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Ein Plädoyer für konstruktive Kritik und kritikfähige Konzepte

Versuch einer Einbettung der WTO in zwei Analyseparadigmen

Title: Ein Plädoyer für konstruktive Kritik und kritikfähige Konzepte

Term Paper , 2008 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Matthias Schulze (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Summary Excerpt Details

Fragestellung:
Ist die WTO eine Agentin des Neoliberalismus?
These:
Sie ist es sogar in einem doppelten Sinne und das ist auch gut so!

[...]
Die Überschrift dieser Neuauflage der formalen Rekonstruktion der vorliegenden Arbeit könnte ebenso lauten: Wenn aus technisch-methodischen Defiziten intersubjektive Missverständnisse resultieren. Ich möchte dies hier kurz erläutern. Da mir bis vor kurzem der Unterschied zwischen Essay und Hausarbeit nicht ganz klar war , kam es wohl zu dem Missverständnis über die Form des Leistungsnachweises zwischen uns. Obwohl Sie natürlich vollkommen Recht haben, dass ein persönliches Vorgespräch viel Zeit gespart hätte, so resultierte aus meinem Vorgehen doch auf zweitem Blick eine wertvolle Erkenntnis. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Vorwort – Die Re - Rekonstruktion der vorliegenden Arbeit

a)Formales – Das vermeintliche Essay war fast eine Hausarbeit

b)inhaltlich

1. Die begriffliche Durchdringung – Von guten und bösen Agenten, Kritik und Konzepten

2. Die WTO als Doppelagentin – Objekt strukturalistischer Kritik und Subjekt institutionalistischer Konzeption

3. Der konstruktive Konsens – Von kritikfähigen Konzepten

II Nachwort – in dubio pro libertate

III Anmerkungen und Quellenverweise auf direkt eingeflossene Literatur

IV Verzeichnis ebenfalls verwendeter Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Welthandelsorganisation (WTO) aus der Perspektive der Internationalen Politischen Ökonomie (IPÖ) und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob die WTO als Agentin des Neoliberalismus zu betrachten ist. Der Autor vertritt dabei die These, dass die WTO in einem doppelten Sinne als Agentin fungiert, indem sie je nach Analyseperspektive entweder als Objekt kritischer Betrachtung oder als Subjekt ordnungspolitischer Konzeption dient.

  • Begrifflich-historische Herleitung der Konzepte "Agent", "Neoliberalismus" und "Kritik"
  • Strukturalistische Kritik an der WTO als undemokratische und defizitäre Instanz
  • Institutionalistische Einordnung der WTO als Rahmengeber für fairen internationalen Wettbewerb
  • Plädoyer für einen konstruktiven Konsens zwischen strukturalistischen und institutionalistischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

2. Die WTO als Doppelagentin – Objekt strukturalistischer Kritik und Subjekt institutionalistischer Konzeption

Ich werde nun also zunächst die notwendigen Operationalisierungen vornehmen. Dabei leitet mich die Frage, wie sich die WTO am ehesten, entsprechend dem ersten Teil meiner These, als Doppelagentin darstellen lässt. Die in meinen Augen geeignetste methodische Antwort darauf ist eine Einbettung der WTO in die beiden theoretischen Perspektiven. Dies möchte ich nun zunächst für den historischen Strukturalismus tun.

Wenn also Kritik das hauptsächliche Instrument dieser Perspektive ist und die sich unter diesem Paradigma subsummierenden Ansätze, sich der Offenlegung von defizitären Strukturen verschrieben haben, dann heißt dies für die hiesige Argumentation nun im folgenden wesentliche Kritikpunkte an der WTO aufzulisten, die eine negativ besetzte Bezeichnung als Agentin des Neoliberalismus rechtfertigen und begründen können. Andersherum formuliert: Die WTO lässt sich als Agentin des Neoliberalismus darstellen, wenn man sie im Sinne des Strukturalismus kritisiert. Die strukturalistische Kritik argumentiert in meinen Augen etwa folgendermaßen: Die WTO sei Ausdruck eines neoliberalen Zeitgeistes, der Entwicklung gleichsetzt mit Wirtschaftswachstum. Dabei sei es das neoliberale Dogma des Freihandels, was allem voran die Interessen des Kapitals verwirkliche. So entstünden, nach dependenztheoretischer Auffassung, bestimmte Abhängigkeitsverhältnisse. Darüberhinaus sei die WTO undemokratisch, weil zivilgesellschaftliche Akteure wie NGO´s oder Gewerkschaften keinen Einfluss auf die Entscheidungen hätten. Außerdem missachte das von der WTO praktizierte Durchsetzen des Freihandels den Umweltschutz.

Zusammenfassung der Kapitel

I Vorwort – Die Re - Rekonstruktion der vorliegenden Arbeit: Der Autor erläutert den formalen Anpassungsprozess vom ursprünglich geplanten Essay zur nun vorliegenden Hausarbeit.

1. Die begriffliche Durchdringung – Von guten und bösen Agenten, Kritik und Konzepten: Es wird eine historische und semantische Analyse der Begriffe "Agent" und "Neoliberalismus" vorgenommen, um die Bandbreite der Konnotationen aufzuzeigen.

2. Die WTO als Doppelagentin – Objekt strukturalistischer Kritik und Subjekt institutionalistischer Konzeption: Das Kapitel analysiert die WTO methodisch durch zwei theoretische Linsen, um deren doppelte Rolle als Kritikobjekt und systemkonforme Institution zu belegen.

3. Der konstruktive Konsens – Von kritikfähigen Konzepten: Der Autor plädiert für eine Überwindung der Fundamentalkritik zugunsten eines konstruktiven Dialogs zwischen den verschiedenen Theorieansätzen der IPÖ.

II Nachwort – in dubio pro libertate: Eine persönliche Reflexion des Autors, in der er seine eigene Bevorzugung neoliberaler Konzepte aufgrund historischer und ökonomischer Effizienz begründet.

Schlüsselwörter

Internationale Politische Ökonomie, WTO, Neoliberalismus, Ordoliberalismus, Strukturalismus, Institutionalismus, Doppelagentin, Freihandel, Weltwirtschaft, Kritikfähigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Global Governance, politische Ökonomie, Internationale Beziehungen, Theorievergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Welthandelsorganisation (WTO) im Kontext der Internationalen Politischen Ökonomie und untersucht, ob sie als Akteurin neoliberaler Politik angesehen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretische Auseinandersetzung zwischen strukturalistischer Kritik und neoliberalem Institutionalismus sowie deren praktische Anwendung auf die WTO.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nachweis zu erbringen, dass die WTO "im doppelten Sinne" eine Agentin des Neoliberalismus ist – sowohl kritisch hinterfragt als auch konstruktiv in ihrem ordnungspolitischen Wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die vergleichende Einbettung in die theoretischen Perspektiven des historischen Strukturalismus und des neoliberalen Institutionalismus, um empirische Sachverhalte zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die duale Analyse der WTO sowie die abschließende Forderung nach einem konstruktiven Konsens zwischen den rivalisierenden Theorieansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie "Internationale Politische Ökonomie", "WTO", "Neoliberalismus", "Strukturalismus" und "Doppelagentin" beschreiben.

Warum bezeichnet der Autor die WTO als "Doppelagentin"?

Die WTO fungiert einerseits als Zielscheibe strukturalistischer Kritik für ihre neoliberalen Auswirkungen, ist aber gleichzeitig aus institutioneller Sicht ein notwendiger Akteur für die Regulierung des Welthandels.

Was bedeutet die Schlussformel "in dubio pro libertate"?

Diese vom Autor gewählte Prämisse drückt seine persönliche Favorisierung neoliberaler Gesellschaftsmodelle aus, da diese sich historisch als effizienter und realisierbarer erwiesen haben als marxistische Ansätze.

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Details

Title
Ein Plädoyer für konstruktive Kritik und kritikfähige Konzepte
Subtitle
Versuch einer Einbettung der WTO in zwei Analyseparadigmen
College
Free University of Berlin  (Otto Suhr Institut)
Course
Institutionen der Internationalen Politischen Ökonomie
Grade
2,3
Author
Matthias Schulze (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V138588
ISBN (eBook)
9783640475513
ISBN (Book)
9783640475414
Language
German
Tags
Plädoyer Kritik Konzepte Versuch Einbettung Analyseparadigmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Schulze (Author), 2008, Ein Plädoyer für konstruktive Kritik und kritikfähige Konzepte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138588
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