Einführungsteil
1.1. Problemaufriss
Im laufe der Zeit hat die Popularität von Aktien- und Fondsanlagen deutlich zugenommen. Die Jagd nach überdurchschnittlichen Renditen hat viele Anleger dazu gebracht, relativ hohe Beträge in diese Anlageformen zu investieren. Der Anlageboom hat sich rasch mit der bitteren Enttäuschung insbesondere am Neuen Markt abgewechselt. Im Gegensatz zu Banken und ähnlichen Finanzdienstleistern, die von überhöhten Aktien- und Fondsanteilspreisen profitieren, stehen die meisten Anleger momentan als Verlierer da. Außer der ungünstigen Situation am Aktienmarkt ist die Kompetenz der Anlegergeneration deutlich gesunken und gleichzeitig hat die Vielfalt von Aktien und Aktienfonds zugenommen. Wenn man den Blick noch tiefer wirft, stehen im Hintergrund eine Menge Fondskategorien mit unterschiedlichen Konzepten und Regeln. Die Sache wird allmählich zu komplex und bedarf einer gründlichen Auseinandersetzung mit jeweiligen Themen. Da reicht die Anlagekompetenz der privaten Anleger lange nicht mehr aus. Anderseits ist es auch unzulässig sich auf die Anlageberatern blind zu verlassen. Die Meinung der Profis ist sehr wichtig, aber nur im Zusammenhang mit der Meinung von jedem Anleger, denn kein Profi kann die Individualität und den Bedarf von einzelnen Kunden besser nachvollziehen als derjenige selbst.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einführungsteil
1.1. Problemaufriss
1.2. Erkentnissziel
1.3. Vorgehensweise
2. Individuelle Vermögensplanung mit Aktien- und Fondsanlage
2.1. Das Lebensphasenmodell als Ausgangspunkt
2.1.1. Einstiegsphase
2.1.2. Aufbauphase
2.1.3. Handlungsphase
2.1.4. Erntephase
2.2. Anlagekriterien des strategischen Siebenecks
2.2.1. Sicherheit
2.2.2. Liquidität
2.2.3. Rentabilität
2.2.4. Steuern
2.2.5. Inflationsschutz
2.2.6. Persönlicher Zeitaufwand
2.2.7. Laufende Nebenkosten
2.2.8. Spannugsverhältnisse der Anlagekriterien
2.3. Kaufstrategien für Einzelaktien
2.3.1. Kaufstrategie: Standartwerte oder Nebenwerte?
2.3.2. Kaufstrategie: Den DAX nachbilden
2.3.3. Kaufstrategie: Auswahl nach relativer Stärke
2.3.4. Kaufstrategie: Auswahl nach Bewertung gegenüber Index
2.3.5. Kaufstrategie: Auswahl nach Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
2.3.6. Kaufstrategie: Auswahl nach Dividendenrendite
2.4. Aktienfonds – die populärste Art der Fondsanlage
2.4.1. Welche Ziele werden verfolgt?
2.4.2. Was bedeuten diese Ziele für den Anlagehorizont?
2.4.3. Die vorhandenen Mittel und die steuerliche Situation
2.4.4. Sparplan oder Einmalanlage
2.4.5. Die Asset Allocation
2.4.6. Die Einzelfonds auswählen
2.4.7. Geeignete Kaufquellen finden
2.4.8. Überprüfung der Entscheidungen
2.4.9. Persönliche Performance/ Verkauf und Wiederanlage
3. Abschließende Empfehlungen für Aktie- und Fondsanlage
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, strategische Anlagen in Aktien und Aktienfonds kritisch zu beleuchten und anhand von sieben Anlagekriterien zu reflektieren, um Anlegern eine fundierte Grundlage für den Vermögensaufbau zu bieten.
- Lebensphasenorientierte Vermögensplanung
- Das strategische Siebeneck als Analyseinstrument
- Kaufstrategien für Einzelaktien (z.B. DAX-Nachbildung, relative Stärke)
- Strukturierung der Fondsanlage (Asset Allocation, Sparpläne)
- Methodik zur Auswahl und Überprüfung von Einzelfonds
Auszug aus dem Buch
2.4.4 Sparplan oder Einmalanlage
Der Vermögensaufbau beginnt in der Regel mit einem Sparplan. Untersuchungen zeigen, daß mit der disziplinierten, regelmäßigen Anlage auch kleinere Beträge stattliche Ergebnisse erreichen. Je frühzeitiger eine Mark angelegt wird, desto mehr verzinst sich nicht nur diese Mark sondern auch die Zinsen daraus. Man spricht hier auch vom Zinseszinseffekt.
Daneben gibt es einen weiteren positiven Aspekt bei der regelmäßigen Anlage, der zugunsten des Anlegers spielt, der sogenannte Durchschnittskosteneffekt (Tabelle 1). Bei monatlich gleicher Anlagesumme werden bei gestiegenen Kursen weniger und bei gefallenen Kursen mehr Fondsanteile erworben. Im Durchschnitt aller Fondsanteile verringert sich deshalb der Preis je Anteil.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführungsteil: Darstellung der wachsenden Komplexität am Aktienmarkt und der Notwendigkeit privater Grundkenntnisse für erfolgreiche Anlageentscheidungen.
2. Individuelle Vermögensplanung mit Aktien- und Fondsanlage: Umfassende Analyse der persönlichen Anlagestrategie durch das Lebensphasenmodell, das strategische Siebeneck sowie spezifische Kaufstrategien für Aktien und Fonds.
3. Abschließende Empfehlungen für Aktie- und Fondsanlage: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für den langfristigen Vermögensaufbau durch den Einsatz von Aktien und Fonds unter Berücksichtigung von Zeitaufwand und Markterfahrung.
Schlüsselwörter
Aktien, Aktienfonds, Vermögensplanung, Lebensphasenmodell, strategisches Siebeneck, Rendite, Liquidität, Risiko, Diversifizierung, Sparplan, Durchschnittskosteneffekt, Asset Allocation, Fonds-Rating, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Dividendenrendite.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Konzeption von Geldanlagen in Aktien und Aktienfonds für private Anleger unter Berücksichtigung persönlicher Lebensumstände.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind das Lebensphasenmodell, die sieben Anlagekriterien des strategischen Siebenecks, verschiedene Aktien-Kaufstrategien sowie die systematische Auswahl von Aktienfonds.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Strategien zur Aktien- und Fondsanlage zu reflektieren und diese kritisch anhand von Anlagekriterien zu bewerten, um Anlegern eine Orientierungshilfe zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine systematische, theoretische Auseinandersetzung mit Anlagekonzepten geführt, die durch praktische Kriterien zur Fonds- und Aktienauswahl ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Der Hauptteil analysiert die Vermögensplanung, die sieben Anlagekriterien (Sicherheit, Liquidität, Rentabilität etc.), Strategien für Einzelaktien und den Auswahlprozess für Investmentfonds.
Welche Keywords charakterisieren die Publikation?
Die wichtigsten Begriffe sind Vermögensplanung, Aktienfonds, strategisches Siebeneck, Anlagekriterien und Rendite-Risiko-Verhältnis.
Wie funktioniert der Durchschnittskosteneffekt bei Sparplänen?
Durch die regelmäßige Anlage eines gleichbleibenden Betrags erwirbt der Anleger bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger, was den durchschnittlichen Kaufpreis je Anteil senkt.
Warum ist die Asset Allocation für den Anlageerfolg so wichtig?
Studien belegen, dass die Auswahl der richtigen Kapitalmärkte (Asset Allocation) ca. 80 Prozent zum Gesamtergebnis beiträgt, während die reine Einzelfondsauswahl nur einen geringeren Einfluss hat.
- Quote paper
- Marianne Dachowa (Author), 2001, Anlagenkonzeptionen bei Aktien- und Fondsanlage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1386