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Warum Unternehmen Produktionsprozesse wieder ins Ursprungsland zurückverlagern

Title: Warum Unternehmen Produktionsprozesse wieder ins Ursprungsland zurückverlagern

Master's Thesis , 2008 , 115 Pages , Grade: 2,15

Autor:in: Master of Arts (M.A.) Volha Daleka (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Summary Excerpt Details

Wie kommt es zu Rückverlagerungen? Was sind die Motive, die die Unternehmen zwingen, nach der Investition in einen ausländischen Standort und damit verbundener harter Arbeit, ihre Entscheidungen zu ändern und wieder in eine Rückkehr Geld und Arbeit zu investieren? Ist es die Folge einer falschen Standortentscheidung oder ist es eine planmäßige Aktion? Es gibt kaum themenspezifische Literatur, in welcher diese Fragen beantwortet werden. Es gibt weder ausreichende wissenschaftliche Forschungen von Gründen der Rückverlagerungen noch ausführliche Lösungsvorschläge. In den meisten wissenschaftlichen Studien werden Rückverlagerungen nur als Nebenobjekt betrachtet. Nur einzelne Institute, wie z.B. das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, führen regelmäßige Befragungen der Betriebe zum oben genannten Problem durch. Auch in ausländischen wissenschaftlichen Quellen werden Rückverlagerungen häufig nur als Nebenthema erwähnt. In Periodiken und Medien werden meist nur extreme Einzelfälle der Rückverlagerungen erörtert. Das Problem wird dadurch verschärft, dass Firmen, die ihre Produktionen zurückverlagern, ihre Erfahrungen nur sehr ungern veröffentlichen. So waren, z.B. nur neun von 60 Unternehmen, die Frau Schulte während ihrer empirischen Untersuchung kontaktiert hat, zu einem direkten Gespräch bereit.11

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Aktualität des Themas

2 Problemstellung und Zielsetzung

3 Aufbau und Vorgehensweise

1. GRUNDLAGEN DER RÜCKVERLAGERUNG

1.1. Klärung der Begriffe

1.2. Phasen und Formen der Rückverlagerungen

1.3. Ausgewählte theoretische Ansätze zur Erklärung von Rückverlagerungen

1.4. Stand der Forschung und Presseberichterstattung

2. AKTUELLE ENTWICKLUNGEN VON RÜCKVERLAGERUNGEN

2.1. Statistiken zu deutschen Unternehmen

2.1.1. STATISTISCHE QUELLEN

2.1.2. ENTWICKLUNGEN VON VERLAGERUNGEN UND RÜCKVERLAGERUNGEN IM ZEITVERLAUF

2.1.3. CHARAKTERISTIKA DER GETROFFENEN UNTERNEHMEN

2.1.4. RÜCKVERLAGERUNGEN NACH BRANCHEN UND KOMPLEXITÄT DER HERGESTELLTEN PRODUKTE

2.1.5. VERTEILUNG VON RÜCKVERLAGERUNGEN NACH GEOGRAPHISCHEN REGIONEN

2.2. Statistiken zu weiteren Ländern

2.2.1. SCHWEIZER STATISTIKEN

2.2.2. EUROPEAN MANUFACTURING SURVEY 2003/ 2004 (EMS)

2.2.3. STATISTIKEN VON VENTORO INSTITUTE, DIE USA

2.2.3. WEITERE AMERIKANISCHE STATISTIKEN

2.2.4. ANDERE INTERNATIONALE STATISTIKEN

3. EMPIRISCHE EVIDENZ ZU RÜCKVERLAGERUNGEN

3.1. Begründung der ersten Standortentscheidung

3.1.1. HÄUFIG GENANNTE MOTIVE DER ERSTEN PRODUKTIONSVERLAGERUNG

3.1.2. GRAPHISCHE DARSTELLUNG VON MOTIVEN DER ERSTEN PRODUKTIONSVERLAGERUNG

3.2. Begründung der zweiten Standortentscheidung

3.2.1. QUANTITATIVE ANALYSE

3.2.2. QUALITATIVE ANALYSE

3.2.2.1. Problemlagen in der ersten Rückverlagerungsphase: Wenig systematische Standortentscheidungen

3.2.2.2. Problemlagen in der zweiten Rückverlagerungsphase

3.2.2.2.1. Untransparente Kostenentwicklung der Auslandsproduktion

3.2.2.2.2. Organisatorische Komplexität und hoher Managementaufwand

3.2.2.2.3. Personalprobleme und fehlende Kompetenzen

3.2.2.2.4. Zu kurzfristige Planung

3.2.2.2.5. Unterschätzte Konsequenzen räumlicher Entfernung

3.2.2.2.6. Mangelndes Vertrauen

3.2.2.2.7. Einfluss von politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren

3.2.2.2.8. Neuwahrnehmung der heimlichen Standortfaktoren und Strategiewechsel

3.2.2.2.9. Weitere Probleme während der Auslandsproduktion

3.2.2.3. Problemlagen in der dritten Rückverlagerungsphase

3.2.2.3.1. Die zweite Standortentscheidung

3.2.2.3.2. Gefahren während der unmittelbaren Rückverlagerung

4. LESSONS LEARNED

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Beweggründe für die Rückverlagerung von Produktionsprozessen in das Ursprungsland zu identifizieren und die Gefahren zu analysieren, die mit einer vorangegangenen Verlagerungsentscheidung verbunden sind. Dabei soll untersucht werden, ob Rückverlagerungen als systematischer Strategiewechsel oder als Korrektur fehlerhafter Standortentscheidungen anzusehen sind, um Unternehmen praxisnahe Erkenntnisse für zukünftige Standortplanungen zu liefern.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Standortentscheidungen und Rückverlagerungen.
  • Empirische Untersuchung der aktuellen Entwicklungen anhand internationaler Statistiken.
  • Qualitative Analyse der Motive und Problemlagen bei Verlagerungsentscheidungen.
  • Identifikation versteckter Kosten und organisatorischer Risiken im Ausland.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen ("Lessons Learned") zur Risikominimierung.

Auszug aus dem Buch

3.2.2.2.1. Untransparente Kostenentwicklung der Auslandsproduktion

Dieses Rückverlagerungsmotiv ist eine Konsequenz vieler anderer Fehlschläge, und auch der nicht genug erwogenen Verlagerungsentscheidung. Es gehört zu den wichtigsten Gründen für die zweite Verlagerungsentscheidung, da durch die unerwartet hohen Produktionskosten der ausländische Standort an Attraktivität verliert. Abbildung 17 gibt einen Überblick über die oft genannten versteckten Kosten der Auslandsproduktion. Wie hoch die Summe dieser Kosten sein kann, wird erst nach dem Umzug der Produktionsstätten sichtbar. Die Zahlen überraschen oftmals die Geschäftsführer.

Die Erläuterung dieser Kosten an konkreten Beispielen macht das Bild über die Gefahr, die eine „Kostenfalle“ in sich verbirgt, besonders deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. GRUNDLAGEN DER RÜCKVERLAGERUNG: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Rückverlagerung, ordnet ihn in theoretische Phasen ein und diskutiert bestehende wissenschaftliche Ansätze.

2. AKTUELLE ENTWICKLUNGEN VON RÜCKVERLAGERUNGEN: Hier werden mittels Statistiken deutscher und internationaler Unternehmen die Tendenzen von Verlagerungen und Rückverlagerungen sowie Zusammenhänge mit Branchen und Regionen analysiert.

3. EMPIRISCHE EVIDENZ ZU RÜCKVERLAGERUNGEN: Dieser Hauptteil widmet sich der qualitativen und quantitativen Untersuchung von Motiven für die ursprüngliche Verlagerung und die nachfolgende Rückverlagerung.

4. LESSONS LEARNED: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und leitet strategische Empfehlungen ab, um die Risiken bei der Planung von Auslandsengagements zu reduzieren.

Schlüsselwörter

Rückverlagerung, Produktion, Standortentscheidung, Globalisierung, Outsourcing, Offshoring, Standortfaktoren, Kostenfalle, Wettbewerbsfähigkeit, Internationalisierung, Produktionsprozesse, Managementaufwand, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Strategiewechsel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen, warum Unternehmen, die ihre Produktion ins Ausland verlagert haben, diese Prozesse später wieder in ihr Ursprungsland zurückverlegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Motive für Verlagerungen, die damit verbundenen Risiken und versteckten Kosten sowie die Gründe, warum diese ursprünglichen Standortentscheidungen später revidiert werden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Gründe für Rückverlagerungen herauszuarbeiten, die Gefahren bei Verlagerungen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Unternehmen Fehler bei zukünftigen Standortentscheidungen vermeiden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert die Analyse internationaler statistischer Daten mit einer qualitativen Auswertung von Fallstudien und Presseberichten, ergänzt durch eigene praktische Erfahrungen im Management.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst die Motive der ersten Verlagerung, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der Gründe für die Rückverlagerung (zweite Standortentscheidung), wobei sowohl quantitative Trends als auch qualitative Problemlagen beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Rückverlagerung, Standortentscheidung, Kostenfalle, Globalisierung, Outsourcing, Produktionsprozesse und internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Welche Rolle spielen "versteckte Kosten" bei der Rückverlagerung?

Versteckte Kosten sind oft der entscheidende Faktor. Viele Unternehmen unterschätzen die Kosten für Koordination, Transport, Qualitätskontrolle, Personal und den Ausgleich von Produktivitätsdefiziten im Ausland.

Warum ist das "Paradox der Globalisierung" für die Arbeit relevant?

Es beschreibt den Befund, dass trotz niedrigerer Lohnkosten in Entwicklungsländern viele Unternehmen ihre Produktion in Industrieländer mit hohen Personalkosten verlagern, was die These stützt, dass Lohnkostenersparnisse nicht das einzige oder wichtigste Kriterium sein sollten.

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Details

Title
Warum Unternehmen Produktionsprozesse wieder ins Ursprungsland zurückverlagern
College
University of Applied Sciences Osnabrück
Grade
2,15
Author
Master of Arts (M.A.) Volha Daleka (Author)
Publication Year
2008
Pages
115
Catalog Number
V138702
ISBN (eBook)
9783640467273
ISBN (Book)
9783640467624
Language
German
Tags
Warum Unternehmen Produktionsprozesse Ursprungsland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts (M.A.) Volha Daleka (Author), 2008, Warum Unternehmen Produktionsprozesse wieder ins Ursprungsland zurückverlagern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138702
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