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Anselm von Canterburys Cur Deus Homo. Grenzen und Möglichkeiten der Satisfaktionslehre im 21. Jahrhundert

Titel: Anselm von Canterburys Cur Deus Homo. Grenzen und Möglichkeiten der Satisfaktionslehre im 21. Jahrhundert

Hausarbeit , 2020 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Julia Niehaus (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit verfolgt die Frage nach der Bedeutsamkeit der Möglichkeiten und Grenzen Anselms Satisfaktionslehre vor dem lebensweltlichen Horizont der Menschen und insbesondere von Schülerinnen und Schüler des 21. Jahrhunderts. Im Zuge dessen wird zunächst Anselms Satisfaktionslehre basierend auf den wichtigsten inhaltlichen Begriffen als solches dargelegt, worauf dann eine kritische Diskussion dieser folgt. Die Kritische Diskussion zeigt die Grenzen der Satisfaktionslehre auf und lässt dadurch im nächsten Schritt auf daraus entstehende Möglichkeiten schließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cur deus homo? Anselm von Canterburys Satisfaktionslehre

2.1 Die Grundfrage des Werkes

2.2 Ehre und Entehrung

2.3 Sünde und Schuld

2.4 Genugtuung

2.5 Gerechtigkeit und Barmherzigkeit

3. Kritische Diskussion der Satisfaktionslehre anhand zentraler Begriffe

3.1 Schuld und ihre Transmissibilität

3.2 Gerechtigkeit und Barmherzigkeit- Schuld und Genugtuung

3.3 Ehre und Ehrverlust

4. Möglichkeiten der Satisfaktionslehre im 21. Jahrhundert

5. Schluss und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Tragfähigkeit der Satisfaktionslehre Anselms von Canterbury im 21. Jahrhundert und hinterfragt, inwiefern seine Konzepte von Sünde, Sühne und Erlösung auf komplexe ethische und theologische Fragen der heutigen Zeit angewendet werden können.

  • Anselms Lehre von der Satisfaktion in Cur deus homo
  • Kritische Analyse des Schuld- und Gerechtigkeitsdenkens
  • Spannungsfeld zwischen göttlicher Gerechtigkeit und Barmherzigkeit
  • Übertragbarkeit und Problematik der Schuldtransmissibilität
  • Perspektiven für eine moderne Lebenswelt und Schulpraxis

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im 21. Jahrhundert eröffnet sich, wenn es um Erlösung geht, eine tiefe Kluft zwischen Kirchlicher Lehre und Lebenswelt. Auf der einen Seite prägt der Glaube an das Heil und die Erlösung aller Menschen das christliche Selbstverständnis maßgeblich und auf der anderen Seite fühlen sich immer mehr Menschen nicht mehr vom christlichen Erlösungsglauben angesprochen, sie können damit nichts anfangen. Es fällt zunehmend schwer zu verstehen, in welchem Sinne der Mensch erlösungsbedürftig sein soll, wenn der Begriff "Sünde" nicht mehr in Verbindung mit dem eigenen Selbstverständnis gebracht werden kann und der Erlösungsglaube in keinem Verhältnis zu der Lebenswelt steht. Erlösung scheint nur wichtig zu werden, wenn der Mensch sich in menschlichen Grenzsituationen wie Leiden oder Tod konfrontiert sieht. Doch wie kann heute noch von einem erlösungsbedürftigen Menschen im Alltag und in der Mitte des Lebens die Rede sein? Wie kann die Beschränkung auf die Grenzsituationen aufgehoben werden und ein Bewusstsein für Erlösungstermini und Konzepte geschaffen werden, aus denen der Mensch praktische Anwendung für sein Leben gewinnen kann?

Hört man sich nach dem Verständnis von Erlösung bei den Menschen der heutigen Zeit um, wird schnell deutlich, dass das Verständnis von Erlösung meist unter dem Glaubenssatz, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist, zugrunde liegt. Dieser Glaubenssatz und dessen Notwendigkeit und Bedeutung in Anselm von Canterburys Werk Cur Deus Homo aus dem 11. Jahrhundert thematisiert. Es erörtert grundlegende Fragen zur Erlösung und zur Versöhnung zwischen Gott und den Menschen und versucht ebendiese Menschwerdung Gottes und den Tod zur Erlösung der Menschen mit Hilfe der Vernunft zu erklären. Anselms Lehre setzt im Kern also bei den Menschen bei einem unbewusst verinnerlichten Glaubenssatzes an, den die meisten Menschen ohne Erläuterung gar nicht verstehen würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Kluft zwischen kirchlicher Erlösungshilfe und moderner Lebenswelt sowie die Relevanz der Satisfaktionslehre im heutigen Diskurs.

2. Cur deus homo? Anselm von Canterburys Satisfaktionslehre: In diesem Kapitel wird Anselms Lehre systematisch dargelegt, wobei Begriffe wie Ehre, Sünde, Genugtuung sowie das Verhältnis von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit expliziert werden.

3. Kritische Diskussion der Satisfaktionslehre anhand zentraler Begriffe: Dieses Kapitel hinterfragt die moralische und logische Tragfähigkeit von Anselms Konzepten, insbesondere die Schuldübertragung und das strafzentrierte Gottesbild.

4. Möglichkeiten der Satisfaktionslehre im 21. Jahrhundert: Hier werden Anknüpfungspunkte für die heutige Lebenswelt gesucht, um aus der Kritik an Anselms Werk Impulse für das zwischenmenschliche Miteinander und das Verständnis von moralischen Themen zu gewinnen.

5. Schluss und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, wie das Verständnis von Anselms Lehre als Bildungsanliegen dienen kann, um unbewusste Verhaltensmuster und das Gottesbild kritisch zu reflektieren.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten theologischen Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Anselm von Canterbury, Cur deus homo, Satisfaktionslehre, Erlösung, Sünde, Schuld, Genugtuung, Ehre, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Gottesbild, Schuldübertragung, Inkarnation, Theologie, 21. Jahrhundert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Relevanz von Anselm von Canterburys Satisfaktionslehre (aus seinem Werk Cur deus homo) für die heutige Zeit und reflektiert deren christliche Dogmatik unter modernen Bedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Verhältnis von göttlicher Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, die Konzepte von Sünde und Genugtuung sowie die oft problematische Vorstellung der "Ehre Gottes".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Satisfaktionslehre kritisch zu analysieren, um sie als Medium für heutige ethische und theologische Reflexionsprozesse nutzbar zu machen, statt sie lediglich dogmatisch zu lehren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literarische Analyse von Cur deus homo und setzt diese in eine kritische Diskussion mit theologischer Sekundärliteratur, um Parallelen zur heutigen Lebenspraxis zu ziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung von Anselms Kernbegriffen (Ehre, Sünde, Genugtuung etc.) und einer anschließenden kritischen Diskussion dieser Konzepte hinsichtlich ihrer moralischen Tragfähigkeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Sühne, transaktionelle Gerechtigkeit, Schuldtransmissibilität und die menschliche Lebenswelt charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin das Gottesbild bei Anselm?

Die Autorin kritisiert, dass Anselms Fokus auf strikte Gerechtigkeit und Genugtuung Gott in ein düsteres Licht rückt, welches Raum für Barmherzigkeit und ungezwungene Liebe als zentrales Element der Erlösung zu reduzieren scheint.

Welcher praktische Nutzen wird für die Schule und das Leben thematisiert?

Die Lehre dient als "Medium der Möglichkeiten", um unbewusste gesellschaftliche Muster – etwa das Abschieben von eigener Schuld auf Dritte – bewusst zu machen und ein respektvolleres Miteinander zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anselm von Canterburys Cur Deus Homo. Grenzen und Möglichkeiten der Satisfaktionslehre im 21. Jahrhundert
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Katholische Theologie)
Veranstaltung
Systematisch theologische Inhalte partizipationsoffen vermitteln - Erlösung
Note
2,0
Autor
Julia Niehaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V1389447
ISBN (PDF)
9783346930675
ISBN (Buch)
9783346930682
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anselm von Canterbury Canterbury Cur Deus Homo satisfaktionslehre erläsung religion katholisch systemastische theologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Niehaus (Autor:in), 2020, Anselm von Canterburys Cur Deus Homo. Grenzen und Möglichkeiten der Satisfaktionslehre im 21. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1389447
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