In der klassischen und neoklassischen Ökonomie vertritt man die Auffassung einer strikten Trennung zwischen dem monetären und realen Sektor. Eine Expansion der Geldmenge würde also langfristig zu einem Preisanstieg führen und nicht zu einem Anstieg der realen Güter. Dieser nicht bestehende Transmissionsmechanismus in der Klassik, zwischen den beiden Sektoren, verleiht dem Geld die Annahme eines Schleiers.
Das Geld wird als „Schmiermittel des Wirtschaftsprozesses“ bezeichnet. „Ohne Geld gestalten sich die Tauschvorgänge viel umständlicher, aber ist es erst einmal eingeführt, so genügt schon ein „Tropfen“ - auf die Menge kommt es nicht an. Jedenfalls nicht, was die realen Größe anbetrifft.“ Dieses Zitat weist auf die Teilung zwischen dem realen und monetären Sektor hin. Die Aufgabe der Quantitätstheorie des Geldes ist es, den kausalen Zusammenhang zwischen dem Preisniveau und der Geldmenge zu erklären.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die klassische Quantitätstheorie des Geldes
2.1 Die Verkehrsgleichung nach Fisher
2.2 Der Cambridge-Ansatz
3. Kritische Würdigung der Quantitätstheorie
3.1 Annahme der konstanten Umlaufgeschwindigkeit
3.2 Endogenisierung der Geldmenge
3.3 Der Cambridge-Effekt und seine Fragilität
4. Fazit zur Neutralität des Geldes
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Quantitätstheorie des Geldes im Kontext der klassischen und neoklassischen Ökonomie zu analysieren und kritisch auf ihre praktische Anwendbarkeit sowie die Annahme der Neutralität des Geldes zu prüfen.
- Struktur und mathematische Grundlagen der Quantitätsgleichung
- Gegenüberstellung des Ansatzes von Fisher und der Cambridge-Gleichung
- Analyse der Neutralität des Geldes in der klassischen Theorie
- Kritik an den Annahmen zur Umlaufgeschwindigkeit und Geldmengenkontrolle
- Diskussion des Cambridge-Effekts und realwirtschaftliche Implikationen
Auszug aus dem Buch
Quantitätstheorie des Geldes
In der klassischen und neoklassischen Ökonomie vertritt man die Auffassung einer strikten Trennung zwischen dem monetären und realen Sektor. Eine Expansion der Geldmenge würde also langfristig zu einem Preisanstieg führen und nicht zu einem Anstieg der realen Güter. Dieser nicht bestehende Transmissionsmechanismus in der Klassik, zwischen den beiden Sektoren, verleiht dem Geld die Annahme eines Schleiers.
Das Geld wird als „Schmiermittel des Wirtschaftsprozesses“ bezeichnet. „Ohne Geld gestalten sich die Tauschvorgänge viel umständlicher, aber ist es erst einmal eingeführt, so genügt schon ein „Tropfen“ - auf die Menge kommt es an. Jedenfalls nicht, was die realen Größe anbetrifft.“ Dieses Zitat weist auf die Teilung zwischen dem realen und monetären Sektor hin. Die Aufgabe der Quantitätstheorie des Geldes ist es, den kausalen Zusammenhang zwischen dem Preisniveau und der Geldmenge zu erklären.
Die Quantitätstheorie wird durch die Quantitätsgleichung bzw. durch die sogenannte Fishersche Verkehrsgleichung beschrieben. Auf der linken Seite stehen mit dem Produkt der Geldmenge M und der Umlaufgeschwindigkeit v die Summe der Einkommen und auf der rechten Seite mit dem Preisniveau P und dem realen Einkommen Y die Summe der Nominaleinkommen.
M * v = P * Y
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die theoretische Trennung von realem und monetärem Sektor sowie die Rolle des Geldes als Schleier.
2. Die klassische Quantitätstheorie des Geldes: Darstellung der mathematischen Modelle zur Beschreibung der Geldmenge und des Preisniveaus.
3. Kritische Würdigung der Quantitätstheorie: Analyse der Schwachstellen, insbesondere hinsichtlich der Stabilität der Umlaufgeschwindigkeit und der Steuerbarkeit der Geldmenge.
4. Fazit zur Neutralität des Geldes: Zusammenfassende Bewertung, warum die Theorie die Realität nur unzureichend abbilden kann.
Schlüsselwörter
Quantitätstheorie, Geldmenge, Neutralität des Geldes, Fishersche Verkehrsgleichung, Cambridge-Gleichung, Umlaufgeschwindigkeit, Preisniveau, monetärer Sektor, realer Sektor, Geldnachfrage, Cambridge-Effekt, Kaufkraft, Makroökonomie, Geldpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Quantitätstheorie des Geldes und deren Rolle innerhalb der klassischen und neoklassischen ökonomischen Lehre.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisniveau, die Trennung von realem und monetärem Sektor sowie die mathematische Modellierung durch die Verkehrsgleichung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die theoretische Herleitung der Quantitätstheorie sowie eine kritische Hinterfragung ihrer Annahmen in Bezug auf die praktische Realität.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretische Analyse und Literaturdiskussion klassischer makroökonomischer Modelle durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Unterschiede zwischen dem Fisher-Ansatz und dem Cambridge-Ansatz sowie die kritische Reflexion des sogenannten Cambridge-Effekts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Quantitätstheorie, Geldmenge, Neutralität des Geldes und die Fishersche Verkehrsgleichung.
Warum wird Geld als „Schleier“ bezeichnet?
In der klassischen Theorie bedeutet dies, dass Geld lediglich als Tauschmittel fungiert und keinen Einfluss auf reale ökonomische Größen wie Produktion oder Beschäftigung hat.
Was kritisiert der Autor am Cambridge-Effekt?
Der Autor weist darauf hin, dass dieser Effekt als fragil einzustufen ist, da er von Annahmen ausgeht, die in der komplexen wirtschaftlichen Realität oft nicht haltbar sind.
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- Dennis Sauert (Autor), 2007, Quantitätstheorie des Geldes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138910