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Was versteht man unter der monetären Analyse der EZB?

Title: Was versteht man unter der monetären Analyse der EZB?

Term Paper , 2008 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Franca Straub (Author), Andreas Baumann (Author), Kerstin Wiesinger (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Summary Excerpt Details

In der geldpolitischen Strategie des Eurosystems nimmt die Geldmenge im Rahmen der monetären Analyse eine prominente Stellung ein. Dies spiegelt wider, dass auf mittlere bis längere Sicht eine enge Beziehung zwischen Geldmenge und Preisen besteht. Da die EZB ihre Politik langfristig auf das Hauptziel Gewährleistung von Preisstabilität ausrichtet, liegt es nahe, der Analyse dauerhafter Trends der Geldentwicklung eine hohe Stellung einzuräumen. Um über die vorübergehenden Auswirkungen verschiedener Schocks hinauszuschauen, werden bei der monetären Analyse Geldmengen- und Kreditaggregate ausgewertet. Man beschränkt sich dabei jedoch nicht auf den Vergleich des aktuellen Geldmengenwachstums mit einem Referenzwert. Vielmehr werden die einzelnen Komponenten des weit gefassten Geldmengenaggregats M3 sowie deren Bilanzgegenposten, insbesondere die Kreditentwicklung, genauestens untersucht. Auch die Analyse verschiedener Geldlücken ist Bestandteil der monetären Analyse.
Angesichts der Tatsache, dass die Euro-Länder in den letzten Jahren permanent Wachstumsraten der Geldmenge aufweisen, die oberhalb des von der EZB publizierten Referenzwertes liegen, jedoch die Inflationsraten im Vergleich sich relativ moderat entwickelt haben, stellt sich die Frage nach der Zweckhaftigkeit der monetären Analyse. Deshalb soll im Rahmen dieser Seminararbeit der monetären Analyse auch ein kritischer Blick gewürdigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Die monetäre Analyse – Teil der Strategie des Eurpopäischen Systems der Zentralbanken (ESZB)

3. Geldpoltische Strategie

3.1 Die Definition von Preisstabilität

3.2 Die langfristige Säule: Monetäre Analyse

3.3 Die kurzfristige Säule: Wirtschaftliche Analyse

4. Monetäre Analyse

4.1 Rechtfertigung: Inflation- langfristig ein monetäres Phänomen

4.2 Die Orientierungsgröße: Das Referenzwertkonzept

4.3 Überblick über die monetäre Entwicklung seit 1999

4.4 Untersuchung der Überschussliquidität

4.4.1 Die nominale Geldlücke

4.4.2 Die reale Geldlücke

4.5 Analyse der M3-Komponenten

4.6 Die Kreditvergabe – Analyse der Bilanzgegenposten zu M3

4.7 Kritik an der monetären Analyse

4.7.1 Ableitung Referenzwert

4.7.2 M3 - Das richtige Geldmengenaggregat

4.7.3 Stabilität der Geldnachfrage als realistische Voraussetzung

4.7.4 Sollte die EZB die monetäre Analyse beibehalten?

5. Die monetäre Analyse vor dem Hintergrund der Hypothekenmarktkrise

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Relevanz und Zweckmäßigkeit der monetären Analyse innerhalb der geldpolitischen Strategie der EZB. Das Hauptziel ist die kritische Beleuchtung der ersten Säule des EZB-Systems, insbesondere unter dem Aspekt, ob der Fokus auf die Geldmenge M3 angesichts empirischer Daten und praktischer Herausforderungen weiterhin gerechtfertigt ist.

  • Grundlagen der EZB-Geldpolitik und die Zwei-Säulen-Konzeption
  • Methodik der monetären Analyse inklusive Referenzwert und Geldlücken-Konzept
  • Analyse der Geldmengenkomponenten und Bilanzgegenposten
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Stabilität der Geldnachfrage und Transparenz
  • Einfluss der Finanzmarktentwicklungen und die Zukunft der monetären Analyse

Auszug aus dem Buch

4.1 Rechtfertigung: Inflation- langfristig ein monetäres Phänomen

Einer der bedeutendsten empirischen Feststellungen in der Makroökonomie ist der langfristige Zusammenhang zwischen Preisniveau und Geldmenge. Dass Inflations- und Geldmengenwachstumsrate in der langen Frist sehr stark korrelieren, ist in sehr vielen empirischen Studien mit unterschiedlichsten Analyseinstrumenten in verschiedensten Ländern nachgewiesen worden, sodass Milton Friedman’s Theorie „Inflation is always and everywhere a monetary phenomenon“ hinreichend empirische Bestätigung fand.

Der klassische Ausgangspunkt bei der Analyse des langfristigen Zusammenhangs zwischen Geldmenge und Preisen ist die Quantitätsgleichung: Geld (M) X Umlaufgeschwindigkeit (V) = Preis (P) X Output (Y). Die linke Seite der Gleichung gibt Auskunft über das Geld, welches bei Transaktionen verwendet wird. M beschreibt dabei die nominale Geldmenge, V wird als Umlaufgeschwindigkeit oder auch als Transaktionsgeschwindigkeit des Geldes bezeichnet.

Die rechte Seite der Gleichung fasst den Output (BIP) und dessen Preis zusammen und beschreibt damit den nominalen Wert der Produktion. Bedient man sich der klassischen Quantitätstheorie, bei der die Geldmenge am langen Ende keinen Einfluss auf die Höhe des Outputs hat (Neutralität des Geldes) und sieht man die Umlaufgeschwindigkeit langfristig als konstant an, steigen die Preise proportional mit der Geldmenge.

Man muss jedoch einschränkend feststellen, dass geldpolitische Maßnahmen zeitverzögernd wirken. Es lassen sich aktuelle Inflationserscheinungen nicht mit aktuellen geldpolitischen Maßnahmen bekämpfen. Damit eine Notenbank erfolgreich ist, muss sie ihre Geldpolitik mittelfristig ausrichten, vorausschauend agieren und ihre Geldpolitik rechtzeitig anpassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Bietet einen Überblick über die Bedeutung der monetären Analyse zur Erreichung der Preisstabilität und stellt die kritische Forschungsfrage nach der Zweckmäßigkeit der ersten Säule.

2. Die monetäre Analyse – Teil der Strategie des Eurpopäischen Systems der Zentralbanken (ESZB): Beschreibt den institutionellen Rahmen und die Debatte über den Fortbestand der ersten Säule der EZB-Strategie.

3. Geldpoltische Strategie: Erläutert das Grundgerüst, die Definition von Preisstabilität sowie die Aufteilung in monetäre und wirtschaftliche Säule.

4. Monetäre Analyse: Detaillierte Untersuchung des Referenzwertkonzepts, der Geldlücken, der M3-Komponenten sowie eine tiefgehende kritische Diskussion der Methodik.

5. Die monetäre Analyse vor dem Hintergrund der Hypothekenmarktkrise: Analysiert die Reaktion der EZB auf Turbulenzen am Geldmarkt und deren Auswirkungen auf das Geldmengenaggregat.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass trotz Kritikpunkten und der Notwendigkeit zur Neuausrichtung die monetäre Analyse ein wertvolles Instrument für den Entscheidungsprozess bleibt.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, monetäre Analyse, M3, Preisstabilität, Referenzwert, Geldlücke, Geldnachfrage, Geldmenge, Inflationsrisiken, Finanzstabilität, EZB-Strategie, Wirtschaftsanalyse, Geldkapital, Kreditvergabe, Eurosystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Bedeutung der monetären Analyse als erste Säule innerhalb der geldpolitischen Strategie der Europäischen Zentralbank.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Referenzwertkonzept für M3, die Analyse von Geldlücken, die Komponenten von M3 sowie die kritische Reflexion der Stabilität der Geldnachfrage.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die prominente Rolle der monetären Analyse in der EZB-Strategie trotz empirischer Kritik und veränderter Marktbedingungen weiterhin sinnvoll und gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung empirischer Studien und geldpolitischer Daten des Eurosystems.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Rechtfertigung der Geldmengensteuerung, die praktische Anwendung der Indikatoren, die Analyse der Bilanzgegenposten und eine umfassende kritische Auseinandersetzung mit der EZB-Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Preisstabilität, M3-Wachstum, Referenzwertkonzept, Geldnachfrage und monetäre Analyse.

Warum spielt das M3-Aggregat eine so große Rolle für die EZB?

M3 gilt als stabiles, breites Geldmengenaggregat mit Vorlaufeigenschaften für die Preisentwicklung, welches zinsbedingte Umschichtungen in einem gewissen Rahmen auffangen kann.

Wie wirkt sich die Hypothekenmarktkrise auf die Analyse aus?

Das Kapitel zeigt, dass selbst in Krisenzeiten die Überwachung der Geldmengenaggregate hilft, Liquiditätsschwankungen und Kreditentwicklungen im Sektor der nichtfinanziellen Unternehmen zu verstehen.

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Details

Title
Was versteht man unter der monetären Analyse der EZB?
College
University of Applied Sciences Amberg-Weiden
Grade
1,7
Authors
Franca Straub (Author), Andreas Baumann (Author), Kerstin Wiesinger (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V138694
ISBN (eBook)
9783640910304
ISBN (Book)
9783640908356
Language
German
Tags
analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franca Straub (Author), Andreas Baumann (Author), Kerstin Wiesinger (Author), 2008, Was versteht man unter der monetären Analyse der EZB?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138694
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