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Hitlers Kriegserklärung an die USA, 11. Dezember 1941

Titel: Hitlers Kriegserklärung an die USA, 11. Dezember 1941

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 37 Seiten , Note: 1-

Autor:in: Oliver Radtke (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Kriegserklärung Deutschlands an die USA am 11. Dezember 1941, vier Tage nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor, gilt noch immer als eine sehr umstrittene Entscheidung Hitlers, die aus heutiger Perspektive die Niederlage endgültig besiegelte. Umstritten ist sie deshalb, weil die Quellenbasis für eine abschließende Beurteilung nicht ausreicht.
Trotz vielfältiger Erklärungsansätze haben alle Autoren eines gemeinsam. Sie gehen davon aus, dass Hitler diese Entscheidung alleine gefällt hat und dadurch Bedingungen schuf, die Deutschlands Untergang herbeiführten. Eine Fülle verschiedener Thesen werden zur Erklärung herangezogen, ohne voll überzeugen zu können. Weshalb erklärte Hitler den USA 1941 den Krieg, obwohl weder Großbritannien, der Feind im Westen, noch Russland besiegt waren? Hinzu kommt, dass zu diesem Zeitpunkt der Ostfeldzug bereits länger dauerte als erwartet. Objektiv betrachtet erscheint Hitlers Entscheidung folglich äußerst widersinnig.
In der vorliegenden Arbeit werden vier Erklärungsmodelle vorgestellt, die sich der Frage nach Hitlers Motivation von mitunter völlig unterschiedlichen Seiten annähern. Anschließend werden die Auswirkungen von Hitlers Kriegserklärung an die USA auf die Vereinigten Staaten und auf Deutschland untersucht.
Um in die damalige Situation einsteigen zu können, beginnt die Arbeit mit einem Abriß vorangegangener Ereignisse. Hierbei steht vor allem die Frage der sich wandelnden Deutschland- und Amerikabilder im Vordergrund. Warum wendet sich Hitler von seiner vorsichtigen Amerikapolitik der Dreißiger Jahre ab? Ist in seinem sich wandelnden Amerikabild ein möglicher Konflikt schon vorgezeichnet?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte

2.1 Hitlers Amerikabild

2.2 Hitlers Dilemma

2.3 Der Weg in den Krieg

3. Vier Hypothesen zur Kriegserklärung

3.1 Robert Waite

3.2 Sebastian Haffner

3.3 Eberhard Jäckel

3.4 Enrico Syring

4. Auswirkungen der Kriegserklärung

4.1 Konsequenzen für die amerikanische Politik

4.2 Deutschland: Enttäuschte Hoffnungen

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe und Motive von Adolf Hitlers Entscheidung, den Vereinigten Staaten am 11. Dezember 1941 den Krieg zu erklären. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie ein historisch betrachtet derart widersinniger Schritt unter Berücksichtigung verschiedener politischer und psychologischer Erklärungsmodelle rational oder irrational begründet werden kann.

  • Entwicklung des Amerikabildes in der NS-Ideologie
  • Wirtschaftspolitische Spannungsfelder zwischen dem Deutschen Reich und den USA
  • Analyse der verschiedenen historiographischen Hypothesen zur Kriegserklärung
  • Die Rolle des "Nichtsonderfriedensvertrags" und des Dreimächtepaktes
  • Auswirkungen der Entscheidung auf die US-Außenpolitik und den Kriegsverlauf

Auszug aus dem Buch

2.1 Robert Waite

Robert Waite versucht in „The Psychopathic God Adolf Hitler“ Hitlers Motivation für die Kriegserklärung mit Hilfe psychoanalytischer Methoden zu entschlüsseln. Er geht dabei von drei Einflussgrößen aus: Hitlers “lifelong difficulty with personal identification”, seinem unbewußten Wunsch nach einer Niederlage und seinem irrationalen Glauben, dass der äußerste Triumph in totaler Zerstörung liege. Stolz und Prestigesucht sind ebenso ein wichtigerer Grund für Hitlers Handlung. Er wollte den USA bei der unausweichlich erscheinenden Konfrontation mit der Kriegserklärung zuvorkommen, um es propagandistisch ausschlachten zu können.

Seit dem Tod Hitlers 1945 haben es vor allem zwei Entwicklungen möglich gemacht, sich der Psyche Hitlers diagnostisch genauer anzunehmen: die Auffindung vieler NS-Archive, die intensive Textforschung, die Publikation Dutzender Monographien zu Einzelaspekten seines Lebens zum einen und zum anderen entscheidende Fortschritte in der Klinischen Psychologie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Ausgangslage nach dem Angriff auf Pearl Harbor und Darlegung der Fragestellung zur widersinnigen deutschen Kriegserklärung.

2. Vorgeschichte: Analyse der Ambivalenz in Hitlers Amerikabild, der wirtschaftlichen Verschlechterung der Beziehungen und des strategischen Dilemmas der deutschen Führung.

3. Vier Hypothesen zur Kriegserklärung: Detaillierte Vorstellung und kritische Betrachtung der Forschungsmeinungen von Robert Waite, Sebastian Haffner, Eberhard Jäckel und Enrico Syring.

4. Auswirkungen der Kriegserklärung: Untersuchung der Konsequenzen der deutschen Entscheidung für die US-Politik sowie die Feststellung der enttäuschten Hoffnungen auf deutscher Seite.

5. Schluss: Zusammenführung der Analysen in einem mehrdimensionalen Ansatz, der Hitlers Entscheidung als Ergebnis eines rationalen Prozesses unter massivem Einfluss seines extremen Charakters bewertet.

Schlüsselwörter

Adolf Hitler, Kriegserklärung 1941, Vereinigte Staaten, Nationalsozialismus, Außenpolitik, Dreimächtepakt, Pearl Harbor, Franklin D. Roosevelt, Weltmacht, Ostfeldzug, Psychohistorie, Strategie, Zweiter Weltkrieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Beweggründe Adolf Hitlers für die Kriegserklärung Deutschlands an die USA am 11. Dezember 1941, ein Ereignis, das historisch oft als strategischer Fehler gewertet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die Entwicklung des nationalsozialistischen Amerikabildes, die diplomatischen Verwicklungen im Vorfeld des Kriegseintritts sowie die psychologische Analyse von Hitlers Entscheidungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Hitler trotz der prekären militärischen Gesamtlage und der wirtschaftlichen Übermacht der USA den Konflikt eskalierte und welche wissenschaftlichen Erklärungsansätze es hierfür gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, wobei er verschiedene historisch-politische und psychoanalytische Erklärungsmodelle gegenüberstellt und vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden vier spezifische Hypothesen führender Historiker und Psychohistoriker zur Kriegserklärung vorgestellt und diskutiert sowie deren Auswirkungen auf die amerikanische und deutsche Politik beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kriegserklärung 1941, NS-Außenpolitik, Dreimächtepakt, Pearl Harbor, Deutschland- und Amerikabilder sowie die Rolle der Ideologie Hitlers.

Warum war für Hitler der "Nichtsonderfriedensvertrag" so wichtig?

Dieser Vertrag sollte sicherstellen, dass Japan und Deutschland gemeinsam gegen die USA agieren und keinem separaten Frieden mit den Alliierten zustimmen, um so den Druck auf die USA zu maximieren.

Welche Rolle spielt die psychologische Komponente in der Analyse des Autors?

Der Autor zeigt auf, dass neben machtpolitischen Kalkulationen auch Hitlers Persönlichkeitsstruktur, insbesondere sein Hang zu abrupten Entscheidungen und seine Risikobereitschaft, entscheidend zur Eskalation beitrugen.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hitlers Kriegserklärung an die USA, 11. Dezember 1941
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Hitler-Roosevelt 1933-1945
Note
1-
Autor
Oliver Radtke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
37
Katalognummer
V13897
ISBN (eBook)
9783638194211
ISBN (Buch)
9783638643191
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hitlers Kriegserklärung Dezember Hitler-Roosevelt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Radtke (Autor:in), 2003, Hitlers Kriegserklärung an die USA, 11. Dezember 1941, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13897
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  37  Seiten
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