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Deutsch - Türkisch im Vergleich

Title: Deutsch - Türkisch im Vergleich

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Keziban Erdogan (Author)

Didactics for the subject German - Miscellaneous
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1. Einleitung (önsöz)

„Türkisch ist die Muttersprache von ca. 3,5 Millionen Menschen in Westeuropa; über 2 Millionen davon leben in Deutschland.“ (Tekinay 2002, S.XXXI). Wenn man bedenkt, dass die zweiten oder aber auch dritten Generationen dieser Migrantengruppe den deutschen Schulunterricht besuchen, so muss man sich als angehender Pädagoge mit den eventuell auftretenden Sprachschwierigkeiten auseinandersetzen. Damit dies gelingt, ist es von Vorteil, wenn man sich einen gewissen Überblick über die – in diesem Fall – türkische Sprache verschafft. Welches Regelwerk organisiert sie? Welchem Laut- und Zeichensystem folgt sie? Über die Phonetik hinaus: Welche Unterschiede bestehen auf der orthographischen, morphologischen und syntaktischen Ebene?
In meiner Vergleichstudie werde ich mich auf den ersten Blick auf die linguistische Ebene begeben. Anhand von Beispielen - Fehler, welche türkische Muttersprachler begehen - werde ich den Versuch wagen, die Brücke zwischen der deutschen und türkischen Sprache zu schlagen. Hängen diese ‚Sprachfehler’ eventuell mit den Regeln der Muttersprache zusammen?
Im ersten Kapitel gehe ich kurz auf allgemeine Informationen und grundlegend Wissenswertes beider Sprachen ein. Dazu werde ich einen kurzen Überblick über die Entstehung liefern, verschiedene Dialekte anschneiden und die Besonderheiten der Grammatik skizzieren.
Im zweiten Kapitel gehe ich auf die Phonetik ein. Gibt es Unterschiede im Alphabet? Welche Rolle spielt die Vokalharmonie im Türkischen?
Im dritten Kapitel steht die Orthographie im Mittelpunkt. Regelungen der Groß- und Kleinschreibung und Konsonantenanhäufungen stehen hier im Fokus.
Die Morphologie wird im vierten Kapitel abgedeckt. Dabei gehe ich auf die Kasusformen, das grammatische Geschlecht, die Personal- und Possessivpronomen, die Pluralbildung, die Adjektive und die Komparation, sowie auf die Tempusformen ein.
Im letzten Kapitel widme ich mich dem Satzbau, der Syntax; gibt es hier Unterschiede zwischen der deutschen und türkischen Sprache?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung (önsöz)

2. Allgemeine Informationen zur türkischen und deutschen Sprache

2.1 Überblick (panorama)

2.2 Dialekte (diyalekt)

2.3 Besonderheiten der Grammatik (gramer özelik)

3. Phonetik (ses bilgisi)

3.1 Das Alphabet (alfabe)

3.2 Die Vokalharmonie (Ünlü Uyumu)

3.2.1 Kleine Vokalharmonie (küçük ses uyumu)

3.2.2 Große Vokalharmonie (büyük ses uyumu)

4. Orthographie (ortografi)

4.1 Groß- und Kleinschreibung (büyük- küçük harflerin kullanılıı)

4.2 Konsonantenanhäufung (ünsüz toplanma)

5. Morphologie (morfoloji)

5.1 Kasusformen (çekim hali)

5.2 Fehlendes grammatisches Geschlecht und die Artikellosigkeit im Türkischen

5.3 Personalpronomen (ahis zamiri)

5.4 Possessivpronomen (iyelik zamiri)

5.5 Pluralbildung (çoul)

5.6 Adjektive und Komparation (sıfat ve mukayese)

5.7 Tempusformen (zaman)

6. Der Satzbau (cümle yapı sı)

7. Fazit (netice)

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen linguistischen Vergleich zwischen der deutschen und der türkischen Sprache zu ziehen, um auf Basis dieser Analyse mögliche Sprachschwierigkeiten für türkische Muttersprachler beim Erlernen der deutschen Sprache aufzuzeigen und Pädagogen ein tieferes Verständnis für diese Strukturen zu vermitteln.

  • Strukturelle Unterschiede zwischen agglutinierenden und flektierenden Sprachen.
  • Phonetische Besonderheiten und das Prinzip der Vokalharmonie.
  • Orthographische Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich Groß- und Kleinschreibung sowie Konsonantenanhäufungen.
  • Syntaktische Differenzen in der Satzstellung (SOV vs. SPO) und der Verwendung von Präpositionen.
  • Ableitung von Lernschwierigkeiten aufgrund der abweichenden grammatikalischen Parameter.

Auszug aus dem Buch

3. Phonetik (ses bilgisi)

Seit der Schriftreform ist die türkische Orthographie eher phonetisch orientiert. Im Unterschied zum Deutschen gibt es aus diesem Grund eine eindeutigere Phonem-Graphem-Beziehung. Sowohl die deutsche als auch türkische Sprache kennt acht Vokale. Die türkischen Vokale a, e, ı, i, o, u, ö, ü und die deutschen Vokale a, ä, e, i, o, ö, u, ü. Betrachtet man die Vokalwerte näher, so stellt man fest, dass auch diese Ähnlichkeiten Irrtümer hervorrufen können. Es sei denn, man kennt die Artikulationsart der Vokale beider Sprachen bzw. die Lippen- und Zungenstellung (enge und breite) beim Artikulieren dieser Vokale. Erst dann ist es möglich, von Vokaldauer, Kurz- und Langvokalen zu sprechen – und man wird feststellen, dass das Deutsche mehr Vokallaute kennt als das Türkische. Neumann erwähnt in diesem Zusammenhang 14-15 Vokallaute im Deutschen (vgl. Neumann 1982).

Auf die Buchstabenkenntnisse wird im Folgenden nur kurz eingegangen, da bereits im Überblick wichtige Eckdaten zur Einführung der lateinischen Schrift genannt und erläutert wurden. Dennoch möchte ich an dieser Stelle auf den Unterschied zwischen den deutschen und türkischen Buchstabenkenntnissen eingehen.

Ebenso wie die deutsche Sprache navigiert die neu eingeführte türkische Rechtschreibung streng nach dem Lautprinzip. Die Problematik im Deutschen zeigt sich in der Phonem-Graphem-Beziehung: In der deutschen Sprache treten 40 Laute auf, allerdings hat sie keine 40 Buchstaben zur Verfügung. Aus diesem Grund gibt es im Deutschen Laute, die durch Buchstabenbildungen wie tz, ph, ch, sch, dsch, sp, tsch präsentiert werden (vgl. ebd.). Dies bedeutet also, dass im Vergleich zur deutschen Sprache die türkische sich an der Phonem-Graphem-Beziehung orientiert (ebd.). Somit besteht im Türkischen das 1:1 Verhältnis zwischen Laut und Buchstabe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung (önsöz): Die Einleitung begründet die Relevanz der Vergleichsstudie aufgrund der hohen Anzahl türkischsprachiger Menschen in Deutschland und skizziert das methodische Vorgehen sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Allgemeine Informationen zur türkischen und deutschen Sprache: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die historische Entwicklung der türkischen Sprache nach der Sprachreform 1928 und stellt die grundlegenden Charakteristika beider Sprachen einander gegenüber.

3. Phonetik (ses bilgisi): Hier werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Bereich der Lautlehre, insbesondere das Alphabet und die Vokalharmonie, detailliert beleuchtet.

4. Orthographie (ortografi): Dieses Kapitel widmet sich den Rechtschreibregeln, wobei insbesondere die komplexere Großschreibung im Deutschen als Herausforderung für Lernende hervorgehoben wird.

5. Morphologie (morfoloji): Der Schwerpunkt liegt auf der kontrastiven Analyse morphologischer Strukturen, wie Kasusformen, Pronomen, Pluralbildung und Tempusformen, wobei die Agglutination des Türkischen der Flexion des Deutschen gegenübergestellt wird.

6. Der Satzbau (cümle yapı sı): Dieses Kapitel analysiert die syntaktischen Unterschiede zwischen der türkischen Subjekt-Objekt-Verb-Struktur und der deutschen Subjekt-Prädikat-Objekt-Struktur sowie die Verwendung von Präpositionen.

7. Fazit (netice): Das Fazit fasst die wesentlichen linguistischen Differenzen zusammen und reflektiert über die Auswirkungen der abweichenden Sprachstrukturen auf den Fremdsprachenerwerbsprozess.

Schlüsselwörter

Sprachvergleich, Türkisch, Deutsch, Agglutination, Flexion, Phonetik, Vokalharmonie, Orthographie, Morphologie, Satzbau, Syntax, Kasusformen, Sprachschwierigkeiten, Fremdsprachenerwerb, Linguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem linguistischen Vergleich der deutschen und türkischen Sprache, um Lernschwierigkeiten zu identifizieren, die für türkische Muttersprachler beim Erlernen des Deutschen auftreten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt die Bereiche Phonetik, Orthographie, Morphologie und Syntax ab, wobei besonders die strukturellen Unterschiede zwischen den beiden Sprachsystemen im Fokus stehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Brücke zwischen beiden Sprachen zu schlagen, um zu verstehen, ob und wie die Regeln der Muttersprache die Sprachbeherrschung in der Zielsprache beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende linguistische Studie (Kontrastivlinguistik), die auf einer theoretischen Analyse von Sprachstrukturen und der Auswertung bestehender Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise das Lautsystem, Rechtschreibregeln, morphologische Prinzipien (wie Agglutination) sowie syntaktische Besonderheiten, insbesondere die Wortstellung und die Nutzung von Präpositionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sprachvergleich, Agglutination, Flexion, Vokalharmonie, Kontrastive Linguistik und Fremdsprachenerwerb.

Warum ist die Vokalharmonie ein wichtiges Thema im Türkischen?

Die Vokalharmonie ist ein prägendes Merkmal der türkischen Sprache, da die Vokale innerhalb eines Wortes nach festen Regeln aneinander angeglichen werden, was für deutsche Sprecher untypisch ist.

Wie unterscheidet sich der Satzbau im Türkischen vom Deutschen?

Das Türkische folgt einer Subjekt-Objekt-Verb-Struktur (SOV), während das Deutsche üblicherweise eine Subjekt-Prädikat-Objekt-Struktur (SPO) nutzt, was beim Spracherwerb zu Schwierigkeiten bei der Satzbildung führen kann.

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Details

Title
Deutsch - Türkisch im Vergleich
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
1,0
Author
Keziban Erdogan (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V138591
ISBN (eBook)
9783640480401
ISBN (Book)
9783640480579
Language
German
Tags
Linguistik Deutsch-Türkisch Grammatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Keziban Erdogan (Author), 2009, Deutsch - Türkisch im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138591
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