Wie die Sexcomedy der 50iger Jahre, die sich zunehmend dem Production Code mit seinen moralischen Restriktionen widersetzte, spielt Billy Wilders Travestiekomödie "Some like it hot"
auf eine heitere frech-frivole Art ihr Spiel mit sexuellen Differenzen, mit romantischen Fantasien und deren Spannung zwischen Begehren und Erfüllung und der dabei durch
unfreiwilligen Rollentausch ins Wanken geratenden Geschlechterordnung. Die Komik entsteht dabei nicht nur durch das Rollenspiel und seine unvermeidliche, für den Zuschauer vorhersehbare Enttarnung, sondern auch über den mehrdeutigen Wort-und Sprachwitz und die Parodie sexueller Stereotypen.
Filmische Gestaltungsmittel wie Schnitt und Montage oder die Musik als narratives Element ordnen sich ganz dem Kontinuitätsprinzip Hollywoods unter, um den narrativen Fluss der Handlung nicht zu unterbrechen.
Inhaltsverzeichnis
1. Some like it hot (Billy Wilder, 1959)
1.1 Narrationsstruktur und Rollentausch
1.2 Filmische Gestaltungsmittel und Kontinuitätsprinzip
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Filmanalyse untersucht Billy Wilders Komödie "Some like it hot" hinsichtlich ihrer narrativen Struktur, der genderspezifischen Rollenperformanz sowie der filmästhetischen Umsetzung innerhalb der klassischen Hollywood-Konventionen.
- Analyse der narrativen Dynamik durch Rollentausch und Identitätswechsel
- Untersuchung der filmischen Gestaltungsmittel und des Kontinuitätsprinzips
- Dekonstruktion von Geschlechterstereotypen und sexueller Identität
- Narrative Funktion von Filmmusik und Schnitttechniken
Auszug aus dem Buch
Some like it hot (Billy Wilder, 1959)
Wie die Sexcomedy der 50iger Jahre, die sich zunehmend dem Production Code mit seinen moralischen Restriktionen widersetzte, spielt Billy Wilders Travestiekomödie Some like it hot auf eine heitere frech-frivole Art ihr Spiel mit sexuellen Differenzen, mit romantischen Fantasien und deren Spannung zwischen Begehren und Erfüllung und der dabei durch unfreiwilligen Rollentausch ins Wanken geratenden Geschlechterordnung.
Eingebettet in die Prohibitionszeit von 1929, werden die Hauptfiguren Joe und Jerry, zwei mittellose Musiker auf eine Reise geschickt, die vielmehr eine Flucht vor Chicagoer Gangstern darstellt. Als einzige Chance diesen zu entkommen, nehmen Joe und Jerry als Damen verkleidet das Engagement in einer, mit ausschließlich weiblichen Mitgliedern besetzten Jazzband an. Die unweigerlich auftretenden Spannungen zwischen der eigenen, jetzt verborgenen sexuellen Identität und der völlig konträren nach außen verkörperten Geschlechterrolle werden auf der linearen Narrationsebene an den aufeinander folgenden Orten während der Zugfahrt nach Florida und im dortigen Hotel thematisiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Some like it hot (Billy Wilder, 1959): Dieses Kapitel führt in die historische Einordnung der Komödie ein und analysiert die erzählerische Struktur, die durch Identitätswechsel und Rollenkonflikte geprägt ist.
1.1 Narrationsstruktur und Rollentausch: Hier wird untersucht, wie die Flucht der Protagonisten vor Gangstern zu einer instabilen Ordnung führt, die durch den ständigen Zwang zur Tarnung das komödiantische Potenzial des Films entfaltet.
1.2 Filmische Gestaltungsmittel und Kontinuitätsprinzip: Dieser Abschnitt erläutert den Einsatz filmtechnischer Mittel wie Montage, Musik und Perspektivwahl, die den Zuschauer unbemerkt durch die lineare Handlung führen.
Schlüsselwörter
Some like it hot, Billy Wilder, Travestiekomödie, Geschlechterordnung, Rollentausch, Narration, Kontinuitätsprinzip, Filmmusik, Hollywood, Identität, Sexcomedy, Produktionscode, Montage, Montage, Genreanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Billy Wilders Film „Some like it hot“ unter Berücksichtigung der inhaltlichen Handlung und der filmischen Umsetzung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die filmische Darstellung von Geschlechterrollen, die narrative Struktur der Komödie sowie der Einsatz filmischer Gestaltungsmittel im klassischen Hollywood-Stil.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Rollentausch und die Konfrontation mit sexuellen Identitäten eine narrative Spannung erzeugt wird, die den Zuschauer fesselt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die narratologische Ansätze mit einer Untersuchung der filmästhetischen Gestaltungsmittel verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Erzählstruktur, der Rolle des Rollentauschs für die Komik sowie der Wirkung von Schnitt, Musik und Kameraperspektiven.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Identitätswechsel, Geschlechterordnung, Hollywood-Kontinuität, narrative Spannung und Travestiekomödie sind zentrale Begriffe der Analyse.
Welche Rolle spielt die Musik in der Analyse?
Die Musik fungiert nicht nur als atmosphärisches Element, sondern übernimmt narrative Aufgaben wie die Szenenverknüpfung und die Charakterisierung der Protagonisten durch spezifische Motive.
Wie wird das Kontinuitätsprinzip angewendet?
Das Prinzip wird durch nahezu unsichtbare Schnitt- und Montagetechniken sowie eine lineare Erzählweise umgesetzt, die den narrativen Fluss aufrechterhält.
Was bedeutet die "instabile Ordnung" im Film?
Der Begriff beschreibt den Zustand, in dem sich Joe und Jerry befinden, da ihre männliche Identität unter der Verkleidung permanent von Enttarnung bedroht ist.
Wie reagiert der Film auf den Production Code?
Der Film wird als eine Arbeit beschrieben, die sich der moralischen Restriktion des Production Codes widersetzt, indem sie auf frivole Weise mit Geschlechterrollen und sexuellen Differenzen spielt.
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- BA Mireille Murkowski (Author), 2006, Essay zu Billy Wilders Komödie "Some like it hot" (1959), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138461