1. Einleitung
Regeln sind einer der wichtigsten Bestandteile unseres Lebens. Sie ermöglichen ein Zusammenleben auf möglichst konfliktfreiem Niveau, legen fest was erlaubt und was verboten ist, man muss sie beachten und diesen folgen und vieles mehr. Die Regeln sind in allen Bereichen unseres Lebens zu finden, wie Verkehrsregeln beim Autofahren oder Spielregeln beim Fußball. Genau so haben auch verschiedene Unternehmen ihre Regeln, die bestimmte Sachverhalte festlegen. In diesem Zusammenhang wird von den Geschäftsregeln gesprochen, die in jeder Organisation existieren und für Aufgabenerfüllung verantwortlich sind, indem diese die zulässige Vorgehensweise festlegen oder diese zumindest eingrenzen.
Die Unternehmen sind einem ständigen Wettbewerb ausgestellt und werden damit konfrontiert, dass sie ihre laufenden Prozesse optimieren müssen, um immer wachsenden Ansprüchen auf dem Markt gerecht und somit auch konkurrenzfähig bleiben zu können. So werden auch die Geschäftsregeln, von denen oben die Rede war, optimiert, indem diese mit Hilfe von Computerprogrammen modelliert werden.
Diese Arbeit ist wie folgt aufgebaut: zunächst wird im Kapitel 2. auf die Definition der Begriffe eingegangen und weiter im Kapitel 3. die Modellierung und Ihre Möglichkeiten dargestellt, wobei auf die Modellierung mit ECAA-Notationen und auch mittels EPK näher eingegangen wird. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit einem Fazit (Kapitel 4.) in dem auch ein weiterführender Ausblick folgen wird.
2. Begriffliche Abgrenzung und Definition
In folgendem Kapitel werden zunächst die wichtigsten Begriffe definiert, die im Laufe der Arbeit verwendet werden. Damit werden mögliche Missverständnisse ausgeräumt, die mit zahlreinen verfügbaren Definitionen möglicherweise zusammenhängen können.
Zunächst werden die Geschäftsregeln definiert (Kapitel 2.1.) und ihre Klassifikation (Kap. 2.1.1.) und Komponenten (Kap. 2.1.1.) beschrieben, danach der Begriff Modellierung (Kapitel 2.2.) erklärt...
3. Modellierung von Geschäftsregeln
Aktives Geschäftsprozessmanagement ist in der heutigen Zeit unerlässlich. Für agile Prozesse spielen Geschäftsregeln zur Steuerung und Ausführung von Prozessabläufen eine zentrale Rolle. Durch die Integration der Modellierung und Verwaltung von Geschäftsregeln können Unternehmen ihre Effizienz steigern...
4. Fazit und Ausblick
In dieser Arbeit wurden Modellierung von Geschäftsregeln mit ECAA-Notationen, mit EPK und deren Zusammenhänge im Bereich der Modellierung...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliche Abgrenzung und Definition
2.1. Geschäftsregeln
2.1.1. Klassifikation von Geschäftsregeln
2.1.2. Komponenten der Geschäftsregeln
2.2. Modellierung
3. Modellierung von Geschäftsregeln
3.1. Modellierung allgemein. Theorie und Praxis
3.2. Geschäftsregelbasierte Modellierung mit ECAA-Notationen
3.2.1. Ereignis
3.2.2. Bedingung
3.2.3. Aktion
3.3. Modellierung von Geschäftsregeln mit EPK
3.3.1. Beschreibung und Struktur der EPK
3.3.2. Eigenschaften
3.4. Beispielmodellierungen von Geschäftsregeln
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Modellierung von Geschäftsregeln unter Anwendung von ECAA-Notationen und Ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK), um eine methodische Grundlage für eine effizientere Steuerung und Planung betrieblicher Prozesse zu schaffen.
- Definition und Klassifikation von Geschäftsregeln
- Grundlagen der Modellierung in der Wirtschaftsinformatik
- Einsatz von ECAA-Notationen zur regelbasierten Modellierung
- Integration von Geschäftsregeln in EPK-Modelle
- Praktische Anwendungsbeispiele und Modellierungsansätze
Auszug aus dem Buch
3.2. Geschäftsregelbasierte Modellierung mit ECAA-Notationen
Die Prozessmodellierung mit Geschäftsregeln basiert auf ECAA-Regeln. Durch die drei Komponenten Ereignis, Bedingung und Aktion ergibt sich eine Analogie zu den in aktiven Datenbanksystemen verwendeten ECA-Regeln. Um bei Nichteintreten einer Bedingung eine alternative Aktion ausführen zu können, wird das ECA-Konstrukt um eine zweite Aktionskomponente erweitert. Damit können für einen Geschäftsprozess typischen Entscheidungsaktivitäten modelliert werden. Durch ECAA-Regeln können die Prozesse einer Organisation beschrieben werden, indem eintretende Ereignisse Geschäftsregeln auslösen und dadurch Aktionen aktivieren, deren Ausführung wiederum zum Eintritt prozessrelevanter Ereignisse führt.
Liegt innerhalb einer Geschäftsregel keine Bedingung vor, so ist eine Modellierung von EA-Regeln möglich, die einen Sonderfall der ECAA-Notation darstellen. Diese Regeln beschreiben ein Ereignis, das bei seinem Eintreten direkt eine Aktion aktiviert. Diese drei Varianten sind in Abbildung 2 dargestellt.
„Bei der Modellierung von Geschäftsregeln können Abgrenzungsprobleme zwischen den einzelnen Regelkomponenten auftreten. So kann beispielsweise das Ereignis Defektes Gerät kommt innerhalb der Garantiezeit zurück auch als Ereignis Defektes Gerät kommt zurück und als Bedingung Gerät ist in Garantiezeit formuliert werden. Eine genaue Abgrenzung der einzelnen Regelkomponenten zueinander ist daher notwendige Voraussetzung für eine möglichst präzise Abbildung der Realität“ [KnEn00].
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Geschäftsregeln für moderne Unternehmen ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffliche Abgrenzung und Definition: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen für Geschäftsregeln und den Begriff der Modellierung etabliert, um ein einheitliches Verständnis für den weiteren Verlauf zu schaffen.
3. Modellierung von Geschäftsregeln: Dieser Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen regelbasierter Modellierung sowie die praktische Anwendung von ECAA-Notationen und EPK zur Prozessoptimierung.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und diskutiert das Potenzial zur Übertragung der Modellierungselemente auf den Büro- und Verwaltungsbereich.
Schlüsselwörter
Geschäftsregeln, Business-Rules, Prozessmodellierung, ECAA-Notation, ECA-Regel, EPK, Ereignisgesteuerte Prozesskette, Modellierung, Wirtschaftsinformatik, aktive Datenbanksysteme, Geschäftsprozessmanagement, Prozesssteuerung, Entscheidungstabelle, Regelbasierte Systeme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Modellierung von Geschäftsregeln und wie diese zur Optimierung und Steuerung von Geschäftsprozessen eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen von Geschäftsregeln, die Anwendung von ECAA-Notationen und deren Abbildung mittels Ereignisgesteuerter Prozessketten (EPK).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Integration von Geschäftsregeln in bestehende Modellierungsmethoden zu untersuchen, um effizientere Abläufe in Organisationen zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein theoretischer Modellierungsansatz gewählt, der verschiedene Notationen (ECAA, EPK) gegenüberstellt und deren Anwendung anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der Modellierung, die spezifische Analyse von ECAA-Notationen sowie die praktische Umsetzung dieser Konzepte in EPK-Modellen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Geschäftsregeln, ECAA-Notationen, Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK), Prozessmodellierung und regelbasierte Systeme.
Wie unterscheidet sich die ECAA-Notation von der Standard-EPK?
Der ECAA-Ansatz verwendet zwei aktive Modellierungselemente, während die EPK primär die Funktion als aktives Element nutzt; dadurch bietet ECAA eine höhere Ausdrucksmächtigkeit bei der Unterscheidung zwischen Bedingungsprüfung und Aktionsausführung.
Warum ist die Abgrenzung von Regelkomponenten so wichtig?
Eine präzise Abgrenzung ist laut den zitierten Autoren notwendig, um Missverständnisse bei der Modellierung zu vermeiden und eine möglichst exakte Abbildung der betrieblichen Realität zu gewährleisten.
- Quote paper
- Albert Holstein (Author), 2006, Business Rules: Modellierung von Geschäftsregeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138603