Die Rolle von Selbstwertgefühl und persönlicher Strategie bei Behinderung
  • Biografische Beispiele erfolgreicher blinder Persönlichkeiten
  • Ethische Reflexion über Hilfsangebote und gesellschaftliche Teilhabe

Auszug aus dem Buch

2.5 Das Vorschicken schwacher Mitglieder

Bei Interessengruppen und Verbänden jeglicher Art ist das Vorschicken schwacher Mitglieder ein beliebtes Instrument zur Erringung von Gruppenvorteilen. So werden dieser Tage vor allem Landwirte mit einem kleinen Betrieb in den Medien gezeigt, um zu demonstrieren, wie notwendig doch eine staatliche Intervention sei, um den Milchpreis zu stützen. Gleiche Vorgehensweisen sind in jüngster Zeit bei Ärzten, der Automobilindustrie und vielen anderen Branchen zu beobachten. Dass die schwächsten Mitglieder einer Gruppe freilich nicht unbedingt die Befindlichkeiten aller Gruppenmitglieder repräsentieren, wird hierbei häufig gewollt nicht deutlich. Schädlich ist dieses Vorgehen insbesondere bei Gruppen, denen man nicht entrinnen kann. Hier liegt nämlich der Unterschied zwischen Berufsverbänden und Zwangsgemeinschaften.

Ein Landwirt könnte seinen Betrieb theoretisch verkaufen und etwas ganz anderes machen. Gleiches gilt für Ärzte, für Juristen - eigentlich für jeden Beruf. Als physisch eingeschränkter Mensch kann man die Mitgliedschaft in der Gruppe der Blinden, Gelähmten usw. nicht kündigen, auch wenn man es gerne tun würde. Aus diesem Grund wird auch häufig ein falsches Bild von visuell eingeschränkten Personen in der Öffentlichkeit rezipiert. Auch wenn das Vorschicken schwacher Mitglieder im Bereich der visuell eingeschränkten Personen, wie das Ringen um das Blindengeld zeigte, den schwachen Mitgliedern nutzt, so verhindert es doch das Entstehen von Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der starken Gruppenmitglieder. Daher sollte man eher das Selbstwertgefühl der visuell eingeschränkten Personen stärken und ihnen aufzeigen, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Ziele zu verwirklichen, ohne an das Mitleid der Öffentlichkeit zu appellieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen: Einführung in die Bedeutung individueller Vielfalt und die Notwendigkeit, kollektive Vorurteile abzubauen.

2. Beiträge, die Mut machen und die Freiheit im Denken erweitern sollen.: Eine Serie von Reflexionen über gesellschaftliche Wahrnehmung, den Umgang mit Hilfe und die Eigenverantwortung von Menschen mit Handicap.

3. Wozu es blinde Menschen bringen können: Porträts von historischen und zeitgenössischen Persönlichkeiten, die trotz Blindheit bemerkenswerte Erfolge erzielten.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben und die Überwindung des kollektiven Anpassungsdrucks.

Schlüsselwörter

Blindheit, Zwangsgemeinschaft, Individuum, Selbstbestimmung, Trittbrettfahrertum, gesellschaftliche Teilhabe, Handicaps, Sozialverband, Selbstwertgefühl, Eigenverantwortung, Integration, wirtschaftswissenschaftliche Betrachtung, Barrierefreiheit, Leistung, Potenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Das Buch betrachtet die Situation von Menschen mit physischen Einschränkungen, insbesondere Blinden, aus wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Sicht und hinterfragt kollektive Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen den Abbau von Vorurteilen, die Kritik an paternalistischen Verbandsstrukturen, die Bedeutung individueller Eigenverantwortung und die Herausforderungen einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Integration.

Was ist das primäre Ziel des Autors?

Das Ziel ist es, blinde Menschen dazu zu motivieren, sich aus kollektiven "Schubladen" zu befreien und ihr Leben aktiv und eigenverantwortlich zu gestalten, anstatt sich auf Mitleid oder staatliche Alimentierung zu verlassen.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Der Autor nutzt Ansätze der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, insbesondere ordoliberales Gedankengut, um soziale Prozesse und das Wirken von Verbänden zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Bereiche: kritische Reflexionen zu gesellschaftlichen Themen wie dem "Trittbrettfahrertum" in Verbänden und die Vorstellung erfolgreicher blinder Vorbilder wie Thomas Pryor Gore oder Stevie Wonder.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie "Selbstbestimmung", "Individuum", "Zwangsgemeinschaft" und die Absage an eine passive Opferrolle.

Wie bewertet der Autor den Begriff "Barrierefreiheit"?

Der Autor hinterfragt den Begriff kritisch und sieht darin teilweise eine "Schimäre", die dazu genutzt wird, durch professionelle Dienstleister Abhängigkeiten zu schaffen, anstatt auf das Improvisationstalent der Betroffenen zu vertrauen.

Warum hält der Autor die Förderung des Selbstwertgefühls für wichtiger als staatliche Hilfe?

Er argumentiert, dass echte gesellschaftliche Anerkennung und Würde erst durch die Verfolgung eigener Ziele und den produktiven Beitrag zum gesellschaftlichen Leben entstehen, nicht durch den Status eines bloßen Leistungsempfängers.

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Details

Title
Eine wirtschaftswissenschaftliche Betrachtung des Verhaltens von Zwangsgemeinschaften, positive und negative Wohlfahrtseffekte für deren Mitglieder
Subtitle
„Yes, we can“ auch! Hinweise für einen konstruktiven Umgang mit persönlichen Einschränkungen
College
Kiel University of Applied Sciences
Author
Carsten Dethlefs (Author)
Publication Year
2010
Pages
27
Catalog Number
V138456
ISBN (eBook)
9783640484065
ISBN (Book)
9783640484171
Language
German
Tags
Eine Betrachtung Verhaltens Zwangsgemeinschaften Wohlfahrtseffekte Mitglieder Hinweise Umgang Einschränkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carsten Dethlefs (Author), 2010, Eine wirtschaftswissenschaftliche Betrachtung des Verhaltens von Zwangsgemeinschaften, positive und negative Wohlfahrtseffekte für deren Mitglieder , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138456
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