Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, die theoretischen Grundlagen und Zusammenhänge von CSR und Sponsoring (insb. dessen kulturelle und soziale Ausformung) zu erarbeiten, um anschließend im praktischen Teil die Ziele und Zwecke des Kultur- und Soziosponsorings von drei ausgewählten Unternehmen zu untersuchen und zu bewerten.
Das Narrativ von Unternehmen sieht sich aufgrund vielschichtiger sich teils tangierender Herausforderungen und Entwicklungen Veränderungen ausgesetzt, was anhand folgender Stichpunkte beispielhaft verdeutlicht werden kann: Anstieg von bekanntgewordenen unternehmerischen Fehlverhalten. Ein Unternehmen stellt ein produktives soziales System dar, welches sich aus sich gegenseitig tangierenden ex- und internen Elementen zusammensetzt, sodass es einem Spannungsfeld unterliegt. Zudem sind die Erwartungen und die Sensibilisierung für nachhaltige Produkte, Dienstleistungen von Interessengruppen gestiegen. Unternehmen sind teilweise finanziell besser aufgestellt als manche Staaten und haben somit mehr politische Gewichtung. Bessere Informationsmöglichkeiten bzw. gestiegene Transparenz über unternehmerisches Verhalten und Handeln. Anstieg an Globalisierung, Schnelligkeit und Komplexität ges. Strukturen, erfordert neue globale Normen, die das Völkerrecht zu langsam und der nationale Gesetzgeber nur begrenzt entwickeln können; in Anlehnung daran, kommen Nationalstaaten bei der Steuerung transnationaler Prozesse an Grenzen. Verschärfung der ökologischen (Ressourcenknappheit, Klimawandel, Ernährungsnotstände, Artensterben), demographischen (Bevölkerungswachstum) und weiteren ges. Entwicklung (Mindestwohl-, soziale Missstände). Des Weiteren besteht eine wechselseitige Abhängigkeit zw. Gesellschaft und Wirtschaft, da die Gesellschaft eine ökonomisch erfolgreiche Wirtschaft (Lohn, Arbeitsplatz) und die Wirtschaft für ihre Legitimation und Überleben die Gesellschaft benötigt.
Sodann muss in diesem Kontext die "Jahrhundertfrage" in Bezug auf die Rolle der Wirtschaft gestellt werden, die an Bedeutung gewonnen hat und als Lösungsansatz das Thema "Corporate Social Responsibility" (CSR) aufweist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Fundierung
2.1 CSR
2.1.1 Modellvorstellung, Definition und Gesetzgebung von CSR
2.1.2 Trennung von Begrifflichkeiten im CSR-Kontext
2.2 Sponsoring
2.2.1 Definition, Ablauf, Relevanz/Einordnung und Zielsetzung des Sponsorings
2.2.2 Sponsoringarten
2.2.3 Sponsoringmessung
2.2.4 Trennung von Begrifflichkeiten im Sponsoringkontext
2.3 Zusammenfassung
3 Praktische Realisation
3.1 Schilderung des Vorgehens
3.2 Untersuchung der Unternehmen
3.3 Resultate
4 Diskussion und Reflexion
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen und Zusammenhänge von Corporate Social Responsibility (CSR) und Sponsoring zu erarbeiten, um anschließend die Motive und Methoden des Kultur- und Soziosponsorings bei den drei ausgewählten Unternehmen Allianz, Miele und Merck zu untersuchen und zu bewerten.
- Grundlagen und Definitionen von CSR sowie des Triple Bottom Line Modells
- Stellenwert des Sponsorings als Marketing- und Kommunikationsinstrument
- Abgrenzung von Sponsoring gegenüber Mäzenatentum und Spendenwesen
- Qualitative Analyse der CSR- und Sponsoring-Praktiken ausgewählter Konzerne
- Methoden zur Wirkungs- und Erfolgsmessung im Sponsoring
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Modellvorstellung, Definition und Gesetzgebung von CSR
Die CSR-Begrifflichkeit fußt auf keiner einheitlichen Definition, was durch ihre diversen möglichen Perspektiven bzw. Fokussierungen (u. a. sozialer, ökonom-, polit- und ökologischer Natur) geschuldet sein könnte, und durch Sheehy wie folgt formuliert wird: „The definition of CSR is both complex and complicated. It is complex because of the nature and context of the problems. The ecology, society and the economic system are highly complex dynamic systems and CSR is intimately involved in each. Further CSR is complex because of the inherent ambiguity of the issues under consideration.“ Sodann wird vor einem Definitionsversuch ein ausgewähltes Modell in Kürze vorgestellt.
So wäre das Modell der Triple Bottom Line nach Elkington zu nennen, welches die Dimensionen ‚Ökonomie‘, ‚Ökologie‘ und ‚Soziales‘ behandelt, die auch durch die Dimensionen ‚People‘ (unterteilt in interne (Mitarbeiter) und externe (Gemeinwesen, also Corporate Citizenship (CC) als bürger- oder gesellschaftliches Engagement) Säule), ‚Planet‘ (Umweltthemen) und ‚Profit‘ (verantwortungsvoller Umgang mit finanziellen Ressourcen; bspw. faire Geschäftspraktiken oder eine nachhaltige Produktgestaltung) gleichbedeutend ersetzt werden können, sodass das Modell auch als ‚3-P-Modell‘ bezeichnet wird. Ungeachtet dessen soll die dreidimensionale Wertschöpfung bei gleichzeitigen Kapitalerhalt stattfinden, wobei das Modell vorsieht, dass die Profit- bzw. Ökonomie-Dimension im Zweifel eine untergeordnete Rolle einnehmen soll. Sodann geht es um die Unternehmensbeiträge zur Nachhaltigkeit und dessen Maximierung unter Beachtung der drei Dimensionen (vgl. Abb. 3); zusammengefasst kann festgehalten werden, dass „die Triple Bottom Line … den Mehrwert beziffern (soll), den ein Unternehmen ökonomisch, ökologisch und sozial schafft.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmenden Herausforderungen für Unternehmen und führt die Relevanz von CSR und Sponsoring als Lösungsansätze ein.
2 Theoretische Fundierung: Es werden die theoretischen Grundlagen von CSR und Sponsoring sowie deren Abgrenzung zu anderen Fördermodellen detailliert dargestellt.
3 Praktische Realisation: Hier werden Allianz, Miele und Merck hinsichtlich ihrer Sponsoring-Aktivitäten und CSR-Strategien untersucht und bewertet.
4 Diskussion und Reflexion: Dieses Kapitel hinterfragt kritisch die Methodik der Untersuchung sowie die Evidenz der erhobenen Ergebnisse und Daten.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit eines professionelleren Sponsoring-Controllings.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, CSR, Sponsoring, Corporate Citizenship, Kultur- und Soziosponsoring, Triple Bottom Line, Stakeholderdialog, Nachhaltigkeit, Sponsoring-Controlling, Messinstrumente, Unternehmenskommunikation, CSR-Strategie, Markentreue, Image, Wirkungskontrolle
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verknüpfung von unternehmerischer sozialer Verantwortung (CSR) und dem Instrument des Sponsorings unter Berücksichtigung kultureller und sozialer Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Einordnung von CSR, die strategische Bedeutung von Sponsoring sowie die Methoden der Erfolgsmessung im Unternehmenskontext.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung theoretischer Grundlagen und der anschließende Vergleich der Sponsoring-Praktiken von Allianz, Miele und Merck anhand ausgewählter Kriterien.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine qualitative Forschungsanalyse auf Basis öffentlich verfügbarer Unternehmensdaten, Berichte und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden nach der theoretischen Fundierung die konkreten Sponsoring-Maßnahmen der drei ausgewählten Unternehmen in einer praktischen Realisation analysiert und bewertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind CSR, Sponsoring, Corporate Citizenship, Stakeholderdialog, Messbarkeit und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Wie unterscheidet sich CSR vom Sponsoring nach Auffassung des Autors?
CSR wird als ganzheitliches Konzept verstanden, während Sponsoring als ein spezifisches Instrument der Unternehmenskommunikation gesehen wird, das zur Förderung der CSR-Ziele beitragen kann.
Warum schneidet das Unternehmen Merck in der Untersuchung besonders gut ab?
Merck wird positiv hervorgehoben, da das Unternehmen die ‚iooi-Methode‘ zur Erfolgsmessung verwendet und eine explizite externe Auswertung seiner Aktivitäten vorweisen kann.
- Citar trabajo
- Tim Kleforn (Autor), 2023, "Corporate Social Responsibility" (CSR) und Kultur- und Sozio-Sponsoring. Ein praktischer Vergleich dreier Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1389351