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Die Markteinkommenstheorie. Überblick, Ausprägungen, praktischer Nutzen für die Rechtsanwendung

Titel: Die Markteinkommenstheorie. Überblick, Ausprägungen, praktischer Nutzen für die Rechtsanwendung

Seminararbeit , 2018 , 28 Seiten , Note: 13

Autor:in: Martin Welke (Autor:in)

Jura - Steuerrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden soll der Einfluss von sogenannten Einkommenstheorien auf das EStG geprüft werden. Im Zentrum dieser Untersuchung liegt die sogenannte Markteinkommenstheorie. Ziel der Arbeit ist es die Herkunft, den Nutzen und die Eignung zur Bestimmung des geltenden Einkommenssteuerobjekts zu ermitteln.

Die Einkommenssteuer ist die periodisch auf das Gesamteinkommen natürlicher Personen erhobene Steuer (sog. Personensteuer). Typisch für diese Steuerart ist, dass die Steuerzahlungsfähigkeit (= wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) je nach zugeflossenem Einkommen bemessen wird und damit ein idealer Indikator für steuerliche Leistungsfähigkeit ist. Die Zahlungsfähigkeit eines Bürgers setzt Einkommen voraus. Der Begriff des Einkommens ist Gegenstand der Finanzwissenschaft und bestimmt maßgeblich den Charakter und die Wirkung der Einkommenssteuer. Beispielsweise kann das Einkommensverständnis weit im Sinne einer Bereicherungssteuer sein, die jeglichen Vermögenszuwachs unter den Einkommensbegriff fasst oder nur einen Ausschnitt der Bereicherung, z.B. realisierte Wertzuwächse, nur am Markt erwirtschaftetes Einkommen/Erwerbseinkommen oder laufende Quelleneinkünfte erfassen. Einkommensbegriffe und die daraus abgeleiteten Einkommenssteuern können sich sowohl nach Umfang als auch nach dem Zeitpunkt der Erfassung unterscheiden. Die Entwicklung von Einkommensbegriffen ist Gegenstand der Finanzwissenschaft. Auch wenn die ökonomischen Konzepte in der steuerrechtswissenschaftlichen Diskussion oder bei verfassungsrechtlicher Beurteilung des Einkommenssteuergesetzes bisher nur vereinzelt eine Rolle gespielt haben, trägt das Wissen um die verschiedenen Einkommenskonzepte dazu bei, Zweifelsfragen in der Rechtsanwendung zu klären, die Einkommenssteuer auf ihre Folgerichtigkeit hin zu überprüfen und Reformforderungen zu formulieren. Das EStG entwickelte sich unter Einfluss verschiedener Einkommensbegriffe.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. EINLEITUNG

B. EINKOMMENSTHEORIEN UND EINKOMMENSBEGRIFFE

I. EINKOMMEN

II. EINFLUSS DER THEORIEN AUF ESTG

1. Quellentheorie und Kritik

2. Reinvermögenszugangstheorie und Kritik

3. Einfluss der Theorien auf das EStG

4. Pragmatischer Einkommensbegriff

III. DIE MARKTEINKOMMENSTHEORIE

1. Entstehung

2. Markteinkommenstheorie als einfachgesetzlicher Strukturbegriff

3. Praktischer Nutzen in der Rechtsanwendung

a. Markteinkommenstheorie in Steuerbarkeit der Einkünfte

aa. Objektiver Tatbestand der steuerbaren Einkünfte

bb. Subjektiver Tatbestand

b. Persönliche Zurechnung von Einkünften

4. Das Realisationsprinzip

IV. BESCHRÄNKUNG AUF MARKTEINKOMMEN/ ERWERBSEINKOMMEN

1. Verfassungsrechtlich

2. Erfassung von Nicht-Markteinkommen

a. Wiederkehrende Bezüge gemäß § 22 Nr. 1 EStG

b. Unterhaltsbezüge gemäß 22 Nr. 1a EStG

c. Zwischenergebnis

3. Ergebnis

C. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Einkommenstheorien auf das heutige Einkommensteuergesetz (EStG), wobei der Fokus insbesondere auf der Markteinkommenstheorie liegt. Ziel ist es, deren Herkunft, Nutzbarkeit und die Eignung zur Bestimmung des geltenden Einkommensteuerobjekts kritisch zu beleuchten.

  • Analyse und Vergleich der Quellentheorie, der Reinvermögenszugangstheorie und der Markteinkommenstheorie.
  • Untersuchung der Bedeutung der Markteinkommenstheorie für die heutige Rechtsanwendung und die Dogmatik des EStG.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Einordnung von Nicht-Markteinkommen, wie etwa Unterhaltsbezügen.
  • Überprüfung der verfassungsrechtlichen Relevanz und der praktischen Handhabung des Markteinkommensbegriffs.

Auszug aus dem Buch

Die Markteinkommenstheorie

Das Einkommensteuerobjekt „Summe der Einkünfte“ (§ 2 I-III EStG) wurde maßgeblich von der sogenannten Markteinkommenstheorie bestimmt.

Auf der Suche nach einem übergeordneten ökonomischen Einkommensbegriff erkannte Ruppe, dass bei der pragmatischen Aufzählung der Einkunftsarten, insbesondere der unentgeltliche Vermögensfall, freiwillige beziehungsweise unentgeltliche wiederkehrende Bezüge und die Eigennutzung von Wirtschaftsgütern nicht oder nur ausnahmsweise erfasst werden. Aus den Vorschriften des EStG, insbesondere aus den in § 2 aufgezählten Einkunftsarten leitete Ruppe daher folgendes ab: „Berücksichtigt man diese Punkte und läßt man die Nutzungswertbesteuerung des § 21 Abs. 2 dEStG als systemwidrigen Fremdkörper außer Betracht, so kristallisiert sich doch ein Merkmal heraus, das zumindest die meisten Einkunftsfsquellen des Einkommensteuergesetzes verbindet: Es ist dies die entgeltliche Verwertung von Leistungen (Wirtschaftsgütern oder Dienstleistungen) am Markt“.

Zusammenfassung der Kapitel

A. EINLEITUNG: Definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss der sogenannten Einkommenstheorien auf das EStG zu prüfen und die Eignung der Markteinkommenstheorie zur Bestimmung des Steuerobjekts zu ermitteln.

B. EINKOMMENSTHEORIEN UND EINKOMMENSBEGRIFFE: Diskutiert die theoretischen Grundlagen (Quellentheorie, Reinvermögenszugangstheorie), deren Einfluss auf das Gesetz sowie die Entwicklung des pragmatischen Einkommensbegriffs.

I. EINKOMMEN: Erläutert den Begriff des Einkommens im Kontext der Finanzwissenschaft und des Einkommensteuergesetzes als Grundlage für die Steuerzahlungsfähigkeit.

II. EINFLUSS DER THEORIEN AUF ESTG: Analysiert kritisch die Quellentheorie und die Reinvermögenszugangstheorie hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Schwächen im Steuerrecht.

III. DIE MARKTEINKOMMENSTHEORIE: Beschreibt die Entstehung der Markteinkommenstheorie aus der Rechtsprechung zur Liebhaberei und deren Funktion als einfachgesetzlicher Strukturbegriff.

IV. BESCHRÄNKUNG AUF MARKTEINKOMMEN/ ERWERBSEINKOMMEN: Behandelt die verfassungsrechtliche Zulässigkeit einer Beschränkung auf das Markteinkommen und die steuerliche Erfassung von Nicht-Markteinkommen wie Unterhaltszahlungen.

C. FAZIT: Fasst zusammen, dass die Markteinkommenstheorie zwar eine zentrale Rolle bei der Auslegung des Rechts spielt, der Gesetzgeber jedoch weiterhin pragmatisch agiert und die Theorie nicht alle Formen der Leistungsfähigkeit abdeckt.

Schlüsselwörter

Markteinkommenstheorie, Einkommensteuerrecht, EStG, Leistungsfähigkeitsprinzip, Reinvermögenszugangstheorie, Quellentheorie, Erwerbseinkommen, Einkünftetatbestand, Steuerbarkeit, Rechtsanwendung, Realisationsprinzip, Liebhaberei, Nicht-Markteinkommen, Vermögenszugang, Einkunftsquelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche theoretischen Konzepte hinter dem deutschen Einkommensteuergesetz stehen und inwieweit die sogenannte Markteinkommenstheorie das heutige Steuerrecht maßgeblich bestimmt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Einkommenstheorien, die Bedeutung der Markteinkommenstheorie als Strukturbegriff sowie die steuerliche Einordnung von Einnahmen, die nicht direkt am Markt erzielt werden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Herkunft, den Nutzen und die Eignung der Markteinkommenstheorie für die Bestimmung des besteuerbaren Einkommens im geltenden Recht zu ermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtsdogmatische Analyse, die Gesetzestexte, die Rechtsprechung (insbesondere des Bundesfinanzhofs) und die steuerrechtliche Fachliteratur kritisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert ausführlich die Quellentheorie und die Reinvermögenszugangstheorie, die Entstehung der Markteinkommenstheorie, deren praktische Anwendung in der Zurechnung von Einkünften sowie das Verhältnis zum Realisationsprinzip.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Markteinkommenstheorie, Leistungsfähigkeitsprinzip, EStG, steuerbares Einkommen und Erwerbseinkommen charakterisieren.

Warum ist die Abgrenzung zur Liebhaberei so bedeutend für diese Theorie?

Die Abgrenzung ist deshalb bedeutend, weil die Markteinkommenstheorie Steuerbarkeit an eine Gewinnerzielungsabsicht am Markt knüpft; private Tätigkeiten ohne diese Absicht werden als Liebhaberei eingestuft und sind somit steuerlich irrelevant.

Welche Rolle spielt das Realisationsprinzip im Kontext der Markteinkommenstheorie?

Das Realisationsprinzip dient als Fundamentalkonkretisierung der Markteinkommenstheorie, da es sicherstellt, dass nur tatsächlich am Markt realisierte Vermögenszuwächse besteuert werden, was die Gefahr einer Substanzbesteuerung mindert.

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Details

Titel
Die Markteinkommenstheorie. Überblick, Ausprägungen, praktischer Nutzen für die Rechtsanwendung
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Universität)
Veranstaltung
Steuerrecht
Note
13
Autor
Martin Welke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
28
Katalognummer
V1389407
ISBN (PDF)
9783346936073
ISBN (Buch)
9783346936080
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Steuerrecht Verwaltungsrecht EStG Einkommenssteuerrecht Einkommen Markteinkommen Seminararbeit Steuerlehre Einkunftsquelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Welke (Autor:in), 2018, Die Markteinkommenstheorie. Überblick, Ausprägungen, praktischer Nutzen für die Rechtsanwendung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1389407
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Leseprobe aus  28  Seiten
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