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Die Hardcore-Szene. Widerstand einer Kultur

Title: Die Hardcore-Szene. Widerstand einer Kultur

Term Paper , 2009 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Dreher (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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In der folgenden Hausarbeit möchte ich mich mit der Szene des Hardcore (HC) beschäftigen. Insbesondere soll der Widerstand gegen Gesellschaftsbedingungen, sowie die Abgrenzung zu diesen sowie die Ausbildung einer Gegenkultur und derer Aktualität analysiert werden. Da ich mich selbst teilweise mit der HC-Szene identifiziere, möchte ich mich nun auch sozialwissenschaftlich mit diesem Thema auseinandersetzen. Zur Bearbeitung habe ich den theoretischen Rahmen des Centre of Contemporary Studies gewählt. Ferner wird die Abgrenzung zur Stammkultur Punk beschrieben, und die Themen der Musik, des DIY-Prinzips, der Mode, des extremen Lebens als Straight-Edger und die zunehmende Vereinnahmung durch die rechte Szene aufgezeigt. Durch Zitate von Anhängern des HC und insbesondere von Musikern soll der direkte Bezug und nicht nur wissenschaftliche Aspekte zu dieser Jugendkultur geschaffen werden. Im Rahmen dieser Hausarbeit, werde ich nichts statistische Erhebungen, wie die Geschlechterverteilung und Altersstruktur eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. CCCS

3. Abgrenzung zum Punk

6. Die Musik

4. DIY

4.1 DIY-Fanzines

5. Mode

7. Straight-Edge

8. Vereinnahmung durch die rechte Szene

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Hardcore-Szene aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive mit dem Ziel, den Widerstand gegen gesellschaftliche Bedingungen, die Ausbildung einer Gegenkultur sowie die Dynamiken innerhalb der Szene zu analysieren.

  • Theoretischer Rahmen des Centre of Contemporary Cultural Studies (CCCS)
  • Abgrenzung der Hardcore-Szene zur Stammkultur Punk
  • Bedeutung des DIY-Prinzips und der Fanzine-Kultur
  • Lebensstil der Straight-Edge-Bewegung
  • Vereinnahmungstendenzen durch die rechtsextreme Szene

Auszug aus dem Buch

4. DIY

Jugendliche Peergroups machen soziale Anerkennung innerhalb ihrer Gruppe durch den demonstrativen Konsum abhängig. Der Status in der Peergroup hängt also von einem bestimmten Lebens-, sowie Konsumstil ab. Der kommerzielle Warenmarkt steht dementsprechend sehr hoch in der Gunst der Jugendlichen. Beim HC ist das anders. Es ist eher ein demonstratives Ablehnen dieser kommerziellen Wertevorstellungen zu verzeichnen. Der Gegenentwurf der im HC inszeniert wird, lässt sich eher als demonstrative Produktion bezeichnen.

„DIY Culture is about people formulating their own lifestyle, creating their own system, setting their own agendas, raising their own issues, using their own vocabulary and finding their own ways to deal with their problems rather than waiting for someone else to do it“

Der Do-it-yourself-Charakter bildet einen Gegenpol zu kommerziellen Strukturen und positioniert sich gegen die Kulturindustrie. Es werden sowohl soziokulturelle, als auch ökonomische Aktivitäten selbst inszeniert, sei es die Organisation von Konzerten oder der Verkauf von Tonträgern und anderem Merchandise. Wie auch im Punk ist das DIY-Prinzip von sehr hoher Bedeutung. Damit wird versucht gegen „die Verwertung des Undergrounds als Trend, als modische Avantgarde“ zu wirken. Das Prinzip bewirkt die Durchführung von Aktivitäten ohne den Einfluss von Außen und ohne einen kommerziellen Drucks, der ansonsten dahinter stehen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands Hardcore-Szene sowie Erläuterung der theoretischen Herangehensweise und der thematischen Schwerpunkte der Arbeit.

2. CCCS: Einführung in die Paradigmen des Kulturalismus und Strukturalismus des Centre of Contemporary Cultural Studies als theoretisches Fundament der Subkultur-Analyse.

3. Abgrenzung zum Punk: Untersuchung der historischen und inhaltlichen Wurzeln des Hardcore in der Punk-Bewegung sowie der Abgrenzungsprozesse, die zu einer eigenständigen Identität führten.

6. Die Musik: Analyse der Musik als Transportmedium für gesellschaftskritische Inhalte, Solidarität und Selbstbestimmung innerhalb der Hardcore-Szene.

4. DIY: Erläuterung des Do-it-yourself-Prinzips als bewusster Gegenentwurf zum kommerziellen Konsum und als Methode zur Wahrung kultureller Autonomie.

4.1 DIY-Fanzines: Darstellung der Rolle von Fanzines als szeneinternes Medium zur Information, zum Diskurs und zur aktiven Partizipation der Anhänger.

5. Mode: Untersuchung der diskreten, alltäglichen Mode im Hardcore und deren Funktion als subtiles Erkennungsmerkmal innerhalb der Szene.

7. Straight-Edge: Beschreibung dieser spezifischen Untergruppierung, die sich durch Drogenabstinenz und einen klaren moralischen Verhaltenskodex definiert.

8. Vereinnahmung durch die rechte Szene: Kritische Auseinandersetzung mit der Instrumentalisierung der Szene durch rechtsextreme Akteure und dem Auftreten des Hatecore.

8. Fazit: Kritische Reflexion über den Status des Widerstandspotenzials im Hardcore unter dem Eindruck zunehmender Kommerzialisierung und Passivität.

Schlüsselwörter

Hardcore, CCCS, Jugendkultur, Punk, DIY, Fanzines, Straight-Edge, Kommerzialisierung, Widerstand, Gegenkultur, Identität, Hatecore, Subkultur, Autonomie, Musikszene

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Hardcore-Szene als Jugendkultur, ihrem soziokulturellen Selbstverständnis und ihrer Abgrenzung zur dominanten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehung aus dem Punk, die Bedeutung des DIY-Prinzips, den Straight-Edge-Lebensstil sowie die Probleme durch rechtsextreme Vereinnahmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Widerstandscharakter der Hardcore-Szene aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive zu analysieren und dessen Wandel im Zeitverlauf zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt den theoretischen Rahmen des Centre of Contemporary Cultural Studies (CCCS) und stützt sich auf Literaturanalyse sowie Zitate von Akteuren der Szene.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Abgrenzung zum Punk, die Rolle von Musik, DIY-Kultur, Mode, den Straight-Edge-Lifestyle und die Gefahr durch rechte Unterwanderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hardcore, Gegenkultur, DIY-Prinzip, Subkultur, Straight-Edge, Kommerzialisierung und Identität.

Warum wird das CCCS als theoretischer Rahmen genutzt?

Das CCCS bietet mit seinen Ansätzen zu Subkultur, Bricolage und Hegemonie ein passendes Instrumentarium, um die symbolischen Praktiken und Identitätsbildungen im Hardcore zu deuten.

Welche Rolle spielt die Band Minor Threat?

Die Band gilt als maßgebliche Pionierin für die Entwicklung des Hardcore und insbesondere der Straight-Edge-Bewegung durch ihre textliche Distanzierung vom selbstzerstörerischen Punk-Image.

Wie verändert sich die Einstellung zur Kommerzialisierung laut Fazit?

Die Autorin stellt fest, dass der ursprüngliche Widerstand gegen Kommerzialisierung zugunsten einer stärkeren Passivität und einer utopischen Ideologie abgenommen hat.

Was genau ist „Hatecore“?

Hatecore ist eine Untergruppierung des Hardcore, die von rechtsextremen Bands genutzt wird, um ihre Ideologien unter dem Deckmantel des Musikstils zu verbreiten.

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Details

Title
Die Hardcore-Szene. Widerstand einer Kultur
College
University of Vechta  (ISPS)
Course
Jugendkulturen aus gesellschaftlicher Perspektive
Grade
1,3
Author
Christian Dreher (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V138640
ISBN (eBook)
9783640470556
ISBN (Book)
9783640470679
Language
German
Tags
Hardcore Widerstand Kultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Dreher (Author), 2009, Die Hardcore-Szene. Widerstand einer Kultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138640
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