Die vorliegende Bachelorarbeit beleuchtet die aktuellen Umständen der Nachhaltigkeitsberichterstattung und die anwendbaren Standards.
Die Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema, welches mit der laufenden Zeit weltweit an Wichtigkeit gewonnen hat. Die anhäufenden Umweltkatastrophen der Vergangenheit und die damit verbundenen Forderungen der Allgemeinheit führten zur Einführung der Nachhaltigkeitsberichte. Auf dieser Grundlage wurde die Berichterstattung über die Nachhaltigkeit für Unternehmen bedeutsamer und führte zur Verankerung in Geschäftsstrategien und Unternehmenskulturen. Um insbesondere das Informationsbedürfnis der Bevölkerung zu stillen, berichteten immer mehr Unternehmen über ihre Handlungen hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Themen. Die fehlenden Vorgaben zur Berichterstattung führten zu Nachhaltigkeitsberichten mit unterschiedlichen Ausführungen, Umfängen und Schwerpunkten, da die Reporte in Eigeninitiative des Unternehmens erstellt und veröffentlicht wurden. Dies beeinträchtigte unter anderem die Glaubwürdigkeit und Vergleichbarkeit. Folgend ergab sich die Ambition zur Entwicklung von freiwilligen Berichtsrahmenwerken, welche die systematische und realitätsentsprechende Informationswiedergabe von nachhaltigkeitsbezogenen Themen festlegen sollen.
Der Grundstein dieser Berichtsrahmenwerke wurde im Jahr 1997 von der Global Reporting Initiative gesetzt, wohingegen bis zur gegenwärtigen Zeit eine Vielzahl an Berichtsstandards entwickelt und zur Anwendung freigegeben wurden. Erneut führte die Vielzahl der Rahmenwerke zum Ausgangsproblem der Entwicklung der Rahmenwerke. Zwar ist es möglich erstellte bzw. veröffentlichte Nachhaltigkeitsberichte eines Rahmenwerkes untereinander zu vergleichen, jedoch ist der explizite Vergleich der Berichte von unterschiedlichen Rahmenwerken, bspw. aufgrund unterschiedlicher Messgrößen und Schwerpunkten, anzuzweifeln. Auch soll das Greenwashing der Unternehmen bewältigt werden, da immer mehr Unternehmen die Berichterstattung für firmeneigene Werbung nutzen und dabei bewusst oder unbewusst falsche bzw. fehlende Informationen, mit der Hoffnung mehr Profit zu er-werben, darlegen. Um diesen kumulierenden Problemen entgegenzuwirken, verpflichtet die Richtlinie 2022/2464/EU zu der Anwendung eines einheitlichen Berichtsrahmenwerkes, dem sog. European Sustainability Reporting Standard. Ziel dieser Thesis, ist es den aktuellen Stand der Berichterstattung und die daraus entstehenden Folgen zu beleuchten.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung
1.1 Einleitung und forschungsrelevante Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Nachhaltigkeit
2.2 Nachhaltigkeitsbericht
2.3 CSRD – Corporate Sustainability Directive
3 Berichtsrahmenwerke für die Erstellung der Nachhaltigkeitsberichte
3.1 European Sustainability Reporting Standards - ESRS
3.2 Global Reporting Initiative – GRI
3.3 Deutscher Nachhaltigkeitskodex – DNK
3.4 United Nations Global Compact - UNGC
4 Gegenüberstellung der Berichtsstandards
4.1 Tabellarische Gegenüberstellung der Rahmenwerke
4.2 Vergleich der einzelnen Rahmenwerke mit der ESRS
5 Erhebung der Forschungsfrage
5.1 Forschungsfrage 1
5.2 Forschungsfrage 2
5.3 Forschungsfrage 3
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit analysiert den aktuellen Stand und die zukünftigen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung in Europa. Im Fokus steht dabei die Untersuchung verschiedener Rahmenwerke und deren Anwendbarkeit für Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf die durch die CSRD verschärften regulatorischen Bedingungen.
- Analyse der historischen Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
- Gegenüberstellung gängiger Berichtsstandards wie ESRS, GRI, DNK und UNGC
- Untersuchung der Anforderungen und Herausforderungen bei der Umsetzung der ESRS
- Bewertung der Auswirkungen regulatorischer Änderungen auf Unternehmen
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung und forschungsrelevante Zielsetzung
„Von der Kür zur Pflicht“ so lautet ein Beitrag der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften aus dem Jahr 2012. Dieser Grundsatz zeigt sich in der Vergangenheit durch die Verpflichtung großer Unternehmen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Erneut trifft er aktuell bei der Anwendung des verpflichtenden Berichtsrahmenwerkes für die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu.
Die Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema, welches mit der laufenden Zeit weltweit an Wichtigkeit gewonnen hat. Die anhäufenden Umweltkatastrophen der Vergangenheit und die damit verbundenen Forderungen der Allgemeinheit führten zur Einführung der Nachhaltigkeitsberichte. Auf dieser Grundlage wurde die Berichterstattung über die Nachhaltigkeit für Unternehmen bedeutsamer und führte zur Verankerung in Geschäftsstrategien und Unternehmenskulturen. Um insbesondere das Informationsbedürfnis der Bevölkerung zu stillen, berichteten immer mehr Unternehmen über ihre Handlungen hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Themen. Die fehlenden Vorgaben zur Berichterstattung führten zu Nachhaltigkeitsberichten mit unterschiedlichen Ausführungen, Umfängen und Schwerpunkten, da die Reporte in Eigeninitiative des Unternehmens erstellt und veröffentlicht wurden. Dies beeinträchtigte unter anderem die Glaubwürdigkeit und Vergleichbarkeit. Folgend ergab sich die Ambition zur Entwicklung von freiwilligen Berichtsrahmenwerken, welche die systematische und realitätsentsprechende Informationswiedergabe von nachhaltigkeitsbezogenen Themen festlegen sollen. Anhand vorgegebener Richtlinien der jeweiligen Rahmenwerke sollten die positiven als auch negativen Auswirkungen nachhaltigkeitsbezogener Themen eines Unternehmens transparent veröffentlicht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein, erläutert die Relevanz der Thematik vor dem Hintergrund wachsender gesetzlicher Anforderungen und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Begriffliche Abgrenzungen: Hier werden grundlegende Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ sowie die historische und inhaltliche Entwicklung des Nachhaltigkeitsberichtes definiert, um das notwendige Verständnis für den Hauptteil zu schaffen.
3 Berichtsrahmenwerke für die Erstellung der Nachhaltigkeitsberichte: Dieses Kapitel stellt die vier zentralen Rahmenwerke ESRS, GRI, DNK und UNGC im Detail vor und erläutert deren spezifische Anforderungen, Strukturen und Intentionen.
4 Gegenüberstellung der Berichtsstandards: Hier erfolgt eine direkte Gegenüberstellung der untersuchten Rahmenwerke hinsichtlich ihrer Eigenschaften sowie ein kritischer Vergleich dieser mit den neuen ESRS-Standards.
5 Erhebung der Forschungsfrage: In diesem Kapitel werden die drei zentralen Forschungsfragen der Arbeit diskutiert und auf Basis der zuvor analysierten Standards beantwortet.
6 Fazit: Das Fazit schließt die Arbeit ab, fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und ordnet die Bedeutung der ESRS für die Zukunft der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeitsberichterstattung, CSRD, ESRS, GRI, DNK, UNGC, ESG, Wesentlichkeit, Berichtsstandards, Transparenz, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsdreieck, Unternehmenskommunikation, Stakeholder, Greenwashing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und die zukünftigen regulatorischen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung, wobei ein besonderer Fokus auf dem Übergang von freiwilligen zu verpflichtenden Standards liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Analyse verschiedener internationaler und nationaler Berichtsrahmenwerke sowie die Herausforderungen bei deren praktischer Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, die zukünftige Bedeutung der Berichtsstandards zu klären, Umsetzungsstrategien aufzuzeigen und die Herausforderungen zu analysieren, die sich für Unternehmen aus den neuen verbindlichen Vorgaben, insbesondere der ESRS, ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, die Untersuchung offizieller Richtlinien und Vorgaben sowie eine vergleichende Analyse der verschiedenen Berichtsrahmenwerke.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Rahmenwerke ESRS, GRI, DNK und UNGC detailliert vorgestellt, hinsichtlich ihrer Strukturen und Zwecke beschrieben und anschließend tabellarisch miteinander verglichen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie „Nachhaltigkeitsberichterstattung“, „CSRD“, „ESRS“, „Wesentlichkeit“ und „Transparenz“ charakterisiert.
Warum spielt die CSRD eine so entscheidende Rolle in der Arbeit?
Die CSRD ist der Treiber für die verpflichtende Anwendung einheitlicher europäischer Standards (ESRS) und ersetzt damit weitestgehend die bisher praktizierte große Wahlfreiheit bei der Berichterstattung.
Welche spezielle Kritik äußert die Autorin/der Autor an den neuen ESRS-Vorgaben?
Die Arbeit kritisiert vor allem die extrem hohe Komplexität, den hohen administrativen Aufwand und die zu kurze Zeitspanne, die Unternehmen zur Vorbereitung auf diese tiefgreifenden neuen Anforderungen zur Verfügung steht.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Zu den Standards der Nachhaltigkeitsberichterstattung und ihrer Anwendbarkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1388947