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Raumkonzepte in E. T. A. Hoffmanns "Nussknacker und Mausekönig"

Titel: Raumkonzepte in E. T. A. Hoffmanns "Nussknacker und Mausekönig"

Hausarbeit , 2023 , 22 Seiten

Autor:in: Helen Hagmüller (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

E.T.A. Hoffmann hat sein Werk "Nussknacker und Mausekönig" im Jahr 1816 verfasst und es ist in den "Serapionsbrüdern" erschienen. In der folgenden Ausarbeitung soll auf das Thema Raumkonzepte bezogen auf den benannten Text eingegangen werden. Es ergibt sich neben der Beobachtung, wie Raum und Fiktion auf narrativer Ebene miteinander in Verbindung stehen, auch die Frage, ob aufgrund der Anordnung der Räume eine mediale Wirkung erzeugt wird. Es geht auch um beschriebene Räume, die für die Handlung ausschlaggebend sind. Neben der Bedeutung des Raums für den Handlungsverlauf, soll auch auf spezielle Gegenstände und Möbel eingegangen werden. Es stellt sich die Frage, mit welchen Räumen wir es zu tun haben. Welche Welten werden hier repräsentiert? Geht man davon aus, dass es mehrere Welten gibt, in denen die Erzählung stattfindet, ist es ersichtlich, dass im Nussknacker zunächst eine solche dargestellt ist, in der Weihnachten und die Weihnachtsfeierlichkeiten in der bürgerlichen Welt anzuordnen ist und es eine weitere Welt gibt, die den Träumen und dem Fantastischen sowie Surrealen gewidmet ist. Es soll im Folgenden erarbeitet werden, wie die Räume zu dem jeweiligen Erzählstil stehen und wie der Erzähler die Räume gestaltet. Haben sie eine kulturelle Bedeutung?

Festgestellt werden soll auch, ob es unterschiedliche Größenverhältnisse im Raum oder bei den Figuren gibt. Dies gilt es zu fragen aufgrund dessen, da der Nussknacker eine Puppe ist, während die Geschichte in der Welt der Erwachsenen verankert ist. Hinzu kommen Objekte, Möbel oder Gegenstände, welche innerhalb der Räume stehen und mit denen in den verschiedenen Welten interagiert wird. Haben diese beispielsweise theatralen Charakter oder spielt der Wechsel und die Bewegung in und von Räumen eine Rolle? Es soll zunächst auf die Bedeutung des Raumes in der Literatur allgemein eingegangen werden und dann soll der Text anhand von verschiedenen Betrachtungen zum Thema Raum auf einer erzählerischen Ebene näher analysiert werden. Des Weiteren wird das Werk im Hinblick auf die Eignung des Textes aus medientheoretischer Sicht heraus näher beurteilt. Was tragen Raumkonstellationen in der Erzählung dazu bei oder weshalb bekommt die Erzählung medialen Charakter?

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Raum in der Literatur

3. Raumkonzepte in der erzählten Welt bei E.T.A. Hoffmanns «Nussknacker und Mausekönig»

4. Traum- und Fantasiewelt und ihre Raumkonzeption im «Nussknacker und Mausekönig»

5. Gegenstände und ihre Bedeutung in Räumen im Werk

6. An Charaktere gebundene Räume im Werk

7. Raumsituation als mediales Konstrukt

8. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion und Bedeutung von Raumkonzepten in E.T.A. Hoffmanns Werk „Nussknacker und Mausekönig“ unter besonderer Berücksichtigung der Verbindung von Realität und Fiktion sowie der medialen Wirkung räumlicher Anordnungen.

  • Analyse der Abgrenzung zwischen bürgerlicher Lebenswelt und fantastischen Räumen.
  • Untersuchung der Bedeutung von Gegenständen und Möbeln (insb. Glasschrank und Tisch) als raumübergreifende Elemente.
  • Betrachtung von Größenverhältnissen und deren Einfluss auf die erzählerische Wahrnehmung.
  • Rolle der Erzählinstanz bei der Gestaltung und Vermittlung von Raumsituationen.
  • Medientheoretische Einordnung der Raumkonstellationen im Hinblick auf den Charakter der Erzählung.

Auszug aus dem Buch

3. Raumkonzepte in der erzählten Welt bei E.T.A. Hoffmanns «Nussknacker und Mausekönig»

Zuerst stellt sich jedoch die Frage des Anfangs: Wie nähert man sich dem Raum (…) Wie wendet man sich der 'Wende zum Raum' zu?

Im Hinblick auf E.T.A. Hoffmanns Werk fällt wie zuvor erwähnt auch die Frage auf semiotische Räume: Semiotische Räume können eine immanente Bedeutungsdimendion aufbauen, und sie können darüber hinaus indexikalisch auf außermediale Räume referieren, sie abbilden, beschreiben.

Das heißt, dass Räume im Werk einerseits echte Räumlichkeiten nachahmen und gleichzeitig zeichnen sie sich in erzählerischer Fiktion dadurch aus, dass sie sich zwischen folgenden beiden Polen bewegen: dem empirischen Ort im Leben, Raum eines unmittelbaren oder inszenierten Erzählens, von dem sich fiktives Erzählen mit Hilfe von Medien wie dem Buch ablöst, sowie dem erzählten Raum, in dem sich jede Geschichte abspielt.

Wenn man die Raumsituationen in E.T.A. Hoffmanns Werk betrachtet, so bemerkt man, dass die Szenerie zunächst einmal in einem bürgerlichen Raum oder Wohnraum stattfindet. Als Weiteres haben wir es mit einer Puppenwelt und mit einer Traumwelt zu tun und ebenso mit einer zur bürgerlichen Welt abgegrenzten Fantasiewelt. Zeichen dieser jeweiligen Welten sind so gestaltet, dass die Puppenwelt dadurch entsteht, dass Puppen, also Gegenstände, zum Leben erwachen und diese Verwandlung im Raum der realen bürgerlichen Welt geschieht. In der Fantasiewelt findet ein komplettes Verlassen der realen Welt statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Raumgestaltung bei E.T.A. Hoffmann ein und stellt die Forschungsfragen bezüglich der medialen Wirkung und der Abgrenzung zwischen Realität und Fantasie.

2. Raum in der Literatur: Hier werden theoretische Grundlagen des „Spatial Turn“ sowie semiotische Ansätze nach Lotman zur Erforschung literarischer Räume dargelegt.

3. Raumkonzepte in der erzählten Welt bei E.T.A. Hoffmanns «Nussknacker und Mausekönig»: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Welten der Erzählung und untersucht, wie der Erzähler Räume als auktoriale Instanz konstruiert.

4. Traum- und Fantasiewelt und ihre Raumkonzeption im «Nussknacker und Mausekönig»: Der Fokus liegt hier auf dem Übergang zwischen Traum und Wirklichkeit, insbesondere bei der Darstellung von Wachträumen und fantasievollen Begegnungen.

5. Gegenstände und ihre Bedeutung in Räumen im Werk: Es wird erörtert, welche symbolische Rolle Möbel wie der Glasschrank oder ein Tisch einnehmen, um die verschiedenen Welten im Werk zu verknüpfen oder diese voneinander abzugrenzen.

6. An Charaktere gebundene Räume im Werk: Dieses Kapitel betrachtet, wie Figuren wie Marie oder der Nussknacker durch Grenzüberschreitungen die narrativen Räume konstituieren und verbinden.

7. Raumsituation als mediales Konstrukt: Hier wird der mediale Charakter der Beschreibungstechniken bei Hoffmann unter Rückbezug auf medientheoretische Konzepte diskutiert.

8. Schlussteil: Zusammenfassend wird festgehalten, dass Handlung und Raumsituation untrennbar verbunden sind und die Räume eine zentrale Steuerung für die erzählerische Dynamik des Werkes darstellen.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Nussknacker und Mausekönig, Raumkonzepte, Spatial Turn, Literaturwissenschaft, Semiotik, Fantasiewelt, Medialität, Erzählstruktur, Raumwahrnehmung, Puppenwelt, bürgerliche Welt, Narratologie, Raumtheorie, Fiktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die spezifischen Raumkonzepte in E.T.A. Hoffmanns „Nussknacker und Mausekönig“ und untersucht, wie Räume zur Strukturierung der Erzählung und zur Vermittlung zwischen Realität und fantastischer Welt beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die semiotische Dimension des Raumes, das Verhältnis von bürgerlicher Realitätsdarstellung zur Traumwelt sowie die Funktion von Objekten bei der Abgrenzung unterschiedlicher Erzählebenen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie räumliche Anordnungen eine mediale Wirkung erzeugen und wie durch die Durchquerung von Grenzen zwischen realen und imaginierten Räumen die Handlung vorangetrieben wird.

Welche methodischen Ansätze werden zur Analyse herangezogen?

Die Autorin nutzt literaturwissenschaftliche Theorien, insbesondere Ansätze von Juri Lotman zur Raumsemiotik, ergänzt durch medientheoretische Impulse zur Analyse filmischer oder bildhafter Darstellungsweisen in der Literatur.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Raumkonzepten, die Bedeutung von Gegenständen wie dem Glasschrank, die Bindung der Räume an die Charaktere (insbesondere Marie) und eine medientheoretische Reflexion der Raumsituation.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen E.T.A. Hoffmann, Spatial Turn, Semiotik, Fantasiewelt, Medialität, Raumsituation und Narratologie.

Welche Bedeutung kommt dem Glasschrank im Werk zu?

Der Glasschrank fungiert als zentrales Möbelstück, das die Grenzen zwischen der bürgerlichen Welt der Kinder und der fantastischen Welt der Puppen markiert und gleichzeitig als Ort der Zerstörung und Verwandlung dient.

Welche Rolle spielt die Figur Marie bezüglich der räumlichen Struktur?

Marie fungiert als zentrale Identifikationsfigur; als einzige Figur durchquert sie aktiv die verschiedenen Räume und verbindet durch ihre Imagination die reale Welt mit der fantastischen Puppenwelt.

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Details

Titel
Raumkonzepte in E. T. A. Hoffmanns "Nussknacker und Mausekönig"
Autor
Helen Hagmüller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
22
Katalognummer
V1387472
ISBN (PDF)
9783346929365
ISBN (Buch)
9783346929372
Sprache
Deutsch
Schlagworte
raumkonzepte hoffmanns nussknacker mausekönig
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helen Hagmüller (Autor:in), 2023, Raumkonzepte in E. T. A. Hoffmanns "Nussknacker und Mausekönig", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1387472
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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