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Corporate Social Responsibility (CSR) als Gegenstand von Regulierung in Europa

Title: Corporate Social Responsibility (CSR) als Gegenstand von Regulierung in Europa

Seminar Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Mattis Heinze (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die Thematik von Corporate Social Responsibility (CSR) - die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen – ist in den letzten Jahren zu einem zentralen Thema in der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik geworden. Bestechungs- und Bilanzierungsskandale, Massenentlassungen, exorbitante steigende Vergütungen von Managern sowie Umweltschäden haben die Debatte über die sozialen Auswirkungen unternehmerischer Aktivitäten neu entfacht. Dennoch ist CSR keine Innovation der Gegenwart sondern basiert auf einer Tradition die sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Im Zuge der Globalisierung sehen sich jedoch vor allem multinationale Unternehmen mit völlig neuen Problemstellungen und Herausforderungen konfrontiert.

Denn für CSR besteht noch keine transnationale abgestimmte Lösungsstrategie, wie eine effiziente Unternehmensethik auszusehen hat. Verschiedene staatliche und nicht-staatliche Institutionen versuchen auf nationaler, supranationaler sowie globaler Ebene durch Regulierung und Standardisierung von CSR-Richtlinien Unternehmen eine Orientierung zu geben und damit gleichzeitig die politische Steuerungsfähigkeit der Globalisierung aufrecht zu erhalten. Verantwortungsvolles Handeln wird jedoch weltweit verschieden interpretiert. Viele dieser Konzepte sind daher inhaltlich und methodisch grundlegend verschieden. Multinationale Unternehmen stehen damit vor der komplexen Herausforderung, bei der Ausübung ihre CSR-Aktivitäten einerseits die jeweiligen sozio-kulturellen Gegebenheiten und Wertvorstellungen des Gastlandes zu berücksichtigen, andererseits aber auch die vielfältigen internationalen Standards und Regulierungsansätze zu befolgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Problemstellung

1.1 Corporate Social Responsibility vor dem Hintergrund der Globalisierung

1.2 CSR

1.3 Regulierung

2 Regulierung und Standardisierung in Europa

2.1 Entstehungsgeschichte

2.2 Das Grünbuch der EU

2.3 Ganzheitliche Sicht der sozialen Verantwortung

2.4 Das Multistakeholder Forum der Europäischen Union

2.5 Die EU-Politik seit 2006

3 Regulierung auf nationaler Ebene

3.1 CSR in Westeuropa

3.2 CSR in Nordeuropa

4 CSR zwischen Freiwilligkeit und verpflichtenden Regeln

4.1 Gründe befürwortender Positionen der Freiwilligkeit

4.2 Gründe ablehnender Positionen der Freiwilligkeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie gesellschaftliche Verantwortlichkeiten zwischen Staat, Unternehmen und Bürgern in Europa neu verteilt werden können, wobei der Fokus auf der Förderung unternehmerischen Bürgerengagements durch staatliche Regulierung und Standardisierung liegt.

  • Grundlagen von Corporate Social Responsibility (CSR) im Globalisierungskontext
  • Die Entwicklung und Politik der Europäischen Union hinsichtlich CSR-Standards
  • Nationale Regulierungsansätze in ausgewählten europäischen Regionen
  • Das Spannungsfeld zwischen freiwilliger Selbstregulierung und verbindlichen gesetzlichen Anforderungen

Auszug aus dem Buch

1.1 Corporate Social Responsibility vor dem Hintergrund der Globalisierung

Ein effizientes und gewinnbringendes Handeln multinationaler Unternehmen ist ohne adäquate Rahmenbedingungen sowie ein gesundes soziales Umfeld unmöglich. Dazu zählen eine Vielzahl konstruierter Voraussetzungen wie Gesetze und Verträge, die vom Staat geschaffen werden. Im Zuge der Globalisierung haben sich Rahmenbedingungen und soziale Umfelder jedoch in massiver Weise verändert und zu einer Flutwelle von kulturellen, sozialen und politischen Umwälzungen geführt.

Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft schafft gewaltige Wohlfahrtsgewinne und ist bereits für viele Menschen und Nationen unverzichtbar geworden. Dennoch führt der weltweite Austausch auch zu einer globalen Expansion von Problemen und möglichen Schäden.

Vor dem Hintergrund der Globalisierung und der damit verbundenen dynamischen Entwicklung der Gesellschaft können die bisherigen territorialen staatlichen Regulierungen und Eingriffe nicht mehr genügen. Damit ein effektives Wirtschaften auf supranationaler Ebene weiterhin möglich ist, muss ein globaler Handlungsrahmen geschaffen werden, der die Unsicherheit über Rechte und Pflichten multinationaler Unternehmen beseitigt. Angesichts der begrenzten Handlungsressourcen kann ein politisches System allein diese Aufgabe jedoch nicht bewältigen und ist daher auf Systeme der Selbstorganisation angewiesen. Die Unternehmen als Teil einer korporativen Bürgergesellschaft können durch die freiwillige Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung einen aktiven Teil zur Schaffung und Durchsetzung neuer Rahmenbedingungen beitragen und spielen damit eine zentrale Rolle beim Lösen der sozialen Probleme. Die Idee die dahinter steckt ist, dass Wirtschaft, Gesellschaft und Staat am besten florieren, wenn sie miteinander statt gegeneinander arbeiten. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Corporate Social Responsibility (CSR).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Problemstellung: Einführung in die Thematik der gesellschaftlichen Verantwortung im globalisierten Wirtschaftsumfeld und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2 Regulierung und Standardisierung in Europa: Analyse der europäischen CSR-Politik, beginnend bei der historischen Entwicklung über das Grünbuch der EU bis hin zur Rolle des Multistakeholder Forums.

3 Regulierung auf nationaler Ebene: Vergleich verschiedener nationaler Regulierungsansätze in West- und Nordeuropa unter Berücksichtigung unterschiedlicher politischer Strategien.

4 CSR zwischen Freiwilligkeit und verpflichtenden Regeln: Diskussion des Spannungsfeldes zwischen industrieller Eigenverantwortung und der Forderung nach gesetzlichen Mindeststandards.

Schlüsselwörter

Corporate Social Responsibility, CSR, Globalisierung, Regulierung, Standardisierung, Europäische Union, Freiwilligkeit, Stakeholder, Nachhaltigkeit, Unternehmensverantwortung, Sozialberichterstattung, Sozialstaaten, Wettbewerbspolitik, Best Practice, Human- und Sozialkapital

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle von Corporate Social Responsibility (CSR) als Gegenstand politischer Regulierung innerhalb Europas und untersucht, wie staatliche Rahmenbedingungen unternehmerisches Handeln beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von CSR, die EU-weite Standardisierung durch Grünbücher, nationale Regulierungsunterschiede in Europa sowie die Debatte um Freiwilligkeit versus gesetzliche Verpflichtung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu bestimmen, wie eine Neuverteilung gesellschaftlicher Verantwortlichkeiten zwischen Staat, Unternehmen und Bürgern in Europa erreicht werden kann, insbesondere durch gezielte Regulierung und Standardisierung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse theoretischer Konzepte sowie einer vergleichenden Untersuchung verschiedener nationaler Regulierungsansätze und EU-Initiativen anhand der vorhandenen Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die europäische CSR-Politik (inkl. Grünbuch und Multistakeholder Forum), die Umsetzung auf nationaler Ebene in West- und Nordeuropa sowie die Diskussion über die Vor- und Nachteile von Freiwilligkeit versus verbindlichen Regeln.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Corporate Social Responsibility, globale Wohlfahrtsgewinne, supranationaler Handlungsrahmen, freiwillige Selbstverpflichtung und nachhaltige Unternehmensstrategie.

Wie unterscheidet sich die CSR-Haltung in den USA von der in Europa?

In den USA übernehmen Unternehmen aufgrund fehlender gesetzlicher Rahmenbedingungen einen Großteil der Sozialleistungen, während in Europa soziale Verantwortung traditionell stärker staatlich geregelt ist.

Warum kritisieren Nichtregierungsorganisationen (NROs) die EU-Politik ab 2006?

Die Kritik entzündete sich an der Entscheidung der EU-Kommission, die Verantwortung für die CSR-Weiterentwicklung primär an die Privatwirtschaft abzugeben und auf verbindliche Regeln zu verzichten, was zum Austritt vieler NROs führte.

Welche Rolle spielt Großbritannien im europäischen Vergleich?

Großbritannien nimmt eine Vorreiterrolle ein, da es CSR als festen Bestandteil der Wettbewerbspolitik begreift, einen Ministerposten für CSR einrichtete und als erstes Land Gesetze zur Nachhaltigkeitsberichterstattung erließ.

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Details

Title
Corporate Social Responsibility (CSR) als Gegenstand von Regulierung in Europa
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt)
Course
Management von Corporate Social Responsibility in der Multinationalen Unternehmung
Grade
1,7
Author
Mattis Heinze (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V138959
ISBN (eBook)
9783640485215
ISBN (Book)
9783640485406
Language
German
Tags
CSR Regulierung Europa Staat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mattis Heinze (Author), 2008, Corporate Social Responsibility (CSR) als Gegenstand von Regulierung in Europa , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138959
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