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Das IS-LM Modell. Entstehung und Anwendung

Titre: Das IS-LM Modell. Entstehung und Anwendung

Essai , 2006 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Dennis Sauert (Auteur)

Economie politique - Macroéconomie, en général
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Als Gegenentwurf zur klassischen- neoklassischen Theorie schrieb John Maynard Keynes sein Buch „The General Theory of Employment, Interest and Money“. Er erklärte in einer schwer verständlichen Schreibweise theoretische und wirtschaftspolitische Zusammenhänge und verwies dabei auf die bis dahin gemachten Fehler der neoklassischen Ökonomie. Nachdem sein Buch 1936 erschien, interpretierte John R. Hicks in seinem Werk „Mr. Keynes and the Classics“ die Theorie von Keynes. Hicks stellte Keynes formelle Gedanken zur gesamtwirtschaftlichen Situation in einem Modell
dar, dass er das IS-LM Modell nannte. Es wird als das makroökonomische Standardmodell bezeichnet und setzt sich aus dem klassischen Zinsmechanismus und dem keynesianischen Einkommensmechanismus zusammen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Entstehung des IS-LM Modells

2. Die LM- Kurve

2.1 Transaktionsmotiv

2.2 Vorsichtsmotiv

2.3 Spekulationsmotiv

2.4 Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage

2.5 Bildung eines Gleichgewichts mit der LM- Gleichung

2.6 Positive Steigung der LM- Kurve

3. Die IS- Kurve

3.1 Negative Steigung der IS- Kurve

3.2 Das Ungleichgewicht am Kapitalmarkt

4. Das IS-LM Modell

4.1 IS-LM Modell im Ungleichgewicht

4.2 Verschiebung der IS- Kurve durch die Fiskalpolitik

4.3 Verschiebung der LM-Kurve durch die Geldpolitik

5. Kritik am hicksschen IS-LM Modell

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das IS-LM-Modell als makroökonomisches Standardinstrument zur Analyse des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu erläutern und dessen Funktionsweise sowie die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Maßnahmen zu verdeutlichen.

  • Historische Herleitung des IS-LM-Modells aus der Theorie von John Maynard Keynes
  • Detaillierte Analyse der Geldnachfragemotive (Transaktion, Vorsicht, Spekulation)
  • Herleitung und ökonomische Interpretation der LM- und IS-Kurven
  • Darstellung von Gleichgewichtszuständen und Verschiebungen durch Fiskal- und Geldpolitik

Auszug aus dem Buch

2. Die LM Kurve

Die Größe L steht für die gesamtwirtschaftliche Geldnachfrage und M für das exogene Geldangebot der Zentralbank. Anders als in der neoklassischen Quantitätstheorie, in der Geld kein Zins trägt und nur zur Durchführung von Transaktionen gehalten wird, hat Geld laut Keynes zusätzlich die Funktion zur Wertaufbewahrung. Außerdem besitzen die Wirtschaftssubjekte in dem LM Modell die Alternative zur Geld- oder Wertpapierhaltung. Keynes führt dazu drei Motive an:

- Transaktionsmotiv

- Vorsichtsmotiv

- Spekulationsmotiv.

Angesichts dieser Motive halten Haushalte und Unternehmen nach ihrer Wahl des Portfolios sowohl Geld- als auch Wertpapierbestände. Diese Entscheidungsalternative bezeichnet man auch als Liquiditätspräferenz der Wirtschaftssubjekte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Entstehung des IS-LM Modells: Einleitung in den theoretischen Kontext und die Übertragung keynesianischer Gedanken in das Hicks-Modell.

2. Die LM- Kurve: Erläuterung der Liquiditätspräferenztheorie basierend auf drei Geldnachfragemotiven und der Ableitung der LM-Kurve.

3. Die IS- Kurve: Herleitung der IS-Kurve über die Identität von Ersparnis und Investition sowie deren negative Steigung.

4. Das IS-LM Modell: Zusammenführung von IS- und LM-Kurve zur Analyse simultaner Gleichgewichte und politischer Eingriffe.

5. Kritik am hicksschen IS-LM Modell: Reflexion über die Vereinfachungen des Modells, insbesondere das Fehlen des Arbeitsmarktes und der Preisniveaubetrachtung.

Schlüsselwörter

IS-LM Modell, Geldnachfrage, Liquiditätspräferenz, Zins, Investition, Sparen, Fiskalpolitik, Geldpolitik, makroökonomisches Gleichgewicht, Keynesianismus, John R. Hicks, Transaktionsmotiv, Spekulationsmotiv, Zentralbank, Gütermarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und die mathematische Funktionsweise des IS-LM-Modells als makroökonomisches Standardmodell.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geldnachfragetheorie, die Modellierung von Kapitalmarktgleichgewichten sowie die Auswirkungen von Fiskal- und Geldpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ableitung der IS- und LM-Kurven verständlich darzustellen und aufzuzeigen, wie diese Kurven das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und die formale Herleitung makroökonomischer Zusammenhänge auf Basis der keynesianischen Theorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Geldnachfragemotive, die Herleitung von IS- und LM-Kurven sowie die Modellierung von Gleichgewichtsverschiebungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie IS-LM Modell, Liquiditätspräferenz, Geld- und Fiskalpolitik sowie makroökonomisches Gleichgewicht definieren.

Wie unterscheidet sich die Geldhaltung bei Keynes von der neoklassischen Theorie?

Im Gegensatz zur neoklassischen Theorie, in der Geld nur als Transaktionsmittel dient, misst Keynes dem Geld eine zusätzliche Funktion als Wertaufbewahrungsmittel bei.

Welche kritischen Anmerkungen macht der Autor zum IS-LM Modell?

Der Autor kritisiert, dass Hicks in seinem Modell den Arbeitsmarkt vernachlässigt und das Preisniveau ausklammert, was die Realitätsnähe einschränkt.

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Résumé des informations

Titre
Das IS-LM Modell. Entstehung und Anwendung
Université
Berlin School of Economics and Law
Note
1,7
Auteur
Dennis Sauert (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
13
N° de catalogue
V138913
ISBN (ebook)
9783640486342
ISBN (Livre)
9783640486519
Langue
allemand
mots-clé
LM Kurve IS-Kurve Entstehung des IS-LM Modells
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dennis Sauert (Auteur), 2006, Das IS-LM Modell. Entstehung und Anwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138913
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